Switch gesucht!

upseinpups

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Hi,

suche für meine neue Hütte ein Switch. Ich möchte das diesmal alles an einem Punkt zusammen läuft.
Was ich dafür benötige sind ca. 50 Ports. Wovon min 12 POE sein sollten.

Ich hab da mal was raus gesucht.

CRS328-24P-4S+RM
CSS326-24G-2S+RM


Und fürs Wlan 3x

UAP-AC-PRO

Macht das Sinn die 3 zu kombinieren?
Oder gibt es aus eurer Sicht ne bessere Lösung?

Danke Grüße.
 
Zum CSS326-24G-2S+RM - Nimm gleich die RouterOS-Version, ist man künftig flexibler und man kann zu SwitchOS umschalten bei Bedarf.
Wenn du auch die APs von MikroTik nimmst, kannst du einen der Switches wenn RouterOS läuft direkt als Controller nutzen, das nennt sich CAPSMAN.
 
Warum brauchst du für dein Haus 50 Ports? Was soll da denn bitte alles angeschlossen werden?

Ich würde nicht mehr die AC-Pro nehmen, die sind noch nicht nach 802.11ac Wave2. Der nanoHD kostet etwas mehr, bringt dafür mehr Performance und vor allem MU-MIMO.
 
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Den Fragen schließe ich mich an. 50 Ports sind schon ne Hausnummer und im privaten Umfeld eher ungewöhnlich. Selbst wenn man 50 Dosen bzw. Doppeldosen im Haus hat, werden diese in der Regel eher so zu 50% aktiv genutzt. Das heißt, dass man diese Dosen auch nicht zwingend voll verschalten muss und sie am Patchfeld zunächst als Reserve einfach nicht an den Switch anschließt.

Darüber hinaus wird es sehr schnell sehr teuer, laut und unnötig warm, wenn man 50+ Ports inkl. PoE einplant. Solch große Switches findet man zu 99% nur in professionellen Umgebungen und dann haben die nicht selten auch Komplett-PoE, weil sie zB für IP-Telefone, etc. genutzt werden. Das PoE-Budget ist entsprechend hoch, das Netzteil bietet dann mehrere Hunderte Watt und der Switch muss die Wärme über Lüfter, die in der Regel nur rudimentär auf Leis..igkeit (?) getrimmt sind, abführen.

Überlege daher wieviele aktive Dosen du tatsächlich benötigst, kurz-, mittel- und langfristig.

Wenn es wirklich 24+ sind, kannst du dir überlegen ob du zB einen 24er mit PoE und einen 24er ohne PoE zB via 10 Gbit/s LWL miteinander verbindest oder ob du dir tatsächlich einen 48er mit PoE zulegen willst. Bei der Variante mit 2 Switches ist der Uplink zwischen den beiden entscheidend. Optimal wäre wie gesagt 10 Gbit/s, möglich wäre aber auch 4x 1 Gbit/s via LAG. Mit 1x Gbit/s wird der Uplink sonst sehr schnell zum Flaschenhals, wenn du wirklich soviele Geräte im Netzwerk hast.


*edit
Was den nanoHD angeht muss ich @Masamune2 auch beipflichten. Der UAP AC Pro ist mittlerweile überholt und der nanoHD der quasi-Nachfolger. Den Pro würde ich Stand heute nicht mehr kaufen. Entweder den UAP AC Lite für reine Budget-Installationen "Hauptsache WLAN" @ 75€ oder aber den nanoHD bzw. flexHD für Performance-Installationen @ 150€. Der Pro @ 125€ ist nicht mehr zeitgemäß und die 25€ Aufpreis zum nanoHD sind gut investiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

erstmal vielen Dank für eure Antworten.

Masamune2 schrieb:
Warum brauchst du für dein Haus 50 Ports? Was soll da denn bitte alles angeschlossen werden?

Natürlich brauche ich nicht alle Ports gleichzeitig da habt ihr schon Recht.
Aber es sind schon einige. Ist halt ein recht großes Haus mit Büro usw.

