News Seltener nervige Cookie-Banner: EU will jetzt lieber Regelung auf Browser- oder OS-Ebene

@0xffffffff

Bei Verwechslungen etc. hast du u.a. Anspruch auf Berichtigung und Schadensersatz. Hier muss eben eine Abwägung zwischen belastbarem Rechtsverkehr (= Erfolg für wirtschaftliche Stabilität und Sicherheit) und Verbraucherschutz getroffen werden. SCHUFA und Co sind jetzt schon massiv entmachtet.

Aber das hat mit Cookies weniger zu tun, eine Verknüpfung ist aufgrund des Datenschutzes schon nicht erlaubt.
 
@Weyoun

Diese Art von Cookies ist okay, weil sie einen echten Nutzen für den User hat.

Alles andere ist Daten verscherbeln an 500+x Partnerunternehmen und du hast nur drei Optionen: Friss oder stirb oder die Seite meiden!
 
Dr. MaRV schrieb:
Sie hat das Problem, was vorher keines war, selbst geschaffen, wie kann man da einen Daumen hoch geben?
EXAKT mein Gedanke.
Die ursprüngliche Intention war wahrscheinlich eine Gute, dem Nutzer mehr Kontrolle über seine Daten zu geben. Sie haben es aber komplett verk**kt und überreguliert, denn rausgekommen ist dieser unübersichtliche Wust an Bannern, den die Betreiber setzen MÜSSEN, um sich nicht haftbar zu machen.
Und jetzt präsentieren sie neue Gesetzesvorhaben, um das, was sie selbst erschaffen haben, zu bekämpfen. Gaaaanz toll.
Danke für nix, EU.

Früher sagte man "Sorry, Leute, wir müssen nachbessern" . Heute ist es eine "Gesetzesinitiative der Kommission".
ABSURD
 
Ich fände eine Vorauswahl im Browser sowie ein kleines Feld bei der Eingabeleiste mit Ampelfarben und Slider sowie Informationsmenü gut.
Dadurch hat man keine lästigen Banner mehr, bei Webseiten die man nie wieder besucht braucht man nichts einstellen oder wegklicken und Webseiten mit berechtigten Interesse bzw. die man häufiger besucht kann man individuell anpassen (wird im Browser gespeichert).
Wer mehr Informationen will kann auf das Informationsmenü zurückgreifen.

Das dürfte wohl die bequemste und für alle Parteien beste Variante sein. Mit Browsersync passt es dann auch gleich bei allen Endgeräten.

Entgegen vieler Beiträge schreibt das Aussehen nicht die EU vor, sondern erstellt ein Gesetz mit den Rechten der Anwendern, was daraus dann gemacht wird liegt bei den Erstellern der Webseiten.
 
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Cool, vor allem auch für kleine Website-Betreiber.
Diese ganzen DSGVO-Hürden und Cookie-Banner Geschichten nerven schon hart...
 
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mittlerweile verdienen ja viele seiten mehr mit ihren gesammelten daten wie mit geschalteter werbung oder dem wofür die webseit eigentlich gedacht war...
Avatoma schrieb:
@0xffffffff

Bei Verwechslungen etc. hast du u.a. Anspruch auf Berichtigung und Schadensersatz.
und du musst jetzt nachweißen das du das nicht warst der diese oder jene angestellt hat was sich negativ auf deinen score ausgewirkt hat...da sammelst du jetzt von allem daten dafür das du sowas nachweißen kannst und nicht die anderen...

ich wär da ja eher für ne zwangsgewinnbeteiligung an den einnahmen der verkauften daten...fa gibts dan für jede neue seite die du besuchst und den keksen zustimmst nen betrag, da sind sicher auch mehr leute gewillt ihre daten abzugeben wenn sie wenigstens was von haben auser individuellere werbung...
 
Salamimander schrieb:
Wie kann einem Datenschutz so egal sein, als das einem das Grundproblem einfach null interessiert ?
Das ist sicherlich vielen nicht egal. Nur, wie ich schon schrieb - sie haben einen viel zu komplexen Wust an Regelungen und Ausnahmen erlassen, der zum IST-Zustand geführt hat, der faktisch fast (!) nichts bringt. Ich meine, wer liest das alles im Detail, was man da zustimmt und ablehnt und klicke hier und klicke da?

Das ist wie ellenlange AGB.

