Studienfinanzierung...

ascer

Captain
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Hallo Leute,




kurz zu mir: Ich bin aktuell in der 13. Klasse, schreibe demnächst mein Abitur, danach möchte ich gern studieren (was dann ja im Oktober diesen Jahres losgeht).

Meine Frage wäre einfach mal: was gibt es für Möglichkeiten zur Studienfinanzierung?


Ich bekomme Kindergeld & Unterhalt, was aber lange nicht für Wohnung und Essen etc. pp. reicht.

Über BAfög habe ich mich schon informiert, ebenso habe ich einen Studienkredit in Betracht gezogen, genauso wie (natürlich) einen Nebenjob.




Meine Frage wäre also präziser formuliert:

Was habe ich noch vergessen?
Gibt es weitere Finanzierungsmöglichkeiten?

Ich habe von einem Bekannten iwas von "Wohnungsgeld" gehört, was verbirgt sich dahinter?

Und last but not least: Ich werde entweder Physik oder Informatik studieren in Hamburg...fällt einem von euch vielleicht ein interessanter Nebenjob abseits von den Klassikern wie beispielsweise Kellnern oder Pizza ausliefern ein?




viel Dank schonmal im Vorraus!

ascer
 
Zuallererst würde ich, wenn es nicht unbedingt notwendig ist, von Nebenjob am Anfang abraten. Hat mich richtig runtergezogen, weil die Zeit für's Studium enorm leidet.

Ansonsten hast du alles genannt, beim Wohnungsgeld kann ich dir leider nicht weiterhelfen.
Einzige Alternative, die es noch gibt sind Stipendien, was dann von deinem Abschluss abhängig wäre (oder von etwas Glück).
 
Wenn du Bafög bekommst, das enthält das sogenannte wohngeld. Andere möglichkeit wäre dich zu finanzieren, ist aber asslig, deine eltern anzapfen. Ich arbeite neben studium 8 stunden die woche im einzelhandel. Das einzige was mich nervt dass ich samstags antanzen muss, das heisst freitags was zu unternehmen ist nicht immer drin.
 
Callcentern, dafür kriegste 12€+ / Std.

Generell lohnt sich ein Nebenjob bei dem es auch Trinkgeld gibt mehr -> Kellnern, Barkeepern, etc.
 
Zwecks Nebenjob kannst du dich auch beim Institut als Wissenschaftliche Hilfskraft bewerben, anfangs kann man natürlich noch keine so dollen Arbeiten machen weil man noch nichts kann (also irgendwelche Messreihen und sowas für jemand anders ausführen), aber man lernt dabei bissel was und findet später vielleicht auch leichter den Einstieg in die entsprechende Abteilung. Meines Wissens gibt es nach wie vor Stellen mit 40 bis 80 Stunden pro Monat und ca. 7.50 € / Stunde als ungeprüfter HiWi. Ich selbst hab Anfang des Hauptstudiums mit einem HiWi-Job angefangen und bin dann total in der Abteilung "hängengeblieben", erst Diplomarbeit dort und inzwischen Promotion.
 
Ich kann nur was zum Thema Nebenjob sagen:

Und last but not least: Ich werde entweder Physik oder Informatik studieren in Hamburg...fällt einem von euch vielleicht ein interessanter Nebenjob abseits von den Klassikern wie beispielsweise Kellnern oder Pizza ausliefern ein?

Bei uns in Darmstadt hängen ehrlich gesagt genug Nebenjobangebote für Studenten aus, was bei euch nicht anders sein wird. Schau doch vielleicht mal schon vorher in der Uni vorbei, da kannste dir vielleicht schon vorher was abgreifen.

Liebe Grüße

Edit: Ich schließe mich meinen Vorgänger an, dass wenn man Den Nebenjob vermeiden kann, lieber auf ihn verzichten sollte
 
Ich habe neben dem Studium fast durchgängig Werkstudentenjobs bei großen Unternehmen gemacht.
Die zahlen gut (je nach Branche und Qualifikation) und es bringt dir v.a. fachlich was. Das Netzwerk, das man dadurch aufbaut, ist für die spätere Jobsuche auch nicht zu verachten.
 
