Gehälter in Deutschland und auch in Europa schnellstens drastisch absenken, dass unsere Wirtschaft den
Das ist schlicht falsch und ein falscher Denkansatz. Wenn du Wirtschaft lediglich aus dem Aspekt des Exports betrachtest, dann hast du vielleicht recht - doch was ist mit der Binnenwirtschaft? Es hat sich doch schon mehrmals in den letzten Jahren gezeigt, dass die alleinige Fokusierung auf den Export und die damit verbundenenen stagnierenden Gehälter seit über 10 Jahren zu nichts außer mehr Schulden und hoher Arbeitslosigkeit geführt haben. Kaum zieht die Binnenwirtschaft an, schon gehen die Arbeitslosenzahlen runter. Komisch oder?
Wenn die Gehälter in DE weiter sinken (was anderes ist es ja nicht das wir momentan beobachten können), wird der Binnenmarkt Probleme bekommen. Dann werden uns die Kosten für Ressourcen schlicht auffressen und Krisenzeiten werden uns umso härter treffen.
Ich frage mich ernsthaft wie du diese Forderung (Gehaltskürzungen) stellen kannst und zugleich jemand anderem das Recht auf die Gegenteilige Meinung absprichst. Für beide Ansätze können zig Ökonomen genannt werden, die die jeweilige Ansicht vertreten und sie gut begründen können. Letzten endes ist das ein Streit den DE seit Ende der Kohl Ära führt.
So ist es aber leider nicht
Richtig, das Verhältnis ist wichtig. Es darf nicht sein, dass auf 10 Gewinner 1eine Million Verlierer kommen. Denn dann läuft etwas schief. Aber genau in der Situation befinden wir uns jetzt (wenn auch nicht mehr so krass wie noch vor 6 Jahren - angeblich zu mindest).
Aber ja, wenn es den perfekten und offensichtlichen Weg geben würde, wären wir ihn längst gegangen. Seit dem Ende der Kohl Ära fallen die Löhne und Deutschland ging/geht es von Jahr zu Jahr schlechter. Mehr Schulden mehr Arbeitslose. Aktuell profitieren wir von den BRICS sowie einem extrem guten Ruf in der Welt und können durch eine gute Innenachfrage einen gewissen Level halten. Bricht die Innennachfrage ein, dann explodieren die Schulden und mit ihnen könnte wohl auch die Eurozone kollabieren. Bricht der Export ein, wird es direkte Auswirkungen auf den Binnenmarkt haben und wieder sitzen wir in der AA.
D.h . wir brauchen einen Mittelweg. Dieser muss zum einen dafür sorgen, dass die Fachkräfte (Ärzte, Informatiker, Ingeneure etc.) das Land nicht verlassen zum anderen dürfen die Anreize die dafür notwendig sind nicht den Export vernichten. Gehen die guten Leute weg, dann schmiert aber auch der Export ab.
Mal eine Frage: Warum kommen so wenige Fachkräfte nach Deutschland? Warum gehen so viele qualifizierte Asiaten nach Kanada aber nicht nach Deutschland? Gut die Sprache ist eine Hürde aber was noch? Im Moment kommen viele Griechen nach DE, aber auch das eher Widerwillig, weil sie zu Hause nach dem Studium höchstens ein Gehalt von 400€ erwarten können. Und Deutschland ist bei weitem nicht ihre erste Wahl! Da sind eher Irland, England und Kanada weit vorne.
Theoretisch ist ja auch eine Reduzierung der Löhne denkbar, aber was wäre die Konsequenz? Die nebenkosten werden nicht geringer dadurch. Die Einnahmen werden fallen, das wird dazu führen dass der Staat noch weniger ausgibt, das führt zu höheren Arbeitslosenzahlen, das zu höheren Schulden - soll ich weiter machen?
Doch wie führt uns das wieder zu den Schlecker Frauen. Angeblich haben die morgen ja eh wieder alle einen Job, also ist die gesamte Diskussion hier irrelevant, oder etwa doch nicht? Und was passiert mit Opel. Keiner will die Autosa haben und nur die Russen sind an der Technik oder besser gesagt an den Zulifereren interessiert. Die wollen wir denen aber nicht geben, also was machen?