Systemabsturz während Datensicherung

winfrid

Cadet 1st Year
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Jan. 2009
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Schönen guten Tag allerseits!

Ich brauch Hilfe von jemandem, der über ein viel besseres Wissen über PC-Interna verfügt als ich - ich bin Anwender. Hier im Forum habe ich mehrere Beiträge gelesen, finde aber nicht die Lösung zu meinem Problem.

Die Fakten:
Betriebssystem Windows XP Prof. SP 3.
Erstellen eines vollständigen Images von Laufwerk C: mit PowerQuest Drive Image (es handelt sich um den PC meines Bruders, der bislang keine Datensicherung durchgeführt hatte; System, Programme und Daten befinden sich in einer Partition. Vor dem Aufräumen wollte ich ein vollständiges Backup erstellen).
Dateisystem NTFS.
Während des Backups (kurz vor Ende) bootete das System plötzlich neu. (kurzer Stromausfall)
Der Startvorgang wurde allerdings vom System abgebrochen. An den genauen Wortlaut der Meldung erinnere ich mich nicht mehr:"Kein oder falsches Betriebssystem".
Das Image konnte nicht zurückgeladen werden, da es lt. DriveImage beschädigt (unvollständig) war.
Recherche im Internet; es wurde empfohlen, in der Wiederherstellungskonsole von XP die Befehle fixboot und fixmbr auszuführen. Dummerweise wollte das System danach leider nicht starten.
Der Befehl "map" in der XP-Wiederherstellungskonsole (siehe Bild-1) sagt, dass das Dateiystem FAT16 und die Größe 15 MB sei. Jetzt hatte ich überhaupt nichts mehr verstanden. Wie kann aus NTFS FAT16 werden? Und wie kriege ich das wieder zurück?
Im Internet fand ich Hinweise darauf, dass ich mit dem Problem nicht alleine war und dass eine Software namens "TestDisk" hier helfen könnte.
Nachdem ich die tolle Anleitung von Fiona durchgelesen hatte habe ich die Version "TestDisk-6-10-FreeDOS-BootCD-Creator" herunter geladen (wenn ich die korrupte HD in einen anderern Rechner installiere, hängt dieser sich auf; ich kann demnach nicht mit der Windows-Version arbeiten, sondern muss "von außen" an die Platte ran), eine Start-CD erstellt und hiermit die korrupte HD angesehen. Bild-2 zeigt, dass anstatt lesbarer Dateinamen nur wilde Zeichen zu sehen sind. Ich muss gestehen dass mir das zu hoch ist. Auch habe ich Angst davor, noch mehr kaputt zu machen (für meinen Bruder bin ich natürlich der Schuldige).
Ich habe versucht, mit PhotoRec Dateien zu retten. In der DOS-Version wird als Speicherbereich allerdings nur das Laufwerk mit der TestDisk-CD angeboten, welches aber nicht beschreibbar ist. Andere LW-Buchstaben werden angelistet, sind aber nicht auswählbar.
Ich denke, dass das als Problembeschreibung für den Moment reicht. Auch, so glaube ich, kann man die leise Verzweiflung erkennen. Ich würde mich freuen, wenn mir jemand weiterhelfen könnte - z.B. bei der Datenrettung - wie kann ich PhotoRec dazu bringen, die gefundenen Dateien auf eine andere interne Platte zu schreiben?

Danke im Voraus.
Winfrid
 

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Daten kopieren unter DOS geht zumeist nur auf FAT.
NTFS wird unter DOS nicht erkannt.
Aber wenn Testdisk die Daten von einer NTFS-Partition erkennt, können die Daten auf FAT kopiert werden.
Da DOS nur FAT kennt, verschieben sich auch die Laufwerksbuchstaben.
Das gegenwärtig bei dir nur Ausschußdaten erkannt werden, liegt daran, das eine falsche FAT16-Partition angezeigt wird.
Hat daher keine Aussagekraft.
Auch wurde von der FAT16-Partition dein Bootsektor/Partitionssektor überschrieben.
Fixmbr und fixboot sollten nur bei Boot und nicht bei Partitionsprobleme ausgeführt werden.
Kann im Fall schaden.
Du benötigst in Testdisk noch die tiefere Suche Deeper Search.
NTFS hat ein Backup vom Bootsektor am Ende der Partition.
Dadurch wäre im Fall eine Wiederherstellung möglich.
Wichtig im Moment ist die tiefere Suche Deeper Search.
Infos dazu im Fall auch hier;
https://www.computerbase.de/artikel...hnitt_einfache_diagnose_und_wiederherstellung
Prüfe somit ob die Partition gefunden wird und dewine Daten angezeigt werden.

