Stuttgart 21 / Proteste allgegenwärtig ...

Wie steht ihr zum Bauprojekt "Stuttgart 21"?

  • Ich bin für "Stuttgart 21".

    Stimmen: 327 48,2%
  • Mir ist es egal, ob gebaut wird.

    Stimmen: 119 17,6%
  • Ich bin gegen "Stuttgart 21".

    Stimmen: 232 34,2%

  • Umfrageteilnehmer
    678
So ist es. Zumal ich es irrwitzig finde, dass Bäume mehrere Kriege überstanden haben und nun für einen fucking unterirdischen Bahnhof fallen müssen. Klar kann man neue Bäume pflanzen. Aber auch die benötigen wieder 100 Jahre, bevor sie so groß sind. Und die Größe steht eben in direktem Zusammenhang mit der klimatischen Leistung, die für die Stuttgarter Innenstadt immens wichtig ist.
 
Ich weiß es zwar nicht, aber ich denke es müssen keine Setzlinge nach Stuttgart kommen, sondern möglicherweise dürfen es auch schon größere Bäume sein.

Also fassen wir zusammen, es geht hier offensichtlich um 46 Bäume, die aus o. g. Gründen zwar versetzt werden könnten, deren Kosten sich aber auf ca. 18,4 Millionen Euro belaufen würden?

Das der Großteil der Bäume wie im Schlichterspruch vorgesehen, versetzt wird, ist dann nicht mehr von Belang. Ich stelle mir die Frage wie viel Neuaufforstung mit rund 18 Millionen Euro betrieben werden kann.
 
es ist ja nicht so das man die letzten 100 Jahre keine Neuen Bäume gepflanzt hätte.
und man kann auch ohne Probleme normal große Bäume aus der nächsten Baumschule ankarren.

es ist ja bei Gott nicht so, dass Stuttgart nun wieder 100 Jahre warten müsste bis sie einen annehmbaren Park hätten.
 
Deliberation schrieb:
So ist es. Zumal ich es irrwitzig finde, dass Bäume mehrere Kriege überstanden haben und nun für einen fucking unterirdischen Bahnhof fallen müssen...

:daumen:

@Noxiel,

war doch die Rede von 8 Millionen oder sind die 18,4 Millionen eine Angabe der Bahn? Und von Setzlingen hat niemand gesprochen. Verpflanzt werden im allgemeinen junge Bäume. Aber das ist dennoch kein Vergleich zu den Bäumen im Park. Ein Park wird ohne Not zerstört und schon das ist ein Unding.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hatte gehofft, dass nach der Abstimmung endlich Ruhe in die Sache kommt. Aber da war ich wohl zu optimistisch.

Jedenfalls sind jetzt die Leute die Blöden weil gebaut wird. Oder sind die Leute sind die Blöden, weil sie meinen die Leute sind die Blöden, weil sie ein Votum nicht akzeptieren können? Hängt wohl vom Standpunkt ab...

ganzschön blöd.

mfg
 
S21 wäre auch gebaut worden, wenn die Abstimmung zugunsten der Gegner (ohne erreichen des Qourum) ausgefallen wäre. Selbst bei erreichen des Quorum hätte die Bahn weitergebaut und sich das Geld irgendwann eingeklagt (siehe Aussage Grube zu eventuellen Mehrkosten). Die VA und die Schlichtung sind eine Farce: die VA hat ja nicht über Bau oder Nichtbau entschieden. Die VA hätte nur wirklich Sinn am Anfang des Projektes gemacht (Allerdings ist es dem korrupten Parteienfilz, in seiner Selbstherrlichkeit, gar nicht eingefallen den Souverän zu fragen. Offensichtlich ist es lange vergessen wie Demokratie funktioniert). Ergo eine Abstimmung über ja oder nein und nicht über ein Gesetz zum Ausstieg aus der Finanzierung.

Dann ist S21 nichts anderes als ein enormes Immobilienprojekt. Um aber an die Grundstücksflächen zu kommen musste eben der Bahnhof weg. Allerdings werden diese Grundstücke am Ende so teuer, dass für Privatleute kein Platz sein wird. Und Parkflächen wird es auch eher weniger geben: wäre viel zu teuer da nur Wiesen und Bäume hin zu stellen.

