Tearing/ Streaming auf TV

californicated

Lt. Junior Grade
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Jan. 2008
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Guten Abend liebe Community,

da ich nach dem Windows 10 Upgrade einige kleinere, aber nervige Bugs bemerkt habe und daher ohnehin neu aufsetzen müssten, wollte ich es gerne nochmals mit einer Linux Distri probieren.

Nun hatte ich in der Vergangenheit immer folgende Probleme, die mich wieder zu Windows gezwungen haben:

1) Tearing am Desktop. Allgemein war die Performance eher mangelhaft, aber das Tearing beim Verschieben der Fenster hat dem Ganzen die Krone aufgesetzt. Ob nun der freie oder proprietäre AMD Treiber, einen Unterschied hat es nicht gemacht. Vielleicht spielt es eine Rolle, dass der Sound über HDMI läuft und ich dafür die Anzeige spiegeln muss?

2) Das Streaming von Videos über WLAN auf den TV. Unter Windows reicht ein Rechtsklick und schon kann ich die .mkv oder .avi auf den LG 55LB671V schicken. Ansonsten nehme ich LG SmartShare dafür. Für Linux habe ich keine auch nur annähernd komfortable Lösung gefunden.

Zur Hardware:

AMD A10-5700
MSI FM2-A75MA-E35
G.Skill Sniper 8GB
Intel SSD 330 Series 180GB

Hat jemand von euch eine Idee für die beiden genannten Probleme?
 
Welche Distribution nutzt du denn, mit welcher Desktopumgebung?
Was für Unternehmungen gegen das Tearing hast du den schon angestellt, außer Treiber tauschen?
Ich kenne das Problem weder bei dem freien, noch bei dem probitären AMD Treiber. Bei letzterem muss das vsync allerdings noch extra aktiviert werden.
Hast du das Problem auch bei Videos?

Zu deiner zweiten Frage: welche Technik wird denn da genutzt? DLNA?
 
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Danke für eure Antworten. Was ich vor Monaten bis Jahren bereits ausprobiert habe:

- Ubuntu (Unity)
- Mint (Cinnamon und Mate)
- elementaryOS
- Arch (da ist es schon am Tastaturlayout gescheitert)
- Manjaro (Xfce)


VSync hatte ich damals aktiviert und deaktiviert getestet, ebenso Einstellungen für hohe Bildqualität und mehr Leistung. Einen Unterschied hat das alles nicht gemacht.

Den Catalyst 15.07 gab es damals noch nicht. Das wäre schon mal ein Ansatzpunkt für den nächsten Anlauf.

Ansonsten habe ich gelesen, dass Wayland Abhilfe schaffen soll. Läuft es bereits stabil?

Streaming auf den TV läuft über DLNA, richtig. Kodi dürfte einen Versuch wert sein.
 
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Ich habe für Xfce mit Vsync immer Compton nachinstalliert, weiß aber nicht ob das bei dir auch hilft.
 
Compton mit --backend glx für die freien Treiber. Xrender hilft nicht viel gegen Tearing.

Zum Streaming: Wenn etwas irgendwie geht, kannst du es auch sehr leicht komfortabel machen. Das „irgendwie“ sind dann irgendwelche Konsolen Kommandos, die packst du in ein Script und schon ist es wieder nur ein Klick und alles funktioniert. Kann man in vielen Dateimanagern dann auch ins Menü packen, ich habe in Spacefm zum Beispiel Kommandos, um Bilder direkt auf Imgur zu laden usw.
 
wayland soll ja Tearing verhindern , sowohl Gnome 3.1x als auch KDE 5.3+ unterstützen es bereits.
Kannst es ja mal ausprobieren einfach vor dem einloggen z.B gnome Wayland auswählen.
Dazu brauchst du soweit ich weiß die open source Grafiktreiber
 
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Für dein Streaming-Problem gibt doch ein paar Lösungsansätze. Ich weiß ja nicht, ob du es überhaupt schon einmal geschafft hast Medien aus deinem Linux heraus an den TV zu streamen, oder ob es dir nur zu unkomfortabel war..?

Du benötigst auf jeden Fall ein kleines Tool, welches als DMC (Digital Media Controller) fungiert und einen Stream (Bild, Ton, Video) von einem beliebigen DMS (Digital Media Server) im Netzwerk zu einem DMR (Digital Media Renderer, z. B. einen TV) pusht.
Wenn du schon einen DMS im Netzwerk hast (z. B. ein NAS), könnte das dein Problem schon beheben: http://ubuntuforums.org/showthread.php?t=1491399

Wenn du Ubuntu/Mint nutzen möchtest, ist das Paket "gupnp-av-cp" für dich am interessantesten.

Wenn noch kein DMS existiert, brauchst du den noch. Den kannst du auch auf deinem Rechner laufen lassen und so Kontent von deiner Platte senden. Da wäre "miniDLNA" ein Stichwort.

Edit:
Wenn lokale Medien wie in Windows über das Kontextmenü angestoßen werden sollen, hab ich hier noch was gefunden:
http://hypfer.de/blog/2014/05/01/upnpdlna-und-das-play-to-kontextmenue-unter-linux/
Funktioniert out-of-the-box allerdings nur mit dem Nautilus-Dateiexplorer aus Gnome und dessen Forks aus Mint (Caja) und Cinnamon (Nemo).
 
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Ich habe es die letzten Tage erneut versucht:

Manjaro mit Xfce, prop. Treiber und Compton: Kein Tearing beim Verschieben von Fenstern und Videos, aber die Fenstergröße zu verändern war ein Graus.