Teile es mit.

Viele Grüße

Fiona
 
Hallo Fiona,

danke für die schnelle Reaktion!

Anbei ein paar "Sreenshots" aus TestDisk.

Bild-1: Die Disk wird mit 136 GB angezeigt, hat aber 160. Es fehlt die erweiteret Partition = Backup-Part.
Bild-2: "Invalid NTFS boot"
Bild-3: Quick Search zeigt FAT12
Bild-4: Ergebnis nach Quick Search
Bild-5: List Files nach Quick Search
Bild-6: Start Deeper Search
Bild-7: Ergebnis nach Deeper Search
Bild-8: List Files nach Deeper Search

Ich verstehe jetzt die Philosophie von TestDisk, bin aber nicht viel schlauer. Was sagt Dir das Ergebnis?

Viele Grüße.
Winfrid
 

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Gegenwärtig sieht es nach ein 48bitlba-Problem aus und der Speicheradressierung.
WinXP unterstützt Festplatten größer als 137 GB erst ab Servicepack 1.
Unter DOS wird auf die Hardware und das BIOS direkt zugegriffen.
Auf jeden Fall sollte deine Festplatte mit 160 GB und 149 GiB angezeigt werden.
Testdisk für DOS bezieht die Infos aus dem BIOS.
Daher überprüfe mal deine Kabel und auch auf neues BIOS.
Teile mal mit, ob du einen älteren Computer hast, der nur 28bitLBA-untersützt?
Kann auch gegenwärtig ein Firmwarehänger sein.
Gibt ein Tool hdat2 mit dem es mit SetMAX zurückgesetzt werden kann.
Aber nur wenn du ein Firmwareproblem hast und sollte nur dann gemacht werden, wenn es nötig ist.
Infos dazu aml hier;
https://www.computerbase.de/forum/t...rkannt-aber-ist-nicht-da.512606/#post-5241337
Um an deine Daten zu kommen sollte die Festplatte richtig erkannt werden.
Wenn die zu klein erkannt wird, passt sicherlich deine Partition nicht und kann wegen der Größe nicht wiederhergestellt werden..

Viele Grüße

Fiona
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Fiona,

Du hast richtig vermutet. Ich habe speziell für diesen Zweck einen alten PC wieder zum Leben erweckt, in den ich die korrupte HD installiert habe. Grund: da ich mit der DOS-Version von TestDisk arbeiten muss - das System muss von der CD gebootet werden - mit meinen Hauptrechner kann ich dann parallel ins Internet. An das Problem mit einer größeren HD i.V.m einem alten BIOS habe ich nicht gedacht. Ich muss jetzt wohl die HD in den Hauptrechner mit dem aktuellen BIOS einbauen. Ich melde mich wieder, brache aber ein paar Minuten.

Danke und schönen Abend.

Winfrid
 
Hallo, da bin ich wieder.

In dem neuen PC mit aktuellem BIOS wird die HD mit 160 GB angezeigt. Dein Hinweis war also goldrichtig. Danke.

Anbei wieder ein paar "Screenshots". Du kennst TestDisk offenbar so gut, dass ich nicht viele Worte machen muss.

Bild-1: HD-Info
Bild-2: Quick Search
Bild-3: Ergebnis von Quick Search
Bild-4: List Files nach Quick Search
Bild-5: Start Deeper Search
Bild-6: Ergebnis nach Deeper Search
Bild-7: List Files 1
Bild-8a und b: der zweite Eintrag zu Deeper Search

Ich bin gespannt, was Du dazu sagst.

Danke nochmals.

Gruß
Winfrid
 

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Testdisk kann dein NTFS-Dateisystem nicht öffnen.
Sieht somit beschädigt aus.
Nur fixmbr und fixboot kann es nicht schaffen, da nur der Bootloader und die Signatur, das der MBR und der Bootsektor gültig sind, neu geschrieben werden.
Kann es sein, das bei Neustart etc. auch chkdsk ausgeführt wurde und Änderungen vorgenommen hat?
Im Fall wenn das Dateisyastem nicht mehr geöffnet werden kann, hilft als sichere Alternative Datenrettungssoftware.
Überprüfe mal mit scavenger in der Testversion den Zustand deiner Daten.
Mache damit den langen scan.
Gibt eine Diskettenversion von scavenger die direkt ohne Installation ausgeführt werden kann.
Versuche es mal mit Bart's PE Builder.
Hier ist ein Thema mit Link zu einer Klickanleitung;
https://www.computerbase.de/forum/threads/rettung-von-4gb-dateien-windows-bootet-nicht.549592/
Greife nicht mehr schreibend auf deinen betroffenen Datenträger zu und nehme keinerlei Änderungen vor.

