Ansich habe ich nichts gegen Biografie-Filme oder Filme über Erfolge anderer (Facebook z.B. war recht interessant. Bei dieser Art Film stellen sich mir aber richtig die Nackenhaare hoch.
Ich selbst habe (bis jetzt) keine Apple-Produkte. Ich fand sie für meinen Geschmack immer etwas zu teuer, da ich für weniger Geld vergleichbares, wenn auch vielleicht nicht ganz so perfektes, bekommen habe. Auch war ich nie ein Apple Fan und habe diesen Trend "Apple iPhone, Mac" nicht verstanden. Dennoch finde ich Steve's Arbeit und die seiner Kollegen sehr respektabel. Er hat die Informationstechnikbranche meiner Meinung nach sehr weit nach vorne gebracht. Er war sehr geistreich und hatte immer die richtige Idee zur richtigen Zeit, mit denen er die Konkurrenz in Sekundenschnelle alt aussehen ließ. Sein Leben war, abgesehen von seiner schweren Krankheit, durchaus von Erfolg gekrönt.
Seine Biographie zu veröffentlichen, um der Nachwelt eine Nachricht zu hinterlassen, halte ich nur deswegen gut, da es scheinbar sein eigener Wille war. Andernfalls hätte er dem Autor nicht bereitwillig Informationen gegeben. Ich denke er wollte damit der Welt nochmal ein letztes Zeichen geben und den jüngeren Generationen ein Vorbild sein. Das heiße ich gut.
Was Sony nun macht ist meiner Meinung nach aber unter aller Kritik. Der Mann ist nicht mal eine Woche unter der Erde und schon wird geschaut wo man fleißig Kasse machen kann. Bloß schnell die Filmrechte daran sichern, damit man die "Apfelkuh" melken kann, am besten schon gestern. Aber eigentlich war es von einem derartigen Unternehmen auch einfach nur zu erwarten, sind die doch in der Vergangenheit nun oft genug negativ gegenüber der eigenen Kundschaft aufgefallen. Es wird mal wieder sehr deutlich das man sich einen scheiss um andere kümmert. Und leider wurde das in der Vergangenheit immer wieder deutlich bestätigt. Beispiele?
Z.B.
- Super Kopierschutzmechanismen:
Mehrere CDs gekauft, nahezu alle wurden in meinem Autoradio nicht gelesen, teilweise auch nicht mal an der Hifi-Anlage. Das geht garantiert nicht nur mir so. Sony interessiert das nicht. Lieber Millionen in Kopierschutzmechanismen stecken und die Kosten an den Kunden abwälzen, die müssen sich ja dann damit rumärgern. Und die bösen Kunden haben ja selber schuld, wenn die mit der Zeit gehen und MP3s haben wollen und die armen CDs im Laden verkümmern lassen.
- Garantieverhalten bei defekter Hardware:
Die Leute die es erlebt haben wissen was ich meine. Hatte schon paar mal das "Vergnügen" und Freunde von mir auch. Das Verhalten spottet jeder Beschreibung.
- YouTube Sperren und Abmahnungen
Tja, kostenlose Promo ist ja auch scheisse, da verdient Sony ja nichts. Die sind unter einigen anderen ein Grund warum viele Youtube-Videos verschwinden oder "in meinem Land" nicht verfügbar sind.
- PS3 Rootkit:
Begründung von einem Sony Mitarbeiter: "Die meisten wissen eh nicht was das ist", na dann heiligt der Zweck die Mittel.
- Vorgehen gegen Leute (GeoHot), die eine Funktion wiederherstellen, die Sony kommentarlos gestrichen hat:
Features anpreisen und dann einfach "wegoptimieren" ist also ok. Den Kunden ausspionieren um Ihn mit Werbung zu überhäufen und die Daten verkaufen um nochmehr Kasse zu machen ist ok. Aber wehe jemand hackt die Konsole und bloggt diese Informationen ab. Dann könnte man ja herausfinden was man noch so für falsche Spiele treibt.
- Umgang mit Kundendaten:
Lulzsec Hacks: Kreditinformationen im Klartext in der Datenbank, Server mit mehr Sicherheitslöchern als ein schweizer Käse Löcher hat, beim Kauf über Sonys Store und das PSN werden (oder wurden) jegliche Informationen im Klartext übermittelt.
Warum sollte man auch unnötig Geld investieren um Kundendaten zu schützen, es sind ja nicht deren Daten die da übermittelt werden. Viel wichtiger ist es tausende von Managern zu haben, die entscheiden können wo auf der untersten Ebene Kosten eingespart werden können. Dabei sind es gerade die unteren Ebenen die den scheiss Job haben. Diese müssen ackern, ständig auf Sicherheitsseminare, sich mit Datenschutz auseinandersetzen und lernen, lernen und nochmals lernen, nur damit man Up-To-Date ist um sich gegen solche Angriffe wehren kann. Und diese müssen sich auch Gedanken über eine vernünftige und sichere Datenübertragung machen. Was tun die Manager? Das der Schuss nach hinten losging wurde ja mehr als deutlich gezeigt. Wer so mit seinen Kunden und den Daten umgeht hat es aber meiner Meinung nach nicht anders verdient.
Die Krönung des Ganzen ist nun dieser Film. Wenn Sony ein wenig Respekt vor Steve hätte, dann würden Sie die 3 Mio. und für den Film investieren und den überschüssigen Erlös dafür der Krebshilfe/Forschung zukommen lassen. DAS wäre mal eine Botschaft. DAS würde die Welt bewegen und ein Zeichen setzen und Steve den schuldigen Respekt zeigen.
Aber bei derartiger Profitgier wird sowas wohl niemals passieren. Ich hoffe das Der Autor Sony die Filmrechte dafür nicht einräumt. Naja, ich weiss schon von diesem Scheissladen seit Jahren kein Produkt mehr kaufe.
Just my 2 Cents