News Social-Media-Verbot: Frankreichs Verfassungsrat kippt U15-Sperre

PhiE

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Frankreichs geplantes Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren kann nicht wie vorgesehen am 1. September starten. Der Verfassungsrat hat den zentralen Artikel des Gesetzes für verfassungswidrig erklärt. Präsident Emmanuel Macron will das Vorhaben überarbeiten lassen.

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Da funktioniert es mal, aber gut, dass das dann anstatt als Niederlage hinzunehmen einfach weiter an einem Weg daran vorbei gearbeitet wird. Könnte auch Deutschland sein ;-)
 
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McTheRipper schrieb:
einfach weiter an einem Weg daran vorbei gearbeitet wird.
Was meinst du mit "einen Weg daran vorbei"? Die Begründung ist ja nicht "geht quasi gar nicht was ihr da vorhabt", sondern erscheint mir eher als "schnell, schlampig, unverhältnismäßig".
Würde ein generelles Verbot bis 10 gelten für Soziale Medien die den Feed über obskure Algorithmen zusammentstellen, Doomscrolling fördern und zwischen 10 und 15 z.B. eine Regelung gilt wie "Mit Erlaubnis der Eltern möglich" und es müsste nicht jeder Erwachsener sein Alter nachweisen, erscheint es doch machbar, wenn man der Begründung des Gerichts folgt.
 
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Da haben die Großkonzerne im Hintergrund gute Arbeit geleistet 😉

In meinem Augen gibt es absolut keine Vorteile für soziale Medien. Das ganze ist so dermaßen durch choreografiert, dass die negativen Aspekte den vermeintlichen positiven extrem überwiegen. Ohne den Kram wäre die Welt definitiv eine bessere.
 
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McTheRipper schrieb:
Da funktioniert es mal, aber gut, dass das dann anstatt als Niederlage hinzunehmen einfach weiter an einem Weg daran vorbei gearbeitet wird. Könnte auch Deutschland sein ;-)
Es steht wortwörtlich im Artikel: "Das Gremium erkennt zwar an, dass der Gesetzgeber Kinder und Jugendliche vor den Risiken sozialer Netzwerke schützen darf. Die gewählte Regelung sei jedoch nicht angemessen austariert."

Natürlich wird das dann überarbeitet. Gut, dass das möglich ist.
 
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McTheRipper schrieb:
Da funktioniert es mal, aber gut, dass das dann anstatt als Niederlage hinzunehmen einfach weiter an einem Weg daran vorbei gearbeitet wird. Könnte auch Deutschland sein ;-)
Was funktioniert denn? Warum sollten keine Einschhränkungen gut sein?
Kinder unter 16 dürfen keinen Alkohol trinken. SM ist mittlerweile auch zu einem Suchtmittel geworden. Dem vorzubeugen, gerade bei Kindern deren Eltern nicht aufpassen, ist wichtig.
Hätten bessere Ausnahmereglungen getroffen werden müssen? Sicher.
Hätte der Alterscheck besser sein müssen? Klar, z.B. in Deutschland ePerso Nutzung mit Abfrage ob Person über oder unter der jeweiligen Grenze ist, nicht das genaue Datum.
Möglich wäre auch den Anbietern aufzuerlegen, daß Kinder dann nicht pauschal nicht dürfen, aber ein Zeitkontigent erhalten, z.B. 30 Minuten am Tag (je Dienst, sonst nicht machbar) oder 3,5 Stunden in der Woche, dann muß man sich selber einteilen.
Schau Dir mal Kinder an, hängen sehr lange am Handy rum. Sie erinnern mich immer mehr an die Menschen bei Wall:E).
 
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Es greift in die Meinungsfreiheit? Die Kids können doch äußern was sie wollen, hier geht es darum das die nicht wie Zombies den ganzen Tag davor sitzen und ihr Gehirn auf Goldfisch-Niveau runtertrainieren, denn das machen schon genug Erwachsene. Gerade das Kurzzeitgedächtnis nimmt Schäden (https://www.t-online.de/gesundheit/...r-stundenlang-scrollt-wird-vergesslicher.html)

Die Zensuren in den Schulen wurden in Deutschland in den letzten 16 Jahren (seit ca. 2010) konsequent aufgewertet oder anders ausgedrückt, das was vom Wissensstand früher eine 5 war, ist heute eine 3. Bildung sinkt und gleichzeitig gibt es für alle bessere Noten. Ach ja und was fing so um 2008 ca. an, genau, Social Media bei uns, ist denke ich mal kein Zufall das ganze.
https://de.wikipedia.org/wiki/Noteninflation

Klar hier geht es um Frankreich und die Quellen beziehen sich auf Deutschland, aber auch bei denen sieht es bildungstechnisch nicht besser aus.
 
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Unterstützt meinen Standpunkt, dass das die Familien ganz alleine entscheiden sollen wann Socialmedia- Konten erstellt werden dürfen.

Ob mit 10 oder 16 Jahren als Beispiel entscheiden so die Sorgeberechtigten und NICHT die Politik.
 
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McTheRipper schrieb:
Da funktioniert es mal[…]
Lustigerweise funktioniert es immer, denn die Verfassungs-Gerichte achten nunmal auch auf Rechtspflege.

Es gibt Ärgernisse, z.B. die Chatkontrolle. Aber selbst hier: Es läuft (auch wenn das jetzt stark verkürzt ist).
 
Egal welches Land, Social Media sollte gerade für Kinder bis 13/14 Jahre ganz stark geschützt sein, bzw. gesperrt sein. Mir reicht es aktuell schon wenn sich 20 Jährige massiv vergleichen, komplexe haben, jetzt schon Botox in ihr Gesicht spritzen müssen, diese dämliche Jugendsprache verwenden, an der Bushaltestelle nur auf das Smartphone klotzen... und die sind eben alle schon 18+.

