Satanlage für 6-7 Teilnehmer Plan i.o. oder nicht i.O.

bruhbaker

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Hallo Leute,

ich möchte mein Haus 3 Etage mit Sat ausstatten.
Da ich in Sachen Sat keine Große Ahnung habe, hier meine Fragen.

Die Verkabelung (Sternsystem) so i.O siehe Bild?

Dann Frage nach Geräte:

Welche Qualität der Kabel?
Welche Schüssel? Denke geh auf Astra 1B
Welche Geräte brauche ich zwischen Schüssel und Kabel die zu den Resievern/direkt TV gehen?
Machen extra Resiever Sinn obwohl mein TV ein CI+ Slot hat, wenn ja welche wären da gut?

Die Schüssel wird auf das Dach kommen. Ich habe was von Erden gelesen 16mm² ist das so i.O?

20130529_234819.jpg

Danke für eure Antworten und Grüße aus der Pfalz
 
Würde, um flexibel für künftige Entwicklungen zu sein, einen Multiswitch nutzen.

Kabel sollten mind. 125db haben.
Die Kabel die dann vom Switch zur Schüssel gehen sollten zudem UV beständig sein. ;)

Schüssel sollte mind. 85cm sein um genug Regenreserve zu haben.
 
Hast du an Twin-Receiver gedacht?

Zusätzlich zu der Erdung der Schüssel solltest du noch über einen Potentialausgleich Nachdenken.
 
An Twinreceiver noch nicht gedacht. Vll wegen sky oder anderes Pay TV. Ok mal notiert.

Potentialausgleich noch nichts von gehört.

Ah ja Potentialausgleich gefunden, OK
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du das neu planst, würde ich gleich in die wichtigen Zimmer, wo viel geschaut wird (Wohnzimmer) 2 Kabel legen für Aufnahme und gleichzeitiges Schauen eines anderen Programmes. Haben wir bei uns auch so und das ist schon extrem praktisch! Bräuchtest halt lediglich einen Multiplexer, der die Anschlüsse vervielfacht. Ob du ein Kabel legst oder zwei ist dann auch nicht mehr der große Aufwand :)
 
Wenn du es Vernümpftig machen willst lass es von einer Elektro Firma ect. Machen. Die können es genau Plänen wie viel Dämpfung pro Anschluss nötig ist, sie messen die Sat Anlage Fach gerecht ein! Du kannst dir natürlich ein Messgerät ausleihen denke aber nicht das du weißt was du genau machen musst, ist die Schüssel 1cm falsch ausgerichtet bist du bereits auf Hotbird(Satelit). Es spart dir Nerven und Arbeitszeit. Um kosten zu sparen Leg zu jeder Dose 1 Leitung von der. Ersten Dose kannst du wieder abgehen zur nächsten je nach dem wie du es haben willst das installieren und einrichten von der Sat Anlage würde ich allerdings von einer Fachkraft machen lassen.
 
Hallo Leute,

Danke für die Antworten bis her.

Zwei Kabel in die Zimmer in denen viel Fern geschaut klinkt mir logisch, wird gemacht.

@Matzi
Mit dem Einmessen gebe ich dir recht.
Das mit dem Geld sparen und von Dose zu Dose habe ich nicht verstanden.

Ich hatte vor von Schüssel auf dem Dach die einzelnen Leitungen an die Dose zu ziehen. Das ganze ohne ein Verbinden der Dosen.
Was hat das für ein Sinn die Dosen zu verbinden? Brauche ich das? Weshalb spare ich da Geld?

Gruß
 
bruhbaker schrieb:
Welche Qualität der Kabel?
Ein vernünftiges Koaxialkabel sollte einen massiven Kupferleiter (Dämpfung) haben, ein physikalisch geschäumtes Dielektrikum (Alterungsstabilität) und verzinntes Kupfergeflecht (nicht Alu wg. Intermodulation) als Schirm haben, dazu mindestens zweifach geschirmt sein bzw. Class A erfüllen. Optimal dazu ist, wenn die innere Folie mit dem Dielektrikum verklebt ist und die Dämpfung bei ca. 2.000 MHz nicht über 30dB/100m liegt. Unter 0,50 € pro Meter (eher mehr) gibt es das nicht am Markt. Ein Kathrein LCD95 (innen) und ein LCD99 (außen) sind optimal geeignet, leider aufgrund der Vorgaben der Kabelanbieter (Dreifachschirmung) nur noch schlecht zu bekommen. Daher sind ein LCD111 (innen) und LCD115 die Qual der Wahl wenn man etwas Vernünftiges will. Es gibt aber auch noch Kabel von Spaun (recht teuer) oder von Preisner (SK2000+) oder Hirschmann/Triax Koka 125 oder Wisi MK96. Von vier- oder fünffach geschirmten Koaxialkabeln, mit den hier erwähnten 125dB, einfach die Finger lassen. Die sind zum Verlegen ungünstig dick mit großen Biegeradien. Dazu haben diese oftmals ein Alu-Geflecht mit mieser Abdeckung und würden wohl die beworbenen Werte in keiner Messung erreichen. Ähnlich verhält es sich mit den LNB´s mit unmöglich niedrigen Rauschmaß von 0,1 dB.