Viele Grüße

Fiona
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Fiona,

ich sitze im Büro und lese gerade Deine Antwort.
Nein, Chkdsk wurde nicht ausgeführt.
Ich werde mich heute Abend mit Deinem Vorschlag beschäftigen und melde mich dann wieder.

Danke für alles und bis bald.

Winfrid
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist gegenwärtig die sicherste Alternative.
Ich weiß nicht, ob es sich lohnen würde deine NTFS-Partition wiederherzustellen.
Nicht das Windows bei Speicherfehler hängt.
Dann wäre es auch nur das äußerste, eine Diagnose des Bootsektors zu machen, ob Daten gefunden werden.
Daher leider die Empfehlung als sicher mit Datenrettungssoftware.
Allein das die jetzige FAT12-Partition von 16 MB Ausschußdaten aufzeigt kann sicherlich bedeuten, das diese in deine vorige NTFS-Partition geschrieben hat?
Ungeklärt ist aber, wie eine Partition mit Auschußdaten da hinkommt.
MBR oder Bootsektor allein, wären kein Problem.
Daher die Frage, ob chkdsk gestartet ist und etwas mit diesem Ergebnis repariert hatte?

Viele Grüße

Fiona
 
Zur Ursache:
Wenn wegen der Hardwarelimitation nur eine 15MB Platte überblieb, hat fixmbr möglicherweise nur einen Eintrag mit Typ FAT-Partition in den MBR geklatscht.
 
Hallo Fiona,

nach Deinen Vorgaben habe ich eine BartPE-Start-CD inkl. File Scavanger erstellt und über die korrupte HD laufen lassen. Einen Screenshot habe ich beigefügt.

Scavanger findet jede Menge Dateien (u.a. jpgs, auf die es meinem Bruder ankommt) mit Status "gut". Das sind vermutlich die Dateien, die gerettet werden können.

Wie soll ich Deiner Meinung nach weitermachen? Ich vermute, die gewünschten Dateien auswählen und auf ein Ziellaufwerk kopieren. Wenn dem so sein sollte, geht das noch mit der Testversion von Scavanger oder ist es angeraten, eine Lizenz zu erwerben?

By the way: Respekt vor Deinem Wissen und Engagement!

Viele Grüße und danke.
Winfrid

Greetings
Winfrid


PS
Es ist nicht notwendig das ganze System zu restaurieren. Meinem Bruder kommt es auf seine JPGs an. Er ist Berufsfotograf mit minimalen PC-Kenntnissen (noch weniger als ich habe).


@Ernst
Danke für den Hinweis. Was wäre zu tun?
 

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Wenn du nur jpgs benötigst, nehme PhotoRec in Testdisk.
Infos;
Wenn es sich um Bilder handelt, lade dir Testdisk 6.11WIP in der neuesten beta.
https://www.computerbase.de/downloads/systemtools/festplatten/testdisk/
Nach dem dekomprinieren findest du den Testdisk-Companion PhotoRec.
Bestätige durch, wähle deine Festplatte und bis du die Option File Opt siehst.
Öfnne File Opt und drücke s (select) um alls Dateitypen abzuwählen.
Wähle dann explizit nur die Dateitypen aus, die du benötigst.
Spart unmengen an Arbeit, da keine anderen Dateien mit wiederhergestellt werden.
Wähle zum scannen unallocated space only und nicht whole drive.
Hiermit scannst du nur den freien Speicherplatz und nicht die gesamte Festplatte mit auch den vorhandenen Dateien und sprt auch Arbeit und Zeit.
Infos zu PhotoRec auch hier;
http://www.cgsecurity.org/wiki/PhotoRec_Schritt_für_Schritt

Teile es insoweit mal mit.
PhotoRec behält die Dateienamen nicht bei, dafür aber das Erstellungsdatum in den Exif-Daten.
Ist bei Bilder zumeist ausreichend!

