News Robotaxi: Waymo entlässt 6. Generation Waymo Driver auf die Straße

senf.dazu schrieb:
Dein Eindruck täuscht dich:
Die Stadt würde zusammenbrechen wenn's das Auto nicht gäb. Und die Öffis würden endgültig zusammenbrechen wenn auch nur ein Teil der Autofahrer dorthin wechseln würde.
Nichts davon widerspricht sich mit meiner These.
Ich möchte noch zusätzlich anmerken, dass mit einem Ausbau des ÖPNVs Autofahrer*innen auf den ÖPNV wechseln könnten, andersrum aber kaum.
 
Fighter1993 schrieb:
Eine normale Person könnte sich ein Auto was den ganzen Tag fährt überhaupt nicht leisten. Verschleißteile, Reifen, Sprit. Die Kosten fängst du niemals auf.
Und wozu sollte man privat auch ständig rumfahren?
Der Punkt ist dass es extrem unökonomisch ist sich ein Gerät (egal welcher Art) für einen fünstelligen Betrag zu kaufen zuzüglich laufender Kosten nur um es dann zu 95% nicht zu nutzen.
Fighter1993 schrieb:
Es geht privat ehr drum, wenn man es denn dann möchte, unabhängig zu sein. Genau dafür zahlst du.
Inwiefern wärst du denn nicht unabhängig wenn du dir jederzeit ein Auto per App her bestellen kannst?
 
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estros schrieb:
Die Menschen werden große Teile ihres Lebens auf kein eigenes Auto angewiesen sein, was vor allem Kosten spart. 😎
Das glaubst du doch selbst nicht, dass das Kosten sparen wird. Ein ÖPNV der bzw. Shared Mobility die vom Komfort bzw. vorallem Zustand und der Zuverlässigkeit auch nur halbwegs vergleichbar mit einem eigenen Fahrzeug ist gibt es nicht (ÖPNV) oder kostet gegenwärtig deutlich mehr wie ein eigenes Fahrzeug (Shared Mobility), wenn man nicht gerade nur Wenignutzer ist oder absolut keinen Wert auf Zuverlässigkeit, Komfort und Zustand legt.

Und das wird sicherlich nicht besser, wenn das Privatfahrzeug einem Großteil der Bevölkerung unmöglich gemacht wird und damit ein gewisses Abhängigkeitsverhältnis gefestigt wird. Da stehen wirtschaftliche Interessen dahinter - es wollen reichlich Leute Geld dran verdienen... Und davon möglichst viel.
 
Blaexe schrieb:
Inwiefern wärst du denn nicht unabhängig wenn du dir jederzeit ein Auto per App her bestellen kannst?
Ich habe nicht gesagt das man nicht unabhängig ist, nur den Grund warum ein Auto eben so teuer ist.
 
Waymo.

Tesla fährt in Austin auf wenigen extra kartographierten km². Waymo in vielen Städten.

Bei Tesla sind erst seit ein paar Tagen 6 Autos unsupervised.
 
Fighter1993 schrieb:
Ich habe nicht gesagt das man nicht unabhängig ist, nur den Grund warum ein Auto eben so teuer ist.
Ich verstehe den Zusammenhang zu meinem Kommentar nicht. Es ist nicht der Grund warum ein Auto teuer ist. Ein Auto ist teuer weil die Herstellung teuer ist (Anschaffung), Menschen recht viele Fehler machen (Versicherung) und gewisse Teile einem Verschleiß unterliegen.

Es wäre deutlich günstiger in Summe weit weniger Autos auf den Straßen zu haben die dafür zu 90% am Tag auch unterwegs sind und diese dann auf Nutzungsbasis anzubieten. Und wenn richtig ausgeführt - was natürlich die Grundlage ist - auch nicht mit weniger Unabhängigkeit verbunden.

Es wird so kommen, da führt kein Weg dran vorbei. Du glaubst doch nicht dass jeder ein selbstfahrendes Auto ungenutzt daheim stehen haben wird? Das ist von jedem Winkel unlogisch.

Selbst wenn man eines besitzt würde man es in den Zeiten in denen man es nicht braucht an andere vermieten. Alles andere wäre finanziell maximal dämlich.
 
