Stripeset unter Windows zu langsam

Kowa

Captain
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Ich habe je 2 Platten per "dynamisches Volume" unter Windows als Stripeset verbunden. Wenn ich nun große Files (VMWare-Images und 100g riesige dvi-Files) kopiere, kann ich keinen Geschwindigkeitsvorteil erkennen.
Theoretisch müßten um die 200mb/s gelesen und 200mb/s geschrieben werden. HDTune zeigt auch je Platte 100mb/s an, auch wenn ich den Test 4xparallel laufen lasse. Der ICH10-Chipsatz ist also nicht das Problem. Bei der Leistungsüberwachung wird aber statt einem Gesamtdurchsatz von 400mb/s nur ein Zickzack zwischen 100 und 200mb/s angezeigt.
Ich vermute nun, daß diese Windows-Stripesets eine zu große Stripesize haben.

Einen separaten (billigen Dawicontrol 300e mit Sil 3132) PCIe 1x Controller hatte ich schon, das schnellste was der machte war dann 130mb/sec. Da ich auch keine propriätäre Hardware haben nutzen möchte, bin ich bei den dynamischen Volumen geblieben.

1. Hat jemand Ahnung, ob man die Stripesize mit irgendeinem Hint selber einstellen kann? Ich benutze eine Blocksize von 64k und würde gerne eine Stripesize von 32k oder 16k einstellen.
2. Kennt jemand eine alternative Software, mit der man Soft-Raids aufbauen kann, die detailierter zu konfigurieren sind als die MS-Stripesets und ggf auch mit normalen Partitionen statt "dynamischen Volumes" auskommt?

PS: Im Einsatz ist WinXP pro.
 
Zuletzt bearbeitet: (Typ ist 300e, nicht 310; 130MB werden mit 2HD als Raid0 erreicht)
1. die stripesize stellst du beim erstellen des stripesetzs ein
2. wenn jede HD 100 macht, heißt das noch lange nicht, dass beide im software raid 0 zusammen 200 machen... auch im Hardware Raid 0 ist das ein theoretischer wert.

im professionellen umfeld werden alle geschwindigkeitstests mit iometer gemacht. dort kannst du es beispielsweise auch mit unterschiedlichen dateigrößen versuchen
deine block size ist mit 64k theoretisch zwar toll, ich würde aber trotzdem eher mal auf 16k runter, auch wenn das vermutlich nicht alleine das problem beheben wird.
 
Hi, wenn ich hier auf 5 Platten gleichzeitig HDTune starte, dann bekomme ich trotz der hohen Last schön abgestufte Kurven und bei der Leistungsanzeige bekomme ich über 500MB/s. Die ICH10-Sothbrigde ist also auch nicht das Problem. Ich will ja nur, daß diese Voraussetzungen von diesen MS-Stripesets oder einer alternativen Software genutzt werden.
Wenn ich mit dem Controller ein Raid-0 erzeuge, bekomme ich auch die gewünschte Geschwindigkeit hin. Windows-XP zeigt mir dann das neue Volume nicht mehr in der Datenträgerverwaltung an, weil es über 2tb groß ist. Das ist alles suboptimal. Kann Windows 7 größere Platten einbinden? Zeigt es SMART-Parameter an, wenn AHCI aktiv ist?
 
Update:
Der Dawicontrol 300e funktioniert unter Windows7. Die Dawicontrol-Treiber allerdings bei mir nicht. Die Standard-Treiber, die Win7 lädt, funktionieren ganz gut, SMART/Hotplug funktioniert.
Der Durchsatz ist weiterhin unter aller Kajüte. Ich habe eine 2TB-Hitachi angeschlossen, die knapp 130MB/s am ICH10R schafft. Am Sil3132 ist das bei knapp 99MB/s wie abgeschnitten.

Am ICH10R erreichen Platten, auch ein 3er-Stripe, ihre theoretische Maximalleistung. Bei HDTune ist eine schöne Kurve zu sehen. Voraussetzung ist die passende Konfiguration (128kb-Stripesize und Cache aktiviert).

Beim Backup vieler kleiner Dateien bricht die Leistung ein. Die SMART-Werte einzelner Platten kann man gegebenerweise nicht auslesen und NCQ soll seit März unterstützt sein, aber ich wiß nicht, ob seitens Betriebssystem oder innerhalb der Raidsoftware.

Ich erhoffe mir jedoch eine etwas bessere Performance, Controllerunabhängigkeit und Hardwareüberwachung, wenn ich statt dem Controller-Raid die dynamischen Volumes vom Windows einsetze. Damit ist wieder jede Platte einzeln, jede hat NCQ mit 16 Queue-Einträgen für jede der Platten und ggf. vom Betriebssystem auch noch eigene Caches.

Ich habe noch immer 2 Probleme:
1. Ich konnte bisher nicht in Erfahrung bringen, wie man die Stripesize bei dynamischen Volumes einstellt
2. Bei der Kombination von AHCI und ICH10R funktioniert kein SMART.
 
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