Server für kleines Unternehmen

muzik

Lt. Junior Grade
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März 2011
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Hallo allerseits,

ich habe ein kleines Vorhaben :) Die Frage, die sich mir stellt, ist, wie klein oder groß das Vorhaben so ca. wäre...

Unzwar möchte ich einen "kleinen" Server einrichten - am liebsten auf Linux-Bases, aber eventuell wäre Windows oder Mac einfacher. Dieser soll im internen Netzwerk als Sicherung (quasi NAS) eingesetzt werden. Er braucht keine großen Exchange/Mail/Kalender-Funktionienen etc. bieten, da dafür Googlekalendar/mail genutzt wird. Das was ich mich vor allem Frage ist, wie schwer es wäre, Benutzerkonten mit entsprechendem eigenen Speicherplatz zur Verfügung zu stellen. Das habe ich bisher noch nicht gemacht.

Eventuell hat ja jemand eine Seite/ein Tutorial zur Hand an dem man sehen kann, wie groß der Aufwand wäre.

Anmerkungen:
Es gibt keinen Ressourcen um einen "Fachmann" zu holen. Dann würde das eher alles weiter wie bisher auf externe Festplatten gespeichert und gehofft, dass diese nicht kaputt gehen. Das möchte ich ändern. Insofern sind die Ansprüche nicht sehr hoch, ich hätte einfach ein bisschen Zeit und möchte mich mit dem Thema beschäftigen. Ich möchte quasi herausfinden wie groß der Aufwand real wäre.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hey,


was soll den mit dem Server gemacht werden?

Daten zur Verfügung stellen?
 
Dann nimm doch einfach ein NAS, am besten mit Vor-Ort-Service...

Ob ich ausgerechnet Google meine Unternehmensdaten anvertrauen würde, würde ich mir aber persönlich zweimal überlegen...

Ich würde einfach nen Windows Small Business Server 2011 Standard nehmen, da ist Exchange mit drin und das Ganze bleibt bezahlbar...
 
Dieser soll im internen Netzwerk als Sicherung (quasi NAS) eingesetzt werden.
Ein NAS ist keine Sicherung. Ein NAS ist ein an das Netzwerk angebundener Speicher.
Ein RAID1, RAID5 usw. (kein RAID0) die oftmals auf NAS laufen ist ebenfalls keine Sicherung, sondern erhöht nur die Verfügbarkeit, falls eine Platte ausfallen sollte.

Eine Datensicherung ist bspw. eine Offline-Kopie der zu sichernden Daten, die an einem sicheren Ort untergebracht wird. Ein brauchbares Szenario wäre bspw., zwei externe Festplatte regelmäßig und im Wechsel an das NAS anzuschließen und automatisch eine Sicherung durchzuführen und diese externe Festlatte in einem feuer-/wasserfesten Safe, idealerweise nicht im selben Raum, unterzubringen.
Warum zwei Festplatten? Damit beim Feststellen eines Fehlers des zu sichernden Datenbestands sich dieser Fehler nicht auch noch auf allen vorhandenen Sicherungen (einer) befindet.

Anyway. Kauft euch ein NAS von Synology oder QNAP, informier dich auf deren Homepage über die Funktionen. Ist einfacher als du denkst.
Das was ich mich vor allem Frage ist, wie schwer es wäre, Benutzerkonten mit entsprechendem eigenen Speicherplatz zur Verfügung zu stellen.
Sehr einfach. Ist alles bei den jeweiligen Herstellern gut dokumentiert.

Aber noch mal die grundsätzliche Frage: Ist ein NAS in diesem Sinne, also ein zentraler Netzwerkspeicher, überhaupt notwendig, oder geht es wirklich nur um Datensicherungen?
 
Soll das also nur ein reiner Datenspeicher werden oder sind Funktionen wie Domänen (ActiveDirectory)
auch gewünscht.

So wie du es schreibst, würde ein NAS auch ausreichen.
 
Nein, ein NAS würde nicht ausreichen, da er eine Sicherung will.
 
Hallo allerseits,

danke schonmal für die schnellen Tipps.