Viele Grüße

Fiona
 
Wenn du mal alles, was sich nach dieser Methode runtersaugen lässt, gerettet hast:
Wenn Du Lust hast - bevor die Platte neu formatiert wird - kann ich mich ja an der Rekonstruktion versuchen. So wie es aussieht, sind maximal bloß die ersten 16002 Sektoren der Platte überschrieben. Mit dem NTFS-Bootblock-Mirror und einem neuen MBR müsste sich bis auf ein paar (System)Files alles wieder ansprechbar machen lassen.
Dauert vielleicht 'ne Stunde
 
Hallo Fiona,

dass PhotoRec das kann, habe ich gesehen. Ich habe Anfangs in der Problembeschreibung erläutert, dass sich mein PC aufhängt, wenn ich die korrupte HD in einen Rechner installiere und dass ich deshalb nicht mit der Windows-, sonder mit der DOS-Version arbeiten musste, damit ich quasi "von außen" an die Platte ran komme. Ich habe dann versucht, mit PhotoRec Dateien zu retten. In der DOS-Version wird als Speicherbereich allerdings nur das Laufwerk mit der TestDisk-CD angeboten, welches aber nicht beschreibbar ist. Andere LW-Buchstaben werden angelistet, sind aber nicht auswählbar. Ich stehe vor Frage, was ich machen muss, damit PhotoRec die gefundenen Dateien auf eine andere Platte schreiben kann. Ich habe bislang mit der Version 6.10 gearbeitet. Ist PhotRec in der Version 6.11 hier flexiebler?

Viele Grüße und einen schönen Tag.
Winfrid

@Ernst
Ich komme ggf. auf Dein Angebot zurück. Im Moment reicht es mir, wenn ich die Daten retten kann :-))
 
Ich habe Anfangs in der Problembeschreibung erläutert, dass sich mein PC aufhängt, wenn ich die korrupte HD in einen Rechner installiere
.
Im Post#1 schreibst Du:
wenn ich die korrupte HD in einen anderern Rechner installiere, hängt dieser sich auf
Daraus geht nicht hervor, was eigentlich Sache ist. Was von den folgenden Punkten ist jetzt alles zutreffend?

Es gibt 3 PCs: Den deines Bruders, einen uralten(der die Platte noch nicht unterstützt) und Deinen PC.

1a) nach dem Fehler wurde noch am PC Deines Bruders das fixboot/fixmbr ausgeführt
1b) nach dem Fehler wurde am "uralt"-PC das fixboot/fixmbr ausgeführt

2) die Platte - auf dem ja offensichtlich ein System war, konnte am "uralten" PC nicht gebootet werden

3a) von der Platte konnte, in Deinem PC angeschlossen, nicht gebootet werden
3b) Das BIOS hängt schon vor dem Boot, wenn Du vom der Systemplatte deines PC's bootest und die Platte Deines Bruders beim Systemstart dranhängt
3c) Windows Startup hängt nach dem Boot, wenn Du vom der Systemplatte deines PC's bootest und die Platte Deines Bruders beim Systemstart dranhängt
3d) Windows Deines Systemes lässt sich normal booten, hängt aber nach Aufruf der Datenträgerverwaltung
3e) Windows Deines Systemes lässt sich normal booten, hängt aber nach Aufruf des Explorers
 
Zuletzt bearbeitet:
@Ernst

Ja, es gibt 3 PCs, wie Du richtig erkannt hast.

1a ist korrekt.
1b ist falsch.
2 ist korrekt
3a ist korrekt
3b bis 3e sind falsch.

Erläuterungen:

1. Nach fixboot/fixmbr startete der PC meines Bruders nicht mehr.
2. Ich habe die korrupte HD aus Bruders PC ausgebaut und mitgenommen.
3. Zuhause habe ich die Platte in meinen PC eingebaut.
4. Windows versucht zu starten, das Begrüßungsbild erscheint noch, dann wird der Startvorgang abgebrochen, Warmstart, Abbruch an derselben Stelle, Warmstart usw.
5. Platte ausgebaut --> System startet ohne Probleme.
6. Von TestDisk eine DOS-Boot-CD erstellt
7. Nur die Platte von Bruder drangehängt --> Zugriff möglich
8. "Uralt-PC" reannimiert (damit ich meinen nicht blockiere); startet normal; sobald die Bruder-Platte im Bus hängt dasselbe Verhalten (Abbruch, Neustart, Abbruch, ...)
9. Fiona erkennt das Problem mit dem alten BIOS
10. Seit dem arbeite ich an dem Problem nur noch auf meinem PC. D.h. wenn ich auf die Bruder-HD zugreifen will, muss über CD gestartet werden (DOS-TestDisk oder BartPE)

Ich hoffe, dass Du jetzt im Bild bist oder habe ich was vergessen?

