[SuSE9.1] Sicherung der Systembereiche

G

Green Mamba

Gast
Hallo,

es gibt im Yast ja die Option für die Sicherung der Systembereiche. Ich hab da mal ein paar Fragen zu. Und zwar werden bei der Sicherung ja alle möglichen veränderten Pakete zusammengeschnürt.
Was genau ist da alles mit dabei? Installierte Software? Treiber? Kernel? :confused_alt:

Wie kann ich das Teil im Notfall wieder zurückspielen, wenn die GUI mal nicht mehr funktionieren sollte!? Ich meine, es gibt zwar im Yast die Option System wiederherstellen, bei dem ich auch anscheinend ein mit mit der o.g. Prozedur erstelltes Archiv zurückspielen kann, aber was is wenn wirklich mal was passiert, und das System nicht mehr startet?
Wie sicher ist dieses Backup?

Was muss ansonsten noch gesichert werden? Reicht es wenn ich zusätzlich mein home-Verzeichnis in ein tar-Archiv sichere?

Viele Grüße
Timo
 
Green Mamba schrieb:
Hallo,

es gibt im Yast ja die Option für die Sicherung der Systembereiche. Ich hab da mal ein paar Fragen zu. Und zwar werden bei der Sicherung ja alle möglichen veränderten Pakete zusammengeschnürt.
Was genau ist da alles mit dabei? Installierte Software? Treiber? Kernel? :confused_alt:

Wie kann ich das Teil im Notfall wieder zurückspielen, wenn die GUI mal nicht mehr funktionieren sollte!? Ich meine, es gibt zwar im Yast die Option System wiederherstellen, bei dem ich auch anscheinend ein mit mit der o.g. Prozedur erstelltes Archiv zurückspielen kann, aber was is wenn wirklich mal was passiert, und das System nicht mehr startet?
Wie sicher ist dieses Backup?

Was muss ansonsten noch gesichert werden? Reicht es wenn ich zusätzlich mein home-Verzeichnis in ein tar-Archiv sichere?

Viele Grüße
Timo

SuSE selbst sagt über diese "Systemwiederherstellung", daß es sich nicht um ein "echtes" Backup handelt. Soll heißen: Wenn nischt mehr jeht: Neuinstallation und anschließend das "Backup" zurückspielen.

Aber falls der Rechner partout nicht mehr von HD bootet:
DVD-Einlegen (bzw. CD1) und auf Installation klicken. Danach findet SuSE eine Linux-Installation und bietet "Reparatur" an. Damit kann man auch einen zerschossenen (überschriebenen) Bootloader wiederherstellen (zum Beispiel nach einer Windows-Neuinstallation). Dieses Werkzeug funktioniert recht zuverlässig (mußte es schon öfter mal in Anspruch nehmen :rolleyes: )
 
Zuletzt bearbeitet: (Ergänzung "von DVD oder CD booten wg. Reparatur")
Oh, das hört sich ja vielversprechend an. :)
Also werden offensichtlich auch Bereiche gesichert die nicht zu den Systembereichen gehören, so wie das home-Verzeichnis?
Ich wollte eben mal eine Sicherung durchführen, allerdings war über den gesamten Zeitraum der Sicherung der komplette Arbeitsspeicher sowie der Auslagerungsbereich bis zum Rand vollgeschrieben. Ist das normal? Außerdem ist das Sicherungsprogramm beim letzten Schritt "Schreiben des Profils für automatische Installation" irgendwie hängengeblieben.

Die Festplatte hat aufgehört zu rödeln, und die CPU war auch im Idle. Nach 20 Minuten hab ich den Prozess einfach abgeschossen. Ich hab jetzt eine knapp 3 Gig große Sicherungsdatei auf einer Windows-Partition liegen, die eine Sicherung meiner mit 8Gig belegten Linux-Partition sein soll.
Da ich das Sicherungsprogramm abschießen musste, hab ich wenig vertrauen in solch eine Sicherung. Hast du (oder sonst wer) ähnliche Erfahrungen gemacht? :)
 
Green Mamba schrieb:
Da ich das Sicherungsprogramm abschießen musste, hab ich wenig vertrauen in solch eine Sicherung. Hast du (oder sonst wer) ähnliche Erfahrungen gemacht? :)

Ich trau dem Ding auch nicht. Zumal ich festgestellt habe, daß es i.d.R. schneller geht, ein neues System aufzusetzen, als ein schrottiges zurückzusichern um dann festzustellen, es geht doch nicht.
Wichtige Daten (zum Beispiel /home) sollten nach Möglichkeit auf einer eigenen Partition liegen, oder (wie ich es mache) Symlinks ins Verzeichnis 'Documents' zu einer FAT-Partition. Dort speichere ich alles, was ich behalten will, wenn eins meiner Betriebssysteme oder beide sich die Karten legen.