Das beste und teuerste Kabel nützt nur nicht, wenn nicht die Stecker entsprechend hochwertig sind und auch zum Kabel passen (Außendurchmesser und Dicke des Dielektrikum). Stand der Technik sind Kompressionsstecker, entweder zum Verpressen per Kompressionszange oder als Self-Install-Ausführung für kleinere Anlagen. Mit Kosten von 50-75 €ent pro Stück schlägt das auch nicht so stark zu Buche. Von veralteten F-Aufdrehsteckern ist gänzlich abzuraten, da schlechte Schirmung, Verletzung des Geflechts beim Aufschrauben, schlechter Halt, schlechtere Kontaktierung und Rückflussdämpfung.

bruhbaker schrieb:
Denke geh auf Astra 1B
Für den Empfang von deutschsprachigen Fernsehen ist die Satelittenposition Astra 1 auf 19,2° O vollkommend ausreichend. Auf dieser Position sind übrigens derzeit vier Satelliten stationiert, die man gleichzeitig empfängt. Den AStra 1B wirst du übrigens nicht mehr empfangen können, denn der hat sein Lebensende erreicht und wurde in den Friedhofsorbit manövriert.

bruhbaker schrieb:
Welche Schüssel?
Preisner S85QSD oder Preisner S75QSD oder Gibertini OP85SE.
Alle drei sind ausreichend für deine gewünschte Satelittenposition. Haben genug Reserve für Schlechtwetter und sind nicht allzu groß für zu hohe Pegel, wobei man das mit bekannter Leitungslänge, verwendeten Koaxialkabel, LNB und gewählten Multischalter wesentlich besser abschätzen kann.

Jedenfalls hat die SAT-ZF ein Normpegelfenster von 47 - 77 dB(µV), so, dass bei üblichen Leitungslängen in EFHs eigentlich kaum mit einer Dämpfungsberechnung von Dosen, Kabeln, F-Steckern etc. gearbeitet werden muss. Man sollte aber Schüsselgröße, LNB und Multischalter schon etwas aufeinander abstimmen. Insbesondere mit den heutzutage recht hoch verstärkenden LNBs, besteht eher ein Problem mit zu hohen, als zu niedrigen Pegeln. Daher auf keinen Fall für Astra1 ein High-Gain-LNB ala Inverto Black Ultra für die oben erwähnten Schüsseln holen. Selbst mit normal verstärkenden LNB kann bei sehr kurzen Kabelstrecken mit der ersten genannten Schüssel ein zu hoher Pegel auftreten. Mit der kleineren S75QSD bist du auf der sicheren Seite, hast aber dann weniger Potential, falls du evtl. doch Multifeedempfang (=mehrere Satelittenpositionen mit einer Schüssel) haben willst. Die Gibertini passt auch, baut aber im Vergleich zu den Preisner/Televes-Schüsseln etwas weniger massiv und hat keine Inox-Schrauben. Dafür ist sie etwas billiger und es besteht eine breitere Verfügbarkeit.

Zum Einrichten wäre ein entsprechendes Profi-Messgerät und den Kenntnissen mit dem Umgang damit natürlich von Vorteil. Mit den richtigen Receivern kann man aber auch die Schüssel schon sehr gut anhand der Signalqualitätsanzeige, nicht Pegel, die Schüssel mit etwas Geduld ausrichten.

Welche Geräte brauche ich zwischen Schüssel und Kabel die zu den Resievern/direkt TV gehen?
An Sat-Antenne sitzt natürlich auch noch ein LNB. Für die Anzahl deiner vorgesehenen Geräte brauchst du ebenso noch einen Multischalter. Erdblöcke für einen PA wären auch noch stark empfehlenswert, bzw. bei Dachmontage zwangweise vorgeschrieben.

bruhbaker schrieb:
Machen extra Resiever Sinn obwohl mein TV ein CI+ Slot hat, wenn ja welche wären da gut?
Gegenfrage: Besitzt dein Fernseher den einen Tuner der DVB-S(2) unterstützt?

Die Schüssel wird auf das Dach kommen.
Die Montage am Dach hat seine Vorteile, aber auch starke Nachteile. Abgesehen von der schlechteren Erreichbarkeit, insbesondere im Winter, wenn mal ein Defekt vorliegen würde, ist der geforderte normgerechte Blitzschutz ein aufwändiges und teures Unterfangen. Die deutlich einfachere Montage im Schutzbereich der Fassade, d.h. >2 Meter Abstand zur Dachkante und <1,5 Wandabstand.

