Ryzen 3 oder Kabylake Pentium für Office?

MHumann

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Mein Vater braucht einen neuen PC, sein 8 Jahre alter, Celeron Dual-Core basierter Rechner gibt den Geist auf (Board oder CPU defekt). Beim Alter der Hardware kein Wunder unbedingt, was neues soll her, Limit ist 600€ ohne Windowslizenz, ich baue selber zusammen.
An seinem Schreibtisch hat er keinen Platz für einen Voll-ATX Gehäuse, also soll es wieder mATX werden.
Hauptsächlich wird der Rechner für Office, Internet und Browsergames benutzt, "richtige" - also 3-D basierte - Spiele. Das ganze soll möglichst lange ohne Probleme halten, deshalb soll nicht das günstigste Board und ein anständiges Netzteil verbaut werden
Nun hat Ryzen 3 in der Budgetklasse ja eine neue Möglichkeit offengelegt, wofür ich AMD eigentlich gerne in Form eines Kaufes belohnen möchte. Leider hat Ryzen aber keine iGPU, sodass hier eine kleine extra Lösung genutzt werden muss.
Jetzt stehe ich vor der Wahl, das Rundherum steht relativ fest:

Fractal Design Core 1100
Samsung 850Evo 250GB
Be Quiet! Pure Power 10 400W
LG DVD-Brenner
8GB G.Skill DDR4-2800C15D-8GVRB 2*4GB


Pentium-Lösung:
Pentium G4600/G4560 boxed (je nach Verfügbarkeit)
MSI B250M Pro-VDH


Ryzen-Lösung:

AMD Ryzen 3 1200 boxed
Asus Prime B350M-K
Gigabyte Radeon RX550 D5 2G


Die Pentium Lösung würde dank IGPU wohl reichen, Ryzen wäre die deutlich potentere Lösung, aber dank der Grafikkarte auch rund 100€ teurer. Leistung wird aber eigentlich aktuell und absehbar in naher Zukunft auch nicht gebraucht. In 5 Jahren hingegen könnte das ja anders aussehen und man ist womöglich froh, das mehr an Leistung für die paar Euros genommen zu haben.


Was würdet ihr tun?


Den RAM habe ich übrigens absichtlich gewählt, ich habe den gleichen im Rechner, so kann man notfalls bei einem defekten Stick kreuztauschen ohne Probleme.
 
Wenn er keinen 4k Fernseher als Monitor hat: wieso eine RX 550?
Wieso dieses Asus Board? Wenig RAM Plätze und dafür teuer.
Wieso dieses GSKill RAM? Zu hoch, zu teuer, für Übertakter zu langsam, @stock zu schnell.
 
Das Billigere kaufen. Weil wie du sagst, CPU Leistung braucht der Office PC nicht, GPU auch nicht. Ein 5 Jahre alter, günstiger Office PC kann heute noch gut mit schwimmen.

Wenn irgendwann mal dein System wirklich zu langsam ist um Browser und Office nutzen zu könne, dann kannst du Ryzen mit GPU und Intel mit iGPU wahrscheinlich gleichzeitig entsorgen.
Ergänzung ()

Grafikkarte kommt mir aber auch sehr teuer vor. Hat die nen Grund?
 
Er wird bei der Grafikkarte vermutlich einfach die kleinste aktuelle Lösung von AMD genommen haben. Natürlich kann man hier auch eine etwas günstigere GT 1030 in Betracht ziehen.
 
In dem Fall der Intel, wenn ~25% mehr in Anwendungen die viele Threads mögen deutlich sein soll, verstehe ich unter deutlich eben was anderes. Die 100€ mehr und das + an Stromverbrauch was durch die GraKa entsteht ergeben in 5 Jahren auch einen neuen PC ;)
 
In 5 Jahren wird man den Kopf darüber schütteln, dass man Geld für so eine absurde Kombi wie Ryzen 3 + lahmer Budget GPU ausgegeben hat. Schon wenn Raven Ridge draußen ist, wird genau so etwas einfach nur komplett überflüssig.
 
Wenn es wirklich nur um Office geht, dann so günstig wie möglich und dafür ist das RAM unnötig teuer.
Entweder auf eine Raven Ridge warten oder einfach nen Pentium G4560 kaufen.