Blaexe schrieb:
Es wäre deutlich günstiger in Summe weit weniger Autos auf den Straßen zu haben die dafür zu 90% am Tag auch unterwegs sind und diese dann auf Nutzungsbasis anzubieten. Und wenn richtig ausgeführt - was natürlich die Grundlage ist - auch nicht mit weniger Unabhängigkeit verbunden.
Ich glaube wir reden aneinander vorbei.

Kla macht ein Auto Sinn wenn man es teilt.
Ich habe aber gesagt das ein Auto noch teurer ist wenn man es alleine den ganzen Tag fährt...

Wenn man sich das Szenario so legt wie du es machst dann hast du natürlich recht.
Aber wer bitte teilt sein EIGENES Auto mit Fremden?

So etwas funktioniert nur wenn alle eine Auto von einem Anbieter mieten....
 
Blaexe schrieb:
Selbst wenn man eines besitzt würde man es in den Zeiten in denen man es nicht braucht an andere vermieten. Alles andere wäre finanziell maximal dämlich.
Also die meisten Autos werden nicht bar bezahlt und zumindest in den USA ist es so, dass man bei Ratenzahlung nicht Sachen wie Turo (Autovermietung auch von privat) machen darf. Ich denke, das wird hier nicht anders sein.

Dem Rest stimme ich zu, unsere heutige Art der Autonutzung ist nicht sehr produktiv.
 
Fighter1993 schrieb:
Ich habe aber gesagt das ein Auto noch teurer ist wenn man es alleine den ganzen Tag fährt...
Das wird doch aber niemand machen? Habe ich auch nie gesagt. Es geht darum dass jede Minute die ein Auto steht Verschwendung ist. Es ist finanziell besser wenn es rund um die Uhr fährt und damit Umsatz erzeugt.
Fighter1993 schrieb:
Aber wer bitte teilt sein EIGENES Auto mit Fremden?
Das ist ja mein Punkt: Wird in der Regel nicht passieren weil Menschen kein Auto mehr besitzen werden...Ein Auto zu besitzen wird ein Hobby sein und Hobbies sind per Definition ein nicht notwendinger Luxus.
Ergänzung ()

Alphanerd schrieb:
Also die meisten Autos werden nicht bar bezahlt und zumindest in den USA ist es so, dass man bei Ratenzahlung nicht Sachen wie Turo (Autovermietung auch von privat) machen darf. Ich denke, das wird hier nicht anders sein.
Das ist ja dann ein vorherrschendes Paradigma was sich grundsätzlich ändern muss. Selbstfahrende Autos sind halt disruptiv. Viele Dinge werden sich daran anpassen müssen.

Wenn so ein Dienst zuverlässig und überall verfügbar ist werden sich die allermeisten Menschen erst gar kein Auto mehr kaufen. Oder leasen. Oder auf Raten abbezahlen. Oder was auch immer.
 
Blaexe schrieb:
Autos sind unglaublich ineffzient weil sie meist zu 90% des Tages ungenutzt rum stehen.
Bei mir nicht: Erstzulassung Mai 2024 und 94.000km drauf. Mai 2027 läuft das Leasing aus und wird wahrscheinlich 180.000km haben.
 
andimo3 schrieb:
Trotz allem benötigt die Flotte noch viel Input von (menschlichen) Mitarbeitern
https://www.techspot.com/news/111233-waymo-admits-autopilot-often-guys-philippines.html

„…Waymo provided the latest reminder that AI relies on human labor – often low-paid – more than people realize.…

…they may request real-time input from a remote response agent, receiving human guidance when needed. While some of the contractors work in the US, many operate from other countries, such as the Philippines.…

…Filipino remote workers also oversawmost of the orders taken through Presto Automation's supposedly autonomous fast-food drive-thru system.…“
😅

Schöne neue Welt und zeigt worum es letztendlich im Kapitalismus geht, auch wenn es einen netten Tech Anstrich hat:
Teure Jobs dezimieren und durch wenigere u. billigere ersetzen.

PS: es gab doch in Californien eine Gesetzesänderung das auch autonomes fahren von LKWs möglich wird.

Die Fahrer Gewerkschaft von denen sieht das ganze natürlich sehr kritisch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Autonomer ÖPNV wäre zwar toll, aber was gewinne ich dabei? Nichts.

