"Schülerjob" Webdesign/-entwicklung

Big-Blue

Lieutenant
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Mai 2010
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Guten Abend,

ich habe vor kurzem ein zweiwöchiges Praktikum in einer Internetagentur hinter mir, bei dem ich in der Entwicklungsabteilung beschäftigt war.
Dort bekam ich die Chance, meine Kenntnisse im Bereich Webentwicklung auszubauen und viele neue Fertigkeiten zu erwerben.

Inzwischen suchen sich viele meiner Schulkameraden einen Job für die Sommerferien, viele von ihnen auch bei ihrem Praktikumsbetrieb. Bei mir könnte das vermutlich eher schwer werden, da die großen Kundenprojekte einige Einarbeitungszeit benötigen, und das in den 6 Wochen Sommerferien wohl kaum möglich sein wird.

Deshalb dachte ich mir, ich könnte privat, und damit meine ich online, ein wenig Geld damit verdienen, kleinere, private Websites "durchzustylen". Das Problem ist nämlich, dass ich in Grafikbearbeitung eine 0 bin, Templates selbst erstellen wird also nichts, das Einbinden komplizierter Templates (also vorhandener Bilder) stellt jedoch kein wirklich großes Problem dar. Erfahrung habe ich inzwischen auch mit JavaScript und jQuery, dazu noch in PHP.

Nun aber zu dem Hauptgrund für diesen Thread:
Im Internet finde ich sehr viele entgegengesetzte Meinungen, Quellen etc.
Inwiefern kann ich als nicht volljähriger Schüler im Internet tätig werden?
Inwiefern spielt da mein (zugegebenermaßes wirklich geringes) Gehalt als Prospektzusteller mit rein?
Falls es möglich sein sollte, wo sollte ich am besten nach Aufträgen suchen? Konkrete Vorschläge erwünscht!

Ich bitte auch die Quote von unbegründeten (!) Posts recht gering zu halten, wenn deren Inhalt nur darin besteht, dass ich doch lieber etwas für die Schule tun soll, dass Schüler in meinem Alter doch garkein Geld bräuchten, oder etwas in dieser Art...

Grüße,
Big-Blue
 
Hängt davon ab was du langfristig machen willst.
Falls du das weiter machen willst würde ich an sich dazu tendieren trotzdem versuchen ein Praktikum bei etwas in die Richtung webdesign zu machen. Natürlich mit dem Ziel langfristige Connections mit der jeweiligen Firma aufzubauen.
 
Praktikum ist leichter gesagt als getan, hierbei ist das Problem, dass ich noch 2,5 Jahre Schule vor mir habe, bevor ich mein Abitur in der Hand halte. 'Nebenbei' lässt sich so ein Praktikum leider schwer verrichten :/
Hätte ich vielleicht im ersten Post erwähnen können. ^^"
 
Zuletzt bearbeitet:
Du willst es gewerblich machen und brauchst dafür einen Gewerbeschein, den gibt's aber nicht für Minderjährige, du müsstest erst den Weg über Vormundschaftsgericht gehen, damit du als vollkommen geschäftsfähig gilst.
 
Ab wann gilt das als "gewerblich"? Da ich, wie gesagt, Prospekte verteile, bin ich bereits im Besitz einer Lohnsteuerbescheinigung und Rentenversicherungsbescheinigung.
Für den gewerblichen Betrieb wird das vermutlich nicht reichen, aber wo sind hier für den Schüler die Grenzen?
Bei der Tätigkeit, den Einnahmen, etc.?
 
Wenn man hier in der Regel so im Forum liest. Muss man ja echt davon ausgehen es gibt in der Welt keine Schwarzarbeit und keiner konsumiert eine solche. (Was ich nun absolut nicht glauben kann)
Grundlegend find ich das mit der Homepage eine schlechte idee, da es damit recht offensichtlich wird. Würde eher an Pinnwände mit Zettel etc arbeiten.
Ansonsten solang wir von kleinere Beträgen im Monat reden würd ich mir nicht so viel sorgen machen. Wenn ihr Probleme kriegt wegen kA 150 Euro im Monat frag ich mich ernsthaft ob die jeweiligen Behörden nicht wichtigeres zu tun haben.
 