Am billigsten wäre aber einfach nen gebrauchter HP Elitedesk von Ebay, mit i5 reicht der noch heute völlig und kostet 120 Euro.
 
HominiLupus schrieb:
Wenn er keinen 4k Fernseher als Monitor hat: wieso eine RX 550?
Smily schrieb:
Grafikkarte kommt mir aber auch sehr teuer vor. Hat die nen Grund?
Sturmflut92 schrieb:
Er wird bei der Grafikkarte vermutlich einfach die kleinste aktuelle Lösung von AMD genommen haben. Natürlich kann man hier auch eine etwas günstigere GT 1030 in Betracht ziehen.
Vielleicht lässt er sich mal überzeugen seinen 4k Fernseher mit am PC zu betreiben. Der Kabelweg wäre mit 5m machbar. Eine 1030 wäre auch eine Option, allerdings gefällt mir die Anschlussvielfalt der RX550. Eine 1030 mit DP, HDMI und DVI gibt es ja nicht.
HominiLupus schrieb:
Wieso dieses Asus Board? Wenig RAM Plätze und dafür teuer.
Das günstigste B350 mATX Board ist bei Alternate 2€ günstiger. Da bleib ich bei meinen guten Erfahrungen mit Asus lieber bei denen, statt ein Biostar zu nehmen. Über ein MSI B350M Pro-VDH könnte ich noch nachdenken, das ist aber auch teurer...
HominiLupus schrieb:
Wieso dieses GSKill RAM?
Steht am Ende meines ersten Beitrages

Smily schrieb:
Wenn irgendwann mal dein System wirklich zu langsam ist um Browser und Office nutzen zu könne, dann kannst du Ryzen mit GPU und Intel mit iGPU wahrscheinlich gleichzeitig entsorgen.
Ryzen hätte den Vorteil, dass der Sockel AM4 wohl deutlich länger als 1151-KabyLake Edition supportet wird und man entsprechend länger entweder neue CPUs (wenn die ja mal zu langsam werden sollte) oder neue Boards für die alte CPU (wenn das Board ja mal abrauchen sollte) Die Grafikkarte kann entsprechend wenn sie zu langsam sein sollte einfach austauschen. Ich glaube aber nicht, dass die so schnell zu langsam wird.
 
Nimm das Intel-System. Ist die sinnvollere Lösung. Hab ein ähnliches System gebaut. Verbrauch im idle bei ca 25 Watt.
Bei dem AMD-System hättest du im Fall einer nötigen Aufrüstung der CPU auch das Problem das du wahrscheinlich mit neuen Prozessor auch ein neues Motherboard brauchst. Schau nur mal Richtung Intel. Neue CPU-Generation und du brauchst den neuen Chipsatz für vollen Support.

Edit: Über HDMI sind bei Intel auch 4k bei 24 Hertz möglich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Zeiten in denen CPUs mal zu langsam werden, sind eigentlich vorbei. Im September 2012 kam der Celeron G465 raus, ist jetzt also 5 Jahre. Und als Office CPU kann man den immer noch nehmen und er wird Office und Internet locker stemmen.
Für 4K kann man immer noch eine Grafikkarte dazu kaufen, das Netzteil gibt es ja her.

Dein Budget mit 600 Euro ist riesig für einen Office PC. Wenn es aufs Geld nicht an kommt, dann darfst du natürlich gerne mehr Leistung nehmen als tatsächlich nötig ist.

Aber eigentlich ... wenn der PC wirklich mal kein Office mehr kann, weil er zu langsam ist ... dann Tonne auf und rein damit. Dann ist Ende für das gesamte System.
 
Ich würde auch eher Intel sagen. Und wenn man Geld ausgeben möchte könnte man auch auf ein itx System mit itx Gehäuse umsteigen oder falls Langeweile sich an Lüftern und Staubfiltern zu schaffen machen :D
 
MHumann schrieb:
Vielleicht lässt er sich mal überzeugen seinen 4k Fernseher mit am PC zu betreiben. Der Kabelweg wäre mit 5m machbar. Eine 1030 wäre auch eine Option, allerdings gefällt mir die Anschlussvielfalt der RX550. Eine 1030 mit DP, HDMI und DVI gibt es ja nicht.
Der Griff zu einer kleinen Grafikkarte rührt von der CPU-Entlastung bei Multimedia her. Ein G4560 muss aber gar nicht entlastet werden, weil die IGP VP9 und H265 in Hardware kann. Über DisplayPort können auch 4k ausgegeben werden.
https://www.reddit.com/r/buildapc/comments/5vvizq/can_the_g4560_play_4k_60fps_video_on_youtube
Früher wurde in Tests die CPU-Last bei verschiedenen Videoformaten gemessen. Ich weiß nicht mehr seit wann CB das weglässt, es ist heute (fast) irrelevant. Boards gibt es hier, z.B. das MSI Mortar.

