Brathorun schrieb:
Warum? Ohne Ahnung zu haben - wirkt Antergos mit seinen veralteten Denktopumgebungen sehr - ungepflegt oder alt.
Dann steht noch die Frage im Raum wie viel Hilfe man mit Antergros durch die Arch-Community erwarten kann. Antergos selbst hat nicht mal ein aktives deutsches Forum und die deutsche Wiki ist auch eher als "nett gemeint" zu betrachten.
Desktopumgebungen: soweit ich gesehen habe hast du da zwischen 6 Stück die Wahl, und die sind alle aktuell

Wenn dir das Aussehen nicht gefällt -> eigenes Theme drüberbügeln und gut.
Da das nur ein Arch mit Installscript ist brauchst du ja keinem verraten dass es Antergos ist
Brathorun schrieb:
Manjaro Testet die Pakete bevor etwas ausgeliefert wird. Finde ich als Anfänger gut.
Wenn der Aufwand relativ gleich Bleibt dann ist es recht egal...
Wobei ich mich jetzt Frage: MacOS ist doch im Prinzip auch Rolling Release?! Und Microsoft will auch umstellen?!
Wie machen die das? Den hier muss das System laufen. Von einem Mac- oder Windows-User kann man kaum erwartet das er sein System selber repariert nachdem ein Update es zerschossen hat.
Vereinfacht gesagt wird bei Windows statisch gelinked bzw die Bibliotheken werden je Programm mitgeliefert(Außnahmen bestätigen wie immer die Regel). Sprich wenn du da ein Programm installierst bringt es mit was es an Bibliotheken braucht. Bei Linux lädst du quasi nur das reine Programm und in den Paketinfos dazu steht 'ich brauche aber glibc Version 1.3.7, sonst brauchste ger nicht installieren!', und glibc steht dann halt in der Version auch mit in den Paketquellen zum Download. Das sind dann diese vielgerühmten Abhängigkeiten, die einem ab und an um die Ohren fliegen. Das hat den Vorteil, das die Entwickler der Bibliotheken auch mal alte Zöpfe abschneiden können und man die Bibliothek nur ein mal installiert hat (in der Theorie). Bei Windows hast du im schlimmsten Fall 100 Programme, die alle die selbe Bibliothek verwenden und die aber alle selbst mitbringen, das heißt du hast quasi 99 mal die Bibliothek völlig umsonst auf dem Rechner.
Deshalb ist das auch so kniffelig mit den Repos bei Linux, du musst quasi sicherstellen dass die Abhängigkeiten im Repository erfüllt sind, sprich wenn da ein Paket X, das Paket Y 1.2 verlangt, du hast aber Paket Y 1.1 im Repo musst du zusehen, dass du Paket Y 1.2 ins Repo bekommst. Paket Y 1.2 verlangt aber vielleicht wieder andere Pakete, und im schlimmsten Fall hast du noch Paket Z was mit Paket Y 1.1 funktioniert, mit Paket Y 1.2 aber buggy ist.
Fixed Release heisst dann im Endeffekt nur, dass das Repo ausgiebig getestet wird und irgendwann gesagt wird 'nun ist es gut, Repo geht, da kommen nur noch kleinere Updates und Sicherheitspatches dazu'. Sprich du bleibst auf Paket Y 1.1 hängen, und wenn da ein Sicherheitspatch für kommt wird der halt eingepflegt, große Änderungen aber nicht. Nach einem Jahr kommt dann die nächste Version mit dem nächsten Repo und da hat dann Paket Y auch die aktuelle Version. Das ist vereinfacht gesprochen, normalerweise wird das in der Praxis etwas aufgeweicht gehandhabt, sprich wenn da einer der Admins merkt 'oh, wär schon toll wenn Paket X in der aktuellen Version laufen würde' wird da auch mal Paket Y in Version 1.2 parallel zu 1.1. ins Repo geklatscht. Aber im Allgemeinen kann man sagen, dass du zB auf Ubuntu ein Jahr nach Release auch Pakete hast, die ein Jahr alt sind (ich habe hier zB geany in Version 0.21 auf Ubuntu 12.04 laufen, die Version ist vom Oktober 2011 und wird wahrscheinlich auch nie ein Update bekommen bis 12.04 ausläuft).
Rolling Release heisst dann 'ich packe immer die aktuellste Version in die Repos, teste das grob durch und gut'. Die Wahrscheinlichkeit dass es wirklich irgendwo kracht ist akzeptierbar gering, aber man kann halt nicht für jedes Paket so extensiv testen wie bei einem fixed Release. Richtig grob fies wirds da dann wenn ein Paket/eine Bibliothek alte Zöpfe abgeschnitten bekommt und ein anderes Paket noch nicht darauf angepasst ist. Sowas kann man bei einem Fixed Release halt abfangen, beim Rolling Release fliegt es dir um die Ohren bzw geht eine Warnung raus das Paket erstmal nicht upzudaten weil abhängige Pakte dadurch kapputt gehen.
Was Manjaro macht ist im Endeffekt die Rolling Release Pakete von Arch zu testen und dann von unstable/testing nach stable durchzureichen, daraus resultiert dann einerseits dass man theoretisch beim Update nicht so viel zerschießen kann, andererseits wartet man aber auch auf zB Sicherheitsupdates bis die nach Stable durchgereicht sind (ob Sicherheitsupdates bei einem Fixed Release System schneller eingepflegt werden als sie bei Manjaro nach Stable kommen ist wieder eine andere Frage).