bruhbaker schrieb:
Ich habe was von Erden gelesen 16mm² ist das so i.O?
Für eine Direkterdung des Mastes benötigt man mindestens 16 mm² (Massiv)Kupferleiter. Den möglichst direkt und geradlinig durchs Haus zu führen ist problematisch, insbesondere da vmtl. gefährliche Näherungen zu anderen Leitern im Haus entstehen. Denn pro Meter Ableitung in luft (in Mauerwerk mehr) soll ein Abstand von 4 cm eingehalten werden. Da ist praktisch nur eine Außenableitung möglich. Die technisch bessere Erdung ist es, die Antenne in den Schutzraum einer Fangstange zu stellen. Das ist jetzt nur ein kleiner Umriss und lässt weitere zu beachtende Details und etwas abweichende Möglichkeiten außer acht. Mehr dazu gibt es dort bei den Fachleuten zu lesen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hast du noch eine terrestrische Antenne auf den Dach - wenn ja, dann sollte hierfür der nötige Blitzschutz bereits vorhanden sein und bis 85 cm sollte man den Antennenmast durchaus noch mitbenutzten können (die Schüssel sollte halt nicht zu hoch angebracht werden aufgrund der Hebelwirkung). Ansonsten würde ich dir auch wie schon vorgeschlagen zu einem Multischalter raten - die Octa-LNBs sind alles andere als unproblematisch und machen gerne Probleme bei Endgeräten mit grenzwertiger Stromversorgung (z.B. DVB-S Karten für den PC). Das LCD111 habe ich auch verwendet, allerdings nur für die neuen Leitungen: bei den bereits vorhandenen Dosen musste ich notgedrungen die 20 Jahre alten Kabel weiterverwenden, hatte aber bisher auch keinerlei Probleme, auch nicht mit DECT und Co.
 
Hallo,

du solltest mindestens ein 5/16 Multiswitch nehmen und wie du schon selbst geplant hast, Sternförmig verdrahten.
Nicht
wie Matzi2308 geschrieben hat von Dose zu Dose!
Zu den wichtigen Stellen mindestens zwei Kabel ziehen.

Denke auch an Netzwerkkabel, an die wichtigen Stellen min. 2- 4 Kabel ziehen. genug Leerrohre verlegen, wer weis was man später noch braucht.

Der Blitzschutz ist bei Dachmontage sehr wichtig!


^^
 
@ Bounty Jam, vielen Dank für deine langen Ausführungen. Ja mein TV hat einen Tripel Tuner mit DVB-S was jetzt die 2 in Klammer heißt weis ich nicht. Vll meinst du 2x ein DVB-S.

So erst mal die neuen Dinge von Bounty verarbeiten.

Die Netzwerkplanung steht soweit.

Gruß
 
DVB-S2 ist der Nachfolger von DVB-S und für HDTV nötig - wenn ein TV-Gerät DVB-S hat, so ist zumindest bei den Geräten der letzten Jahre auch DVB-S2 Support vorhanden.
 
Ich habe da eine HD+ Jahreskarte drin. Das funktioniert einwandfrei.
 
Im Folgenden eine Zusammenstellung mit ein paar Alternativen aus ein Posting vor ein paar Tagen, die so bei dir auch in Frage kommen könnte. Das sind alles keine billigen Komponenten, haben aber letztlich ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und du solltest einmal richtig installiert für Jahre deine Ruhe haben.

Schüssel: Preisner S85QSD oder Preisner S75QSD oder Gibertini OP85SE
LNB: ALPS BSTE9 Quattro oder Chess Edition IV Quattro oder Inverto Black Premium
Kabel: Kathrein LCD111 für Innenbereich und Kathrein LCD115 für Außenbereich (Alternativen s.o. - Kompatiblität der u.a. Stecker aber dann zu klären)
Stecker: Kathrein EMK12 (entspricht diesem Stecker) oder Cabelcon F-56 CX3 7.0 QM Quick Mount Stecker (für einfachere Montage beim LCD115)
Multischalter für max. 12 TN (gibt es aber auch in Ausführungen mit 16 bzw. 18 Teilnehmern): Jultec JRM0512T oder Spaun 51203 oder Spaun 51208 oder zur Not Spaun 51207

Bei den Multischaltern haben die Schalter von Jultec das modernere bzw energetisch bessere Konzept. Denn diese werden rein nur von den Receivern mit Strom versorgt und brauchen somit keinerlei Strom im StandBy. Dazu ist man recht frei mit dem Montageort, da auch kein Netzstromanschluss von Nöten ist. Die genannten Geräte von Spaun brauchen grundsätzlich einen Netzanschluss und haben immer einen mehr oder weniger hohen StandBy-Verbrauch und z.T. eine nicht abschaltbare terrestrische Verstärkerstufe. Wobei der StandBy-Strombedarf glücklicherweise auch nicht mehr so hoch ist bzw. bei der Budget-Serie, wenn auch die Nachteile hat, fast gegen 0 geht. Dafür gibts bei Spaun jedoch 5 Jahre Herstellergarantie und eine wesentlich bessere Verfügbarkeit.


Sonstiges:
- Erdblöcke Kathrein EMK24
- Abschlusswiderstände für die verbleibenden offenen TN-Anschlüsse (z.B. Kathrein EMK03)
- Kompressionszange: klick mich
- Abisolierwerkzeug: klick mich
==> Beides gibt es auch im Set günstiger incl. Stecker
 
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