News tado° AI Assist: Künstliche Intelligenz soll Heizkosten deutlich senken

...oder könnte es eventuell auch am neuen 14900KS + RTX 5090 liegen? :) Just kidding, hab ich gar nicht.

Dann man genug halb-OT, danke für die freundlichen Antworten @SaxnPaule @Arne @floh668 @Samurai76 und falls ich wen vergessen habe. Die Heizperiode beginnt und ich werde dann wohl mal schauen, ob ich mit Wiederaufnahme der Absenkung dann also noch etwas weniger Gas verheizen kann. Und mich mal etwas mit Thermodynamik beschäftigen, interessantes Gebiet.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Arne, mazO! und SaxnPaule
Nihil Baxxter schrieb:
Woran kann es dann liegen?
10-15% Verbrauchsunterschied sind absolut im Rahmen der normalen Schwankungen durchs Wetter. Der DWD hat das bundeslandscharf als Tabelle: https://www.umweltbundesamt.de/date...-und-sommer-in-deutschland-signifikant-warmer
Da kannst du vergleichen ob das bei dir hinkommen könnte. 2015/2017/2018/2021 recht kalt, ansonsten eher warm.
Ansonsten könntest du natürlich auch noch die Heizkurve oder deren Fußpunkt verändert haben.

SaxnPaule schrieb:
Darin steht Effizienzklasse G mit 263kWh je qm Nutzfläche. :o
Das wären etwa ungedämmte Ziegelwände mir uraltem Zweifachglas?

SaxnPaule schrieb:
"Einziger" Unterschied ist, dass eine neue Brennwerttherme (die alte war von 1994) und eine FBH im EG reinkam.

Kann das tatsächlich sein
Imho nein. Wenn der Vorlauf für noch vorhandene Heizkörper höher sein muss als für die FBH, hast du da eigentlich gar keinen Vorteil, ansonsten bei ner Fossilheizung nur nen geringen. Brennwerttechnik verdoppelt die Effizienz auch nicht, die Therme von 1997 aus meiner alten Wohnung soll laut Schornsteinfeger auch schon 90% Effizienz gehabt haben. Ich denke 10-20% kann der Tausch der Therme realistischerweise bringen.

SaxnPaule schrieb:
oder geht in die Berechnung der EEK
Hast du einen Bedarfs- oder Verbrauchsausweis? Der Bedarf wird anhand der Gebäudedaten berechnet/simuliert, der Verbrauch tatsächlich gemessen. Und beides kann grotesk daneben liegen.
Was du schreibst, passt zu nem offiziell ungedämmten Haus, das aber vielleicht doch ne Einblasdämmung zwischen den Ziegeln hat und sparsam beheizt wird, eventuell auch noch mit nem "Komfortkamin" oder anderen nicht erfassten Wärmequellen. Oder es ist gedämmt und vorher wurde zum gekippten Fenster raus geheizt, das gibt es natürlich auch.

SaxnPaule schrieb:
Edit: Ich vermute ich weiß warum. Bei mir gibt es nur drei Mal am Tag warmes (52°C) Wasser (~30kWh). Ich denke das macht schon ordentlich was aus. Sonntagabend 80°C prophylaktisch gegen Legionellen.
Die Oma vorher hatte das Warmwasser auf 70°C und vermutlich auch 24/7.
Ich mache WW sogar nur 1x am Tag. ;) Ich nehme WW immer mit 15% Anteil an den Heizkosten an. Kann natürlich sehr viel mehr aber auch ein bisschen weniger sein, gerade wenn dein Haus so riesig ist. Wenn der Speicher gedämmt ist, sollten permanent 70°C Warmwasser den Gasverbrauch auch nicht total explodieren lassen. Manche neuere Thermen loggen aber auch, wieviel Brennstoff jeweils für Heizung und Warmwasser draufgeht.

