Rolling Release oder Fixed Release?

Rolling Release oder Fixed Release?

  • Rolling Release

    Stimmen: 22 68,8%
  • Fixed Release

    Stimmen: 10 31,3%

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    32

Brathorun

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Servus,
hab die Qual der Wahl zwischen Manjaro (KDE) und Kubuntu.

Das Prinzip eines Rolling Release- Linux gefällt mir. Theoretisch muss man das System nie wieder installieren und es ist immer Aktuell! Der Nachteil ist: man soll einen erhöhten Wartungsaufwand haben - und nicht immer muss ein Update eine Verbesserung bringen und kann auch schief laufen.

Dagegen steht das Fixed Release. Hier hat man eine Version eines Betriebssystems man kann diese Neuinstallieren oder Updaten (wobei das auch nicht unbedingt reibungslos verlaufen muss?!).

Welches System würdet ihr bevorzugen?
 
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exoterrist

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Grundsätzlich reizt mich Manjaro zwar auch, ich bleibe vorerst aber bei Fedora. Normale Systemupdates möchte ich einfach installieren können, ohne darüber nachzudenken und ohne mir das System dabei zu zerschießen. Das große Update auf die nächste Version alle 6 Monate kann natürlich auch immer Probleme verursachen, aber das mache ich dann zu einem Zeitpunkt, wenn ich Zeit und Lust habe, mich mit sowas zu beschäftigen.
 

Nafi

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Naja, das kommt denke ich stark auf das Einsatzgebiet an.

Ist es ein Server, der zwingend funktionieren muss? -> fixed release
Ist es ein Desktop PC der zu Hause steht oder ein Server bei dem es quasi egal ist wenn man ihn neu aufsetzen muss? -> rolling Release
Dann gibt es ja solche Rolling releases und solche...
Debian Testing kann man bis zum Freeze ja quasi auch als Rolling release bezeichnen. Jedoch sind die Pakete in Debian Testing im vergleich zu manch anderen "richtigen" rolling releases auch schon wieder alt.

Wie du siehst, es kommt auf den Anwendungsfall an ;)

Beim Rolling Release hast du kontinuierlich Wartungsarbeiten wenn man wieder irgendwelche Configfiles in neueren Versionen nicht mehr funktionieren. Bei einem Upgrade von einem fixed System zu einer neueren Versionsnummer hast du die Arbeit dann zusammengefasst beim Upgrade. Die Arbeit an sich dürfte die selbe sein, nur eben anders verteilt.
 

DekWizArt

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Hab lange Manjaro GNOME benutzt, tolles System.

Aber mir war mal wieder nach Unity, naja dann nimmt man eben auch Ubuntu.
Dazu haben wir uns in der Firma gerade die XPS 13 mit Ubuntu gekauft. ;)
 

mambokurt

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Also ich steige demnächst um auf Manjaro von Xubuntu. Einfache Begründung: bei den LTS Releases ist es mir bisher fast immer so gegangen, dass ich irgendwann ein normales Release drüberinstalliert habe, weil mir irgendeine Anwendung nicht aktuell genug war. Das normale Release ist dann recht fix out of support und dann steht die nächste Neuinstall an, dann wieder ein LTS weil ich keinen Bock habe alle Jubeljahre neu zu installieren. Das Spiel hab ich jetzt seit 8.04 schon öfter durch, war immer die selbe Geschichte. Zudem gefällt mir der Arch Unterbau von Manjaro in der Theorie.

Mit Manjaro erhoffe ich mir relativ stabile Software mit vertretbarem Aufwand ohne jährliche Neuinstallation, mal schaun ob das klappt.

Zu deiner Situation: ich würde erstmal das Rolling Release System probieren. Damit hast du potentiell längere Zeit keine Neuinstall nötig. Bei Ubuntu hast du spätestens in 2 Jahren große Installparty, wenn das Release ausläuft bzw die Anwendungen überaltert sind.
 

kling1

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manjaro hat doch eigene repos.. würde eher was nutzen das auch direkt die arch quellen nutzt.. die pakete werden ja auch erst nach ner testing phase rausgegeben.. das dein system bei einem rolling release system nach jedem update kaputt geht.. ist ein mythos
 

mambokurt

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Äh: https://wiki.archlinux.de/title/Anleitung_für_Einsteiger

Ich persönlich habe irgendwie besseres zu tun als eine fstab von Hand anzulegen, die Zeiten sind vorbei in denen ich zwei Nächte lang Gentoo kompiliert und nebenbei Krieg und Frieden gelesen habe ;) wenn ich dagegen eine Manjaro oder Ubuntu Install sehe ist das doch seeehr viel entspannter und vor allem zeitsparender.
 

