Schlanke GUI für Server mit 1GB HDD?

Arion

Lieutenant
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Hallo, ich habe mir einen günstigen Server gemietet, der nur 1GB HDD Speicherplatz besitzt. Auf dem Server können Debian 8-10, Cent OS 6-7 oder Ubuntu 16 jeweilis in der minimal Variante installiert werden.

Auf dem Server soll Google Chrome und/oder Firefox laufen sowie ab und an eine kleine Java Anwendung. Hierfür bin ich auf eine Desktop Ansicht angewiesen, so dass mir die Linux Konsole nicht ausreicht. Daher suche ich nach einer sehr schlanken Benutzeroberfläche die möglichst klein ist.

Ich habe schon etwas gesucht und bin auf bspw. Icewm gestoßen, dass ich aber nicht heruntergeladen bekommen und die üblichen Verdächtigen wie KDE oder Gnome, die beide doch recht groß sein sollten? Leider kann ich nichts zu den Installationsgrößen finden. Zudem gehe ich davon aus, dass GUIs wie KDE oder Gnome weiteren Schnick Schnack wie Libre Office mitinstallieren oder sehe ich das falsch?

Im Zuge meiner Recherchen bin ich auf Damn Small Linux gestoßen dass inkl. Gui gerade mal 50MB groß sein soll. So etwas wäre denke ich ideal nur leider kann ich keine eigene Distribution wie Damn Small Linux auf dem Server installieren.

Könnt ihr mir irgendwas empfehlen, was sich dazu nach Möglichkeit auch noch relativ einfach installieren lässt?
 
Kurze Nachfrage: Was möchtest du damit bezwecken?
 
Meine Empfehlung wäre Debian 10 und (wenn es denn sein soll) ein Desktop Environment/Window Manager deiner Wahl.

Um zu einer Entscheidung zu kommen was es in Sachen GUI werden soll, könntest du dir einfach mal eine VM mit der gewünschten Distribution (wie gesagt empfehle ich Debian 10) aufsetzen und dort sehen mit was du am besten zurecht kommst. Da siehst du dann auch gleich ob du mit der Administration klar kommst.
 
LXDE ist recht winzig.
Sicher, dass es 1GB HDD und nicht RAM ist?
Mein 1Fire-Server für 1,99/Monat bietet ja schon 25GB.
 
Browser auf dem Server? Wieso das denn? Den kriegt doch eh niemand zu Gesicht, ebensowenig wie irgendwelche Desktopmanager.
 
Leite deinen Traffic halt per SSH-Tunnel auf den Server um und nutz deinen Browser auf deinem Desktop. Da läuft die JAVA-Anwendung auch.
 
Ich frage mich ja eher wozu man dafür überhaupt einen Server benötigt. Es scheint mir ja so zu sein als ob du dort auch nur einen Java Client für irgendwas starten möchtest. Das kannst du doch auch auf deinem normalem PC. Verstehe nicht für was der Server dienen soll.
 
Willst du evtl. einen Terminal server einrichten? Also, dass der Lokalerechner sich nur anmeldet und eigentlich sonst nichts installiert hat?

Naja und die GUI (korrekter wäre Window Manager / Desktop Environment) ist hier auch nicht das Problem. Selbst bei deinem Use-Case (den ich und andere anscheinend) nicht so ganz verstehen, wird eher so eine Software wie Chrome oder Firefox das Problem, da ein Handelsüblicher Browser schon jenseits der 100 Mb liegt.

Die DE installiert nicht weiteren Schnick Schnack mit, das macht die Distribution. Aber dafür gibt es eben auch Serverversionen, welche aber auch wiederum i.d.R. ohne Desktop-Umgebung ausgeliefert werden.

Vielleicht erklärst du mal genauer was du machen willst?
 
