Ryzen 3000-R5-Notebook mit möglichst modularen Komponenten

JBG

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Hallo,

für ein Familienmitglied soll ein Ryzen 3000-Notebook angeschafft werden, bei dem möglichst alle Komponenten im Inneren austausch- bzw. erweiterbar sind. Persönlich habe ich seit über 10 Jahren keine Erfahrung mehr mit PC-Notebooks, daher bitte ich hier um Hilfe.

1. Wofür möchtest du deinen Laptop nutzen?

Office-Software, leichte Virtualisierung (VMware Workstation Pro), keine Spiele. 2,5" SATA-SSDs sind vorhanden, wenn es den Preis drückt, kann also auch eine mechanische Festplatte verbaut sein. Es sollte ein R5 oder R7 für die frustfreie, langjährige Verwendung werden, daher auch ein neueres Modell mit Zen+, da hier wahrscheinlich noch länger UEFI-Updates erscheinen werden.

2 x 16 GB DDR4-2666-SODIMM-Module sind vorhanden, es macht also nichts, wenn nur ein RAM-Modul verbaut ist, solange es 2 funktionsfähige RAM-Slots gibt.

1.1. Möchtest du den Laptop in erster Linie mobil oder stationär nutzen? Wie mobil soll der Laptop sein? Soll es ein 2in1-Notebook/Convertible sein?

Stationär, einfaches Notebook ohne Extravaganzen genügt.

2. Wie groß soll das Display sein? Möchtest du einen Touchscreen oder eine besonders hohe Display-Qualität?

Relativ egal, siehe 1 (dazu externer Bildschirm). Aber die Bildschirmgröße bestimmt durch die entsprechende Gehäusegröße ja mit, ob die Innereien gesockelt verbaut sind (?).

3. Wie lang soll die Akkulaufzeit sein?

Relativ egal, da hauptsächlich stationäre Nutzung

4. Welches Betriebssystem möchtest du nutzen? Ist eine Lizenz vorhanden? Soll das Notebook schon ein Betriebssystem vorinstalliert haben? Bekommst du Windows über die Uni?

Kann ohne OS-Lizenz geliefert werden, wahrscheinlich wird ein vorhandenes Win 10 Pro verwendet.

5. Hast du Wünsche bezüglich des Designs, der Verarbeitungsqualität, des Materials oder der Farbe?

Verarbeitung sollte "brauchbar" sein, Optik ansonsten relativ egal

6. Gibt es noch andere besondere Anforderungen, die nicht abgefragt wurden? Große Festplatte? Nummernblock? Tastaturbeleuchtung? Stiftunterstützung? Docking per USB-C/Thunderbolt 3? CD/DVD-Laufwerk? (Bildungs-)Rabatte? Service & Garantie? Wartungsmöglichkeiten? SD-Kartenleser?

Wartungsmöglichkeit und Dokumentation, wie man das Gerät für Reinigung/Erweiterung mit eigenen Komponenten etc. sachgerecht öffnet, wären wichtig. Ein digitaler Ausgang für UHD-60 Hz wäre noch schön (HDMI 2.0+ oder DisplayPort 1.2+).

Möglichkeit, von USB zu booten wäre schön (eventuell mit speicherbarer Bootreihenfolge im UEFI)

7. Wie viel Geld bist du bereit auszugeben? Kommt ein Gebrauchtkauf in Frage?

Je weniger desto besser, allerdings hat die Anforderung des guten "Öffnenkönnens" über den Preis Priorität. Falls möglich Bezug über Amazon, da ein Amazon-Gutschein dafür verwendet werden soll.


Vielen Dank für die Hilfe!
 
Wie wäre es wenn du in ein paar Monaten nochmal fragst wenn es Ryzen 3000 Rechner gibt? Denn das ist alles Zukunftsmusik. Desktop Systeme sollen im Sommer kommen. Notebook wer weis wann.....
 
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Ein Notebook-Prozessor der Ryzen 3*** wird nicht erst im Sommer, sondern im Mai vorgestellt. Das ist dann allerdings nur eine Neuauflage der aktuellen Prozessoren im 12nm Design, nicht zu verwechselt mit den 3*** der Desktopserie.

Modular bedeutet im Notebook-Sektor in der Regel, dass Du den Speicher und die SSD wechseln kannst, mehr ist bei aktuellen Modellen nicht mehr sein.
Solltest Du auf mehr als 4 Kerne/8 Threads interessiert sein, bleibt aktuell nur Intel. Die 6-8Kerner im Notebookbereich von AmD werden noch bis 2020 auf sich warten lassen.
 