Und jetzt stellen die sich hin und kündigen eine "Gesetzesinitiative" an, anstatt mal zuzugeben, dass sie über das Ziel hinaus bzw daran vorbei geschossen sind. DAS ist, was mich stört. Deren Selbstbeweihräucherung. Nicht, dass grundsätzlich mal eine gute Intention dahinter stand.
 
Weyoun schrieb:
Wie will CB ohne Cookies deinen Status als Pro-User herausfinden? Dann müsstest du dich täglich neu einloggen.
Für diese technisch notwendigen Cookies sind keine Cookie Banner vorgeschrieben. Das heißt, alle Webseiten, die einen Cookie Banner anzeigen, wollen mehr Daten erheben als technisch notwendig sind.
 
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Es kann keine automatisierte Lösung geben die immer funktioniert. Der Interessenkonflikt verschwindet nicht dadurch.
 
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Krik schrieb:
Weil den Politikern dann die Wirtschaft ins Gesicht springt. Hier geht es um hunderte Milliarden Euro, vielleicht sogar Billionen, die direkt und indirekt da dran hängen!
Nicht seriöse Geschäftsleute beschweren sich bei nicht seriösen Politikern, die vorher "legal" geschmiert worden sind. Einfach mal seriöse Geschäfte machen und nicht Profitgierig sein. Wirklich verdienen nur die 1% davon.
Krik schrieb:
Es braucht zielgerichtete Werbung, damit Firmen ihren Kunden finden. Finden sie keine Kunden, muss die Firma schließen. Das ist die Krux an der Sache. Also einfach stumpf verbieten funktioniert nicht, es sei denn man will eine Rezession auslösen.
Wie haben sie das die Jahrzehnte und Jahrhunderte vorher gemacht? Die Rezession haben wir schon, auch mit Tracking.
Krik schrieb:
Es braucht eine Balance zwischen Privatsphäre und Werbe-Tracking. Wie die aussehen kann, weiß ich nicht. Ich wünsche mir aber auch, dass das Tracking reduziert oder idealerweise komplett verboten wird.
Tracking sollte komplett verboten werden. Stalker werden weggesperrt, warum nicht auch die Tracker? Beide verfolgen einen, obwohl man das nicht möchte.
 
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Salamimander schrieb:
Wie kann einem Datenschutz so egal sein, als das einem das Grundproblem einfach null interessiert ?
Die sich für Datenschutz interessiert haben hatten schon zuvor eine Lösung, dem Rest ist es auch mit Cookie Banner egal und bestätigen meist alles.
 
Cookie-Banner braucht es nicht, wenn lediglich funktionale Cookies gesetzt werden (z.B. Sprachauswahl des Besuchers, Sortierreihenfolge…) für die Dauer der Browsersitzung.

Das Problem ist aber, dass jeder und alles unbedingt eine Erlaubnis für „Nur 1926 unserer engsten Partner!!“ will und es selbst nicht merkt.

Dann noch die Cargo-Culties, die einfach mal nachmachen was andere vormachen, aber nicht investieren will zu verstehen was da passiert.

anexX schrieb:
Ne ne, ich denke eher zuerst war man mal froh überhaupt sowas wie Kontrolle zu haben - dann mit der Zeit hat man gemerkt wie shice und nervig das eigentlich ist diese Vorgänge ständig neu ausführen

Angefangen hat die malicious compliance gegenüber der Cookie-Direktive (auch Journalisten scheinen da was durcheinander zu werfen!) mit den Großen, Meta und so. Der Rest der Welt sprang auf den Wagen auf.

Besucher bzw. Besuchs-Auswertung kann der kleine Shop von nebenan auch lokal selbst machen, z.B. per Piwik Matomo. Aber nein, jeder kleiner Pupser hält sich für Google 2 und legt Datenhalden an.
 
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EL-Xatrix schrieb:
und du musst jetzt nachweißen das du das nicht warst der diese oder jene angestellt hat was sich negativ auf deinen score ausgewirkt hat...da sammelst du jetzt von allem daten dafür das du sowas nachweißen kannst und nicht die anderen...

ich wär da ja eher für ne zwangsgewinnbeteiligung an den einnahmen der verkauften daten...fa gibts dan für jede neue seite die du besuchst und den keksen zustimmst nen betrag, da sind sicher auch mehr leute gewillt ihre daten abzugeben wenn sie wenigstens was von haben auser individuellere werbung...

