Studium nach Studium?

F

Furtano

Gast
Hi,

ich habe eine Berufsausbildung mit Fachabitur (IT-Assistent) und bin 24 Jahre alt.
Ich studiere im 4. Semester Angewandte Informatik. Das macht mir auch Spaß aber ich würde gerne noch in andere Bereiche schnuppern.

Würde gerne mein allg. Abi nachmachen und nach meinem Informatik Studium in 2 Semestern was anderes studieren vllt. Musik oder Psychologie oder so :).

Was gibts da für Chancen / Tipps?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Eine berufliche wie fachliche Umorientierung ist in jedem Lebens(alters)abschnitt möglich. Falls dich dieses Thema abschrecken sollte.

Ansonsten gilt auch hier der Toyota Leitspruch: "Nichts ist unmöglich."
Was willst Du denn jetzt hören? Abgesehen von dem Aussagegehalt des obigen Werbeslogans wird hier nichts rum kommen. Schließlich hängt alles von deiner persönlichen Intention und Motivation ab. Welche Tipps sollen wir da geben?
 
Würde gerne mein allg. Abi nachmachen und nach meinem Informatik Studium in 2 Semestern was anderes studieren vllt. Musik oder Psychologie oder so .

Je nach Bundesland müsstest du dein Abi nicht nachmachen, weil ein Hochschulabschluss(in dem Fall der Ba) dann anstelle der allgemeinen Hochschulreife treten würde.


Was gibts da für Chancen / Tipps?

Alternativ könntest du auch einfach normal den Informatikmaster mit Nebenfach(ziemlich viele Informatiker machen z.B. Philosophie) machen.

Außerdem ist es wohl auch wichtig für welche Form des Zweitstudiums man sich dann entscheidet. Präzenz- oder Fernstudium, etc...
 
Zuletzt bearbeitet:
Airbag schrieb:
Je nach Bundesland müsstest du dein Abi nicht nachmachen, weil ein Hochschulabschluss(in dem Fall der Ba) dann anstelle der allgemeinen Hochschulreife treten würde...

Ich glaube das war nicht die Frage, ob er ein Abi braucht; sondern ob er eines machen möchte, des Lernens wegen.

Furtano schrieb:
...was anderes studieren vllt. Musik oder Psychologie oder so :).

Was gibts da für Chancen / Tipps?

Bei Musik musst du ein Instrument spielen können, welches du ggf. durch ein Vorspielen beweisen musst. Bei Psychologie gibt es einen harten NC.

Alternativ kannst du dir Musik aber auch selber 'beibringen', durch das Lernen einen Instruments an einer Musikschule und dem Selbststudium durch Literatur. Das gleiche gilt für Psychologie, es gibt umfangreiches Lesematerial und viele Vorlesungsvideos in YouTube.

Und mir fällt noch Apple ein, in ITunes gibt es doch eine Art Universität mit Lehrvideos (englisch, auch deutsch?), ich komme grad nicht auf den Namen dieses Programms, das sollte reichen um sich selbst zu bilden, wenn das Ziel kein weiterer Abschuss ist.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich spiele schon seit 4 Jahren Gitarre und Psychologie habe ich leider keine Vorbildung.
Zur Frage steht auch nicht wirklich das Ob, sondern das Wie.
 
Spielst du auf wirklich hohem Niveau Gitarre? 4 Jahre reichen da kaum aus, ein Musikstudium verlangt ein Niveau auf Höhe Konservatorium. Ich kenne einen Violinisten, der hat Musik studiert und vorher jahrzehnte Violine und Klavier gespielt.

Furtano schrieb:
... sondern das Wie.

In dem du dich bei den Unis/FHs einschreibst oder dich direkt dort erkundigst, z.B. Gasthörer.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Geh die Sache anders herum an: Was für Berufe interessieren dich bzw. was willst du später mal machen? Früher oder später läufts ja auf nen 40h Job raus um Miete und alles zu bezahlen..
Wenn du dir da klarer geworden bist kannst du evtl. einen passenden Master wählen bzw. hier Tipps bekommen.
 
Also das mit dem Zweitstudium wusste ich nicht.
Wie sind da so die Wartezeiten in Berlin z.B. für Musik / Philosophie?

Ich weiß noch nicht was ich später beruflich machen möchte, da habe ich viele Träume.
Z.B. Redakteur einer Computerzeitschrift, Spieleersteller usw da kann man ja viel Wissen gebrauchen :=)

VG,
Furtano
 
Schau einfach mal bei der Fernuni Hagen. Das sind zwar dann leider keinen wirklichen Vorlesungen, weil Du den Stoff komplett selbstständig mittels der Lehrmaterialien durcharbeiten musst, aber so kann man auch ohne NC Psychologie in Dt. studieren.
 
In einigen Bundesländern hat man mit Abschluss oder einer bestimmten CP-Zahl die Hochschulberechtigung. Prüfe das mal.
 
