Selektive Internetverbindung

Firezz

Lt. Junior Grade
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Okt. 2006
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Hallo

ich werde demnächst mehrere Wochen auf einen Internetstick angewiesen sein, der ein begrenztes Internetvolumen zulassen wird, bevor er massiv runterdrosselt. das Betriebssystem ist Windows 8.1
Das Volumen dieses Sticks möchte ich daher nicht unnötig durch Autoaktualisierungen, seien es Apps oder Windows Update etc belasten.
Es soll einzig Google Chrome erlaubt sein Internettraffic auszulösen.

Welche Programme kennt ihr, die mir helfen könnten?
 
Zunächst wäre es ne gute idee möglichst viele Programme davon abzuhalten Auto-Updates zu machen, desweiteren kannst du unter Charms Bar > PC-Einstellungen > Netzwerk den Stick als getaktete Verbindung festlegen in Windows. Programme im Autostart läufen auch ganz gerne so im Hintergrund und prüfen ob sie aktuell sind.
 
Danke für denen Hinweis. Meint ihr, man kann mit der Firewall sich helfen oder brigt das nichts? Oder gibts es irgendeine Software die alle Programme aufzeigt, die eine Verbindung versuchen herzustellen und erst bei Erlaubnis herstellten dürfen? Das mit der getakteten Verbindung ist sicher schon sehr hilfreich
 
Wenn Du gezielt Bandbreite einsparen willst, wäre es evtl. recht sinnig, sich mit squid auseinanderzusetzen. Wenn du diesen vernünftig aufsetzt, wird er nicht nur unerwünschte Verbindungen unterbinden, sondern auch durch zwischenspeichern oft angeforderter Inhalte auch bei erwünschten Verbindungen noch Dein Volumen schonen.

Natürlich helfen auch die besten Hilfsmittel nichts, wenn Du Dir nicht genau überlegst, wofür Du Deine Bandbreite nutzt. Wenn Du z.B. Deine emails nicht mit einem email-client (Kopfzeilen zuerst) sondern über das Web-interface abrufst, ist das dann eigenes Verschulden.

Dank des hervorragenden Netzausbaus in Deutschland sitze ich seit mehreren Jahren selber hinter einer Richtfunkverbindung, die im Mittel 8-9kB/s schafft. Eigentlich ist diese Verbindung ebenfalls ein Volumentarif, aber die Drosselung ist nicht wirklich bemerkbar, da die erreichte Geschwindigkeit sowieso unter der propagierten liegt, auch unter der gedrosselten. Dennoch kann ich (in Grenzen) immer noch komfortabel surfen. Nur ein Dist-upgrade ist immer eine nervige Sache, aber auch da kann squid punkten: Da die meisten meiner Systeme entweder wheezy oder jessie sind, speichert der squid jeweils die packete zwischen und kann sie für die anderen Systeme direkt aus dem cache holen, statt sie erneut herunterladen zu müssen. Nur das erstmalige herunterladen dauert halt, deswegen darf dies dann geschehen, wenn ich die Verbindung nicht anderweitig nutze.

Klar dauert es ein Weilchen, bis man die ACLs passend aufgesetzt und die conf angepasst hat, wenn man allerdings für eine längere Weile hinter einer solch schmalbandigen Verbindung sitzt, ist dies durchaus nicht vergebens.
 
Danke auch für deinen Beitrag. Gibt es das auch für Windows 8.1, wie ich es oben erwähnt habe?
 
Es gibt zumindest einen windows-port von squid, sollte also auch unter win8.1 lauffähig sein. Alternativ kannst Du auch einen raspi dazwischenschalten, der noch einmal zusätzlich firewall, proxy, etc. bereitstellen kann. Da squid aber recht ressourcenschonend ist, ist das nicht zwangsläufig nötig, und wäre, wenn Du von Linux im allgemeinen und Gateway-erstellung im speziellen recht wenig Ahnung hast, eher gefährlich. Da wäre es empfehlenswerter, squid unter Windows laufen zu lassen, womit Du Dich hoffentlich besser auskennst.

Die config-Referenz für Squid findest Du im übrigen unter squidcache.org
 
Entschuldige, aber ich hab es mir wirklich nicht so kompliziert vorgestellt eine Software zu finden mit der man seine laufenden Internetverbindungen verwalten kann. Das ist doch wahnsinn!
 
Was ist denn daran so schwierig? Du kannst einerseits Regeln definieren, die Zugang erlauben nur für bestimmte domains, alle anderen sind gesperrt, oder Du kannst ein paar domains verbieten, alle anderen erlauben. Du kannst Bandbreiten für Subnetze oder einzelne IP-Adressen vergeben, Zeiträume festlegen, kannst sogar Anfragen umleiten.

Noch dazu brauchst Du Dich nicht mühsam durch irgendwelche Formulare klicken, sondern kannst es ganz komfortabel in textfiles vorgeben.
 
Okay, anders ausgedrückt: Für PC-Laien ist das in dieser Form doch völlig unpraktikabeln. Ich gehöre nun freilich nicht zu denjenigen, die ohne weiteres im IT-Sektor kapitulieren, aber etwas benutzerfreundlicheres hätte ich mir schon erhofft.
Wäre wirklich Schade, wenn es das einzige an Software ist das derzeit geboten werden kann
 
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