Danke Dir jedenfalls für Deine Mühe.

Viele Grüße.
Winfrid
 
Teste bitte folgendes;
Lösche deine FAT12-Partition da sowieso falsch und nicht benötigt in der Windows Datenträgerverwaltung.
Dann sind auch deine Ausschußdaten weg!
Der Hänger kann dann weg sein.
Benutze PhotoRec für Windows und scanne dein Laufwerk nur nach Fotos wie beschrieben, spart Unmengen an Zeit, da nur Bilder und nicht andere unnötige Dateien wiederhergestellt werden.
Die BootCD läßt auch kopieren, aber unter DOS geht es nur auf FAT, da DOS kein NTFS erkennt.
Unter DOS kommt immer die gesamte Laufwerksauswahl von A-Z, da unter DOS das FAT-Laufwerk explizit ausgewählt werden muß.
Da nur FAT erkannt wird, verschieben sich die Laufwerksbuchstaben.
Praktisch ist eine FAT-Partition dann C:.
Sind aber nur Informationen und teste es unter Windows.
Lösche einfach die FAT12-Partition!.
Scanne nach Bilder und benutze die Option whole disk oder drive und nicht nur den freien Speicherplatz wie unallocated space only.

Viele Grüße

Fiona
 
Hallo Fiona,

ich habe mir für heute einen Tag Urlaub genommen, damit ich an dem Problem dan bleiben kann.

Inzwischen ist es mir glungen, TestDisk 6.11 in BartPE einzubinden - natürlich mithilfe der Anleitung von Dir :-)
Zur Zeit werden die JPGs von der korrupten Platte auf eine andere HD kopiert. Ich hoffe, dass alles klappt.

Ich werde von dem Ergebnis berichten.

Wohin kann ich die Blumen schicken?

Viele Grüße.
Winfrid
 
PhotRec hat sehr gute Ergebnisse bei Bilder.
Dateinamen bleiben nicht, aber auch Exif-Daten bleiben im Header erhalten.
Bart's PE Builder ist eine gute NotfallCD für Windows, die leider zu wenig eingesetzt wird.
Kann viele Prozesse bei Windows-Probleme beschleunigen und ist sehr effektiv.
Auch hat Testdisk ein PE-Plugin im Windowsordner, die Anleitung aber mit integrieren ist zum Teil übersichtlicher, da Testdisk schnell angewählt werden kann.

Viele Grüße

Fiona
 
winfrid schrieb:
@Ernst
...
3a ist korrekt
3b bis 3e sind falsch.
...
4. Windows versucht zu starten, das Begrüßungsbild erscheint noch, dann wird der Startvorgang abgebrochen, Warmstart, Abbruch an derselben Stelle, Warmstart usw.
...
10. Seit dem arbeite ich an dem Problem nur noch auf meinem PC. D.h. wenn ich auf die Bruder-HD zugreifen will, muss über CD gestartet werden (DOS-TestDisk oder BartPE)

d.h. vergessener Pkt
3f) beim Booten von Deinem System bei gleichzeitig angeschlossener Platter Deines Bruders hängt Dein System in einer Windows-bootloop.
wäre richtig - oder?

Falls danach noch andere Daten auf der Platte als zu retten eingestuft werden sollten:

wie Fiona schreibt, "Lösche deine FAT-12-Partition" - nur als Hinweis:
damit ist kein Formatieren der Partition gemeint, sondern entfernen des Partitioneintrags auf dem MBR, z.B. mittels Datenträgerverwaltung - entfernen der 15MB FAT-12 Partition.

Ein anderes Problem sollte - wenn weitere Rettung notwendig erscheint - behoben werden:
warum Dein System nicht hochfährt, wenn diese Platte dranhängt.
Wie sieht die Hardware-Konfiguration deines PC's aus (Mainboard-Type, Systemplatte wo angeschlossen (SATA oder IDE), CD/DVD wo angeschlossen, Bruder-HDD wo angeschlossen...)
Wenn sowohl Deine Systemplatte/DVD als auch die des Bruders IDE am selben Kabel sind, könnten vielleicht die Jumperung beider auf Master das Problem verursachen - und nach Behebung dieses Problemes könnte eine weitere Rekonstruktion(oder Rettung) unter Deinem laufenden System wesentlich einfacher ablaufen.

Viel Erfolg jedenfalls!
 

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