Ehrlich gesagt habe ich Metacritic nicht einmal auf meinem Radar, wenn ich mich um Spiele informieren will. Ich achte auch nicht auf einfache Punkte-Wertungen, weil diese wenig Aussage zum Spiel haben. Mein eigene Geschmack weicht auch gerne mal von der Allgemeinheit ab, als dass mir eine Gesamtbewertung wirklich hilft.
Da ich sowieso bei den meisten Spielen viel später dran bin, kann ich auch über viele Meinungen und Tests verfügen. Bei günstigen Spielen im Abverkauf und Angebot hält sich meine Recherche zum Spiel auch eher in Grenzen.
Das Bewertungssystem von Steam ist eigentlich nicht schlecht gemacht, gerade auch mit der Einblendung zum Review-Zeitpunkt. Funktioniert natürlich nur mit den Launchern und ist auch nicht manipulationssicher, bietet aber schon ein Anhaltspunkt. Nur mehr als ein Daumen hoch oder Daumen runter als Grundbewertung würde ich mir wünschen. Es gibt eben nicht nur schwarz und weiß, kein Spiel ist perfekt. Auf unkonstruktive Einzeiler-Bewertungen wie "Das Spiel ist Mist" reagiere ich maximal mit einen "Nicht Hilfreich". Längere Texte mit konstruktiver Kritik sind das, was ich lese. Direkt für gesetzt sehe ich dessen Wertung dabei aber noch lange nicht, denn: Wie weicht sein Geschmack und seine Ansprüche von meinen ab? Und kann man den Reviewer trauen? Restzweifel ist da gerade angebracht, zwischen bezahlten Reviews und Reviewbombing kann man eine einzelne oder einige wenige anonyme Personen nicht wirklich direkt für bare Münze nehmen. Es bildet lediglich ein Anhaltspunkt.
Die Bewertung jetzt um 36h zu verschieben, halte ich für nicht sonderlich schlimm. Wer direkt zum Releasetag oder ein Tag später kauft, ist etweder schon einigermaßen informiert oder hat eine gewisse Erwartung aufgrund Vorgängertitel und Trailern. Wenn die eh nicht auf Userbewertungen warten, bis sie das Spiel kaufen, dann ist es genauso wenig Relevant, wenn die Bewertung erst 36 Stunden nach Release möglich ist.