RTINGS hinter einer Paywall – das Ende? Alternativen?

kachiri schrieb:
Die Leute müssen verstehen, dass diese Leistung Kosten verursacht die irgendwie gedeckt werden müssen.
Vor allem müssen die Leute verstehen, dass "richtige" Inhalte in der Erstellung nun mal Geld kosten, das Internet von heute, basiert zu großen Teilen noch immer auf Versprechen in die Zukunft.

Wer nicht nur von Herstellern finanzierte Beiträge sehen möchte, der sollte auch bereit sein, die Arbeit von unabhängigen Testern möglichst direkt zu unterstützen. Bei Stiftung Warentest musst man für die Tests schon seit Jahren Geld bezahlen, weil die ursprüngliche Geldquelle in Form von Zeitschriften längst versiegt ist.

An Werbung auf den Seiten verdient am meisten noch der Werbeanbieter, in vielen Fällen ist das Google, die Seite selbst bekommt nur einen Bruchteil von dem ausgezahlt. Das reicht vielleicht für einen Einseiter, den man sich in einer Stunde zusammenschreibt, aber sicherlich nicht für ein ganzes Testlab, mehrere technisch versierte Mitarbeiter und tagelange unabhängige Tests.

Man braucht gar nicht so weit zu schauen, auch CB würde vermutlich ohne die Abos nicht überleben und hier wird die Hardware meist vom Hersteller gestellt und kaum technisches Equipment beschafft. Weshalb gibt es zum Beispiel schon lange keine Netzteiltests mehr hier zu sehen? Weil das nötige Testequipment alleine, eine hohe fünfstellige Summe kosten würde.
 
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Wäre schade wenn RTINGS nicht mehr existieren würde. Die geben sich bei ihren Test immer sehr viel Mühe oder gehen auch andere Wege wie z.B. der OLED Dauertest. Aber Achtung für alle TV Interessierten: Die Modelle die dort getestet werden, sind meist für den kanadischen oder us-amerikanischen Markt bestimmt. Die EU Varianten können unter Umständen in technischen Details erheblich abweichen und das bei gleicher oder sehr ähnlicher Bezeichnung.
 
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schallundrauch schrieb:
... anders finanzieren kann - eben so wie es computerbase auch schafft.
Sollten wir ehrlich sein - keiner der User hier weiß ob Computerbase momentan nachhaltig (im Sinne von zumindest kostendeckend) wirtschaften kann.
 
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Child schrieb:
keiner der User hier weiß ob Computerbase momentan nachhaltig (im Sinne von zumindest kostendeckend) wirtschaften kann.
Durchaus! Wir wissen aber auch, die vergleichsweise wenigen Autoren schwimmen trotz 2000 Abos nicht in Geld, sonst hätte man noch zusätzliche Autoren und Sparten beschäftigen können und Geräte auch mal kaufen und nicht auf Leihgabe der Hersteller warten.

Im Geld schwimmt eigentlich vor allem LTT, die haben aber auch einen riesigen Merchbereich und veröffentlichen täglich ein Video mit einer Million+ Views.

Viele andere Webseiten sind längst zu einem teilweisen oder vollständigen Paywall Betrieb übergegangen. Stiftung Warentest ist hier ein hervorragender Beispiel, die Abos scheinen viel mehr abzuwerfen, als es mit Werbung möglich wäre.

Wer unabhängige Berichterstattung möchte, sollte bereit sein für diese zu bezahlen. Sonst liegt der Verdacht sehr nahe, die Seite finanziert sich primär durch "geschönte" Tests und Sponsoring.
 
Das Ding ist halt: Braucht es 1000 Websites, für die Messdaten?

Ich denke der Kuchen ist schlichtweg auch gar nicht so groß.

Im Grunde reicht ein englischsprachiger Test um weltweit den Informationsbedarf zu decken.

Ob da Hunderte oder Tausende von Seiten profitabel sein können, würde ich in Frage stellen.

Ähnlich wie die meisten Lokalzeitungen halt komplett verloren sind, wenn es um nicht-lokales geht, weil außer DPA umzuformulieren können die auch nichts machen (und das geht nun ja mittlerweile auch ohne Mensch ganz gut). Gleichzeitig konkurriert man mit BBC, Spiegel & Co und Social Media.

Ich wäre allerdings durchaus bereit, z.B. 1-3 € für gute Tests auszugeben, wenn Messdaten etc. enthalten sind und auch Dinge die PWM, Coating, Latenzen und ähnliche Detailthemen abgedeckt werden.
 
Man braucht nicht mal sooooo viele Abos um gut und effizient informiert zu sein. Jahresabos (evtl. mit Coupons) für computerbase, heise+, Stiftung Warentest, oder rtings, usw. sollte sich so gut wie jeder leisten, vor allem jemand, der IT-affin ist. Sonst verzichtet mal auf ein Kasten Bier, eine schrottige Jacke, oder ähnliches. Am Ende hat man mehr im Hirn!
 