Photon

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Ich nutze Arch auf dem Desktop und Manjaro auf dem Laptop und kann berichten, dass bei mir unter Arch einige Probleme aufgetreten sind, die bei Manjaro nicht da sind. Höchstwahrscheinlich liegt das an meiner Unfähigkeit das System richtig zu konfigurieren, aber der Punkt ist, dass das Konfigurieren bei Arch notwendig ist, bei Manjaro nicht.
 

Brathorun

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Wie ist das mit Bugs oder Fehler die man selbst verursacht hat - setzten die sich in der Rolling Release fort oder werden diese korrigiert (weil eben Pakete durch neue ersetzt werden)?

Ne Frage zu Linux wie ernst sollte man Bugs nehmen? Ich hab den fglrx-Treiber schon mehrere male auf verschiedenen Distros über die Konsole installiert. Immer gings gut. Eben hatte ich nach der Installation, beim herunterfahren, einen freeze und ich musste nachhelfen. Nun läuft das BS wieder...

Also ich muss sagen so Stabil kommt mir Linux vor :(
 

Photon

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Konfigurationsdateien werden bei Updates nicht überschrieben, wenn du also selbst einen Fehler in einer Konfigurationsdatei einbaust, dann wird er beim Update natürlich nicht korrigiert. Korrigiert werden Fehler, die von den Entwicklern oder Maintainern gemacht wurden.

Bugs sollte man in dem Maße ernst nehmen, in dem sie die eigene Arbeit beeinträchtigen, würde ich sagen. :)

Wie genau sah denn der Freeze aus? Hast du in den Logs nachgeschaut?
 

mambokurt

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Wie ist das mit Bugs oder Fehler die man selbst verursacht hat - setzten die sich in der Rolling Release fort oder werden diese korrigiert (weil eben Pakete durch neue ersetzt werden)?

Ne Frage zu Linux wie ernst sollte man Bugs nehmen? Ich hab den fglrx-Treiber schon mehrere male auf verschiedenen Distros über die Konsole installiert. Immer gings gut. Eben hatte ich nach der Installation, beim herunterfahren, einen freeze und ich musste nachhelfen. Nun läuft das BS wieder...

Also ich muss sagen so Stabil kommt mir Linux vor :(
Na wenn du eine Configdatei zerbastelst wird das System nur wegen der Rollingreleases nicht plötzlich Selbstheilungskräfte entwickeln.

Proprietäre Treiber sind immer noch ein Punkt bei dem es ab und an knallt, ich persönlich lasse die ganz gerne auch mal ein paar Monate ohne Update liegen und mache das dann erst wenn ich zur Not Zeit zum reparieren hätte, aber keine Ahnung wie akut das unter Arch ist.
 

Brathorun

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mambokurt

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Das muss nicht zwingend an der Graka hängen, kann auch Acpi oder Mainboard oder sowas sein. Kann aber auch ein einmaliger Schluckauf gewesen sein, wenns nicht nochmal passiert würde ich nichts drauf geben....
 
V

VikingGe

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Vergiss Catalyst, ganz besonders bei Arch und dessen Derivaten. Hat schon nen Grund, warum der gar nicht mehr in den offiziellen Repos ist - ohne Community-Patch kein Support für 4.x-Kernel, ständig hinkt man beim X-Server-Support hinterher, die Performance ist scheiße und es passieren solche Dinge wie das von dir beschriebene.

Wenn du keinen wirklich guten Grund hast, Catalyst zu nehmen, nutze einfach Standardtreiber (radeonsi). Mesa 11 ist bei Arch im Moment in [testing] und kommt wohl demnächst in die Haupt-Repos, Catalyst ist damit nur noch für OpenCL sinnvoll.


Zitat von mambokurt:
Das macht man ein Mal und danach nie wieder.

Ehrlich jetzt, ich nutze hier immer noch meine erste Installation von vor 5½ Jahren. Da kann man sich auch mal 2h lang hinsetzen und ein paar Befehle tippen, das meiste macht der aktuelle Installer ohnehin von alleine (wenn auch nicht mehr so schon einfach wie der menügeführte Installer von damals™).

Beim englischen Installation Guide sieht das nebenbei auch nur halb so schlimm aus. Vorteil gegenüber Manjaro sind v.a. aktuellere Pakete, im schlimmsten Fall ist das sicherheitskritisch.
 
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