News Social-Media-Verbot: Frankreichs Verfassungsrat kippt U15-Sperre

Ich finde es erschreckend, wie hier wirklich für mehr Überwachung aller zum angeblichen Schutz von Kindern befürwortet wird.
Jede wirksame Sperre würde mit einer weiteren fortschreitenden Überwachung des Internets einhergehen.

Eltern haben schon heute viele Methoden, um ihre Kinder im digitalen Raum zu schützen (Kinderkonten, Bildschirmzeit, Router-Kindersicherung), aber sie entscheiden sich entweder bewusst oder aus Unwissenheit dagegen.
Dagegen hilft im Grunde nur Aufklärung: verpflichtende Anwesenheit bei Elternabenden, um dort über die Möglichkeiten und Probleme aufzuklären. Zusätzlich sollte sich im Unterricht kritisch mit dem Internet und Social Media auseinandergesetzt werden.
 
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Alterskontrolle im Internet ist so ein Schwachsinn
Schlimmstes Bürokratie und Beamtentum
Bitte erzieht eure Kinder selber und schaltet den Staat nicht ein
Google, iOS bieten genug Möglichkeiten.
 
@wagga
Ja, es gab dazu erst im letzten Jahr im Oktober bei Markus Lanz eine ganze Sendung dazu. Ich habe dann selbst mal dazu das Internet angeworfen und musste feststellen, es gibt so viele Berichte darüber im Internet wie Lehrer offen zugeben, das Bildungsniveau ist nach 2010 massiv abgesenkt worden. Hast du noch nie davon gehört das teilweise mehr als 50% einer Abi-Klasse einen Notenschnitt von 1,0 bekommen haben? Das war vor 20 Jahren fast unmöglich und wenn, war es nur eine Person im ganzen Jahrgang die einen Abi-Schnitt von 1,0 hatte.

Hinzu kommen noch Konzepte das Kinder nicht sitzen bleiben können oder trotzdem mit ach und Krach den Abschluss bekommen, egal wie. Als ich 2004 meinen Abschluss machte, war es so das es Leute gab die den Abschluss nicht geschafft haben, weil sie ständig nur Mist gebaut haben, heute geht das selbe Bildungsnveau mit Erfolg und Abschluss von der Realschule ab.
 
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RedPanda05 schrieb:
Ich finde es erschreckend, wie hier wirklich für mehr Überwachung aller zum angeblichen Schutz von Kindern befürwortet wird.
Jede wirksame Sperre würde mit einer weiteren fortschreitenden Überwachung des Internets einhergehen.
Du musst Dich auch im Laden ggf ausweisen, wenn Du für Jugendliche nicht zugänglich zu machende Waren erwerben möchtest.

Der Rest ist technische Ausarbeitung.

Robert. schrieb:
Schlimmstes Bürokratie und Beamtentum
Wie willst Du das beurteilen, wenn es nicht mal im französischen (verfassungs- und unionsrechtswidrigen) Alleinangang technische Details zur Umsetzung gab?
 
Zanza schrieb:
Und wenn Kinder ihre Eltern verklagen und Recht bekommen?
XY-Argument, bei dem Thema um das es eigentlich ging.
 
incurable schrieb:
Du musst Dich auch im Laden ggf ausweisen, wenn Du für Jugendliche nicht zugänglich zu machende Waren erwerben möchtest
Jugendliche können (normalerweise) selbstbestimmt in einen solchen Laden laufen und auch andere Güter legitim erwerben. Einen Internetvertrag (Handy Vertrag) können diese hingegen nicht eigenständig abschließen. Folglich findet hier bereits der Filter (Kontrolle) statt. Der Rest obliegt dem erwachsenen Anschlussinhaber.
 
incurable schrieb:
genau um den französischen Versuch, so ein Verbot einzuführen.
Richtig, ich halte das Verbot an sich für falsch.

Es sollte den Erziehungsberechtigten selbst obliegen ob, wann und welche SM konsumiert werden. Das tut es auch jetzt schon, zumindest indirekt, da die u18 keinen eigenen Zugang zum Internet erhalten können und somit die Eltern es kontrollieren können/müssten.

Verpflichtender Aufklärungsunterricht für Kinder und Veranstaltungen für Eltern, fände ich aber sehr gut.
 
@RedPanda05 Und wie stellst du dir die Lösung nun vor, wenn du aktuell siehst das es komplett aus dem Ruder läuft? Meta wird ja mehrfach verklagt weil sie bewusst jugendliche und Kinder nicht schützen. Obwohl sie vorher schon abgemahnt wurden. Wie sollen das Eltern kontrollieren?
 
