Sind die heutigen Notebooks einfach nur Müll?

Es kommt doch immer darauf an wie gut man sich vorher informiert und was man bezahlen will . Und wenn man das hier mal als Beispiel nimmt : https://www.amazon.de/product-revie...e=UTF8&filterByStar=one_star&showViewpoints=0

28% der ein * Bewertung nimmt bezieht sich das ausschließlich darauf ein falsches Produkt bekommen zu haben .
Was vermutlich damit zu tun hat das man bei dem billigsten Anbieter gekauft hat . Der wohl so weit gute Bewertungen hatte um sich ein paar schlechte erlauben zu können .
 
FranzvonAssisi schrieb:
Und 10-20 Jahre Nutzungszeit, vergiss es.
Schau dir Mal an, was für Hardware es vor 10-20 Jahren gab. Meilenweit hinter dem, was wir heute haben. 10 Jahre geht ja vielleicht noch, aber vor 12-15 Jahren waren die Geräte alle noch viel, viel langsamer.
Bis auf Größe und Gewicht hat sich nicht viel verändert.

Die Geräte verbrauchen zwar weniger sind wegen kleineren Kühlkörper aber auch nicht leiser geworden.
Die Akkulaufzeit ist nicht wahsinnig besser geworden bei dünnen und leichten Notebooks da die Akkus eben keine 97 WH mehr sind.
Geschwindigkeits technisch liegt mein 2011 (14 zoll) i7 qm etwa bei einem aktuellen i5 u also immer noch brauchbar von daher wird es problems die 10 jahre bis 2021 durchhalten.
Display (Full-HD möglich), CPU, RAM, 2x HDD lässt sich alles aufrüsten
2 MPCIE, 1 express card slot sind dann immer noch vorhanden und einen Dockinganschluss den kein Hersteller mehr anbietet seit diesem Jahr hat das Gerät auch noch.
 
Ich denke auch, dass sich die 10-20 Jahre nicht auf die Nutzungszeit beziehen sondern hinterfragen soll wie lange die Hersteller brauchen, bis ein brauchbares Laptop wieder auf den Markt kommt.

Im Übrigen kann ich den TE verstehen.
Ich hab 2013 ein Thinkpad E330 gekauft (und inzwischen mehrfach aufgerüstet, RAM, SSD, Akku).

Ich habe in der Zeit aber auch schon 4 Nachfolger von diesem Laptop bestellt.

Ausnahmslos gingen die alle wieder zurück oder würden im Bekanntenkreis verscherbelt, weil die alle nichts getaugt haben.

Ich hab mich immer so im Bereich 400-700€
Aufgehalten. Etwas brauchbares zu finden ist da einfach schwierig, wenn man höhere Anforderungen stellt.

Z.b. sehe ich ein Laptop als portablen Gebrauchsgegenstand, der nicht sofort in 1000 Zeile zerspringen darf, wenn er mal aus 1m Höhe runterfällt.

Klar kann man jetzt sagen "dann Pass halt besser drauf auf", für mich gehört das aber einfach zur Anforderung dazu. Und wenn ich mir mal die ganzen Spider-apps auf den Smartphone ansehe, dann denke ich, dass das grundsätzlich eine berechtigte Anforderung an mobile Elektrogeräte darstellen muss.

Was ich nur schade finde, dass gerade solche Threads schnell in bashing übergehen, weil die Kernaussage nicht verstanden wurde, oder die Messlatte oft niedriger angesetzt wird.

Dabei kann es nicht unser (Verbraucher) Problem sein, wenn der Hersteller überall sparen will um uns nachher ein minderwertiges Produkt zu überzogenen Preisen anzudrehen.

Das ganze lässt sich übrigens überall beobachten.
Z.b.:
Ich hab schon viele mangelhafte Kleidungsstücke (von teuren Marken) zurückgeschickt, weil offensichtliche Mängel geherrscht haben.
3x die selbe Handtasche bestellt, jede hat eine andere, schiefe Naht an der Front.
Oder aber:
Ein teurer Philips TV mit einer miserablen Hardware und Software, wobei der Support nach 2 Jahren eingestellt wird, man aber NIE die smarten Funktionen nutzen könnte, da sonst der Fernseher entweder ständig abgestürzt ist, keinen Ton mehr hatte oder der Fernseher plötzlich um 4 Uhr morgens von alleine bei voller Lautstärke sich selbst einschaltet.

Wir leben im Jahr 2018, in dem nicht der Fortschritt dominiert, es dominiert die Kundenverarsche und das ausmelken der Kühe (Konsumenten)

Und nein, das hat nichts damit zu tun, dass wir selbst schuld sind weil wir es billiger haben wollen.
Das sind Qualitätsmängel, die nicht rechtzufertigen sind.
Wir sind aber daran selbst schuld, dass wir es hinnehmen und die Produkte trotzdem und weiterhin kaufen und die Hersteller nicht so lange auf Erfüllung gängeln bis ein mängelfreies Produkt kommt.
 
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Xenons schrieb:
von daher wird es problems die 10 jahre bis 2021 durchhalten.

Hab ja gesagt: 10 Jahre geht ja noch ;)

Aber warte Mal ab, ich würde davon ausgehen, dass der USB-A Anschluss mit 2020 / 21 anfängt radikal abzusterben.
USB Typ-C ersetzt die meisten älteren Standards und wird ja schon heute durch z.B. Apple aber auch Hersteller wie HP und Lenovo gepusht.

Die Leistung ist schon längst extrem abgefallen wegen der Taktraten und den verbauten Dual-Cores in fast allen Laptops vor den aktuellen Prozessoren.

Und die Auto-Analogie war auch ernst gemeint: Wenn du deinen Computer pflegst und z.B. Mal ne SSD einbaust etc., kommt man meistens ohne Probleme mit einem Gerät aus.