Wie oben schon geschrieben, reicht für Office und Multimedia seit Jahren ein Celeron/Pentium. Selbst fünf Jahre alte Systeme fallen nicht negativ auf, sofern die Installation sauber auf einer SSD residiert. Und jetzt über 100 EUR mehr investieren, damit man in fünf Jahren aufrüsten kann? Besser jetzt 100 EUR weniger und bei Bedarf gleich eine neue Plattform.

Tipps für 4K, 11 Watt, gibt es bei Heise, wenn auch noch mit "älterer" CPU. http://heise.de/-1375124
Konkret zum Netzteil: Laut c't ist das kleine 300 W Netzteil ohne DC-DC und ohne Multirail im Schwachlastbereich sparsamer. http://heise.de/-3706976
 
Danke für die Tips!
 
@esb315
Was redest du da fürn Unsinn, ist genau umgekehrt, bei Intel CPU brauchst nach 2 jahren ein neuae Motherboard, bei AMD kannst nach 4 Jahren noch CPU aufrusten ohne MoBo zu tauschen.

Wenn man etwas warten kann auf raven ridge
https://geizhals.at/amd-a8-9600-ad9600agabbox-a1664174.html?hloc=de
warten mommt 18.8 zusammen mit der neuen AM4 platform kann man bei bedarf lange eine aktuelle CPU draufpacken
 
Ich würde wegen der Sockelproblematik auch stark zu AMD raten. Nicht vergessen: dieses Jahr erscheinen Intel-CPUs die sind schon wieder inkompatibel zu aktuellen Mainboards. Ich hatte bis vor einem Jahr ein Intel i3 von 2012 und nach 4 Jahren war der Neukauf eines Mainboards wegen Ausfall bereits wirtschaftlich total sinnfrei, da einfach nicht mehr verfügbar. Nie wieder so einen Mist!
Da würde ich eher wie Lubi schrieb übergangsweise(für 1-2 Jahre) eine "aktuelle" AMD APU verbauen: https://geizhals.at/amd-a8-9600-ad9600agabbox-a1664174.html?hloc=de
und 2018/19 gegen Ryzen 2 APU tauschen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wäre es denn besser gewesen, du hättest 2012 AMD gekauft? Wie hätte das Szenario dann ausgesehen? Du hättest jetzt doch auch nicht auf Ryzen wechseln können ohne Mainboardtausch.
 
Ich denke mal auch der Sockel ist zu vernachlässigen. Ich selber finde derzeit Ryzen am besten, aber bis man diesen in ein paar Jahren ersetzten wird, ist sicher auch AM4 wieder veraltet. Nur hätte man die Möglichkeit von einer kleinen CPU in 1-2 Jahren zu einer größeren zu wechseln.

Bei Intel muss man ja derzeit schneller die Platform wechseln als manche Leute ihre Unterhosen...
 
Wieso immer wechseln? Sandy-Bridge (z.B. i5-2xxx) von 2011 läuft bei vielen heute noch und kann immer noch als Plattform für einen Spielerechner herhalten. Und in diesem Thema geht es um einen Office PC. Es gibt keinen Grund (bei einem Office-Rechner) jetzt für einen Ryzen 3 das doppelte wie für einen G4560 auszugeben (plus Grafikkarte) um in ein bis zwei Jahren die CPU aufrüsten zu können. Was soll da in ein bis zwei Jahren rein? Eine größere AMD-CPU? Für was? Auch jetzige fünf Jahre alte Office-Rechner ab Celeron Zweikern aufwärts laufen heute noch. Und wer sagt, dass man in ein bis zwei Jahren den G4560 nicht gegen einen anderen tauschen kann?
 
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