Schwarzarbeit zu empfehlen ist sicherlich die Lösung :rolleyes: Vor allem wenn man bedenkt, dass er mit einem Kleingewerbe bis zu einem bestimmten Satz steuerfrei ist.
 
Solange die komplette Politik in sich korrupt ist. Bei diversen Jobs nach wenn kennt jemand ausgewählt wird und nicht nach qualitifikation. Freunderlwirtschaft von vielen täglich brot ist und noch wichtiger offensichtlich von der allgemeinheit anscheinend kommentarlos akzeptiert wird (von Bauernopfern die von Zeit zu Zeit geopfert werden abgesehen) sich die hose zu machen wenn ein Schüler paar Euro dazu verdient ist lächerlich und sonst nix.
Das ist nur die moderen Form des Rasenmähens sonst nichts. Mich würd echt mal interessieren wieviel % der Bevölkerung noch nie von irgend einer Form der Schwarzarbeit gebrauch gemacht haben. Eines vorweg hoch wirds nicht sein.

Die Geschichte mit Kleingewerbe steuerfrei. Du kannst davon ausgehen das der Verwaltungsaufwand für die katz ist und unter umständen mittelfristig mehr Probleme macht als es ihm bringt. Ich persönlich hab noch von niemanden gehört der auf irgend einer Art und Weise für so etwas belangt wurde.
 
Ich habe ein Kleingewerbe, die Verwaltung die du ankreidest ist ein Witz ;) Wählt man die Kleinunternehmerregelung beim Erstellen des Gewerbes darf man keine Umsatzsteuer auszeichnen, hat dafür aber auch die simpelste Buchführung der Geschichte: Man macht zur Steuererklärung nachher nur eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung, man trägt also seinen Gewinn und Verlust in 2 Felder ein und das wars quasi schon.
Meine Steuererklärung mache ich jedes Jahr in 30min, und das wars dann auch schon Verwaltungsaufwand!
 
Hallo,

Das Problem ist nämlich, dass ich in Grafikbearbeitung eine 0 bin, Templates selbst erstellen wird also nichts
Naja, für seriöses Webdesign sind (vielfältige) Ideen, der Umgang mit 'nem Grafikbearbeitungsprogramm und HTML-/CSS-Kenntnisse Voraussetzung. Im Bestfall sollte man auch in der Lage die erstellten Templates an kleinere oder simplere CMS anzupassen wie cms2day oder WordPress.
Erfahrung habe ich inzwischen auch mit JavaScript und jQuery, dazu noch in PHP.
Wo du als Webentwickler besser aufgehoben wärst, aber noch nicht bist, denn hier setzt sich einfach nur Créme de la Créme durch. Für vieles gibt es eben bereits CMS mit den nötigen Plugins. Sucht jemand 'nen Webentwickler sind die Ansprüche (nach meiner Erfahrung) meist sehr sehr hoch. Du musst selbst wissen ob du in der Lage bist solche, vor allen Dingen zeitaufwändigen, Aufgaben zu bewältigen.
Falls es möglich sein sollte, wo sollte ich am besten nach Aufträgen suchen? Konkrete Vorschläge erwünscht!
Anlaufpunkte wären www.webhostlist.de und www.sponsor-board.de wo immer mal ein Webdesigner/-entwickler gesucht wird.

Gewerbe für kleinere Aufträge, eine freiberufliche Tätigkeit anmelden? Nein, das muss nicht sein und ist bestimmt auch nicht notwendig. Rein Rechtlich vielleicht schon, ich weiß es nicht, nur wird dir mit ein paar, kleinen Einnahmen nichts passieren.

Ich bin übrigens auch Schüler und hatte mit 'nem ähnlichen Gedanken gespielt, bin aber schnell zum Entschluss "sinnfrei" gekommen. Kleinere Aufträge zwischendurch - okay. Aber keinstenfalls dauerhaft und verbissen, es raubt zu viel Zeit und man sitzt nur vor'm PC.