Wenn du dir heute aber Mal Geräte von 2003-6 anschaust (12-15 Jahre), wirst du zugeben müssen, dass die fast alle heute nur noch sehr eingeschränkt nutzbar sind...
 
Ich denke du solltest dir mal die höherpreisigen Thinkpads von Lenovo anschauen T- und X- Serie. Die machen den solidesten Eindruck.
 
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mm060488 schrieb:
Und nein, das hat nichts damit zu tun, dass wir selbst schuld sind weil wir es billiger haben wollen.
Das sind Qualitätsmängel, die nicht rechtzufertigen sind.

Klar. Und die hat es früher nicht gegeben.

Doch, natürlich, aber das hat keinen interessiert, wie sollte man das auch mitteilen?!

Da würde dann beim Kaffeekränzchen vielleicht mal der Hinweis gegeben "Bei Frau Müller ist XY nach einem Jahr kaputt gegangen", heute siehst du bereits nach kürzester Zeit anhand negativer Rezensionen, dass so und so viele Personen den Fehler hatten und nur ein paar Personen zufrieden zu sein scheinen.
 
Klar hat es früher auch Montagsgeräte gegeben. Aber die waren meiner Erfahrung nach seltener als heute.

Natürlich kommt dazu, dass die Geräte und Software etc. heute auch deutlich komplexer und aufwendiger sind.

Aber wenn ich zb einen Neff Geschirrspüler für 600€ kaufe und der 2 gravierende Mängel aufgrund Sparmaßnahmen hat (Seilzug für die Front nur geklemmt statt verklebt, wodurch die Front noch einem halben Jahr nicht mehr richtig funktioniert) und ein Dichtgummie am Pumpensumpf eingespart wird, wodurch nach sich nach einem Jahr Gebrauch nur noch die Hälfte der Spülprogramme verwenden lässt, ohne, dass die Spülmaschine in Störung geht, dann kann man das auch nicht damit rechtfertigen, dass es sowas früher auch gab.

Denk mal selbst darüber nach, wie viele Geräte du jetzt im Haushalt hast, bei denen mal ein Mangel aufgetreten ist und wie viele es früher waren. Und ich meine nicht eine regelmäßig durchzuführende Wartung, Verschleiß oder Schäden durch Fehlbedienung.
 
FranzvonAssisi schrieb:
Aber warte Mal ab, ich würde davon ausgehen, dass der USB-A Anschluss mit 2020 / 21 anfängt radikal abzusterben.
USB Typ-C ersetzt die meisten älteren Standards und wird ja schon heute durch z.B. Apple aber auch Hersteller wie HP und Lenovo gepusht.
USB-C lässt sich über Expresscard nachrüsten und das meiste an Daten geht heute schon über die Cloud weshalb USB 3.0 auch nicht extrem wichtig ist außer für BackUps wobei die auch ohne expressslot Karte (usb 3.0 ports) mittels E-SATA flott gingen.
Videoanschlüsse (HDMI und Displayport) für Präsentationen wird es noch lange geben. Nur so zum Vergleich in älteren Gebäudeteilen wird immer noch VGA für die Beamer verwendet. Jedoch geht da der Trend zu Funklösung über WLAN wenn was neu gemacht wird.
RJ45 wird auch noch in einigen Jahren nett sein verliert wegen besser werdenen WLAN langsam aber stetig an Bedeutung.

FranzvonAssisi schrieb:
Die Leistung ist schon längst extrem abgefallen
wegen der Taktraten und den verbauten Dual-Cores in fast allen Laptops vor den aktuellen Prozessoren.
Der Verbaute i7-2860QM ist ein quad core mit Hyperthreading und 45W TDP die auf 3.6 GHz hochtakten (wenn die Kühlung gut genug ist würde das gehalten). Das bedeutet grob 7000 Gumipunkte im Passmark.
i7-7567U: 6500
i5-8250U: 7700
i5-2520m: 3500 (war verbaut bevor der i7 für 50€ eingebaut wurde)

So ein letzjährigen i7u oder dies jährigen i5u würde ich geschwindigkeitstechnisch mehr als 3 jahre Laufzeit attestieren. Klar Grafik ist komplett überholt aber für CPU intensive Aufgaben was die meisten sind hat sich nicht viel getan.
 
Ich arbeite mit einem Lenovo 3000 G530, das zuerst meine Frau mit Windows genutzt hat,
ist also schon einige Jahre alt. Es war sozusagen schon abgeschrieben, bis ich eines Tages
das Notebook mit dem Kabel verbunden habe, darauf ArchLinux installiert habe,
und ich nutze es heute noch und bin sehr zufrieden damit.
Allerdings sind meine Ansprüche auch nicht so hoch.
Was ich damit mache?
ZB morgens meine Ebook-Zeitung lesen, meine Mails anschauen, hin und wieder auch mal Fernsehen,
also ohne aufwändige Dinge.
Auf einer USB-HD, die ich ans Notebook angehängt habe, konnte ich in ein paar Wochen sogar gentoo
installieren, was schon einiges an Problemen mit starker Erhitzung mit sich brachte, aber es hat funktioniert und das Notebook funktioniert nach wie vor.
Inzwischen ist auch Windows10 wieder drauf, daneben ArchLinux mit Bootloader.

Ich verstehe natürlich, wenn jemand größere Ansprüche hegt, daß ein solches Notebook wie meines vielleicht überfordert ist.

Aber ich hätte nie für möglich gehalten, daß ein von meiner Frau abgelegtes Notebook - es hat mit ihrem Windows nicht mehr funktioniert - ich nach Jahren in die Hand nehme und damit weiter umgehe.

Gruß
Manfred
 
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