Mein Sohn, aktuell 10. Youtube mit einem Kinderkonto ja, mehr aber auch nicht!
 
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Blackhorse79 schrieb:
Unterstützt meinen Standpunkt, dass das die Familien ganz alleine entscheiden sollen wann Socialmedia- Konten erstellt werden dürfen.
Das mag bei einigen Eltern funktionieren, in der Breite aber nicht. Das zeigt bereits die Realität.
 
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Ich bin voll und ganz für das Social Media verbot der jugendlichen.
Aber der Altersnachweis muss vernünftig geregelt werden. Sowas wie ID Kontrolle durch den Social Media Betreiber ist ein absolutes NoGo. Die bekommen keine chance mich irgendwie zu identifizieren.
(Nicht das ich nicht irgendwelche Social Media nutzen würde...)


chr1zZo schrieb:
diese dämliche Jugendsprache verwenden, an der Bushaltestelle nur auf das Smartphone klotzen...
Na da frag mal die alten Griechen was die zum Thema Jugendliche gesagt haben...
Oder was die Leute dachten als die Zeitung frisch aufkaum und in der Bahn alle nur noch stupide gelesen haben anstatt miteinander zu reden...
 
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Cr4y schrieb:
Was meinst du mit "einen Weg daran vorbei"? Die Begründung ist ja nicht "geht quasi gar nicht was ihr da vorhabt", sondern erscheint mir eher als "schnell, schlampig, unverhältnismäßig".
Die Unvereinbarkeit mit Unionsrecht ist ganz klar ein "geht gar nicht, was ihr da vorhabt“, interessiert aber die Protagonisten nicht weiter, wenn sich politische Mehrheiten gern unabhängig von den rechtlichen Tatsachen als aktiv gegen XZY kämpfend gerieren wollen.
 
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Es bringt auch nichts, steigert nur wieder die allgemeine grenzenlose Überwachung der einzelnen. Vermutlich würde es sogar ins Gegenteil verkehren. Denn wer hinkünftig nicht mitmacht, wird in der Gruppe wohl eher noch gehänselt werden, dass er/sie zu blöde oder feige ist, das Verbot zu umgehen - anstatt "nur" es gar nicht zu wollen...
 
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Es geht ja nicht nur darum ob es sinnvoll ist oder nicht, sondern wie es gemacht wird. So ist es definitiv Unsinn, wie man auch in Australien bereits sieht. Die Folgen sind auch nicht positiv, wie es gerne ignoriert wird von Befürwortern. Soziale Isolation usw. Mal abgesehen davon, dass dort auch das Verbot durch Alterskontrollen einfach auch nicht funktioniert.
 
Ich habe neulich einen Bekannten zum Arzt gefahren und beim Warten in der Praxis ist mir diese Auslage in die Augen gefallen. Ich bin sicher das es viel mehr Studien dieser Art gibt, mit selbigen Ergebnis.

Hier steht aber niemand auf und schreit "aber denkt doch mal an die Kinder", seitens der EU Politiker.
 

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Warum eigentlich die Eltern in die Pflicht rufen. Der Staat muss nicht alles richten.
 
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McTheRipper schrieb:
Es geht ja nicht nur darum ob es sinnvoll ist oder nicht, sondern wie es gemacht wird. So ist es definitiv Unsinn, wie man auch in Australien bereits sieht. Die Folgen sind auch nicht positiv, wie es gerne ignoriert wird von Befürwortern. Soziale Isolation usw. Mal abgesehen davon, dass dort auch das Verbot durch Alterskontrollen einfach auch nicht funktioniert.
Was sieht man denn in Australien? Das nach kurzer Zeit (!) das Gesetz noch nicht vernünftig umgesetzt wird?

Soziale Isolation von wem? Und welche nicht so positiven Folgen gibt es denn noch?

Was in Australien schief läuft ist, dass die Alterskontrolle den Konzernen überlassen wird. Sollte die EU aufgrund der Bestrebungen einiger Staaten irgendwann das Recht ändern, so könnte das Australische Modell als Anlass dienen, dass über staatliche Stellen laufen zu lassen. Die Konzerne täten also gut daran, geltendes Recht effektiv umzusetzen.

Kurzum: Australien stand jetzt als Argument anzuführen, ist vielleicht nicht gut für den eigenen Standpunkt.
 
Ich finde das Thema mega komplex und egal wie man sich entscheiden würde, wäre es immer der falsche weg.

Für Sozialverbot bei Kindern, würde eine Einschränkung für alle bedeuten, den alle müssten sich verifizieren und das würde wieder Probleme mit Datenschutz geben usw. , den wir wissen alle klug und anonym würde das eh kaum umgesetzt werden. (Erinnere mich immer daran die VideoIdent wo man Gesicht und Perso in die Kamera hält wo man an irgendein Indischen/Chinesisch/Amerikanischen Server landet und der es kontrolliert.)
Dazu würde man auch Mobbing und Ausgrenzung nicht verhindern, den die das Umgehen sind die coolen Kids und die das nicht können werden außenseiter, gleiches gilt aber auch umgekehrt mit Sozialmedien, wo Kinder schönheitsidealen hinterher rennen, Spielsucht trainiert wird und Cybermobbing, Aufmerksamkeitsprobleme usw.

Ich bin zufrieden, das ich da keine Entscheidung treffen muss. Denn ich sehe auf beiden Seiten überwiegen die Nachteile. Am besten wäre man würde irgendein mittelweg finden, aber selbst da bin ich planlos.
 
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