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Die Anforderung dass alles mögliche austauschbar ist, kannst bei Notebooks vergessen. Es ist heutzutage schon ein Highlight wenn der Akku getauscht werden kann.
 
Eventuell habe ich da ein Missverständnis, was AMDs Produktpolitik angeht?

Ich dachte, dass bei den APUs, also auch den Lösungen für Notebooks, die 3000er Serie Zen+ ist, also das, was letztes Jahr für Desktops als 2000er vorgestellt wurde (etwas bessere Taktraten/Verbrauch/RAM-Kompatibilität).

Wenn ich bei Geizhals gucke und nur Ryzen 3000 sowie mindestens 4 Kerne auswähle, kommen schon einige Geräte, die lieferbar seien:

https://geizhals.de/?cat=nb&xf=12822_4~6763_Ryzen+x+3xxx

Mit "modular" im Eingangsposting meine ich eigentlich nur, dass RAM und 2,5"-SATA-/M.2-PCIe-NVMe-Laufwerke standard Komponenten sind, die man selbst austauschen kann und nichts fest aufgelötet ist.

Intel möchte ich das diversen Gründen vermeiden, denn was hilft es denn, wenn es langsam brauchbare Konkurrenz auf dem Markt gibt, Kunden aber dennoch zu Intel greifen - das sendet meiner Meinung nach die falschen Signale an die Händler und Hersteller, so dass sich an dem Intel-Quasi-Monopol, was brauchbare Notebooks angeht, nichts ändern wird.

Die Person, die das Notebook bekommt, ist auch von Intel relativ angepisst, da die Desktop-Virtualisierungssoftware durch die Spectre-/Meltdown-Updates (altes System mit Ivy Bridge) im Alltag erheblich langsamer wurde.


Nachtrag: Ein verfügbares Gerät scheint das ASUS TUF Gaming FX505DY-BQ076 (wegen HDMI 2.0) zu sein, Gibt es zwar nur bei Notebooksbilliger, aber das wird hoffentlich kein Beinbruch sein. Von ASUS Notebooks hat man ja in der Vergangenheit nicht soviel gutes gehört, wenn Kinderkrankheiten aber durch BIOS-Updates behoben werden können, gäbe es wahrscheinlich kein Problem damit. In dem Preisbereich muss man ja irgendwo Kompromisse eingehen (Realtek WLAN).
 
Zuletzt bearbeitet:
Musst aber aufpassen, das sind U Prozessoren und die sind eben auf niedrigen Akkuverbrauch ausgelegt als auf Leistung. Und nicht zu vergleichen mit den Desktop Pendants; ein z.B. R7 2700U ist etwa im besten Fall gerade so schnell wie ein 2200G und von dort liegen nochmals 300% Leistungsdifferenz zu einem "vollwertigen" Desktop R7 2700. Geht man doch in die Intel Welt, kriegt man mit einem i7 8850H bereits die doppelte Leistung (und 6 Cores und 12 Threads) gegenüber einem 2700U. Da nützen Dir auch zukünftige UEFI Updates nichts.
Und: Viele Hersteller vergeigen es leider eine sinngemässe Ryzen Umsetzung: Sei es weil das Kühsystem zu unterdimensioniert ist (gibts aber auch bei Intel) oder weil nur ein RAM Slot belegt ist (und wenns hoch kommt einer davon sogar noch fix aufgelötet ist).

Für ein "bisschen Virtualisierung" (so wie Du das schreibst) kann man aber durchaus zu einem 2xxxU bzw 3xxxxU greifen (solange man eben nicht die Leistung einer Desktop CPUs erwartet), man muss aber genau hinschauen und die Reviews lesen.

Bez. Modularisierung: Grundsätzlich kriegt man in den meisten Notebooks irgendwie den RAM und den Massenspeicher getauscht. Aber oft, vorallem im günstigen Budgetbereich, muss man dafür das Notebook oft so sehr zerlegen dass u.U. die Garantie flöten geht weil Wartungsklappen nicht vorhanden sind oder man irgendeine der dünnen Plastikhalterungen abbricht. Es gibt aber Geräte die man mit ein paar Schrauben öffnen kann und man hat Zugriff auf RAM, Massenspeicher, Akku, Lüfter (zum reinigen) und WLAN Modul - aber auch leider selten.
 
