Alter Thread, aber die Aussage "gibt es nicht" steht hier zweimal und stimmt inzwischen nicht mehr.
Der Unterschied ist, dass es kein OCR mehr ist. OCR liest Zeichen, und daran scheitert es bei zerknitterten Belegen. Googles Gemini bekommt stattdessen das komplette Dokument, alle Seiten, und erfasst den Zusammenhang: worum es geht, von wem es kommt, wozu es gehört. Daraus fallen beide Entscheidungen ab, Dateiname und Zielordner. Passt kein vorhandener Ordner, wird einer vorgeschlagen, der in deine Struktur passt. Vorlagen pro Absender braucht es dafür nicht.
Ich hab das selbst als Android-App gebaut (Scanager), bin also befangen. Drive optional, nur lokal geht auch.
Zum Datenschutz, korrigiert gegenüber der ersten Fassung dieses Beitrags: Die Seite läuft über eine eigene Cloud Function in europe-west3 an die Gemini-API, über den bezahlten Zugang. Die Funktion liegt damit in der EU, der Modellaufruf selbst geht aber an den globalen Endpunkt - EU-gebundene Verarbeitung ist das also nicht, und so hätte ich es nicht nennen dürfen. Google sagt für den bezahlten Zugang zu, dass Eingaben und Antworten nicht ins Training gehen. Was ich ursprünglich zu weit gefasst hatte: Prompts und Antworten werden 55 Tage protokolliert, um Missbrauch zu erkennen, und wenn etwas von den Sicherheitsfiltern markiert wird, können autorisierte Google-Mitarbeiter es einsehen (
https://ai.google.dev/gemini-api/docs/abuse-monitoring). Keine routinemäßige Sichtung, aber eben auch kein "nie". Meine Funktion speichert weder Bild noch Ergebnis, lokal liegt alles in SQLCipher.
Der Ordnervorschlag sitzt meistens, nicht immer. Ausprobieren kostet nichts, ein paar Scans sind frei und ein Konto braucht es dafür nicht.
https://play.google.com/store/apps/details?id=de.moll.aiscanner
Nachtrag 18.09.2026: Datenschutz-Absatz korrigiert. Dort stand vorher, die Inhalte würden "nicht von Menschen gesichtet" - das war falsch, richtig ist die 55-Tage-Regel oben. Dazu präzisiert, dass die Funktion in der EU läuft, der Modellaufruf aber nicht.