Autonome Fahrzeugflotten werden aber einen gewaltigen Unterschied machen. Wenn ich meine Eltern sehen, die wären ohne Auto aufgeschmissen und werde happy sein, wenn ich in dem Alter bin und kein Auto mehr habe, sondern mir eins per App in wenige Minuten rufen kann. 👍🏻🤷🏻‍♂️

Alphanerd schrieb:
Wenn alle Ampeln etcpp aus sind?
Dann gibt es noch diese „wie heißen die gleich nochmal?“ 🤔 - Verkehrsschilder! 😄
Völlig autark und ohne Strom nutzbar.
 
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Blaexe schrieb:
Der Punkt ist dass es extrem unökonomisch ist sich ein Gerät (egal welcher Art) für einen fünstelligen Betrag zu kaufen zuzüglich laufender Kosten nur um es dann zu 95% nicht zu nutzen.
Die Fahrzeugökonomie hängt kaum vom Rumstehen ab. Und wer ein Pkw wirklich nicht brauchen kann der kauft sich auch jetzt schon keins. Eben weil die Dinger ihr Geld kosten.

Ein Auto altert technisch nicht ("wird nicht abgenutzt") durch's Rumstehen sondern durch km-Leistung. (Naja bislang. Der neuzeitlichen BEV Batterie sagt man kalendarische Alterung nach ..) Durchschnittllich fahren die 50Mio Autos in Deutschland 12000km/a und werden nach durchschnittlich 15J verschrottet. Die Autos werden also im Schnitt adäquat genutzt und vergammeln nicht einfach ungenutzt auf ihrem Abstellplatz.

Als Beispiel: Mein letztes Auto, gebraucht bei 23000km gekauft, war 19J als es verschrottet wurde und hatte 350000km auf dem Tacho. Bei ner mittleren Geschwindigkeit von 50 km/h wäre es also gerade mal 7000h gefahren. Also hat's von den 19J ca. 18J rumgestanden. (Jetzt bin ich echt erschreckt wieviel Zeit ich in dem Auto zugebracht haben muß. Will ich die wirklich durch Öffis noch verdoppeln?) Trotzdem war es nach den 19J komplett schrottreif mit vielen kleinen Ärgenissen die man nicht hat reparieren lassen und zuviel Dingen die aktuell repariert werden mußten. Der Blechhaufen hat also alles geleistet was er konnte. Recycling dringend geboten.

Die Alternative wär z.B. ein autonomes Taxi wirklich die 350000km in 1J abfahren zu lassen - wenn es als Taxi nicht früher ausrangiert wird oder werden muß.

Wenn du in Deutschland eine bestimmte Transportleistung brauchst - also ein bestimmte Zahl gefahrener km für die Autos je Jahr - dann ist das auch proportional zur Abnutzung der Autos. Egal ob du viele oder wenige Autos hast. Die werden alle gefahren bis deren km-Leistung verbraucht ist. Manchmal hat ein Auto ja sogar mehrere Besitzer - der eine fährt wenig im Jahr der nächste freut sich dann und fährt viel. Man kauft sich halt das gebrauchte Auto das zum eigenen Bedarf paßt.

Der einzige Unterschied ist die Gesamtmenge des Materials (Rohstoffe) die in allen Autos im Land gebunden sind. Sprich das Investement in das Material ist mal größer mal kleiner. Evtl. gibt's also hinsichtlich "uneffizient" leicht höhere Zinskosten wenn man das Auto Kreditfinanziert/Least.
• Schmeißt man wie bisher die Rohstoffe mit dem Verschrotten weg und buddelt für das nächste Auto alles neu aus - irgendwo in der Welt - dann hängt der jährliche Rohstoffverbrauch allein von der gesamten km-Menge ab unabhängig davon ob viel oder wenige Autos. Man muß halt die verbrauchte km-Leistung mit neuen Autos=Rohstoffen ersetzen.
• Wenn man 100% Recycling macht, also z.B. das Gold in den Autos wiederverwendet - dann kauft man das Gold nur einmal in der Welt und hortet das als Nation dauerhaft in der Autoflotte durch Wiederverwendung. Hat man nur wenig Autos die intensiv und schnell abgenutzt werden ist's weniger Gold das man als Nation gehortet hat, hat jeder sein Rumstehauto ist's halt mehr.

Allerdings sinkt auch die Flexibilität - mit dem eigenen Auto kann man fahrplanfrei losfahren wann immer man soweit ist. Und es bringt einen von Tür zu Tür. Für Kinder oder Ältere oder Eingeschänkte oder mit dem Wocheneinkauf bepackt ein Vorteil. Für die übrigen bleibt "nur" die Zeitersparnis. Auch besteht die Gefahr das bei stärker genutzten Autos nicht nur die Zahl der Leerfahrten sondern auch deren mittlere Länge steigt.