Und warum sollte ich Ruhe geben: seit dem ich auf der Welt bin wurde noch nie eine politische Entscheidung getroffen von der ich behaupten könnte: Hut ab!
 
Zuletzt bearbeitet:
Da gab es bestimmt schon die ein oder andere. Allerdings gilt auch und insbesondere für Politik "if you've done things right, people don't think you've done anything, at all".

Deshalb sind öffentlichkeitswirksame Taten auch so beliebt. Einerseits betreffen sie oft wahnwitzige Pläne, die kein vernünftiger Mensch durchführen würde. Andererseits polarisieren solche Pläne auch und sorgen dafür, dass die verantwortlichen Politiker das machen können, worum es in Politik wirklich geht: Machterhalt und Machterweiterung.

Mit moderaten, leisen Tönen der Vernunft lässt sich das nicht erreichen.
 
Deliberation schrieb:
Da gab es bestimmt schon die ein oder andere...

vielleicht war tatsächlich die eine oder andere "Hut ab" Entscheidung dabei.
 
Die entscheidung ist gefallen, für mich ist also das thema geschlossen. Wer ein Demokrat ist wird diese Wahl aktzeptieren.
 
syfsyn schrieb:
... Wer ein Demokrat ist wird diese Wahl aktzeptieren.

mit solchen pauschal diffamierenden Aussagen wäre ich vorsichtig. Du willst damit alle Gegner des Projekts automatisch zu Nichtdemokraten machen. Wer Demokrat ist sollte sich weiterhin gegen S21 aussprechen. Du siehst: man kann den Spieß ganz einfach umdrehen.
 
Du legst ihm Worte in den Mund. So wie er es schreibt, ist das imho schon richtig. Es ist eine direkt-demokratische Entscheidung, die man so akzeptieren muss.
Nichtsdestotrotz kann man kritisieren, wie es zu dieser Entscheidung kam, nämlich indem man frühzeitig Fakten geschaffen hat und dann der Bevölkerung vermittelt hat, dass es ja nun viel zu teuer wäre, es jetzt noch abzubrechen und man dann gar nichts hat. Man hätte die Abstimmung viel früher machen müssen, aber wo kämen wir hin, wenn schwarz-gelb auf direkte Demokratie setzen. ;) Und wenn einige Leute weiter demonstrieren wollen, sollen sie das halt machen. Ihre Meinungs- und Versammlungsfreiheit erlischt nicht durch die Entscheidung.
Ändert aber nichts an der Tatsache, dass es jetzt nicht mehr zu verhindern ist, egal wie man dazu steht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es bleibt zu beweisen, wie man ein schlechter Demokrat sein kann, wenn die einzige Volksabstimmung pro S21 ausgegangen ist und man selbst für den Bau ist.
 
Lasst euch von dem Beitrag von syfsyn nicht in die Irre führen. In diesem muss es nicht zwingend um die Abgrenzung von Demokrat und Nicht-Demokrat gegangen sein. Denn Demokrat ist vor allem jemand, der auch andere Meinungen akzeptiert. Das bedeutet logischerweise nicht im Umkehrschluß, dass Bürger, die dies nicht tun, per se undemokratisch sind. Im Gegenteil, denn eine demokratische Eigenschaft ist nicht nur Akzeptanz, sondern auch Toleranz. Das bedeutet, dass man solche Entscheidungen tolerieren kann, aber anderer Meinung sein darf. Und dies ist eine der vielen positiven Freiheiten der Demokratie.
 
Deliberation schrieb:
So ist es. Zumal ich es irrwitzig finde, dass Bäume mehrere Kriege überstanden haben und nun für einen fucking unterirdischen Bahnhof fallen müssen. Klar kann man neue Bäume pflanzen. Aber auch die benötigen wieder 100 Jahre, bevor sie so groß sind. Und die Größe steht eben in direktem Zusammenhang mit der klimatischen Leistung, die für die Stuttgarter Innenstadt immens wichtig ist.

Das ist doch kiki, hier wird ein wirklich nichtiger Grund vorgeschoben.
Jeden Tag werden Tausende Bäume gefällt da sind die paar absolut nichtig.
Die Urwaldrodung ist um ein hundertfaches schlimmer.
Es gibt auf der Welt viel schlimmere Probleme aber für nen Paar Bäume die nur um die 100 sind wird ein Fass aufgemacht.
Langeweile?
 
