Hi!
Da die 14 Tage ja sowieso rum waren, habe ich noch Zeit bis zu "Beweislastumkehr" und muss mich nicht über die Feiertage damit herumärgern, sondern "spiele" noch etwas mit der SSD, um zu sehen, wie es sich weiterentwickelt.
Damit sie mehr zu tun hat, habe ich die Sicherungspartition als Homepartition erweitert
(konnte ich aus der unmittelbar vorher aktualisierten letzten Sicherung ja einfach als Hardlinks übernehmen: "--link-dest" auf sich selbst) und habe hinten noch die Systempartition erstellt:
Hier zur Übersicht das Hauptverzeichnis der neuen Homepartition, mit dem aufgeklappten Sicherungsverzeichnis:
"sonstiges" gehört auch zur Sicherungspartition, "user" und "Temp" zur Home-Partition: "user" ist mein Benutzername und in Temp packe ich temporäres, das nicht mehrstufig gesichert werden soll:
s. die angehängten Sicherungsskripte (die musste ich natürlich anpassen, damit die Pfade passen und weil die Homepartition jetzt auch mit "--link-dest" auf sich selbst gesichert werden kann)
Die Screenshots sind aus dem von einer ext. SSD gebooteten LMDE heraus gemacht und meine primäre SSD habe habe ich dann abgeklemmt.
Das kopieren der Systempartition mit rsync hat zwar fast 3 Minuten gedauert
(normalerweise ist die in ca. 50 Sek. auf SSD), aber ansonsten hat die SSD noch nicht gestört.
Nachtrag:
Hier eine vereinfachte (aber funktionsfähige), ausführlicher kommentierte Version des Sicherungsskripts, um die Arbeitsweise verständlicher zu machen:
Bash:
#!/bin/bash
# Das Skript wird im Haupt-Sicherungsverzeichnis ausgeführt und die einzelnen Sicherungen
# in Backup_0/ bis Backup_$zs/ gesichert, wobei 0 immer die aktuellste Sicherung ist und
# die Daten der Backup_*-Verzeichnisse der Zeitpunkt der Sicherung ist.
# höchste Sicherungsstufe (es darf auch mehrstellig sein):
zs=9
# Falls es noch kein Backup_$zs gibt, wird die Fehlermenung unterdrückt, da bedeutungslos:
mv Backup_$zs Backup_A 2>/dev/null
# Nummerierung eines aufrücken lassen (auch hier wäre eine Fehlermeldung bedeutungslos):
for ((z=$zs;z>=0;z--))
do mv Backup_$z Backup_$((z+1)) 2>/dev/null
done
# Backup_0 erstellen, falls es noch kein Backup_A gibt (s. o.):
if [ ! -d Backup_A ]
then mkdir Backup_0
else mv Backup_A Backup_0
fi
# Sicherung der Systempartition in Backup_0/linux/, mit Backup_1/linux/ als Referenz,
# aus dem unverändertes per Hardlinks übernommen wird:
sudo rsync -vaxH --del --link-dest=../../Backup_1/linux/ --exclude '/{media,home}/*' / Backup_0/linux/
# /media/* lasse ich ausschließen, damit es nach Wiederherstellung der Sicherung, z. B. von
# einem Livesystem aus, keine Zugriffsprobleme auf ext. Datentäger gibt: Das betrifft zwar nur
# Distributionen, die externe Datenträger immer noch in /media/[Benutzername]/ einhängen, führt
# bei anderen Distributionen aber zu keinem Fehler - schadete also nicht
# /home/* lasse ich für den Fall ausschließen, dass alles auf einer Partition installiert ist und/oder
# bei installationen mit @/ und @home/, damit man es separat hat und unabhängig wiederherstellen kann:
sudo rsync -vaxH --del --link-dest=../../Backup_1/home/ /home/ Backup_0/home/
# Backup_0 aufs aktuelle Datum setzen und das leeren des Schreibcaches erzwingen:
touch Backup_0
sync -f .
read -p "[Enter]"
Die Wiederherstellung funktioniert von einem Livesystem aus (das System darf dann natürlich nicht gebootet sein) mit
sudo rsync -vaxH --del [Quelle] [Ziel]
Quelle und Ziel müssen natürlich eingehängt sein: Die Pfade kopiert man am einfachsten aus der Adresszeile der Dateiverwaltung und sie müssen mit / enden.
Wobei der Inhalt von linux/ und home/ auf die jeweilige Partitionen (bzw. dem entsprechenden @-Kram, wenn man das nutzt) kopiert werden muss und wenn man beides auf einer Partition hat, bei der Wiederherstellung von linux/ das Homeverzeichnis mit
--exclude '/home/*' ausgeschlossen werden muss, da es in linux/ ja leer ist, also alles dort gelöscht würde (nur wenn kein @-Kram, da Subvols jeweils eigenständig sind).
Nachtrag vom 09.05.2026:
Ich habe eben mein Artix aktualisiert, dann reboot und die anschließende Sicherung "gefilmt":
Backup nach Systemaktualisierung.mkv
Die 17 Sek. zur Sicherung der aktualisierten Systemparttition (im Video bei ca. 24 Sek.) sind repräsentativ: So lange würde auch eine Wiederherstellung dauern, wenn ich mir z. B. bei Experimenten das System zerschossen hätte.
Die Homepartition hätte mit einem zerschossenen System ja nichts zu tun, bräuchte also auch nicht wiederhergestellt zu werden.
Das ist das genutzte Skript:
Bash:
#!/bin/bash
ns=Artix
zs=9 # Anzahl der Sicherungsstufen
cd Sicherungen && sync -f . || exit
espeak-ng -vde -a50 "Bitte Passwort" &
sudo mv "$ns"_$zs "$ns"_A 2>/dev/null
for ((z=$zs;z>=0;z--));do mv "$ns"_$z "$ns"_$((z+1)) 2>/dev/null;done
if [ ! -d "$ns"_A ];then mkdir "$ns"_0;else mv "$ns"_A "$ns"_0;fi
time sudo rsync -vaxH --del --link-dest=../../"$ns"_{1,2}/linux/ --exclude '.cache/*' --exclude '/home/*' --exclude '/tmp/*' --exclude '/var/tmp/*' --exclude '/var/log/*' --exclude '*.log' --exclude '*.old' --exclude '*_old' / "$ns"_0/linux/ && time sudo rsync -vaxH --del --link-dest=../../"$ns"_{1,2}/home/ --exclude '.cache/*' --exclude '*.log' --exclude '*.old' --exclude '*_old' /home/$USER "$ns"_0/home/ && touch "$ns"_0
time rsync -vaxH --del /home/Temp/ ../Temp/
time sync -f .
espeak-ng -vde -a50 "Datensicherung abgeschlossen" & read -p "[Enter]"