Übrigens
• ein PKW wiegt 2t und hat 5 Sitze. 400kg/Sitz Materialverbrauch. Ein Bus wiegt 20t und hat 50 Sitze ..
• In der Regel fahren beide ziemlich leer durch die Gegend. Nur in den Stoßzeiten: Da fahren die PKW immer noch ziemlich leer durch die Gegend. Die Busse sind rammelvoll mit dichtgedrängt - stehenden - Personen. Ergebnis: Die Busse sind im mittel besser besetzt (dieses Wort jetzt bitte nicht so wörtlich nehmen;)) als PKW. Und versprechen so einen leichten Vorteil beim Energieverbrauch (und beim Öko, aber nur solange noch fossil gemixt). Das liebe Vieh.

————


Die Zukunft des Nahverkehrs (*) ist eh das Auto. Gern auch als 4 sitziger vollautonomer E-Portalbus ohne Stehplätze, der Jung und Alt, mit und ohne Führerschein, mit oder ohne Einkäufe, Fahrrad, Rolli, Kinderwagen, zügig, weil ohne Umsteigen, Fußwege und Fahrplan, direkt von Tür A zu Tür B befördert.



(*) solange Gebäude wie Wohnhäuser an Erschließungsstraßen erbaut werden und nicht in eine Welt ohne Straßen auf der grünen Wiese
(Deutschland 20 Mio Gebäude x 20m Erschließungsstraße längs der Grundstücksfront = 400000km von unseren etwa 650000km Straßennetz. Jaja die letzte Meile. Oops die letzten Meter.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Nice, ich konnte letztes Jahr Waymo in Los Angeles ausprobieren. Es hat erstaunlich gut funktioniert und war auch nicht so komisch wie ich dachte.
Die neuen Autos haben glaube ich gar kein Lenkrad und meine Instrumente mehr, so kann ein weiterer Passagier auf dem "Fahrersitz" Platz nehmen. Das ist dann nochmal eine Stufe mehr, ohne Lenkrad und co.
 
senf.dazu schrieb:
Tut der MIV doch heute schon. Google sagt:
Kann es sein, dass du die Zahlen aus der Corona Zeit nimmst?

Laut dem, was ich finden konnte, liegen die Zahlen bei den Personenkilometern bei 79,4 % und bei den Fahrten insgesamt bei ~60%, da Fahrten innerhalb der Großstädte meist kürzer sind, als auf dem Land.

https://www.umweltbundesamt.de/date...fwand-modal-split#weiterfhrende-informationen

https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Anlage/G/verkehr-in-zahlen24-25-pdf.pdf?__blob=publicationFile

https://www.forschungsinformationssystem.de/servlet/is/115640/

Es kommt halt stark darauf an, für welchen Fall man schaut.
Innerhalb von Großstädten sehen die Zahlen anders aus als auf dem Land oder in Kleinstädten.

z.B. transportiert die New Yorker U-Bahn 4,6 Millionen Personen täglich hin und zurück. Die sind dann durch Rushhour, Nachtverkehr und co. natürlich auch nicht gleich verteilt.

https://www.governor.ny.gov/news/governor-hochul-announces-record-subway-ridership-46-million-riders-and-best-november-subway#:~:text=Governor Kathy Hochul announced that the New,29, 2025 of 4.6 million subway customers.

Eine Autobahnspur hat eine Kapazität von 1500-2000 Autos pro Stunde. Realistisch gesehen bräuchte man rund 80-100 Autobahnspuren in beide Richtungen, um diese Kapazität auch nur ansatzweise zu ersetzen.

Ähnliches im kleineren Stil in den deutschen Großstädten.
Die Münchener S-Bahn kann in der Rushhour mit einem Zug rund 1500 Autos ersetzen. Die kommen dann im 5 Minuten-Takt. Das sind alleine auf der Stammstrecke die Kapazität von einer 22,5–30-spurigen Autobahn (in beide Richtungen). U-Bahn, Busse, Tram und der Rest des ÖPNV-Netzes kommen da noch einmal dazu.

https://www.stmb.bayern.de/med/pressemitteilungen/pressearchiv/2024/128/index.php

Ab einer gewissen Bevölkerungsdichte ist die Flächeneffizienz nicht hoch genug.