Furtano schrieb:
Hi,

ich habe eine Berufsausbildung mit Fachabitur (IT-Assistent) und bin 24 Jahre alt.
Ich studiere im 4. Semester Angewandte Informatik. Das macht mir auch Spaß aber ich würde gerne noch in andere Bereiche schnuppern.

Würde gerne mein allg. Abi nachmachen und nach meinem Informatik Studium in 2 Semestern was anderes studieren vllt. Musik oder Psychologie oder so :).

Ist jedem selbst überlassen was er tut, aber meine Meinung ist, dass man mit 24 Jahren schön langsam anfangen sollte richtig zu arbeiten! Ich habe mit 15 angefangen, nicht wie andere erst mit 30 :cool_alt: Alles andere ist doch irgendwo ungerecht!
 
Wir brauchen mehr Führungskräfte in Deutschland hörst doch was unsere Politiker sagen ^^

Deutschland wird noch an diesen ganzen Theoretikern untergehen :D
 
sebocz schrieb:
Wo ist das ungerecht? Du hast und hattest die gleichen Möglichkeiten.

Woher willst du das denn wissen? Kennst du mich so gut? Nicht jeder Mensch ist Geistig gleich hoch bewandert, oder kommt aus finanziell besser gestellten Familien wo es sich die Leute leisten können zu studieren und Jahrelang nichts zu tun, bzw. zu wenig oder zu spät anfangen zu arbeiten, für die Rentenkasse ist das das pure Gift!! Klar brauchen wir auch solche Leute die was besseres werden und wichtige Ämter schmücken, Professoren werden usw.... Trotzdem sollte man es nicht übertreiben!

Furtano schrieb:
Und zudem arbeiten viele Studenten neben dem Studium (ich auch).
Ich weiß, ist mir durchaus bekannt, ein paar Stunden in der Woche ;-) Um sich die alltäglichen oder notwendigen Dinge kaufen zu können, leben kann man davon sicher nicht, geschweige denn eine Wohnung/Auto etc. davon bezahlen! ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
FredSpyker schrieb:
...Nicht jeder Mensch ist Geistig gleich hoch bewandert, ...

Da wollen wir dir nicht widersprechen. Aber die anderen genannten Punkte sind Mumpitz, in D. hat ein Studium eigentlich nichts mit dem Geld der Eltern zu tun - wer wirklich will und arme Eltern hat bekommt Bafög und kann während des Studiums arbeiten, es gibt genug erfolgreiche und positive Beispiele dafür.

Und selbst nach einer Ausbildung und im Beruf kann man nachträglich noch nebenberuflich studieren (sogar ohne Abi), das ist dann überhaupt kein Problem mehr.

Bildung kann nur durch eines ergänzt werden - durch noch mehr Bildung.
 
Auch wenn es off-topic läuft möchte ich da leicht widersprechen;

Die Armut und soziale Herkunft ist immer noch einer der Hindernisse für Bildung. Es sind die vielen kleinen Hindernisse, die am Ende ein großes Hinderniss ergeben.

Generell ist es richtig, das jeder studieren gehen könnte. Aber neben dem Studium zu arbeiten ist nicht immer sinnvoll bzw. verlängert das Studium.
Desweiteren sind die Kosten für Studentwohnung, Semesterticket, Lebenshaltung heutzutage recht hoch. Wenn man also den Bafög-Höchstsatz nimmt (zu meiner Zeit EUR ~650,-) so kann man davon nur eben so über die Runden kommen.

Aber leider erhält nicht jeder den Höchstsatz. Und die eigenen Eltern um Geld zu bitten (weil sie rechnerisch genug hätten) ist ebenfalls schwierig, wenn man weiss das die Eltern selbst größere Ausgaben haben, als das Bafög-Amt anrechnen will.

Somit ergeben sich für jeden der nicht aus der gehobenen Schicht kommt viele Hindernisse die am Ende das Studium unmöglich erscheinen lassen.
 
Natürlich erschweren solche Umstände ein Studium. Aber ich kann aus Erfahrung sagen das diese Dinge, die du da Ansprichst, keine Hindernisse.
Ich selber bin das Kind einer alleinerziehenden Mutter und sie gehört sicher nicht zur "gehobenen Schicht".
Dennoch, ich konnte in München studieren und das mit viel Freude, Wissensbegierde und Motivation.
 
Ich habe ebenfalls studiert. Habe den Höchstsatz Bafög bekommen und bin nebenbei 20 Stunden pro Woche arbeiten gegangen.
Die Folge waren am Ende des Studiums eine Verlängerung von etwa 3 Semester wegen dem blöden Nebenjob.
Ich konnte pro Semester 2-3 Fächer nicht belegen weil die Vorlesungen zu meiner Arbeitszeit stattfanden.
Dazu Bafög-Schulden von mehreren Tausend Euro, welche glücklichweise nicht auf einen Schlag zurückgezahlt werden müssen.

Alles in Allem kann ich nur jedem empfehlen, nach Möglichkeit ohne Nebenjob zu studieren damit man einfach schneller fertig wird und somit früher Geld verdient und weniger Bafög in Anspruch nehmen muss.
 
Zurück
Oben