Arion schrieb:
Hallo, ich habe mir einen günstigen Server gemietet, der nur 1GB HDD Speicherplatz besitzt. Auf dem Server können Debian 8-10, Cent OS 6-7 oder Ubuntu 16 jeweilis in der minimal Variante installiert werden.
Ich weiß ja nicht wie günstig der Server ist, aber nach einem kurzen Blick auf den Markt müßte dieses Angebot schon an einer Stelle unglaublich gut sein damit ich es überhaupt in Erwägung ziehe. Ich habe jedenfalls kein einziges Angebot gefunden, bei dem man nur 1GB Platz auf einer HDD erhält. Selbst die billigsten Angebote bieten da schon weit mehr.

Also entweder bist du da auf irgendein unseriöses Angebot hereingefallen oder du hast da etwas falsch verstanden.
 
Höchstwahrscheinlich ist 1 GB RAM gemeint. Auf einem GB HDD bekommt man kaum ein minimales Server OS installiert.

@TE du musst dir keinen Window Manager herunterladen, installiere das Server OS deiner Wahl und dann aus dessen Softwarekatalog den gewünschten Window Manager. Icewm ist schon mal ein guter Ansatz. Die "grossen" wie Gnome und KDE benötigen mehr als 1 GB RAM.
 
Sykehouse schrieb:
Höchstwahrscheinlich ist 1 GB RAM gemeint. Auf einem GB HDD bekommt man kaum ein minimales Server OS installiert.

@TE du musst dir keinen Window Manager herunterladen, installiere das Server OS deiner Wahl und dann aus dessen Softwarekatalog den gewünschten Window Manager. Icewm ist schon mal ein guter Ansatz. Die "grossen" wie Gnome und KDE benötigen mehr als 1 GB RAM.
Ich finde das ist der völlig falsche Ansatz... Wozu auf einem Server überhaupt einen WM ? Dafür gibts keinen Bedarf.
 
Arion schrieb:
günstigen Server gemietet, der nur 1GB HDD
Das sollte dann ja unter 1€/Monat sein hoffentlich ?
Für 1€/Monat mit 512MB RAM und 10GB HDD bis zu 3€/Monat für 2GB RAM und 20GB HDD gibts VPS bei den Großen und dazwischen vermutlich von Resellern.

Installationsgrößen teilweise in Wikipedia (Englisch): https://en.wikipedia.org/wiki/Light-weight_Linux_distribution

Für "minimale Images" und Konfigurationen gibt es Alpine Linux oder andere Distributionen, die auf "Cloud" und Virtualisierung ausgelegt sind - Ubuntu Minimal
Deren Paketlisten, Konfigurationen und Besonderheiten ansehen.
Verzicht auf Hardwareunterstützung, Mehrsprachigkeit, Hilfe/Man Seiten ....

Sykehouse schrieb:
Auf einem GB HDD bekommt man kaum ein minimales Server OS installiert.
Die neuen Schlagworte in der IT sind Virtualisierung (Docker, Kubernetes ...) und "Serverless" ... :rolleyes:
Dadurch bietet der Server nur noch einen "Dienst" an - und die Zahl der installierten Pakete pro Server (und deren Größe) sinkt.
Als "Serverdienst" waren früher auch Shell Accounts verbreitet - so etwas kann im Prinzip auf einem Router als Shell-Server mit 4MB Flash-Speicher laufen.

Arion schrieb:
Auf dem Server soll Google Chrome und/oder Firefox laufen sowie ab und an eine kleine Java Anwendung. Hierfür bin ich auf eine Desktop Ansicht angewiesen,
Das klingt nach XY Problem
Außerdem hört sich das potentiell sehr unsicher an. Zudem wird die Performance vermutlich nicht so gut sein, da für das Remoteprotokoll (VNC,X2go, RDP ?) auch Ressourcen benötigt werden, die mit Browser und Java auf dieser "günstigen" Hardware nicht mehr vorhanden sind - da vermutlich 1 Core.

