Ich denke sehr wohl, dass eine Subwoofer-Lösung dir eine Verbesserung bei deinen Hörgewohnheiten bringt. In deinem Fall würde ich dir zu einem aktiven Sub mit integrierter Frequenzweiche raten. Du schickst das Audiosignal zuerst in den Sub, dort wird es z.B. bei 80Hz getrennt: Der Frequenzbereich unterhalb wird vom Sub wiedergegeben, alles darüber gibt der Sub an einem Stereoausgang aus mit dem du über den Onkyo TX-SR508 deine Nuberts beschickst. Daraus ergeben sich dann folgende Vorteile:
- Deine bisherigen Boxen und der Verstärker werden nicht so schnell ans Limit gefahren. Die meiste Energie wird im Bassbereich verbraten, besonders dann wenn du diesen noch mittels Equalizer anhebst. Dessen Wiedergabe erledigt jetzt zum Großteil der Subwoofer, deine bisherige Kombo wird entlastet und wird dadurch nicht nur lauter sondern auch besser klingen.
- Der mit Sicherheit zum Tiefbassbereich hin abnehmende Frequenzgang der Nuberts kann durch den Subwoofer ausgeglichen werden. +/-3dB im Frequenzgang hören sich erstmal nicht viel an, im Zweifel ist die Abweichung dann aber schon -6dB im Verhältnis zu den dominantesten Frequenzbereichen. Dreh mal den Bass mit einem guten EQ bei 40 Hz um 6dB raus, das sind schon recht grosse Unterschiede. Natürlich muss auch dein neuer Sub in der Lage sein, derartig tiefe Frequenzen entsprechend linear wiederzugeben.
- Eventuelle Verzerrungen die vorher durch Überlastung des Verstärkers durch die starke Basswiedergabe entstanden sind, treten jetzt logischerweise nicht mehr so schnell auf. Dadurch wird sowohl der Klang besser (verzerrungsärmer) als auch Verstärker und Boxen (vor allem die Hochtöner) geschont.
- Ein vormals schwammiger Bass (hervorgerufen durch eine schlechte Bedämpfung des Lautsprechers durch den Verstärker und/oder Resonanzen in der Lautsprecherabstimmung) kann sich durch den Sub verbessern. Das setzt aber einen entsprechend hochwertigen Woofer voraus, bei dem eben diese Probleme nicht auftreten.
- Du kannst mit der Aufstellung des Subwoofers im Raum experimentieren und sehen, wie dir der Klang am besten gefällt. Unterschiedliche Positionen regen die Raummoden (Resonanzfrequenzen die sich aus der Raumgeometrie ergeben) unterschiedlich an und da nützt die zusätzliche Flexibilität in der Positionierung, die man durch einen Sub erhält durchaus.
Ganz schnell vergessen würde ich für deinen Zweck ein System wie ATM. Dieses arbeitet letztlich auch mit einer Frequenzgangsentzerrung. Selbst wenn diese sehr sauber arbeiten sollte (weiß ich jetzt nicht), wird sie ganz sicher die maximale Abhörlautstärke erheblich reduzieren. Und das ist ja nicht in deinem Sinne.
Wie gesagt, ich sehe wirklich Sinn darin, dein System um einen Subwoofer zu erweitern. Du kannst diesen in den Punkten Trennfrequenz und Pegel nach deinen Hörgewohnheiten einstellen ohne die positiven Klangeigenschaften deiner bisherigen Lautsprecher zu verlieren. Damit meine ich jetzt nicht einen möglichst linearen Frequenzgang im Bassbereich, den willst du ja eh überbetonen. Dazu sage ich nur: Wenn es für dich rockt ist es OK - if it feels right, it is right. Ich persönlich bevorzuge es zwar etwas ausgeglichener, aber das ist halt Geschmacksache.
Gobin90 schrieb:
Wieso hat sich der TE Nuberst gekauft, wenn er nur billige House Utze hört?
Bass auf +10 und der Bass reicht nicht, wieso kauft man sich da Nuberts, versuchs mal mit 200€ DIscolautsprechern von Raveland ausm Conrad
House hat absolut nichts mit billig zu tun, da gibts sehr wohl viele Tracks die auf guten Soundsystemen richtig geil kommen. OK du hast einen anderen Musikgeschmack - Respekt dafür, nur hat dich hier danach niemand gefragt. Und der
Ratschlag (wenn es denn überhaupt einer sein sollte) Raveland/Conrad zu kaufen ist ja mal völlig fehl am Platz
Im übrigen höre ich selber öfters mal Housetracks und das auf durchaus hochwertigen Monitoren+Sub und da gibt es Nummern die 35-30Hz runtergehen. Das sieht man sehr schön mit einem genauen Analyzer. Ich würde sagen, dass eine gute Musikanlage für die Wiedergabe von Housetracks bei 40Hz noch nicht allzu stark abfallen sollte.