Die "Gewinnbeteiligung" ist, dass du die Inhalte der Seite ansehen kannst. Du bist ja nicht gezwungen eine bestimmte Internetseite aufzurufen. Ich gehe z. B. konsequent nicht auf die ganzen Anno 117-Tippsseiten, die Adblocker-Ausschalten erfordern.

Du musst auch nicht den harten Gegenbeweis antreten. Es reicht, die Aussagen zu erschüttern oder anzugreifen.
 
Die geplanten Änderungen bei den Cookies kommen jedoch nicht alleine: Die EU-Kommission bündelt den Vorschlag in einem sogenannten Omnibus zusammen mit Vorhaben für Änderungen im AI-Act, beim Datenschutz und zur Cybersicherheit. Alle Vorhaben werden dementsprechend gemeinsam verhandelt.

Wenn ich das lese, weiß ich schon das hier wieder versucht wird durch die Hintertür mit den Rechte der Anwender wieder Bullsh... zu bauen. 😠
dh9 schrieb:
Passt in den Omnibus nicht noch die Vorratsdatenspeicherung? Ich sehe da hinten noch einen freien Platz.
Ja wundert mich auch, das sie das nicht auch noch gleich versucht haben mit unterzuschieben.🙄

DE und die EU sind IMO Internet und Digitaltechnisch sowas von im Ars...! 🤦‍♂️
 
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@Avatoma ich weiß das :) Deswegen schrieb ich auch bewusst von "realistisch" denn den Rechtsweg muss man auch erstmal bestreiten können und wollen, da immer mit Risiken verbunden. Und wenn Dir ein Konto oder eine Wohnung versagt wird und du darüber erst merkst, dass da irgendwo Mist über dich verbreitet wird, dann wird es auch nicht so einfach den "Schaden" zu beziffern, nachzuweisen und einzufordern.

Wie auch immer, worauf ich hinaus wollte ist, dass persönliche Daten erfahrungsgemäß primär zum Nachteil des Nutzers genutzt werden. Der der sie nutzt will in aller Regel dadurch einen wirtschaftlichen Vorteil erzielen, oft zum Nachteil desjenigen von dem die Informationen stammen. Insofern bin ich bei "Verhindert Innovationen" immer sehr kritisch, auch wenn es die Bereiche (selten) auch wirklich gibt.

Aber back to Cookies: Wie jemand anders mittlerweile korrekt anmerkte, ist Fingerprinting mittlerweile so präzise, dass das Thema Cookies eh fast irrelevant ist.

So wie man mittels den vier Daten "Vorname, Name, Geburstag, Geburtsstadt" quasi jeden unter 84 Millionen deutschen eindeutig identifizieren kann ist das auch bei den Informationen die man Browsern entlocken kann. Die Kombination aus einigen wenigen Datenpunkten ist schnell hinreichend eindeutig.
 
NameHere schrieb:
Wie haben sie das die Jahrzehnte und Jahrhunderte vorher gemacht? Die Rezession haben wir schon, auch mit Tracking.
Vor Jahrhunderten lag die Wirtschaft komplett in Händen der Aristokratie. Das war der Planwirtschaft nicht unähnlich. Vor Jahrzehnten wurden regelmäßig Kataloge an die Bevölkerung versendet, die so fett waren, das nichts anderes mehr in den Briefkasten passte.

Die Rezession würde sich mit dem Verbot von Werbe-Tracking verstärken und eventuell wieder zu übervollen Briefkästen führen.
 
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Krik schrieb:
Vor Jahrhunderten lag die Wirtschaft komplett in Händen der Aristokratie.
Wie unterscheidet sich das von dem was wir Heute haben? Einfach ein neuen fancy Namen dem Kind geben und schon ist es was anderes?
Krik schrieb:
Die Rezession würde sich mit dem Verbot von Werbe-Tracking verstärken und eventuell wieder zu übervollen Briefkästen führen.
Wenn der übervolle Briefkasten, das größte Problem wäre...
 
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kachiri schrieb:
Tjo. Ein pauschales Zustimmen ist halt irgendwie auch nicht geil.

Das ist mir komplett egal, da ich ohnehin konsequenz sämtliches Tracking und Werbung blockiere. Ich mag dem Banner zustimmen, das Tracking findet trotzdem nicht statt. Ich lasse sogar Affiliate Links via Clear URLs automatisch bereinigen. Mein Grundatz ist:

"Niemand bekommt meine Aufmerksamkeit umsonst, und niemand verdient an meinen Klicks!"
 
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