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Stuttdawg schrieb:
Der Hinweis auf Stiftung Warentest war für mich z. B. sehr hilfreich. Ich habe mir dort einen Test gekauft und vergleiche aktuell die Ergebnisse mit anderen unabhängigen Quellen.
Ich möchte eindringlich vor Tests von Stiftung Warentest warnen.
Wie bereits Leute schon erwähnt haben, sind das Generalisten, aber keine Universalgenies. Teilweise werden hier groteske Fehlbewertungen begangen, wie z.B. beim Test von Solarmodulen:
https://balkon.solar/news/2025/06/02/stiftung-warentest-balkonsolar-test-erneut-fragwuerdig/

Für mich fehlen häufig relevante Infos oder bekannte Alternativprodukte, aber das ist recht subjektiv. Würdet ihr euch bzgl. eines PC-Monitors von Stiftung Warentest beraten lassen:
https://www.test.de/Monitore-im-Test-4840919-0/

Nicht? Warum denn nicht? ;)
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Scirca schrieb:
Ein Abo für Reviews 😂 wer für sowas Geld bezahlt braucht sich nicht wundern wieso immer mehr Firmen das versuchen in ihre Dienste einzubringen.
Monatliches Garantiertes Geld der Traum einer jeden Firma.
Ach komm, wenn das so wäre, würden die großen Spielefirmen den Markt doch auch nur noch mit schrottigen Live-Service-Games fluten, damit die Leute Ihnen dauerhaft Barren in den Rachen werfen.

wait-a-second-5c10c6.jpg
 
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schallundrauch schrieb:
Ich möchte eindringlich vor Tests von Stiftung Warentest warnen.
Wie bereits Leute schon erwähnt haben, sind das Generalisten, aber keine Universalgenies. Teilweise werden hier groteske Fehlbewertungen begangen, wie z.B. beim Test von Solarmodulen:
https://balkon.solar/news/2025/06/02/stiftung-warentest-balkonsolar-test-erneut-fragwuerdig/

Für mich fehlen häufig relevante Infos oder bekannte Alternativprodukte, aber das ist recht subjektiv. Würdet ihr euch bzgl. eines PC-Monitors von Stiftung Warentest beraten lassen:
https://www.test.de/Monitore-im-Test-4840919-0/

Nicht? Warum denn nicht? ;)
Ergänzung ()


Ach komm, wenn das so wäre, würden die großen Spielefirmen den Markt doch auch nur noch mit schrottigen Live-Service-Games fluten, damit die Leute Ihnen dauerhaft Barren in den Rachen werfen.

[IMG]https://media.makeameme.org/created/wait-a-second-5c10c6.jpg[/IMG]
Alles richtig! Jedoch, sowas gilt bei jedem Test/Review.
Man sollte sich immer mindestens aus zwei, wenn nicht sogar aus drei und mehr Quellen informieren die nicht aufeinander aufbauen bzw. sich nicht gegenseitig zitieren.
Bild dir deine Meinung (!ohne die Bild zu lesen!) indem du (also jeder ist hier gemeint) mehr liest.
Und ja, Stiftung Warentest ist inzwischen auch für mein Geschmack immer wieder zu oberflächlich in bestimmten Bereichen, jedoch bieten sie immer wieder auch andere Sichten auf die Dinge.
Deswegen nochmal: unterschiedliche Quellen lesen.
Am Ende immer noch selber recherchieren (auch technische Daten, die man ggf. anfechten kann, falls was nicht stimmt), und selber die Entscheidung treffen für A weil X+Y+Z.
 
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Zu Stiftung Warentest: wenn man sich anschaut, wie die Virenscanner bewerten, dann gute Nacht. Nach diesen regelmäßigen Ergebnissen würde ich da keinen Cent lassen. Denn von meiner Seite aus bestehen da Zweifel an der Qualifikation der Leute, die da testen.
 
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user_zero schrieb:
  • Du willst nichts für die Leistung bezahlen

Warum?
Kann ich kurz mal einhaken und fragen, warum es Computerbase schafft, kostenlos hochqualitative Tests anzubieten? Ich sehe schon, dass du dafür gerne zahlst, aber warum kann dann Rtings nicht so ein Modell anbieten? Warum kostet CB Pro für 2 Jahre so viel wie Rtings in "gut 0,5 Jahren" (fast Faktor 4).
Sorry, mein Fehler. Hab das mit den 10€ hier falsch aufgeschnappt. Ein Jahr kostet 31,50 USD. Das ändert natürlich einiges. Dennoch bleib ich Fan vom Modell ComputerBase.