Also von mir aus können wir das halb-OT gerne elaborieren. ;)
 
@Arne es ist ein ehemaliges Zweifamilienhaus von 1965 welches 1994 saniert wurde. Die Fenster stammen aus dieser Zeit. Dämmung ist 10cm Styropor. Laut Wärmebildfotos des Energieausweises ist die Fassadendämmung super (1 von 6). Nur die Fenster eine 3/6. Mit heruntergelassenen Rollläden eine 2/6.

Laut Energieausweis ist die ermittelte Gebäudenutzfläche 365m² (Reine Wohnfläche sind ohne Kellergeschoss 185m²). Primärenergiebedarf ist im Energieausweis mit 232,5kWh/m² angegeben. Endenergiebedarf mit 209,4 kWh/m².

Für Wandheizkörper, FBH und Warmwasser existieren jetzt unterschiedliche Heizkreise mit unterschiedlichen Vorlauftemperaturen.

Der WW Speicher ist relativ klein (160l Nutzinhalt) und wurde beibehalten. Da ich den ganzen Tag daheim bin und Mittags koche, brauche ich auch mittags warmes Wasser.
1758722240897.png
 
De facto muss die Dämmung ja auch in Ordnung sein bei deinem Verbrauch. Wie man dann auf die Werte aus dem Ausweis kommt ist mir aber wirklich unklar. Entweder wurde die Sanierung vergessen oder es ist eben ein Verbrauchsausweis und kein Bedarfsausweis. Bei dir könnte der riesige Keller auch das "Problem" sein, da gibt's auch große Unterschiede wie man den berücksichtigen kann oder auch nicht. Wenn der beheizt wird und aus der Berechnung rausfällt, sinds natürlich viele kWh für die "wenigen" restlichen m².

Ich hab nen 190L Speicher, bin auch zuhause und komme damit wunderbar aus dass der nachmittags einmal auf 55°C hochheizt. Nur wenn ich die Wanne richtig voll mache und danach noch jemand duschen will kanns knapp werden. Bin vielleicht einfach sparsamer. ;)
 
In die Nutzfläche gehen ja Dachboden (2,25m Höhe) , Keller und Garage auch mit ein. Da kommt das mit den 365qm Nutzfläche schon hin.

Keller wird nur selten und punktuell beheizt und sonst bei 17°C gehalten.
Vorher war er komplett unbeheizt.

Wenn du nachmittags auf 55°C heizt hast du morgens um 8 noch warmes Wasser zum Duschen und Mittags warmes Wasser zum Kochen?
Wohnst du allein?
 
Jo hab ich. Zu zweit. Der Speicher ist aber auch grad zwei Jahre alt, der ist vielleicht auch besser isoliert als dein übernommener, der pro Stunde 1K verliert.
 
Für die meisten Haus-/Wohnungsbesitzer mit eigener Zentralheizung (Wärmepumpe, Gastherme, Öl usw) absoluter Schwachsinn. Den besten Wirkungsgrad liefern diese Anlagen, wenn die Heizkörper weit aufgedreht sind und man die Vorlauftemperatur entsprechend weit absenken kann. Außerdem spart man durch das nächtliche Absenken kaum was ein, da tagsüber oder Abends die Energie wieder in den ausgekühlten Wohnraum muss. Am besten setzt man sich mal mit seiner Heizung und Lebensgewohnheiten auseinander, dann hat man das meiste Einsparpotential abgedeckt
 
snickii schrieb:
Quasi über die Anlage steuern und nicht über jede einzelne Heizung.
Meine ist erst ein Jahr alt und ist kaum vernünftig einstellbar, auch nicht über die Smartphone-App. Dank an Viessmann!