Das oben erwähnte ASUS TUF Gaming FX505DY-BQ076 hat einen Ryzen 5 3550H, in einem ersten Testbericht wird es - bis auf das gammlige WLAN und Display (nicht so schlimm) - als relativ brauchbar beschrieben:

https://www.notebookcheck.net/Asus-...0H-Radeon-RX-560X-Laptop-Review.412117.0.html

Scheint sich mit Standard-Werkzeug unkompliziert öffnen zu lassen. Mit den 2 GPUs (APU und 560X könnte man vielleicht auch Schmalspur-ESXi-Geschichten mit GPU-Passthrough testen, sollte VMware die AMD-Plattform treibermäßig unterstützen.
 
Kurzes Update: Da das Notebook doch eher jetzt als gleich beschafft werden soll, habe ich ein ASUS TUF Gaming FX505DY-BQ076 bestellt, da es das einzige lieferbare mit HDMI 2.0 ist.

Ich würde es mir selber nicht besorgen (bin eher ein Fan von "zurückhaltenden" Geräten), aber der Person, die es bekommt sind eher die inneren Werte wichtig.

Werde es kurz zwischentesten, kann dann ein paar praktische Leistungsdaten durchgeben, wie es sich mit diversen RAM-Konfigurationen verhält (standard Single Channel, Dual Channel bis DDR4-3200) und ob/wann es drosselt etc.
 
Ich persoenlich haette auch eher auf das Thinkpad T495(s) gewartet, aber wenn keine Zeit mehr war geht es wohl nicht. Und ja, Thinkpad ist wohl auch Geschmackssache, ich mag es, andere gar nicht.
Und richtigen Release Termin gibt es scheinbar immer noch nicht ...
 
Transistor 22 schrieb:
Das Notebookhttps: https://www.mydealz.de/deals/hp-14-dk0002ng-mit-dem-neuen-ryzen-5-3500u-256ssd-freedos-1366167 ist relativ günstig, bietet aber nur HDMI 1.4. @Humptidumpti Er meint Picasso, nicht Renoir. Notebooks damit gibt es schon. Das ist nur Zen+ mit Vega.

Hab das ding gehabt.
Der 3500U ist auf 13.5W festgenagelt und auf 70°C Target, lüfter auf 100% ist zwar noch relativ leise, bringt aber kaum was.
Derzeit gibts auch keine Software die auf dem Notebook funktioniert (RyzenADJ) um die Target Temp auf 80C und Leistung auf 15W zu ändern.
In kurz, nicht schneller als ein 2500U in einem guten Gehäuse wie Matebook.
Dafür M2 Slot und RAM 2xSODIMM.
 
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Das ASUS TUF Gaming FX505DY ist im Übrigen leider auch eher ein weniger empfehlenswertes Gerät:

- Die Lüftersteuerung kann 4 Stufen (aus - leicht - mittel - hoch), "leicht" geht bei T(Die) 40°C los, knapp unter 60°C kommt schon die maximale Drehzahl, das bei reinem APU-Betrieb.

- Nutzt man dagegen parallel die dGPU mit etwas CPU, springt die CPU-Temperatur rapide bis in den Bereich von 80-100°C, da für CPU und dGPU die Kühlung wiederum zu schwach ist.

- Der 3550H ist eher ein "3500U", wahrscheinlich durch beschnittende einstellbare TDP (schätze zwischen 15-18 Watt): Konnte bei Belastung aller 4 Kerne/8Threads und Vega-iGPU knapp um 20 Watt Package Power in HWiNFO oder HWMonitor beobachten. Soviel zum 3550H, der eigentlich bis 35 Watt geht :-(

- Alle Treiber auf dem aktuellsten Stand (direkt von AMD), Windows 1809 und 1903 auf vollständig gelöschter Platte getestet.

Die TDP-Einstellung ärgert gewaltig, da die Lüftung des Notebooks beim APU-Betrieb viel zu aggressiv arbeitet und so noch einiges an ungenutzter Kühlleistungsfähigkeit da wäre.

Ich hoffe, AMD bekommt irgendwann mal so etwas wie einen Premium-Notebook-Partner, das kann es doch echt nicht sein. :-/

Glaube, Insgesamt wäre es runder gewesen, die dGPU wegzulassen und die gesamte Kühlung und Stromversorgung für die APU ohne jegliche TDP-Beschränkung zu nutzen.
 
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