Stromsparender Homeserver gesucht

NichTec

Ensign
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Juli 2014
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167
Hallo zusammen,

zunächst einmal, ich weiß, dass es zu meinem Thema schon etliche Threads gibt. Ich habe nur bisher leider keinen gefunden, der genau meinen Anforderungen entspricht...

Ich bräuchte einen Homeserver, der im IDLE möglichst unter 20W verbraucht. Das gesamte System würde unter Linux laufen. Der Anforderungsbereich ist folgender:

- mysql / apache
- kleiner Mailserver mit dovecot
- samba (als DC, verbunden mit DNS-Server)
- die Daten liegen extern auf einem NAS, also muss kein Platz für HDDs eingeplant werden

Der Server muss kein Rechengenie sein, also macht es nix, wenn man mal ne Sekunde warten muss. Nur unnötig langsam sollte er auch nicht sein. Bisher läuft das System auf einem alten Dell mit Dualcore 1,8 GHz. Der verbraucht im IDLE 50W (defintiv zu viel). Der Dell ist aber auch total überdimensioniert. Einerseits läuft er konsequent auf 1,2 GHz (weniger gibt die Hardware nicht her) und andererseits merkt man schon bei der Prozessorauslastung, dass er eigentlich nur als Heizung dient, aber nichts zu tun hat...

Würde mich freuen, wenn der ein oder andere ein System empfehlen könnte. Sollte möglichst unter 300 liegen, kann im Ernstfall auch Eigenbau sein, obwohl ich ein fertiges Produkt bevorzugen würde..

Danke schonmal im Vorraus!
 
Intel nuc?
 
z.B. Raspberry Pi 2
 
Intel NUC oder Raspberry Pi 2
 
Das sind aber schnelle Antworten :)
Intel NUC kannt ich ehrlich gesagt nicht, aber ließt sich auf Anhieb nicht schlecht. Ist zwar etwas Zweckentfremdet, aber was solls...
Bei Raspberry stößt mir noch auf, dass es kein Gigabit-Ethernet hat. Das dürfte sich doch bemerkbar machen, wenn der DC die Dateien von der NAS weiterreichen muss, oder?
 
Es gäbe noch den Banana Pi der hat Gigabit
 
Und was würdet ihr dann empfehlen? Eher NUC, der dann doch etwas Reserve hat um evtl doch mal einen Film aufzunehmen, oder den Pi (egal welchen), der halt im Zweifel doch an seine Grenzen kommt, aber doch ein Stück billiger ist?
 
Zuletzt bearbeitet:
Würde auch erst den Pi versuchen.
 
Versuchen kann man den PI oder seine Konkurrenten auf jeden Fall. Im schlimmsten Falle sammelt man erstmal Erfahrungen mit dem Aufsetzen und der Konfiguration des Servers.

Allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die wenigsten - wenn überhaupt einer - tatsächlich Gigabit-LAN kann. Intern sind selbst die beworbenen Gigabit-Adapter durch die Anbindung an die CPU eingeschränkt. Zu sehen am Test im Link von fatal_error, bei dem ein Gigabit-Adapter per USB am PI angeschlossen wird und max 220 Mbit/s liefert. Ähnlich ist es bei den ab Werk verbauten Gigabit-LANs, die intern in der Regel ebenfalls per USB angebunden sind. Auch der banana pi schafft kein Gigabit obwohl der LAN-Adapter an sich es prinzipiell könnte. Irgendwo bei 400-500 Mbit/s ist auch bei dem Feierabend. (Klick!)

Wenn die Daten allerdings auf einem separaten NAS liegen, kann man ja auch direkt darauf zugreifen und muss nicht den Umweg über den PI gehen. Für ein paar Mails und ein bischen mysql sollte der PI aber wunderbar ausreichen und die 100 Mbit/s machen sich kaum bemerkbar - wenn überhaupt.
 
Guten Morgen,

was für ein NAS hast du den.

Eventuell kann dies die Funktionen übernehmen, und du würdest gar keinen separaten Server benötigen.


Eine Am1 Plattform ist auch ein guter Kompromiss aus Verbrauch und Leistung
 
Der BananaPi kann Gigabit und das Cubieboard oder der Cubietruck auch. Der BananaPi läuft bei mir als Datei/Media/Drucker und Scannerserver. Problemlos.
 
Der PI teilt sich die Netzwerkkarte auch noch am USB2 Hub, das kannst du Performance-Technisch knicken, 6MB/s sind einfach zu wenig!
 
Nicht ganz richtig. Der Raspberry Pi macht das so. Der Banana Pi nicht. Der DL beim Banana Pi liegt bei ca 17 - 20 Mb/s und der UL bei ca 6 - 8 Mb/s. Kommt halt immer darauf an was der jeweilige Nutzer sich erwartet und was er vom Rechner zum Server schaufelt um umgekehrt. Für meine Zwecke reicht es.
 
Erstmal vielen Dank für Eure zahlreichen Antworten! Es ist immer wieder toll, wie hier einem geholfen wird :)

Ich versuch mal alle Vorschläge irgendwie abzuarbeiten:

Als NAS läuft bei uns eine Synology DiskStation. Jetzt wo ich darüber nachdenke, könnte ich auch Mailserver, etc darauf umziehen. Das einzige was die DiskStation nicht kann, ist ActiveDirectory und ein paar spezielle Skripts mit denen ich manche Mails verarbeite. Das müsste extern laufen.

Wenn ich das richtig sehe, könnte ich aber mit einem Banana Pi das alles gemanagt bekommen. Hätte das Banana Pi auch genügend Leistung, um mal einen Film der per SAT IP verteilt wird, auzuzeichnen? Das wäre sonst blöd, wenn man dafür in einem halben Jahr doch einen PC mit mehr Leistung kaufen müsste....

Die Idee, dass alles direkt auf die DiskStation zugreift geht natürlich auch. Dafür müsste ich halt die gesamte Domain umstellen, da ich bisher eine DiskStation - Freigabe in das Serververzeichnis gemountet hat und der Server dann alle Dateien durchgereicht hat... Das schaue ich mir nochmal genauer an.
 
Der Pi hat bei mir eine 4 TB Externe mit meinen ganzen Daten und Filmen darauf und hängt mit einem Kabel direkt am Router, und ein RaspberryPi 2 mit WLan und Kodi als Betriebssystem liegt direkt neben dem TV. Das klappt Verzögerungsfrei auch wenn nebenbei ein Dokument gedruckt, oder etwas von der Platte oder auf die Platte geschoben wird. Wie es allerdings mit SAT IP aussieht muss ich passen. Davon hab ich keine Ahnung. :schaf:
 
Ok, das heißt, die Übertragunsrate würde schonmal ausreichen. Bleibt die Frage, ob der Pi (egal welcher) genug Leistung hat, um auch ein Signal aufzuzeichnen. Das beansprucht die CPU schließlich mehr als nur ein Datentransfer... Aber danke für deine Antwort!
 
Die Übertragungsrate passt auf jeden Fall. Der Prozessor ist ein A20 ARM® Cortex™-A7 Dual-Core mit 1 Ghz. (BananaPi)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hat jemand Erfahrung mit einem Pi und SAT IP recording? Ich würde tendentiell tvheadend auf dem Pi installieren.
 
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