Ich kann dir kurz meine Antwort darauf geben: Weil ich für lau ebenfalls Testberichte bekomme, die für mich völlig ausreichend sind. Warum für etwas zahlen, was ich auch umsonst haben kann? Ich kenne natürlich deine Unterstützungs-ist-wichtig-Theorie und sage da absolut nix gegen, ganz im Gegenteil. Ich bin halt selbst eher so der egoistische Min-Maxer :D


Und noch ein Diskussionsanstoß: Für mich werden traditionelle Reviews in einigen Bereichen immer weniger Wert. Zum Beispiel bei Akkustaubsaugern: Mir bringt es rein gar nichts, wenn der Akkusauger in den 2 Wochen Testzeitraum wunderbare Ergebnisse liefert und nach spätestens 6 Monaten ist die Akkuleistung mies oder der Filter lässt sich kaum reinigen, so dass die Saugleistung total abstinkt. Daher lese ich immer mehr Nutzerberichte bei Reddit und co.
Vielleicht ist auch das "die Zukunft".
 
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xexex schrieb:
Viele andere Webseiten sind längst zu einem teilweisen oder vollständigen Paywall Betrieb übergegangen. Stiftung Warentest ist hier ein hervorragender Beispiel
hust
Die Hefte(damals...) gabs auch hinter einer "Paywall".
Normalerweise musste man die bezahlen um sie lesen zu "können". (gab ja auch Jugendliche die keine Kohle hatten und die Hefte im Laden gelesen haben...habe ich gehört...)
 
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Paywall gab es schon immer...
Früher war es "die Kasse" - für gedruckte Zeitungen und Zeitschriften.
Manche konnten das zum Teil und kurzfristig umgehen - man hat Artikel im Laden gelesen oder später mit dem Handy abfotografiert.
Nochmal: Paywall gab es schon immer!
...früher jedoch leichter zu umgehen als heute - heute auch nicht unmöglich (durch testabo, kurzabo, sharing und co.)
 
Tulol schrieb:
Die Hefte(damals...) gabs auch hinter einer "Paywall".
Richtig! Das Onlineangebot war hingegen eine Zeitlang kostenlos zu haben, man hat es mit den Heftverkäufen nebenbei finanziert. Bei Heise lief es übrigens ebenfalls ähnlich ab, heute hat die Onlineversion kaum noch was mit dem Magazin zu tun.
Ergänzung ()

PaperStarXXX schrieb:
Nochmal: Paywall gab es schon immer!
Nö! Nicht in den Anfangszeiten des Internets, als der Onlineauftritt noch keine große Relevanz hatte und Geld noch mit Zeitschriften oder anderen Offline Angeboten verdient wurde. Mit der Zeit, als die bisherigen Finanzierungsgrundlagen wegbrachen, sind immer mehr Angebote hinter einer Paywall verschwunden.

"Früher" konntest du jedes Lokalmagazin noch frei im Netz lesen, heute ist die WR, SZ, KSTA oder fast jede andere Zeitschrift hinter einer Paywall, frei verfügbar sind nur noch ein paar Headlines. Für Zeitschriften hat man aber immerhin eine Option in Form von Readly, etwas ähnliches würde ich mir für die Technikwebsites ebenfalls wünschen.
 
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xexex schrieb:
Richtig! Das Onlineangebot war hingegen eine Zeitlang kostenlos zu haben, man hat es mit den Heftverkäufen nebenbei finanziert. Bei Heise lief es übrigens ebenfalls ähnlich ab, heute hat die Onlineversion kaum noch was mit dem Magazin zu tun.
Ergänzung ()


Nö! Nicht in den Anfangszeiten des Internets, als der Onlineauftritt noch keine große Relevanz hatte und Geld noch mit Zeitschriften oder anderen Offline Angeboten verdient wurde.
Ich sehe hinter dem Begriff "paywall" keinen Zusammenhang zu digitale Inhalte im Internet.
Paywall bzw. Bezahlschranke gibt es auch wenn du im Nachtclub, Kino, Konzert, Schwimmbad, etc. gehst.
Keine Zahlung, kein Eintritt, kein Spaß!
Bezahlschranke!
Paywall!
 
PaperStarXXX schrieb:
Ich sehe hinter dem Begriff "paywall" keinen Zusammenhang zu digitale Inhalte im Internet.
Der Begriff kommt aber nun mal daher.
A paywall is a method of restricting access to content, with a purchase or a paid subscription, especially news.[1][2] Beginning in the mid-2010s, newspapers started implementing paywalls on their websites as a way to increase revenue after years of decline in paid print readership and advertising revenue, partly due to the use of ad blockers.[3]
https://en.wikipedia.org/wiki/Paywall
 
@xexex Wikipedia ist nicht mein Lehrer! ;-)
Wissenschaft und Verstand... danach evtl. Wikipedia. :-)

Ich will damit nicht sagen, dass du, andere und Wikipedia nicht Recht haben...
Ja, das ist damit gemeint was Wikipedia sagt.

Begriffe sind über die Zeit sowohl dehnbar als auch anpassbar.

Ich finde nochmal, dass es früher auch eine gewisse Paywall da war - weil ich (und anscheinend andere auch) nicht nur die digitalen Angebote unter Paywall darunter verstehen
 
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