Zuletzt bearbeitet:
bist du männlich oder weiblich?

wenn du als frau während de studiums schwanger wirst wird dir das bafög erlassen ^^

auch ne art der finanzierung :P
 
das ist ja schon Mal sehr interessiert, danke :)


EDIT: männlich^^
 
hill01 schrieb:
Zwecks Nebenjob kannst du dich auch beim Institut als Wissenschaftliche Hilfskraft bewerben, anfangs kann man natürlich noch keine so dollen Arbeiten machen weil man noch nichts kann (also irgendwelche Messreihen und sowas für jemand anders ausführen), aber man lernt dabei bissel was und findet später vielleicht auch leichter den Einstieg in die entsprechende Abteilung. Meines Wissens gibt es nach wie vor Stellen mit 40 bis 80 Stunden pro Monat und ca. 7.50 € / Stunde als ungeprüfter HiWi. Ich selbst hab Anfang des Hauptstudiums mit einem HiWi-Job angefangen und bin dann total in der Abteilung "hängengeblieben", erst Diplomarbeit dort und inzwischen Promotion.

Die wissenschaftliche Hilfskraft ist als Bezeichnung leicht irreführend, denn das sind i.e.S. bereits Absolventen. Studentische Hilfskraft trifft das ganze schon besser.
 
Mit Nachhilfe lässt sich gut verdienen, Mathe ist z.B. ein sehr gefragtes Fach (und als Informatiker/Physiker bist du in dem Fach ja zu Hause). 20-25€ für 45min kann man da schon verlangen. Aber ist halt nicht jedermanns Sache, sich mit lernresistenten Schülern rumzuschlagen...
 
Theoretisch ist für Dich gesorgt.

Wenn Du nicht gerade viel Geld auf der Kante hast, hast Du Anspruch auf Bafög.

Dabei springt der Staat ein wenn Dich Deine Eltern nicht unterstützen können. Können Sie es nur anteilig, füllt der Staat die Differenz auf.


In der Praxis ist jedoch eher das Problem, dass die Freigrenzen für die Eltern und Geschwister nicht gerade üppig gesetzt sind. Das führt zu dem Problem, dass der Rest der Familie wahrscheinlich den Lebensstandard etwas heruntersetzen muss.

Manche Eltern wollen dann nicht zahlen, bzw. das Kind nur mit "Almosen" abspeisen. Als Kind ist man dann in der Zwickmühle, dass man zwar einen rechtlichen Anspruch auf das Geld hat, aber man es sich auch nicht unbedingt mit seinen Eltern verscherzen will.
 
Hi,

Nebenjob würde ich erstmal lassen, denn gerade diese Studiengänge verschlingen am Anfang sehr viel Zeit. Das wäre etwas für später.

Wohngeld kannst du knicken, das habe ich versucht, aber was (zumindest in Berlin, denke aber nicht, dass das woanders anders ist) man dafür zwingend benötigt, ist ein abgelehnter Bafög-Antrag, der als Begründung NICHT hat, dass die Eltern das bezahlen können müssten. Allerdings ist das der Regelfall, besonders bei einem Erststudium.

Im Bafög ist das Wohngeld bereits enthalten, wodurch extra-Wohngeld schonmal wegfällt. Bafög ist eine gute Sache, auch wenn die Berechnungstechniken für die Füße sind. Aber die sind sehr freundlich und bieten einem an, die Eltern für einen zu verklagen, wenn sie laut Amt zahlen können, die Realität aber dann doch anders aussieht. Die Eltern meiner Frau hätten ihr Häuschen aufgeben müssen (Altersvorsorge) und in eine Wohnung ziehen, damit es auch real finanzierbar wäre. So müssen wir halt mit weniger auskommen. Aber versuchs ruhig, da du ja nicht alles zurückzahlen musst beim BAfög.