Und wenn nicht alle das Haus verlassen, sitzen die verbliebenen dann in einem Zimmer, das auch mit abkühlt. Ich spreche aus Erfahrung, weil ich im oberen Stockwerk im Homeoffice verbleibe, während unten alles ausfliegt. ;)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: areiland
Habe mal noch ein bisschen über das Thema "durchheizen oder nicht" siniert. Also wo es definitiv besser ist -> Wenn man - wie auch ich (jedenfalls in machen Zimmern) mit einer Luft-Luft-WP heizt (Klimaanlage).

Beim "Nachheizen" nach der Pause geht die Klimaanlage mit höher Temperatur an die Arbeit um auszugleichen -> Dabei ist sie inneffizienter da Delta T höher ist.

Also kann man sagen: Ist die Heizung so gebaut das sie, nach der Pause, mit einer höher Vorlauftemperatur arbeitet, dann ist Durchheizen - je nach Dämmung - besser. Ist die Vorlauftemperatur fix, ist eine Pause sinnvoll. Solange sie lang genug ist und man auch Zeit hat rechtzeitig wieder "vorzuheizen" wenn man aufsteht oder zurückkommt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Nihil Baxxter
Das ist richtig, gilt aber wirklich nur für Wärmepumpen uneingeschränkt. Bei Feuerungsanlagen ist es fast egal, ob die kurz mit höherer Vorlauftemperatur (bzw. höherer Spreizung) arbeiten oder lange/durchgängig mit niedrigerer, das unterscheidet sich in der Effizienz nicht kriegsentscheidend und da kann dann der mit Absenkung geringere Energieverlust insgesamt der größere Effekt sein.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Nihil Baxxter
@Arne Naaaaja. Also ich merke es am Kamin. Unser Flur im Haus (der Erdgeschoss Flur und Obergeschoss heizt) reagiert wie folgt:

Auch wenn ich nachts um 11 Uhr nochmal Holz nachlege -> Morgends ist der Flur kalt. Und die Zimmer auch frisch oben... Wenn ich dann Feuer mache morgens ist es dann auch innerhalb von 30 Minuten wieder schön warm. Egal ob ich durchgeheizt habe oder nicht. Also ist es besser die 1-2x Holznachlegen ab 18 Uhr sein zu lassen und stattdessen morgends wieder zu heizen. Das SIEHT man was man an Brennmaterial spart :D
 
ReactivateMe347 schrieb:
Wie soll das mit dem Sparen funktionieren? Die Mensch haben doch alle völlig verschiedene Tagesrythmen, nicht wenige gar kein Muster (Außendienstler) ...

Also wer zu krank ist, aufzustehen und zum Heizkörper zu gehen oder wer ganze Großgebäude verwaltet, da kann ich Vorteile von Heizungs- und Fenstersteuerung verstehen, aber in normalen Privathaushalten?
Wenn man mal kapiert hat, dass 5 nicht schneller Heinz als 3, sondern nur länger, der hat doch eigentlich das wesentliche getan - oder?

Gehst du jedes mal durch die Wohnung bevor du sie verlässt und drehst die Heizung runter ?

Ist es ein Automatismus wenn das Fenster geöffnet wird die Heizung runterzudrehen ?

Drehst du auch all deine Heizkörper Abends runter ?
Drehst du sie Morgens auf wenn du ins Bad gehst ? Die 10 Minuten im Bad hat die Heizung kaum Zeit gehabt irgendetwas zunbewirken. Die Kosten sind trotzdem da.

Denkst du wirklich, Hand aufs Herz ständig daran ?
Jedesmal immer und konsequent ?


Ich denke da liegt doch genau das Potential von angepassten und intelligenten Automatisierungen.
 
Wer dreht denn an den Heizkörpern? Selbst bei meiner 99er Heizung hab ich logischweise eine zentrale Steuerung. Startet automatisch um 0600 und endet um 2300. Und wenn ich länger aus dem Haus bin drück ich die Spartaste...und wenn ich wieder da bin...
 