Problematisch bei Chrome/Chromium und Firefox sind die vielen Abhängigkeiten der neueren Versionen.
Code:
du -h -s /usr/lib/chromium
183M    /usr/lib/chromium
du -h -s /usr/lib/firefox
186M    /usr/lib/firefox

Eine 1GB HDD ist eher für "Cloudimages" gedacht - der Anbieter verhindert damit vermutlich auch den Missbrauch als "Remote Desktop", der dann ein Einfallstor für Hacker ist, weil die Nutzer den Server nicht absichern - offene Remote Desktops gibt es ja immer wieder.
 
Hallo, entschuldigt, die Frage hat sich bereits erledigt. Der VPS hat tatsächlich 10GB HDD Speicher und nicht nur 1GB wie es der Hoster falsch angegeben hat. Ich habe mich jetzt einfach für Kde entschieden nur am Chrome Browser sitze ich noch, der läuft noch nicht.

Danke euch :)
 
Auf das GUI des Servers? Ich habe xrdp installiert und gehe daher per RDP auf den Server.
 
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Du gehst per XRDP auf deine Linuxkiste ? Das wird ja immer Abenteuerlicher hier.
 
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Was hast Du gegen XRDP? Funktioniert gut, wenn man mit Windows-Mitteln darauf zugreifen will. Machen wir teilweise bei den Servern auch so, nachdem X11 oftmals nur noch eine Leidensarie ist.
 
Arion schrieb:
Ich habe schon etwas gesucht und bin auf bspw. Icewm gestoßen, dass ich aber nicht heruntergeladen bekommen und die üblichen Verdächtigen wie KDE oder Gnome, die beide doch recht groß sein sollten?
Ich krieg ja immer ein etwas unwohles Gefühl in der Magengegend, wenn jemand irgendwie einen öffentlich im Internet zugänglichen Mietserver betreiben will aber es schon an einfachen Fragestellungen scheitert.

Wenn ich mir jetzt überlegen würde einen Server ins Internet zu stellen, ich würde mich erst mal belesen. Insbesondere was es an Sicherheitsbelangen zu beachten gibt. Ich würde das Setup in einer virtuellen Maschine nachstellen. Würde dort alles auch schon so weit wie möglich fertig installieren und dann auch noch mal testen. Und dann würde ich das Setup quasi in einem Rutsch auf den Mietserver übertragen.

Die Sicherheitsbelange sollte man auch nicht unterschätzen. Wenn Du irgendwann mal Ärger bekommst, weil über Deinen Server irgendwelche illegalen Inhalte verbreitet werden weil der halt von irgendwem gecrackt wurde, ist das erst mal ziemlich unangenehm. Selbst wenn Du nachweisen kannst, das Du damit nichts zu tun hast.

Es ist aber auch blöd für Andere. Wenn der Eindringling nämlich Deinen Server missbrauchen sollte, um andere Rechner zu attackieren.

Arion schrieb:
Auf das GUI des Servers? Ich habe xrdp installiert und gehe daher per RDP auf den Server.
Da weiß ich auch nicht so recht, was ich dazu sagen soll.
Also ja. Prinzipiell geht das. Es geht sogar einigermaßen sicher, da RDP auch Verschlüsselung unterstützt. Aber man muss halt drauf achten, das das wirklich benutzt wird. Das ist jetzt kein Selbstläufer oder so.

Und selbst Microsoft (also die Leute, von denen RDP kommt!) empfehlen explizit RDP über Internet nicht pur zu verwenden, sondern noch mal "einzupacken". Zum Beispiel in nen ssh-Tunnel oder auch VPN (Stichwort: OpenVPN).

PHuV schrieb:
Machen wir teilweise bei den Servern auch so, nachdem X11 oftmals nur noch eine Leidensarie ist.
Wer benutzt denn via Netz heute noch X11 direkt?
Dafür gibts doch schon gefühlt ewig die NX-Bibliotheken, wie sie z.B. auch bei x2go zur Anwendung kommen.
 
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Oracle z.B., deren GUI dann über xterm und Java startet. Zudem gibt es Windows-Rechner in Firmennetzen, wo man so was nicht so einfach installieren darf. RDP ist dagegen immer verfügbar.
 
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