Gruß
 
Btw. wenn euer Auftraggeber eine Rechnung möchte solltet Ihr trotz allem ein Gewerbe anmelden, allein schon für die Steuernummer die auf allen Rechnungen drauf stehen muss. Wenn der Auftraggeber mal ne Buchprüfung bekommt und die von euch dann die entsprechende Rechnung finden ohne das ihr die bei der Steuererklärung angegeben habt ist das Steuerhinterziehung, nur zur Info.
 
Das ist richtig, weshalb es im Voraus geklärt werden sollte. ;)

Gruß
 
Big-Blue schrieb:
Deshalb dachte ich mir, ich könnte privat, und damit meine ich online, ein wenig Geld damit verdienen, kleinere, private Websites "durchzustylen". Das Problem ist nämlich, dass ich in Grafikbearbeitung eine 0 bin, Templates selbst erstellen wird also nichts, das Einbinden komplizierter Templates (also vorhandener Bilder) stellt jedoch kein wirklich großes Problem dar. Erfahrung habe ich inzwischen auch mit JavaScript und jQuery, dazu noch in PHP.
Ohne Plan von Layouting und Grafikbearbeitung wird es gar nichts mit dem Webdesigner. Deine potentiellen Kunden kommen nicht zu dir und wollen ein bestimmtes Modul für ihre Seite, sondern sie wollen im Zweifel eine komplette Lösung für ein Problem, das schließt Konzeption, Layout-Überlegungen, ein paar coole Entwürfe und so weiter mit ein.
Nur mit deinen Programmierkenntnissen wirst du leider nicht weit kommen, denn um damit Eindruck zu schinden und Kunden zu gewinnen fehlen dir Referenzen und der kleine Zettel, auf dem "Berufsabschluss" oder gar "Diplom" steht.

Big-Blue schrieb:
Ab wann gilt das als "gewerblich"? Da ich, wie gesagt, Prospekte verteile, bin ich bereits im Besitz einer Lohnsteuerbescheinigung und Rentenversicherungsbescheinigung.
Für den gewerblichen Betrieb wird das vermutlich nicht reichen, aber wo sind hier für den Schüler die Grenzen?
Bei der Tätigkeit, den Einnahmen, etc.?

Gewerblich ist es, wenn du ne Gewinnabsicht hast. Der Knackpunkt ist, dass du es SELBSTÄNDIG machen willst. Dein Prospekte-Kram ist keine selbständige Arbeit, du bist irgendwo bei einem Arbeitgeber unter Vertrag, der dann für dich Lohnsteuer etc. abführt. Das ist ne ganz andere Geschichte als selbständig etwas zu verdienen.

Funart schrieb:
Solange die komplette Politik in sich korrupt ist. Bei diversen Jobs nach wenn kennt jemand ausgewählt wird und nicht nach qualitifikation. Freunderlwirtschaft von vielen täglich brot ist und noch wichtiger offensichtlich von der allgemeinheit anscheinend kommentarlos akzeptiert wird (von Bauernopfern die von Zeit zu Zeit geopfert werden abgesehen) sich die hose zu machen wenn ein Schüler paar Euro dazu verdient ist lächerlich und sonst nix.
Das ist nur die moderen Form des Rasenmähens sonst nichts. Mich würd echt mal interessieren wieviel % der Bevölkerung noch nie von irgend einer Form der Schwarzarbeit gebrauch gemacht haben. Eines vorweg hoch wirds nicht sein.

Aha. Weil die das machen kann ich das also auch machen... Sorry, aber deinen Weltschmerz über die korrupte Bundesregierung kannst du woanders ablassen. Schwarzarbeit bleibt Schwarzarbeit, egal ob du sie mit den Verfehlungen anderer rechtfertigst oder nicht. Wenn es dich so sehr stört, dann wähl doch eine Partei, die dir integer erscheint oder gründe eine solche, sollte keine existieren.
Willst du wissen wo wir als Nation landen, wenn keiner Steuern zahlt? Dann guck mal nach Griechenland, da ist Steuerhinterziehung der Volkssport Nr.1, das Ergebnis sieht man ja jetzt in der gesamten Euro-Zone.