Wäsche nicht waschen, weil sie wieder dreckig wird? Rechte nicht schützen, weil sie ohnehin gebrochen werden? Gewalt nicht verhindern, weil sie ohnehin irgendwo angewendet wird? Wichtige Bäume für das Klima in der eigenen Stadt nicht schützen, weil anderswo der selbe Fehler gemacht wird?

Nein, Deine fatalistische Einstellung kann ich nicht teilen.
 
@aspro,

erkennst du den Unterschied beider Aussagen?

aspro schrieb:
... die man so akzeptieren muss...
syfsyn schrieb:
... Wer ein Demokrat ist wird diese Wahl aktzeptieren.

deiner Aussage kann ich in sofern zustimmen, als ich sowieso keine Handhabe hätte gegen diese Entscheidung anders vorzugehen als durch Meinungsbildung.
 
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Da hast recht, wir haben in ganz Deutschland nicht genügend Bäume um das wegfallen dieser knapp 200 Bäume zu kompensieren!

nen 6 Meter großen Baum bekommst für nen 1000er hingestellt! (natürlich jeh nach Sorte)
Da gibt es natürlich sehr viel sinn, einen alten Baum für das verhundertfache umzusetzen.
Bei einer Umsetzung verbessert sich das Stuttgarter Klima übrigens auch nicht, denn dann ist der Baum auch "WEG"

Daher ganz klar: Führt die Bäume dem Sägewerk zu und nutzt einen Teil der neuen Freiflächen für Neue Bäume.
Das Klima Freut sich, die Bahn Freut sich, außer eine kleine Gruppe die Alte Bäume ganz toll findet!
 
Das ist ja Unsinn. Erstens sind die Bäume im Garten nicht sechs Meter klein und zweitens geht es hier nicht darum, die Bäume nach Rumänien umzupflanzen.
 
400 6 Meter Bäume bringen mehr als ein 12 Meter Baum.
wohin sollen die Bäume denn IN Stuttgart gebracht werden?
und wieso stellt man dort keine anderen Bäume hin?


Für mich sind die, die ein Umsetzen fordern einfach nur Sturköpfe!
"Die Bahn hat gesagt.... , also soll sie das nun auch machen. kosten? mir egal."
 
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florian. schrieb:
400 6 Meter Bäume bringen mehr als ein 12 Meter Baum.

Wow, harter Tobak. Dann wünsche ich Dir nur, dass das mal niemand zu Dir sagt. "Florian, Du bist nun 50 Jahre alt geworden, aber Deine Arbeit können ein paar Praktikanten von der Uni auch machen, sogar viel billiger."

Respekt für Leben hat man oder hat man nicht.

Und was das "bringen mehr" betrifft:

Doch trotz Umpflanzungen steht fest: Das Stadtklima wird leiden. Baumschulmeister Rainer Hatt (43) aus S-Vaihingen: „Erst in 30 bis 40 Jahren werden die gestutzten, umgesetzten Platanen und die neu gepflanzten Bäume (Anm.: rund 5000) so viel Sauerstoff produzieren wie heute!“

Quelle: http://www.bild.de/regional/stuttga...-kann-man-doch-verpflanzen-14898302.bild.html

Und was den Ort des Umpflanzens anbetrifft, so werden ja durch S21 neue Parkflächen geschaffen, für die man Bäume benötigt.

Was ich aber interessant finde: seit der Volksabstimmung mosern alle Gegner von S21 rum, dass man sich dem Ergebnis der Abstimmung fügen soll. Aber die Schlichtung vorsieht, dass alle gesunden Bäume umgepflanzt werden müssen, dann ist nicht bindend?

Ich sag's doch: jeder argumentiert blind gemäß seiner eigenen Überzeugung, Fakten sind offenbar was für Weicheier. ;)

A propos "Fakten": dass das Umpflanzen teuer wird, wusste man schon 2010 (googelt doch mal nach News aus diesem Jahr zu Baumumpflanzungen). Trotzdem haben sich alle auf den Schlichterspruch eingelassen und tun jetzt so, als stoße man auf Neuigkeiten, die ein Umsetzen des Schlichterspruchs einfach unmöglich macht.
 
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