Bei den Fertig-NAS stört mich, dass ich das Gefühl habe, dass die Festplattenanzahl und Erweiterungsmöglichkeit immer extrem eingeschränkt zu sein scheint und Preismäßig dann auch schon ziemlich teuer ist, sofern man mehr als 2 Platten haben will. Ich hatte eigentlich vor, selbst einen kleinen Rechner zusammenzustellen und dann mit sowas wie FreeNAS Benutzer und Speicherplatz zur Verfügung zu stellen.
Das gepustete Tutorial sieht so aus, als wenn das in einem Tag aufgesetzt wäre und dann zumindest das, was ich mir vorstelle funktionieren würde. Ist dem so oder übersehe ich irgendwas?


Nochmal zum Sinn:
Es geht darum einen zentralen Speicherplatz für Daten zu haben und auch eventuell einen sharefolder zu haben. Hintergrund wäre, dass die Daten dann Zentral an einem Ort liegen würden und ich mich ein bisschen darum kümmern kann, dass diese wenigstens in einfacher Sicherung vorliegen, bzw. redundant gespeichert sind.
 
Na dann nimmt er eben eine externe Festplatte dazu am Nas angeschlossen oder besser noch ein 2. Nas mit "Remote Replication".

Wenn es dann doch ein kleiner Server sein soll, dann die neuen HP-Proliant G8-Server.
 
Du kannst an 2-bay NASe auch weitere HDD-Boxen hängen. Zum einen zur Kapazitätserweiterung und zum anderen als Sicherung.
NAS kostet weniger Zeit im Aufsetzen. Wenn Zeit aber nichts kostet, dann natürlich Linux. :D
 
d0zer schrieb:
Nein, ein NAS würde nicht ausreichen, da er eine Sicherung will.

Ein NAS kann auch eine Sicherung auf externe Festplatten erstellen.
Das NAS bleibt für den hier gewollten Anwendungsfall (nur Datenspeicher) die
bessere und günstige Alternative.

Zumal ein selbst zusammengebauter Popelserver keinerlei Service durch einen Hersteller bietet.
Wenn es dann noch um betriebskritische Daten geht, würde ich davon ganz schnell Abstand nehmen.

Entweder einen richtigen Server (HP ProLiant) oder ein NAS.
 
OK kleine Korrektur:

Ich habe mich gerade bei Synology umgeschaut. Die Preise sind zwar gesalzen für die Hardware die man da bekommt (1,3Ghz Dualcores etc O.o) aber der Funktionsumfang gerade auch mit mobilen Geräten, Cloudservice etc überzeugt mich dann doch schon. Das würde sicher einige Zeit dauern, das unter Linux einigermaßen selbst einzurichten.

Ich muss jetzt quasi ein paar Sachen recherchieren und das dann gegeneinander abwägen und das dann mit unseren Finanzen und meiner Zeit abgleichen.

Ich würde jetzt gerne eine "Fertiglösung" zusammenstellen und eine Selbstbaulösung und diese in Preis/Leistung/Aufwand vergleichen. Ich würde sagen es gibt quasi zwei grobe Bereiche. Einmal welche Hardware-Kosten fallen für die jeweilige Lösung an und zweitens welcher Funktionsumfang lässt sich damit ("realistisch") realisieren.

Hardware:

1. Fertiglösung: Welche Synology/Qnaps/andere Fertiglösung würdet ihr denn in diesem Fall empfehlen? 4 Bays sollte es schon haben. Am liebsten erweiterbar. Ich habe auch gerade diese "Rackstations" gesehen. Diese kann man doch auch erweitern, bzw. mehrere zusammenschalten etc. richtig? Allerdings waren die auch schon ziemlich teuer!

2. Selbstbaulösung: Hier kann ich einfach einen Rechner zusammenschrauben, ein großes Gehäuse nehmen und so viele Platten reinstecken wie ich will. Das ganze dann mit FreeNAS oder Ubuntu. Kostenpunkt je nach Hardware aber wesentlich geringer als Synology oder bei vergleichbarem Preis potentere Hardware.

Software:

Ich würde gerne eine Art kleine Pro/Kontra-Liste aufstellen, was den Funktionsumfang angeht - das heißt nicht, dass alle Punkte für mich wirklich entscheidend sind - aber man hat evtl. einen kleinen Überblick. Bitte ergänzen):

Selbstbau (bitte korrigieren&ergänzen):
  1. Benutzerkonten mit reiner Speicherplatzfreigabe und Sharefolder (im internen Netzwerk sollte relativ einfach realisierbar sein, richtig?)


