Schlecker und die Transfergesellschaft Sinn oder Unsinn?

in dem die großen Ketten die Zulieferer zu Tode dumpen

Das ist wiederum richtig. Zumindest soweit man das so sagen kann, denn in erster Linie behauoten das die Zuliferer. ABer wie gesagt, ich glaube schon, dass es so ist.

Was die Skandale anbetrifft: Welche Alternative haben denn die Leute? Die Bio Welle zeigte doch, dass Leute bereit sind, zumindest die, die es sich leisten können, auch mehr Geld für gute Produkte auszugeben.

Jetzt zeigt sich aber, dass Bioeier ebenfalls mit Dioxin verseucht sind und generell Bio nicht gleich Bio ist und die Kontrollen auch eher locker gehalten sind.

Und auch wenn die Konkurenz groß ist, bleibt oftmals nur der Weg zum nächsten Laden. D.h. in der Regel kann man dem ganzen nicht ohne weiteres entfliehen.

Und das ist dann halt Aldi, Rewe oder Lidl. Was den "Missbrauch" der Arbeitskräfte bei Lidl anbetrifft, so hat die Gewerkschaft ja unter großem Aufwand versucht einen Riegel vorzuschieben. Ich weiss nicht wie es aktuell aussieht. Btw.Schlecker war auch ein schlechter Arbeitsgeber, das die Kunden weggeblieben sind hatte aber hier andere Gründe.

Darüber hinaus stelle ich mir aber die Frage,oder stelle sie besser euch: GLaubt hier wirklich jemand, dass die meisten kleinen Betriebe (Handwerksbetriebe etc.) ihr Personal so viel besser behandeln? Ich kann aus eigener Erfahrung und durch indirekte Erfahrungen ganz klar sagen: Nein, die Behandlung ist oder scheint zu einem großen Teil katastrophal zu sein.
 
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Ja dem stimme ich zu, wir behandeln die Mitarbeiter Familiär aber wenn ich mir unsere Konkurrenten ansehe.
Das liegt aber daran das sehr viele Arbeitnehmer überhaupt nichts von ihren Rechten wissen.

Und leider gibt es scheinbar zu viele Menschen die sich unterdrücken lassen, somit bleibt es ein Erfolgsmodel.
 
Ohne jetzt die ganzen Kommentare gelesen zu haben:

Was mich bei der ganzen Sache so unglaublich aufregt, ist das Verhalten der Medien. Diese ganze Diskussion über die Transfergesellschaft wird zumeist ausschießlich unter dem Gesichtspunkt betrachtet, ob sich die FDP richtig oder falsch verhalten hat.

Ich habe noch keinen guten Artikel zu den entscheidenen Fragen gelesen, anhand dessen ich das selbs beurteilen kann. Das wären nämlich:

Was genau ist und macht eine Transfergesellschaft eigentlich (besser als die Arbeitsagentur?)
Wo liegen die Vor- und Nachteile einer Transfergesellschaft?
Wer finanziert das bzw. für wen würden die Bundesländer bürgen?
Welche Erfahrungen hat man mit Transfergesellschaften?

Alles mehr oder weniger unbeantwortete Fragen. Und nur ein weiteres Beispiel dafür, dass die Standardmedien immer schlechter werden.
 
hasmin schrieb:
Was genau ist und macht eine Transfergesellschaft eigentlich (besser als die Arbeitsagentur?)
Wo liegen die Vor- und Nachteile einer Transfergesellschaft?
Wer finanziert das bzw. für wen würden die Bundesländer bürgen?
Welche Erfahrungen hat man mit Transfergesellschaften?

Diese Fragen wurden beantwortet, den Link findest du in diesem Tread.
 
Ich glaube worauf hasmin hinaus wollte war eher, dass die einfachen Nachrichten darauf nicht eingegangen sind. Das es notwendig ist sich mehrere Talkshows etc anzuschauen oder sich in Internetquellen oder Zeitschriften einzulesen um über das Wesentliche an diesem Thema informiert zu werden.

Und da muss ich ihm leider recht geben. Die normalen Nachrichten haben sich allesamt eher um die FDP gekümmert als um die Aufklärung der Bürger. In Anbetracht der Tatsache, dass sich aber ein überwältigender Teil der Bürger in erster Linie über einfache Nachrichten informieren, wird die Tragweite des Problems recht deutlich oder?

Btw. eigentlich hat sich die FDP mit dem strikten NEIN eher lächerlich gemacht wie ich finde. Es mag ja sein oder auch nicht, dass die Transfergesellschaft eher negativ ist oder aber einfach nur Geld kostet ohne Wirkung zu haben (darüber haben wir uns hier ja auch gestritten), aber es ist schon interessant, dass die FDP damit eher wieder ihr Klientelverhalten unterstrichen hat, statt sich davon endlich zu lösen.

Denn umso tragischer wirken durch das jüngste NEIN die etwas älteren JAs, nur betrafen die JAs halt eben eine etwas andere Zielgruppe ;)
 
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