Wenn du das Budget hast und bereit bist den Betrag auszugeben, würde ich persönlich in dem Fall das teurere AKG wählen. Erstens aufgrund des Testberichtes dem ich durchaus vertraue, zweitens aufgrund der geringeren Toleranzen der technischen Daten wie z.B. des Rauschens, für die ein Markenhersteller mit seinem Namen bürgt. Jedenfalls eher als ein Noname aus China der möglichst kostengünstig im Auftrag für einen zweifelsohne seriösen deutschen Händler produziert.
Seinen Preis ist das TBone Bundle allemal wert, du machst damit nichts verkehrt. Das AKG kostet wesentlich mehr, du erhältst aber auch éin höherwertiges Mikrofon. Der Unterschied vom SC440 zum AKG wird aber nicht so gravierend sein wie zwischen einem 0815 Mikrofon für 20€ und dem SC440. Die Entscheidung kann dir keiner abnehmen, ich persönlich tendiere in solchen Fällen zu der qualitativ hochwertigeren Lösung, solange ich es mir leisten kann und will.
Das SC450 sieht für mich nur nach einer um Low-Cut Filter und Pegelabsenkungs-Schalter erweiterten Version aus. Die Trafo-Symmetrierung wirkt sich auf den Klang aus(Frequenzgang und Sättigungseffekte). Ob im SC450 die gleiche Kapsel (klangprägend) und die selbe Wandler/Vorverstärekreinheit (Rauschen) verbaut ist, müsste man bei Thomann nachfragen, wenn sie es denn selber wissen. Bei der Kapsel tendiere ich dazu, dass es die selbe ist. Bei der Verstärkerschaltung eher nicht. Die Wandler selber könnten wieder die gleichen sein.
Zum Thema Rauschen ist evtl noch eines wichtig: Damit eine Sprachaufnahme professionell klingt musst du sie in ihrer Lautstärke komprimieren (nicht zu verwechseln mit mp3, usw). Durch diesen Vorgang werden laute Stellen leiser geregelt, anschliessend wird die gesamte Aufnahme in der Lautstärke angehoben. Leise Stellen sind jetzt lauter als vorher und damit auch das Rauschen in den Pausen. Das kann locker mehr als 10dB Unterschied ausmachen und ein vorher erträgliches Rauschen wirkt auf einmal störend. Gilt natürlich auch für alle sonstigen Nebengeräusche wie Lüfterrauschen, Strassenlärm, usw. Meistens ist das Lüftergeräusch selbst bei Silent-PCs schon störender als das Verstärekrrauschen. Zur Not kann man das Mikro aber in einen anderen Raum stellen oder für
kurze(!) Zeit eine Decke über den PC legen.
Was mir sowohl beim AKG als auch beim SC440 noch aufgefallen ist: Beide Mikros bieten keine Monitoringlösung an, das heißt du kannst dich beim Einsprechen nicht auf einem Kopfhörer selber hören. Das Abhören über die Soundkarte klappt aufgrund der hohen Latenzen nicht. Manche USB Mikros haben zusätzlich einen Kopfhöreranschluss. Ist Geschmacks- und Gewohnheitssache ob man Monitoring braucht, ich empfinde es sehr praktisch

Wenn dieses Feature für dich ein Must-Have sein sollte, käme das
Shure PG27 USB in Frage. Wobei man sich nicht von den mäßigen Bewertungen bei Thomann täuschen lassen sollte, für Bandrecording sind USB Mikros so gut wie nie zu gebrauchen und Defekte gibts leider auch überall.
Beim Stativ würde ich 10€ mehr ausgeben und
eins von K&M nehmen. Von genau diesem habe ich selber mehrere und sie tun was sie sollen. Ich habe mir vor 3 Jahren mal das TBone als Beilage für lau zu einem Mikrofon dazu bestellt und das Ding war nur Schrott. Der Arm ließ sich nicht festziehen, so dass er durch das Mikrofongewicht immer wieder runtergezogen wurde. Durch das ständige Festziehen war nach 2 Stunden das Gewinde der Verschraubung aufgebrochen und das Ding reif für den Müll. Ich habe mir nichtmal die Mühe gemacht es zurückzuschicken. Auf dem Foto sieht es zwar inzwischen anders aus, aber irgendwie habe ich das Vertrauen verloren und setze lieber auf die von K&M.
Zu deiner Frage mit der Software: Ich kenne Adobe Audition zwar nicht, aber die Features auf der Adobe Webseite sprechen eine professionelle Sprache. Alle wichtigen Effekte an Bord und per VST3-PlugIns erweiterbar. Man braucht sicher etwas Einarbeitung, aber das dürfte sich lohnen.