@Organix das ist schön für DICH.
Viele Leute sind Mieter und die haben diese Option nicht. Da heizt die Zentralheizung 24/7 durch oder es gibt Fernwärme. Da ist die einzige Möglichkeit zur Absenkung nunmal direkt am Heizkörper.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: areiland
Das ist mir tatsächlich ob es geglaubt wird oder nicht gestern spät abends noch eingefallen. Wäre aber für mich ein Hauptgrund eine Wohnung nicht zu beziehen.

Ich kenne auch so gut wie niemanden der aktuell in dieser Situation ist. Der letzte war mein Onkel in einem kleinem "Hochhaus". Da war ich selten.

Ansonsten haben auch alle Mieter die ich kenne eine Therme in der Wohnung oder im Keller. Die Mietshäuser haben bis zu 20 Wohneinheiten. Hier in der Gegend ist das so selten das ich das in den letzten 30 Jahren + nicht mehr als 3-4 mal gesehen habe...

Ich persönlich hab es das letzte mal in einer Ferienwohnung genutzt/gesehn...

€: Wäre die Situation so das ich nicht drum herum komme hätte ich natürlich auch elektronische Heizkörper Thermostate...ob die dann KI brauchen ist nochmal was anderes...

https://www.obi.de/p/6368237/essent...wt_mc=ogs.local...&storeId=047#productDetails
 
Zuletzt bearbeitet:
Organix schrieb:
Ansonsten haben auch alle Mieter die ich kenne eine Therme in der Wohnung oder im Keller.
Im Keller, genau.
Die heizt trotzdem 24/7 durch, weil manche Mieter 25°C im Bad haben wollen und 23Uhr nach der Spätschicht ein Vollbad nehmen wollen. Da hast du als Mieter keinerlei Einfluss drauf.

Zudem gibt es ein Gesetz(?) welches vorschreibt, dass am weitest entfernten Punkt von der Therme das Heißwasser immernoch mindestens 60°C (?) haben muss. Legionellen und so...

Für ein EFH absoluter Blödsinn, im MFH aber leider Standard.

Hier in der Stadt werden übrigens alle Wohnblöcke auf Fernwärme umgerüstet.
 
Ja, das ist aber die absolute Ausnahme.
Wie soll das im Wohnblock mit 50 Wohnungen funktionieren?
Da muss ja Gas in jede Wohneinheit gelegt werden. Macht kein Mensch mehr heutzutage.
Dazu noch ein Warmwasserspeicher für jede Wohneinheit. Absolut blödsinnig.

Dezentrale Heizanlage dürften in Mehrparteienhäusern nur noch in sehr alten Gebäuden existieren.
 
Ich kenne das halt kaum anders...ich kann jetzt schlecht Fotos einstellen von all den einzelnen Heizthermen die ich kenne...Zentralheizung in meinem gesamten Umfeld ist so gut wie nicht existent...

Ausnahmen: Firmengebäude/Halle, Ferienwohnung, (kleine) Hochhäuser.

Ich nehme aus dem Thema einfach mal mit das es viele Zentralheizungen gibt. Ich hätte dann aber wie schon oben geschrieben viele Jahre elektronische Heizkörperthermostate ohne KI...
 
Organix schrieb:
Die Mietshäuser haben bis zu 20 Wohneinheiten.
In solch einem Haus hat jeder Mieter eine eigene Therme und einen eigenen Warmwasserspeicher? Und auf die Heizkurve der Therme können die Mieter Einfluss nehmen? Beachtlich.

Wenn man mal Google dazu befragt bekommt man auch als Antwort, dass dezentrale Heizungen nur in kleinen Wohnhäusern oder bei Nachrüstung verbaut werden. Alles andere ergäbe auch keinen Sinn.

Edit: Wenn man Google andersrum fragt bekommt man auch eine Antwort (Stand 2023):
Der Anteil der Zentralheizung an allen Wohnungen liegt in Deutschland bei rund 54,2 % der Wohnungen
 
Zurück
Oben