Raijin schrieb:
Wenn es wirklich 24+ sind, kannst du dir überlegen ob du zB einen 24er mit PoE und einen 24er ohne PoE zB via 10 Gbit/s LWL miteinander verbindest oder ob du dir tatsächlich einen 48er mit PoE zulegen willst.

24 mit und 24 ohne PoE das hatte ich ja vor und diese dann mit 10Gbit verbinden.
Ein 48er PoE ist zu übertrieben.

Danke nochmal und viele Grüße
 
Dann solltest du in jedem Fall auf (Smart-)Managed Switches gehen. Das empfiehlt sich generell bei Switches jenseits der 16 Ports, aber gerade bei Setups mit fast 50 Ports ist das fast schon Pflicht. Damit kannst du dann nämlich VLANs einrichten und zb das Büro netzwerktechnisch vom Rest des Hauses abschotten.

Bei einem Smart-Managed Switch würdest du noch eine Router-Instanz benötigen, die die VLANs überhaupt erst miteinander verknibbelt. Bei einem Full-Managed-Switch ist bereits im Switch eine Routing-Funktion integriert. Das bezieht sich allerdings in der Regel nur auf Inter-VLAN-Routing, beinhaltet also oftmals kein NAT und eignet sich daher nur sehr bedingt als Internet-Router-Ersatz. Dabei geht es nämlich lediglich darum, intensiven Traffic zwischen den VLANs direkt im Switch zu bewegen und nicht erst nach oben zum Router durchzureichen, um dasselbe Paket gleich wieder zurückzubekommen (=> Flaschenhals Uplink Router<>Switch). Deswegen kann ein Switch mit Inter-VLAN-Routing nicht nur innerhalb der VLAN-Ports switchen, sondern sozusagen auch VLAN-übergreifend.

Mit den MikroTik-Switches bin ich nicht wirklich vertraut, aber @martinallnet 's Kommentar deutet darauf hin, dass der CRS328 mit dem RouterOS als Full-Managed-Switch (L3) eingesetzt werden kann. Zumindest liest sich das so auf der Produktseite.


Ich schreibe das deswegen so ausführlich, weil man natürlich auch gerne mal Geld sparen möchte. Ein unmanaged Switch ist immer günstiger als seine (smart-)managed Kollegen. Da man aber gerade solche großen Switches eher ungern tauscht, sollte man nicht unnötig zu tief ins Regal greifen und dann lieber gleich auf eine gewisse Erweiterbarkeit achten. Das wäre so wie ich das sehe bei den MikroTik-Switches gegeben.


Alternativ zu den MikroTiks kann man natürlich auch die Unifi-Switches von Ubiquiti nehmen. Diese ließen sich dann über ein und dieselbe Software konfigurieren und steuern wie die Access Points von Ubiquiti, mit dem Unifi-Controller. Dieser würde zB auf vielen NAS laufen können oder auf einem Server, einem Raspberry PI oder direkt auf dem dafür vorgesehenen Unifi-CloudKey.

MikroTik bietet sowas ähnliches, wenngleich ich auch damit nicht wirklich vertraut bin. D.h. wenn du MikroTik-Switches einsetzen möchtest, wären in der Tat auch die MikroTik-APs wohl recht interessant. Da also auch mal reinschauen.
 
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Cool, danke für die ausführliche Antwort.

Was würdest du denn für ein/zwei Switch(e) nehmen?

Unifi finde ich mit dem CloudKey auch nicht schlecht. Aber der Preis weiß ich nicht ob sich dafür lohnt.
Und das auf nen NAS zu installieren ..... hmm. Ich weiß nicht so recht.

Grüße
 
MikroTik ist schon ein sehr guter Hersteller! Ich plane schon seit längerem, mich mehr in deren Router einzuarbeiten, weil ich bis dato eher bei der Konkurrenz Ubituiti unterwegs bin. Bei Ubiquiti wiederum bin ich was Router und Switches angeht aber eher deren Edge-Reihe zugeneigt. Das heißt aber eben auch, dass es häufiger mal auf die Kommandozeile runtergeht, weil die GUI gar nicht alles abdecken kann was die Kisten können.