Der komplette Aspekt, wo die Autos dann parken müssen, ist da auch ausgeklammert.
Das Auto muss halt sowohl am Zielort, als auch vor der Haustür irgendwo unterkommen. Das nimmt halt auch viel Fläche.
 
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Wäre schön wenn sie bald mal ein Durchbruch hätten, aber ich glaube es erst wenn ich es buchen oder kaufen kann. Als ich 2003 aus gesundheitlichen Gründen kein Führerschein machen konnte hieß es auch "ist doch nicht schlimm bald fahren eh alle Autos selbständig" 23 Jahre später bin ich glücklich das ich 2015 noch den Führerschein machen konnte.....

Und ob dann die Menschen ihr eigenes Auto aufgeben stell ich auch in Frage. Trotz Kosten ging der Trend eher noch zum Zweitwagen, auch wenn der noch mehr rum steht:D
 
Zuletzt bearbeitet:
estros schrieb:
Na aber selbstverständlich! Den Irrglaube musst du abstreifen. Der ÖPNV wird 100%ig durch autonome Lösungen ersetzt werden. In dünnbesiedelten Regionen, der letzten Meile und privaten Fahrten durch Autos, auf Hauptrouten durch Busse und in Metropolen durch Züge. Die Zukunft des Verkehrs wird mega geil und gleicht einer verkehrspolitischen Revolution. Die Menschen werden große Teile ihres Lebens auf kein eigenes Auto angewiesen sein, was vor allem Kosten spart. 😎

90% der Bürger müssen in Zukunft eh nirgendwo mehr hinfahren da sie durch KI, humanoide Roboter u. Big Data zu 100% ersetzt wurden. Es wird interessant wie die Gesellschaft mit diesen sozialen/ ökonomischen Verwerfungen umgehen wird.
 
Precide schrieb:
Sowas sollte viel mehr auf dem Land gepusht werden.
Ein existenzielles Problem was ich hier auf dem Land beobachte ist das Thema Auto und Alter.
Wenn hier Leute mit 80+ alleine oder zu zweit in ihrem Haus sitzen und nicht mehr fahren können wird das zu einem gesellschaftlichen Problem, wenn der Supermarkt im Nachbar Ort, der Arzt zwei Orte weiter und die Kinder 150km entfernt wohnen.
 
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@senf.dazu

Interessante Rechnung, aber du betrachtest das Ganze rein physikalisch und ignorierst die ökonomische sowie technologische Dynamik dahinter. Dein Vergleich mit dem Gold ist eigentlich das perfekte Beispiel gegen dein eigenes Argument: Warum sollte eine Volkswirtschaft Milliarden an Rohstoffen in 50 Millionen Autos binden, die zu 95 Prozent nur Platz wegnehmen und Kapital vernichten? Das ist ökonomischer Irrsinn. In einer Welt knapper Ressourcen ist es finanziell maximal dämlich, Billionen an Wert am Straßenrand ungenutzt stehen zu lassen, wenn ein Zehntel der Fahrzeuge bei hoher Auslastung den gleichen Dienst leisten könnte.

Dein Beispiel mit dem 19 Jahre alten Auto zeigt außerdem das Problem der technologischen Versteinerung. Wer heute ein Auto fast zwei Jahrzehnte lang fährt, nutzt die Sicherheitstechnik und Effizienz von vor 20 Jahren. Ein autonomes Flottensystem hingegen schrubbt diese Kilometerleistung in drei Jahren ab und wird dann durch die neueste Generation mit besseren Sensoren und effizienteren Antrieben ersetzt. Man schleift also keine technischen Fossilien über Jahrzehnte mit, sondern bringt Innovationen viel schneller auf die Straße.

Am Ende bestätigst du meinen Punkt sogar selbst, indem du den E-Portalbus beschreibst, der ohne Fahrplan direkt von Tür A zu Tür B fährt. Ob du das Ding nun Bus oder Robotaxi nennst, ist völlig egal. Es ist ein Service, der den privaten Besitz als Notwendigkeit ablöst. Wer sich dann trotzdem noch ein eigenes Auto in die Einfahrt stellt, um es den ganzen Tag nicht zu nutzen, tut das eben als teures Hobby. Das ist von jedem Winkel unlogisch.
 
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