Synology (bitte ergänzen):
  1. Benutzerkonten mit reiner Speicherplatzfreigabe und Sharefolder
  2. Bereits integrierte Backup-Lösungen mit inkrementellen Backups
  3. Cloud-Funktionen mit Mobile
Ergänzung ()

DJKno schrieb:
Zumal ein selbst zusammengebauter Popelserver keinerlei Service durch einen Hersteller bietet.
Wenn es dann noch um betriebskritische Daten geht, würde ich davon ganz schnell Abstand nehmen.
Also auch ein selbstgebauter Server wäre mit Abstand besser als die Praxis, die bisher vorherrscht.
DJKno schrieb:
Entweder einen richtigen Server (HP ProLiant) oder ein NAS.
Die HP Proviant sind tatsächlich nichtmal besonders teuer. Da geht es ja bereits bei 350€ los!
Aber da ist dann noch nicht drauf eingerichtet, sprich ich müsste bei der Lösung ebenfalls mit einer eigenen Softwarelösung arbeiten, richtig?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja natürlich musst du den Server dann entsprechend einrichten, was je nach System etwas aufwändiger werden kann.
Bedenke aber immer, das du sicherlich verantwortlich gemacht wirst, wenn irgendwann durch einen Crash wichtige Daten weg sind.
Daher lieber etwas mehr investieren und eine vernüftige Lösung, idealerweise mit Vor-Ort-Service , implementieren.
 
Ich sehe das ähnlich. Privat kann man sich dem Projekt gerne auf diese Art nähern, also PC, Gehäuse, Festplatten und Linux, aber im Umfeld einer Firma sieht das anders aus. Sicher ist ein eigener Server besser im Sinne von flexibler - sowohl bezüglich Hardware als auch bezüglich Software. Allerdings kann da auch deutlich mehr schiefgehen gerade weil der Server flexibler ist - auch was die Schwachstellen und potentiellen Angriffspunkte angeht.

Was meinst du wem der Chef ins Gesicht springt, wenn Daten verloren gehen oder sonstwas nicht funktioniert? Genau, dir. Im übrigen kenne ich sowas nur zu gut. Anfangs heißt es "nur Datenspeicher", aber dann soll noch dies und das und das dahinten hat irgendwie noch nie so richtig funktioniert und und und.. Die Begehrlichkeiten wachsen stetig, eine neverending story.

Frag doch einfach mal bei einem Systemhaus um die Ecke an was die so anbieten. Da kommt dann jemand vorbei, schaut sich eure Anforderungen an und macht ein Angebot. Wenn die Ressourcen nicht ausreichen, hat man 2 Stunden in den Sand gesetzt, aber bestimmt auch noch die ein oder andere hilfreiche Info aus dem Gespräch mitgenommen.
 
muzik schrieb:
Ich muss jetzt quasi ein paar Sachen recherchieren und das dann gegeneinander abwägen und das dann mit unseren Finanzen und meiner Zeit abgleichen.

Ich würde jetzt gerne eine "Fertiglösung" zusammenstellen und eine Selbstbaulösung und diese in Preis/Leistung/Aufwand vergleichen. Ich würde sagen es gibt quasi zwei grobe Bereiche. Einmal welche Hardware-Kosten fallen für die jeweilige Lösung an und zweitens welcher Funktionsumfang lässt sich damit ("realistisch") realisieren.

Hardware:

1. Fertiglösung: ...... Allerdings waren die auch schon ziemlich teuer!


Setzte für deine Arbeitszeit der Recherche einfach mal 15 € pro Stunde an und des Einlernens in das Gerät sowie den Supportaufwand und du wirst nicht mehr überlegen, ob du irgendetwas selbst baust...

Zumal man dich dafür zur Haftung ziehen kann, schließlich bist du dann der Hersteller des Gerätes...

Der Anschaffungspreis ist doch bei IT oft das geringste Übel.
Mit der Einrichtung können Stunden draufgehen, wenn man sich nicht auskennt...
Und Zeit = Geld

Und lass die Daten mal 2 Tage nicht verfügbar sein und deshalb 1 Geschäft durch die Lappen gehen lassen.
Dann sind euch beim nächsten Kauf schnell mal 500 € egal... und dann wahrscheinlich gerne auch mit Supportvertrag (entweder bei nem Hersteller oder Dienstleister).