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Dante2000 schrieb:
(...) In meinem Augen gibt es absolut keine Vorteile für soziale Medien. Das ganze ist so dermaßen durch choreografiert, dass die negativen Aspekte den vermeintlichen positiven extrem überwiegen. Ohne den Kram wäre die Welt definitiv eine bessere.
Die Frage aller Fragen lautet: Bist du gerade, hier auf CB, in einem sozialen Medium unterwegs? Im Sinne des wortwörtlichen definitiv, im Sinne dessen, was du gerne limitiert hättest, vermutlich nicht.

Problematisch ist, dass erstere Definition auch ständig zuschlagen könnte, solange schlechte Schrotflinten-Gesetze gebastelt werden.
 
SSD960 schrieb:
Warum eigentlich die Eltern in die Pflicht rufen. Der Staat muss nicht alles richten.
Das schaffen und machen auch viele Eltern, weil ihnen die Gefahr völlig klar ist. Aber dann gibt es halt noch die anderen, die aus unterschiedlichen Gründen vermutlich weit in der Überzahl sind.
 
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SSD960 schrieb:
Warum eigentlich die Eltern in die Pflicht rufen. Der Staat muss nicht alles richten.

Vielen Eltern fehlt doch selbst sämtliche Medienkompetenz.

@RedPanda05 Die meisten Eltern wissen doch gar nicht wie sie Kinderkonten, Bildschirmzeitkontrolle, Router-Kindersicherungen einrichten.
 
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Dante2000 schrieb:
Da haben die Großkonzerne im Hintergrund gute Arbeit geleistet 😉

In meinem Augen gibt es absolut keine Vorteile für soziale Medien. Das ganze ist so dermaßen durch choreografiert, dass die negativen Aspekte den vermeintlichen positiven extrem überwiegen. Ohne den Kram wäre die Welt definitiv eine bessere.

Zumindestens viele schöne kleine Dörfer, Städte und Naturgebiete wären besser dran wenn da nicht täglich tausende Influencer nur für ein Foto wären, zu mal es nicht mal ein Foto vom Ort ist, sondern die Personen sich viel zu wichtig nehmen, seht her, ich stand 3 stunden im der Schlag und habe einen ganzen Koffer Voller Klamotten, Schminke etc mitgeschleppt um nur dieses eine Foto zu machen

PS: Der Ort ist dabei scheiß egal... Es geht um das Pure Ego, die Trophäe.

Zum kotzten ist das.
 
1-2 GB Datenvolumen pro Monat auf dem Smartphone und aus die Maus. Die Kinder müssen selber den Umgang lernen und brauchen ab 12, 13, 14, 15 Jahren keine Überwachung durch den Staat, die sind oftmals viel weiter als viele denken.
Für PC kann der Staat eine sehr einfach zu konfigurierende Software für alle Eltern zur Verfügung stellen, wo vorab erstmal alles für den Nutzer gesperrt ist und dann Stück für Stück gelockert werden kann.
Gern auch mit einer einfach gehalten Anleitung für jeden DAU.
Die Überwachungs Phantasien kann sich dieser Staat irgendwo hinschieben, sind eh am Ende, das rettet nicht mehr den Popo.
 
RedPanda05 schrieb:
Ok ist ein Teil der Lösung. Aber was machen wir in den mind. 10 Jahren bis sowas funktioniert oder ausgebarbeitet ist das Leute es verwenden? Als verlorene Generation ansehen?
Geht ja heute alles. Wird nicht genutzt und läuft aus dem Ruder.

Verstehe mich nicht falsch ich habe hier schon mal gesagt, es muss weiter gehen wie ein verbot. Aber wir haben jetzt die Studien die zeigen wie schädlich es ist. Aber Lösungen werden Jahre brauchen. So können den Schaden früher verringern
 
geocast schrieb:
Aber was machen wir in den mind. 10 Jahren bis sowas funktioniert oder ausgebarbeitet ist das Leute es verwenden?
Wieso sollte das mindestens 10 Jahre dauern? Änderungen im Schulstoff könnten schnell implementiert werden und auch die Elternkurse würden wohl max 2-3 Jahre brauchen.

geocast schrieb:
Als verlorene Generation ansehen?
Wieso verlorene Generation? Es sind ja nicht alle betroffen und, wie so oft in der Zukunft der Kinder, liegt es an den Eltern. Wenn sich deine Eltern nicht für dich interessieren, hast du leider Pech gehabt.


geocast schrieb:
es muss weiter gehen wie ein verbot. Aber wir haben jetzt die Studien die zeigen wie schädlich es ist. Aber Lösungen werden Jahre brauchen. So können den Schaden früher verringern
Den langfristigen Schaden eines Überwachungsstaates halte ich fuer signifikant schlimmer als etwas Short-Form Content, den sowohl die Kinder als auch deren Eltern jederzeit reduzieren/einstellen können.

Erinnert mich sehr an die Debatten um CSAM und die damit verbundene Scanner. Sind ebenfalls wirkungslos und dienen ausschließlich dem Ausbau des Überwachungsstaates.
 
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