Was meine Frau und ich beide machen ist ein KfW-Studienkredit. Den kriegst du ohne Vorbedingungen für die Regelstudienzeit mit Option auf weitere 4 Semester. Du brauchst keine Sicherheiten oder Bürgschaften, da der Staat dafür der Bürger ist. Das heißt, solltest du deine Schulden nicht bezahlen können (weil du nie einen Job findest oder arbeitsunfähig wirst), holt sich die KfW das Geld vom Staat wieder. Dazu sind die Rückzahlungsbedingungen spitze, da du nach Kreditende 18 Monate lang gar nichts zahlen musst, und danach 25 Jahre Zeit hast. So zahlst du quasi bis ans Lebensende, aber nur relativ kleine Raten. Du kannst natürlich auch schneller zurückzahlen, wenn du entsprechend mehr verdienst.

Was dabei auch toll ist ist, dass du die Zahlungen jedes Semester anpassen kannst. Je nachdem wie sich deine finanzielle Situation entwickelt, kannst du dann zum nächsten Semester entscheiden, ob du mehr oder weniger Geld von der Bank benötigst. Die Werte liegen da meine Ich zwischen 100€ und 650€, die du dir monatlich auszahlen lassen kannst.


Fazit für mich:
Bafög unbedingt beantragen (rechtzeitig, sonst musst du die ersten Wochen oder Monate ohne das Geld von denen auskommen, auch wenn es eine Nachzahlung gibt) und im Zweifel den KfW-Kredit (nimm keinen von privaten Banken, die Konditionen der KfW sind unschlagbar) ins Auge fassen.

Nebenjob ist besonders an Anfang sehr hart, wenn du nicht gerade zu den Workaholics gehörst.
 
willst du denn weit weg von zuhause studieren? oder bei dir in der nähe?
 
Doc Foster schrieb:
Die wissenschaftliche Hilfskraft ist als Bezeichnung leicht irreführend, denn das sind i.e.S. bereits Absolventen. Studentische Hilfskraft trifft das ganze schon besser.
Achso ja wir hatten dann immer den Zusatz "geprüft" bzw. "ungeprüft" dahinterstehn, da wußt man dann gleich ob es sich um nen Studenten handelt.
 
Ich möchte bei mir in der Nähe studieren, aber ich will und kann nicht mehr zu Hause wohnen.


Ansonsten natürlich nochmals vielen Dank für die schönen Informationen!


Ich hab mich jetzt beim Studienkredit auch nochmal informiert bei der hiesigen Sparkasse: ist das richtig, dass man den KfW-Kredit also über eine lokal ansässige Kooperationsbank, wie z.B. die Sparkasse, abschließt?!


Abgesehen davon: wird das BAfög eigentlich gekürzt, wenn man einen Studienkredit hat? Oder ich z.B. nebenbei Kellnern würde?

Wäre das der Fall, würde sich das ja kaum lohnen, oder?
 
ascer schrieb:
fällt einem von euch vielleicht ein interessanter Nebenjob abseits von den Klassikern wie beispielsweise Kellnern oder Pizza ausliefern ein?

Ich habe während des Studiums als Studentische Hilfskraft gearbeitet und in den letzten Semestern als Tutor; zeitweise auch beides gleichzeitig, wobei es mir damit aber insgesamt zuviel wurde. Die Tutorentätigkeit hat den Vorteil, dass man durch das "Lehren" den Stoff auch über die Prüfungen hinaus vertiefen und festigen kann, was mit Blick auf die Zeit nach dem Studium durchaus von Vorteil sein kann, wenn bestimmte Teilbereiche des Wissens besonders gefestigt sind. Außerdem steht man so auch mit diversen Profs in einer Art und Weise in Kontakt, die von der gewöhnlichen Professor/Studierenden-Beziehung abweicht und den weiteren Verlauf der akademischen Ausbildung noch von Nutzen sein könnte.

Einen Bildungskredit würde ich an deiner Stelle über das Bundesverwaltungsamt bei der KfW abschließen = günstige Zinsen und sehr faire Rückzahlungsmodalitäten. Einfach mal auf der Webseite vom BVA gucken.
 
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