Das sehen Leute aber generell erst, wenn die Firma steht oder Daten verloren gegangen sind.
Dann ist plötzlich Geld für IT da.
 
Zuletzt bearbeitet:
supastar schrieb:
Setzte für deine Arbeitszeit der Recherche einfach mal 15 € pro Stunde an und des Einlernens in das Gerät sowie den Supportaufwand und du wirst nicht mehr überlegen, ob du irgendetwas selbst baust...

Zumal man dich dafür zur Haftung ziehen kann, schließlich bist du dann der Hersteller des Gerätes...

Der Anschaffungspreis ist doch bei IT oft das geringste Übel.
Mit der Einrichtung können Stunden draufgehen, wenn man sich nicht auskennt...
Und Zeit = Geld

Und lass die Daten mal 2 Tage nicht verfügbar sein und deshalb 1 Geschäft durch die Lappen gehen lassen.
Dann sind euch beim nächsten Kauf schnell mal 500 € egal... und dann wahrscheinlich gerne auch mit Supportvertrag (entweder bei nem Hersteller oder Dienstleister).

Das sehen Leute aber generell erst, wenn die Firma steht oder Daten verloren gegangen sind.
Dann ist plötzlich Geld für IT da.

Die beste Zusammenfassung zu dem Thema, die seit längerer Zeit hier gepostet wurde. Danach muss eigentlich nix mehr gesagt werden. Bravo!
 
supastar schrieb:
Setzte für deine Arbeitszeit der Recherche einfach mal 15 € pro Stunde an und des Einlernens in das Gerät sowie den Supportaufwand und du wirst nicht mehr überlegen, ob du irgendetwas selbst baust...
[...]
Vielen Dank für den Denkanstoß, aber rechnen kann ich auch und nicht immer gilt die "alles-muss-maximal-effektiv-sein-Regel".
Ich bin keine IT-Abteilung und werde es auch nicht sein. Ich hätte durchaus Spaß daran mich in Linux einzuarbeiten und einen Server aufzusetzen, sofern das nicht völlig unrealistisch kompliziert ist (was es nach der Anleitung da oben nicht unbedingt ist). Ich muss mich gerade auch allgemein mit Linux ein bisschen auseinander setzen, insofern ist der Lernaufwand nicht für die Katz.

Nichtsdestotrotz überzeugen mich, wie oben geschrieben, einige Vorteile der Synology/Qnap-Lösungen. Ich möchte jetzt vor allem herausfinden, welches dieser NAS-Systeme quasi das passende für uns wäre.
Parallel dazu möchte ich gerne wissen, was man alles einigermaßen realistisch auch auf einem eigenen Linux-Server hinkriegen kann. Deswegen die Liste weiter oben.
 
_killy_ schrieb:
Wenn du noch keinen Plan von Linux hast, dann lass es bleiben. Für den Einsatz im Unternehmen nimmt man nie was selbst gestricktes.

Schau dir einfach mal die Demos von QNAP und Synology an:
http://www.synology.com/de-de/products/dsm_livedemo
http://www.qnap.com/en/index.php?sn=3541
Nochmal zur Richtigstellung: Ich bin kein Linux-Profi, habe aber schon ein paar Sachen mit Linux gemacht.

Da ich keinen Sinn darin sehe euch weitere Details über die interne Struktur hier darzulegen und ich auch durchaus der Meinung bin, dass ihr in gewisser Weise recht habt, soll es ab sofort darum gehen, welches Synology/Qnap ihr empfehlen würdet. Gibt es gravierende Unterschiede zwischen den beiden, die definitiv nicht nur Geschmackszache sind?
Gerne auch direkt Geräte vorschlagen.

Was mir jetzt erstmal direkt aufgefallen ist: Bei Qnap muss ich irgendein extra surveillance Tool runterladen (zumindest bei mac) um überhaupt die Demo zu sehen... bei synology ging das direkt und sieht sehr übersichtlich und aufgeräumt aus.
 
Ist nachher eher Geschmackssache, welches der Systeme du besser findest von der Software. Deshalb auch die Demos zum testen. Von Qualität & Hardware gibt es da nicht viel Unterschiede in den jeweiligen Preisklassen.

Privat setze ich ein NAS von Synology ein - aber auch nur weil es kein 12-Bay Gegenstück von QNAP gibt.
 
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