Die Unifi-Serie von Ubiquiti benutze ich persönlich ausschließlich für die APs, weil mir beispielsweise gerade die Unifi-Switches einfach zu teuer sind. Egal wie gut/schlecht sie sind, man bezahlt im Vergleich zu adäquater Konkurrenz einfach einen dicken Batzen obendrauf für die Integration in den Unifi-Controller. Und let's face it, ich war seit ca. 2 Jahren nicht mehr in meinen Netgear JGS524E eingeloggt, weil ich einmalig die VLANs eingerichtet habe und das Ding danach so gut wie nicht mehr angefasst habe. Der Komfortgewinn durch "alles im Unifi-Controller" hält sich also gerade bei Switches arg in Grenzen, wenn man nicht ständig an der Portkonfiguration rumfummelt.

Wirklich viel falsch machen kann man bei Switches aber eigentlich nicht. Das ist etablierte Technik und sie tun mehr oder weniger alle das was sie sollen. Ob man nu Netgear, Zyxel, Cisco, MikroTik, Ubiquiti oder von mir aus auch TP-Link einsetzt, gibt sich unterm Strich nicht viel. Die wichtigsten Funktionen (im erweiterten Heimbereich) sind in meinen Augen VLANs (802.3Q) und IGMPv3 (Multicasts). Das beherrschen prinzipiell alle (smart-)managed Switches, wenngleich der eine oder andere vielleicht etwas umständlicher zu konfigurieren sein mag.

Prinzipiell ist es auch kein großes Problem, wenn man mischt. Es ist vollkommen legitim, Unifi-APs mit MikroTik-Switches zu betreiben und zB irgendwo im Netzwerk noch einen Zyxel-Switch dazuzustellen. Das einzige worauf man achten muss ist, dass im Falle von VLANs eben überall dieselben VLAN-IDs verwendet werden. Bei einem kompletten Unifi-Setup könnte man diesbezüglich gar keinen Fehler machen, weil die IDs nur einmalig im Controller definiert und dann einfach auf die Switches und APs "geklickt" werden. Aber ganz ehrlich? VLAN-IDs gehören so oder so zu einer sauberen Dokumentation des Netzwerks (bei mir ist's eine banale Excel-Tabelle) und das war's.



Den Unifi-Controller kann man auf nahezu jedem 24/7 Gerät installieren. Das ist aber kein Muss, sondern ein Kann. Entgegen herkömmlicher Consumer-Hardware haben die Unifi-Komponenten keine eigene WebGUI. Das heißt, dass man sich nicht auf jedem AP einzeln einloggt wie es bei 08/15 Equipment der Fall wäre. Der Unifi-Controller wird einmalig auf einem festen Gerät installiert - also nicht auf dem Laptop, den man nächsten Monat sowieso verkaufen will - und sobald er dort gestartet wurde, ist er via Browser im Netzwerk verfügbar. Das heißt auch, dass man ihn nur bei Bedarf starten kann, wenn man ihn nicht permanent auf NAS/PI/CloudKey laufen lassen möchte/kann. Möchte man ihn dann allerdings vom Laptop runterhaben, muss man ihn aktiv umziehen (via Backup&Restore), also sollte man sich vorher Gedanken machen ob der Controller da installiert bleiben soll oder nicht.
Ob der Controller am Ende 24/7 läuft oder nur bei Bedarf wirkt sich auf die Basisfunktion nicht aus. Das Netzwerk funktioniert weiter, die VLANs bleiben erhalten und die APs machen WLAN. Es fehlen dann allerdings die Statistiken, die der Controller im Betrieb sammelt (zB Datenverbrauch, etc), und Funktionen wie das Captive Portal (sowas wie die Login-Seiten in Hotel-WLANs) sind ohne laufenden Controller natürlich auch nicht möglich, aber in den meisten Fällen eben auch nicht benötigt.
 
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Kleine Ergänzung noch: Wenn man den Controller gar nicht haben will kann man die APs auch mit der Unifi App per Smartphone konfigurieren. Einmal eingerichtet benötigt man da dann eigentlich auch nicht mehr.
 
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