[edit] hier noch zwei Links zu netten Backup-Seiten mit wichtigen Tipps und Anleitungen:
Linux-Backup.net
Kleine HowTo Seite
 
Zuletzt bearbeitet: (Links zu Backup-Skripts hinzugefügt)
Das mit dem Home-Verzeichnis würde mich dann doch mal interessieren. Ist es möglich das auch im nachhinein noch auf ne andere Partition zu legen? Wenn ja, wie mach ich das?
Ich besitze Partition Magic, von daher wäre es mir möglich vorerst mal Platz zu schaffen für eine neue Partition.
Wie formatiere ich diese neue, und wie adressiere ich dann das Home-Verzeichnis um?

Zur Datensicherung, für mich ist es sicher nicht immer einfacher das System neu aufzusetzen, da ich zum Programmieren einige Bibliotheken und Programme nachinstallieren muss, und das mit einem ziemlichen Aufwand verbunden ist.
Daher suche ich nach wie vor nach einer zuverlässigen und vor allem Platzsparenden Backupmöglichkeit.
 
Green Mamba schrieb:
Das mit dem Home-Verzeichnis würde mich dann doch mal interessieren. Ist es möglich das auch im nachhinein noch auf ne andere Partition zu legen? Wenn ja, wie mach ich das?
Ich besitze Partition Magic, von daher wäre es mir möglich vorerst mal Platz zu schaffen für eine neue Partition.
Wie formatiere ich diese neue, und wie adressiere ich dann das Home-Verzeichnis um?

Angenommen, Du hast mit Partition Magic eine neue Partition angelegt und sie heißt /dev/hda6 (<-- nur ein Beispiel, mußt den Namen, nehmen, der Dir angezeigt wird durch zum Beispiel KDiskFree - Im K-Menü unter System/Dateisystem oder so ähnlich, dort findest Du hinter eine unformatierte Partition).
Als Dateisystem schlage ich Reiser vor.
Du formatierst jetzt erstmal die Partition als Root mit dem Befehl:

mkreiserfs /dev/hda6

Jetzt brauchst Du sie nur noch in der /etc/fstab eintragen und zum Beispiel nach /backup zu mounten. Das ist wichtig, damit wir die Daten aus /home dorthin sichern können.

Jetzt cp -r /home /backup kopierst Du mit cp als root das Home-Verzeichnis auf die neue Partition /backup

Danach unmountest Du /backup. Jetzt sind die Dateien auf der neuen Partition gesichert.
Zum Schluß brauchst Du nur noch das home-verzeichnis /home in /home1 umzubenennen (löschen kannst es, wenn alles geklappt hat), und die neue Partition in der /etc/fstab von /backup in /home ändern.

Das sollte es gewesen sein.

Aber bevor Du es genauso machst, warte lieber nochmal auf jemanden, der dies bestätigt bzw. bessere Tipps hat. Ich würde es so tun, hab aber gerade nur ne Windows-Kiste vor mir und kann es nicht Schritt für Schritt nachvollziehen.
 
Vielen Dank für die Anleitung! :)
Dann warten wir mal ab, was die anderen dazu sagen.
 
die anleitung klingt eigentlich ganz gut. KDiskFree zeigt allerdings nur partitionen an, die bereits in der fstab drinstehen, daher wirst du also nicht die genaue bezeichnung der partition bekommen.
du könntest mit fdisk die partitionstabelle anzeigen lassen, dann weißt du welche nummer die partition hat :)
 
aki schrieb:
KDiskFree zeigt allerdings nur partitionen an, die bereits in der fstab drinstehen, daher wirst du also nicht die genaue bezeichnung der partition bekommen. du könntest mit fdisk die partitionstabelle anzeigen lassen, dann weißt du welche nummer die partition hat :)

Stimmt , ich :affe:

Äh, dann kannst Du auch mal im YaST auf /System/Partitionieren gehen. Gibt ne Warnmeldung, aber die kannst Du wegklicken, da Du nichts verändern wirst. Dort werden Dir die Partitionen auch angezeigt. Sieht ein bisserl hübscher aus als unter der Konsole 'fdisk'. Zumal, wenn Du die Befehle von FDisk nicht nebenbei liegen hast, nützt Dir das tool auch nichts. ich glaube mit "p" läßt man sich die Partitionen anzeigen und mit "q" verläßt man es wieder. Nagel mich aber nicht drauf fest. Lieber vorher nochmal "man fdisk" anluschern.
 
tux73 schrieb:
Stimmt , ich :affe:

Äh, dann kannst Du auch mal im YaST auf /System/Partitionieren gehen. Gibt ne Warnmeldung, aber die kannst Du wegklicken, da Du nichts verändern wirst. Dort werden Dir die Partitionen auch angezeigt. Sieht ein bisserl hübscher aus als unter der Konsole 'fdisk'. Zumal, wenn Du die Befehle von FDisk nicht nebenbei liegen hast, nützt Dir das tool auch nichts. ich glaube mit "p" läßt man sich die Partitionen anzeigen und mit "q" verläßt man es wieder. Nagel mich aber nicht drauf fest. Lieber vorher nochmal "man fdisk" anluschern.
benutz anstatt fdisk mal cfdisk, ist wesentlich anschaulicher ;)

also deine anleitung stimmt schon.
 
Hm - Wurde ja schon alles gesagt. ;) Ich fueg nochmal was zu Allgemeinheit Backup hinzu:

Ich sichere immer nur die Homeverzeichnisse und Konfigurationsdateien. ;)

mfg
 
"Ich sichere immer nur die Homeverzeichnisse und Konfigurationsdateien"

Hallo Zusammen,
welche sind denn ausser "/etc/...." die relevanten Systemdateien ?

Grüße
wona
 
normalerweise müsste /etc reichen. es gibt allerdings auch software die eigenes etc mitbringen (liegt dann in programmordner - allerding gegen der empfehlung der FHS).

ferner (für einen desktoprechener) wären die .binunsichtbar einträge im homeverzeichnis

dient der rechner als mailserver, dann ist noch /var/mail bzw /var/www bei webserver (nur debian). bei anderen distris liegen die dateien möglicherweise anderswo. bei suse gibt es glaube ich ein extra verzeichnis /srv oder sowas. und wenn noch datenbank-ähnliches zeug auf dem rechner läuft, dann darf man dies auch nicht vergessen

mehr fehlt mir gerade nicht ein. die schnellste methode dürfte jedoch ein disk- oder partitionimage sein. da hat man innerhalb von paar minuten das ganze system zurück. der nachteil ist natürlich der platz, den man dafür braucht....
 
Zuletzt bearbeitet:
tux73 schrieb:
/opt (da ist bei SuSE KDE mit drin)
/usr (da sind meist die Programme drin)
/boot

hab ich was vergessen?
Software kann man nachinstallieren. Am wichtigsten ist es, dass Homeverzeichnis, dass datenverzeichnis, wenn man eins hat auf der selben festplatte, die /boot partition mit den kernels, configs und initrd-images. - Auch sollte man die Configs sichern und /var/*

mfg
 
Die beiden einfachsten und zuverlässigsten Backup-Methoden für Linux waren und sind immer noch:

- Voll- und/oder Inkremental- Backups mit TAR und GZIP,
welche man entweder im single-user Modus oder von einer zweiten Linux-Installation aus machen kann.

- Daneben gibt es auch diverse Backup-Tools in diversen Linux-Distributionen, die auf TAR und GZIP aufbauen aber das Ganze etwas komfortabler automatisieren (?)

Dieser Lösung hat den Vorteil dass sie kostenlos ist.

oder

- Partitions-Backup mit einem Programm wie Powerquest Drive Image, Acronis True Image oder Norton ghost, vorausgesetzt die Software ist EXT2/3 kompatibel. was bei älteren Versionen dieser Programme nicht der Fall ist. Vor dem Kauf unbedingt die Features durchlesen ob es EXT2 + EXT3 (oder auch Reiser?) kompatibel ist.

Kostenpflichtig oder von der Heft-CD einer Computerzeitschrift.
 
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