Eine sichere Antwort auf die Frage wie es mit 4TB, 8TB oder 16TB Platten aussehen wird kann dir niemand geben solange solche Platten nicht verfügbar sind. Es ist nichteinmal klar ob 16TB Platten noch mit SATA Interface ausgeliefert werden oder ob es dann einen völlig anderen Standard gibt. Bei 4TB und 8TB Platten bin ich da allerdings recht zuversichtlich das sie noch kompatibel sind.
Ich habe eine fünf Jahre alte Synology cs-407 und betreibe sie mit aktuellen 2TB HDDs und neuester DSM Firmware.
In der Regel versorgen Qnap und Synology auch ihre älteren Modelle zuverlässig mit updates, der Disk Station Manager von Synology etwa läuft auf allen Modellen, alten wie neuen. Das kann man von Seagate, WD, Iomega und LaCie (noch) nicht unbedingt behaupten, der Mehrpreis ist imo also gut angelegt.
Alle mir bekannten NAS Lösungen laufen mit einem embedded Linux OS und benutzen ext3/4. NFS ist lediglich eine Technik den Share einzubinden, etwa wie SMB bei Windows, kein Dateisystem. Der Zugriff selber ist aber wie auf ein Windowsshare, per SMB merkt man nichts vom Dateisystem. Allerdings musst du beim rüberkopieren von Daten mit Umlauten und Sonderzeichen in Dateinamen aufpassen, denn Microsoft hat es immernoch nicht geschafft UTF8 kompatiblität sicher zu stellen und benutzt immer noch das veraltete ISO-8859-15.
Am besten mit einem geeigneten Tools wie z.B. PYrenamer vorher alle Dateinamen der eigenen Datensammlung anpassen, umlaute und Sonderzeichen durch naheliegende Buchstabenkombinationen ersetzen (nicht in Programmordnern! nur bei Filmen/MP3s, etc.). Das ist eine durchaus sinnvolle Aktion, auch für die Zukunft oder falls man mal den einen oder anderen Ordner auf Dropbox oder über einen webserver abrufen möchte, da stößt man mit kuriosen Ordnernamen auch schnell an die Grenze.
Kopiert man mit Linux drauf (mit rsync) gibt es einige Flags um Iso nach UTF8 kodierung automatisch zu machen, sowas praktisches fehlt natürlich mal wieder für Windows.
Für ext2+3 gibt es mehrere windows- und Mac kompatible Treiber, die das direkte einbinden der einzelnen HDD dann auch möglich machen. Allerdings ist windows in Sachen RAID pain-in the-ass - besser du versuchst erst gar nicht einen RAID mit Windows wieder zusammen zu stellen!
Die Frage ist nicht ist der RAID Windowskomoatibel
Der Linux Software RAID ist nicht nur gewaltig schneller, sondern mit mdadm lässt sich auch ein ehemaliges NAS RAID wieder assemblen. Dazu reicht ggf. sogar ein LiveOS von CD aus, wozu solltest du die platten also an einen Windowsrechner anschließen wo am Ende doch nur Datengehäcksel herauskommt? Unter Windows ist es sogar ein problem einen RAID von einem Motherboard zum nächsten zu transportieren wenn der chipsatz nicht nehzu identisch ist, geschweige denn einen SoC RAID eines NAS wieder einzubinden.
Es ist zu empfehlen sich die RAID-einstellungen (chunksize, offset, etc.) und Partitionsdaten extra zu sichern, damit man falls die hdds angeschlagen sind und der raidverbund von mdadm nicht automatisch erkannt wird es dann manuell mit den einstellungen zu füttern.
Normalerweise muss man das alles nicht machen, weil das NAS den RAID wieder selber erkennt, aber man weiß nie, manchmal verreckt eben eine Platte, manchmal sogar das NAS selber und man bekommt keinen Ersatz, besser man ist vorbereitet.
Das ist übrigens der Grund wieso ich im moment wieder eher Freund von RAID1 bin. Ein Fehler passiert schnell mal und reassemblen oder recovery ist beim RAID1 schnell und unkompliziert. Außerdem behält man wenn mehrere Platten verrecken noch einen Großteil der Daten, bei einem RAID5 ist bei zwei Platten schon alles weg. Und Lesegeschwindigkeit kann heutzutage nicht mehr das Argument sein, zu mal der RAID5 beim schreiben und bei den Zugriffszeiten sogar eindeutige Schwächen gegenüber RAID1 hat.
Wenn irgend möglich würde ich das Geld für ein teureres NAS mit XORprozessor o.Ä. sparen und stattdessen einfach ein paar mehr platten in RAID1 hängen - ist sicherer