Und dein Vergleich mit dem Rasenmähen ist sooooo weit hergeholt, das geht gar nicht mehr. Klar, wenn der Nachbarsjunge bei mir den privaten Rasen mäht und ich ihn dafür bezahle, ist es genau genommen Schwarzarbeit. Aber ich als Privatperson muss meine Bücher auch nicht prüfen lassen. Wenn du hingegen gewerblich Webseiten erstellen willst, dann wirst du das nicht für Privatpersonen tun, sondern primär für Vereine und andere Gewerbetreibende. Die wiederum müssen ihre Bücher absolut sauber halten -> sie brauchen von dir ne Rechnung -> du brauchst ne Steuernummer.
 
Ohne Plan von Layouting und Grafikbearbeitung wird es gar nichts mit dem Webdesigner. Deine potentiellen Kunden kommen nicht zu dir und wollen ein bestimmtes Modul für ihre Seite, sondern sie wollen im Zweifel eine komplette Lösung für ein Problem, das schließt Konzeption, Layout-Überlegungen, ein paar coole Entwürfe und so weiter mit ein.
Nur mit deinen Programmierkenntnissen wirst du leider nicht weit kommen, denn um damit Eindruck zu schinden und Kunden zu gewinnen fehlen dir Referenzen und der kleine Zettel, auf dem "Berufsabschluss" oder gar "Diplom" steht.
Nun sein mal nicht zu hart. :p Referenzen, das hatte ich vergessen, müssen natürlich vorliegen. Wer will schon sein Geld riskieren. Für 'ne kleine Tätigkeit nebenher kann man das kleine Zettelchen auch in den Müll werfen. Gute Referenzen sind das A und O.
 
@Daaron mir ist vollkommen unklar was du ständig mit deinem gewerblichen willst. Daher ist mir auch vollkommen unklar warum du was gegen mein Rasenmäher statement hast.
Der Thread ersteller hat gepostet das er private Webseiten machen will. Da les ich nix von für Firmen etc.
 
Er hat aber auch keine Ahnung vom Fach, denn private Kunden hast du so gut wie nie, die geben kein Geld für soetwas aus, das sind dann wie Daaron gepostet hat alles kleinere Unternehmen (von mir aus auch der Friseur um die Ecke) oder kleine Vereine.
 
Funart schrieb:
@Daaron mir ist vollkommen unklar was du ständig mit deinem gewerblichen willst. Daher ist mir auch vollkommen unklar warum du was gegen mein Rasenmäher statement hast.
Der Thread ersteller hat gepostet das er private Webseiten machen will. Da les ich nix von für Firmen etc.

Wie gesagt, auch der Rasenmäher-Dienst ist Schwarzarbeit. Denk nur mal über die Größenordnung nach. Eine halbwegs leidlich gute Webseite kostet 800€ und mehr, nur für Layout+Coding. So ne Runde mitm Rasentraktor kostet vielleicht 5-10€ und ne Flasche Cola.

Und dann ist da noch das Problem des Marktes. Wie viele Leute kennst du, die privat für sich eine Homepage wollen, aber selbst keine Ahnung haben, wie man so etwas aufzieht? Das sind verschwindend geringe Mengen, da ist nichts zu holen. Für 100€ braucht man dei Seite nicht zu bauen, weils einfach kein angemessener Preis ist, und 500€+ wird niemand privat für sowas ausgeben. Potentielle Kunden sind kleine Unternehmen, keine Privatleute. Webdesign ist kein Bereich, wo man Privatleuten Geld abnehmen kann. Für kleinen Privatkram nehmen die Leute den billigen HP-Builder von 1&1 oder sowas.
Oh, und da der TE von Grafik und Layout keinen Dunst hat kann er die Seite nicht im Alleingang aufsetzen. Da muss irgendwo ein guter Grafiker finanziert werden. Ein leidlich brauchbares Layout ohne viel Finesse kostet auch dreistellig. Das sind alles Werte, die keine Privatperson grundlos verballert.
 
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