KaOS: Ziemlich buggy. Beim Einstellen einer Wayland Sitzung ... siehe Bild.

IMG-20150913-WA0004.jpeg

Kurzerhand musste wieder Windows 10 drauf. Vielleicht soll es einfach nicht sein :rolleyes:

Aber danke für die Hilfe!
 
Was versprichst du dir von dem prop. AMD Treiber? Hast du wirklich wieder Probleme mit dem xf86-video-ati gehabt? Mehr performance hat er jedenfalls kaum. Meist ist er gar schneller.
Du hättest zusammen mit diesem Treiber und einer modernen DE wie Mate oder Cinnamon mit Sicherheit keine Probleme gehabt. Ich nutzte beide auf unterschiedlichen Hardware-Plattformen und hatte nie derartigen Trubel.
 
californicated schrieb:
Ich habe es die letzten Tage erneut versucht:

Manjaro mit Xfce, prop. Treiber und Compton: Kein Tearing beim Verschieben von Fenstern und Videos, aber die Fenstergröße zu verändern war ein Graus.

Ins Blaue geraten: Vollbild: alt+F11, alt+F5/F6 sind horizontal/vertikal maximieren.

Achso: Und mit Alt+Rechte Maustaste(gedrückt halten) + Maus ziehen gehts natürlich auch...
 
Zehkul schrieb:
Du hast Linux nicht verstanden. Du kannst ganz einfach jedes beliebige Interface installieren und zwischen ihnen wechseln, das ist nicht wie bei Windows ans Betriebssystem gebunden.

Naja, unten rechts den Resizeteil im Fenster zu treffen bei XFCE (bzw XFWM) ist schon nicht ganz easy, ist IMHO nachbesserungswürdig. Auf der anderen Seite komme ich mit den Shortcuts von oben ganz gut durch die Welt, vor allem alt+linke Maustaste zum Verschieben und alt+rechte Maustaste zum Resize sind im Zweifelsfall ziemliche Lebensretter :D
 
Mit "die Fenstergröße zu verändern war ein Graus" habe ich gemeint, dass das Ziehen mit der Maus sehr ruckelig war.

Unter KaOS habe ich sogar den freien Treiber ausprobiert. Daher rührt auch der gepostete Screenshot. Soweit ich weiß, sollte KDE Plasma 5 doch zu den modernen Desktop-Umgebungen gehören.
 
Unter KDE 5 musst du keinen Compositor nachinstallieren, der ist in Form von Kwin schon dabei.
Die Vsync-Einstellungen findest du unter Systemeinstellungen->Anzeige & Monitor->Compositor.
Sofern nicht schon voreingestellt, das Ausgabemodul auf OpenGl 2/3 umstellen.
Unter dem Punkt "Einzelbild-Zerreißen (Tearing) verhindern (Vsync)" kannst du nun unter vier Optionen wählen, wobei "Vollständiges Neuzeichnen" am verlässlichsten ist.

Mit dem proprietären Treiber regelst du die Sache im Catalyst Control Center mit "Zerissfrei Darstellung".

Letzterer liefert jedoch in 2D/Desktop Betrieb keine guten Ergebnisse ab und jeder Linuxianer, mit einer AMD Karte/APU, findet schon recht bald zum freien Treiber.
 
Unter KaOS mit KDE Plasma 5 habe ich keinen Compositor nachinstalliert und den freien Treiber verwendet. Tearing war kein Thema, aber das System lief absolut instabil, auch ohne Wayland Sitzung. Ich hatte innerhalb einer halben Stunde mehrfache Freezes und Neustarts.

So bin ich nicht mal so weit genommen, dass ich Sound über HDMI hinbasteln konnte.

Ist es nicht sogar so, dass ich dafür (HDMI Sound) den prop. Treiber brauche?
 
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Hier der nächste Versuch: Ich bin seit heute Nacht mit Fedora 23 und Gnome 3 als DE unterwegs. Bis zur Streaming Thematik bin ich noch nicht gekommen, aber auch hier gefällt mir die Desktop Performance wieder nicht. Mit einem Fenster ist noch alles okay, aber sobald mehrere Fenster geöffnet sind, wird es ruckelig (bspw. die Animation beim Fensterwechsel). Kommen noch Arbeiten im Hintergrund dazu (ein großes Archiv erstellen, Dateien kopieren) gibt es sogar Aussetzer in der Musik.

Updates sind installiert und der freie Grafiktreiber wird verwendet. Braucht es auch hier Compton oder was kann ich tun, um die Performance zu verbessern?
 
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californicated schrieb:
[...] Mit einem Fenster ist noch alles okay, aber sobald mehrere Fenster geöffnet sind, wird es ruckelig (bspw. die Animation beim Fensterwechsel). Kommen noch Arbeiten im Hintergrund dazu (ein großes Archiv erstellen, Dateien kopieren) gibt es sogar Aussetzer in der Musik.[...]/QUOTE]

Ich bin grade selbst in Ubuntu Gnome 15.10 unterwegs und muss auch sagen, dass die Performance anfangs echt okay ist, sobald ich aber richtig arbeite (mehrere VM's, diverse IDE's und 25+ Tabs in Chrome oder Firefox) wird ein Druck auf die Meta (Windows) Taste wirklich zur Qual, denn es ruckelt sich wirklich einen ab. Auch wird das Verschieben der Fenster träge. Ich habe vorhin auf meinem Notebook zum Testen auf Gnome 3.18 aktualisiert und habe hier das Gefühl, dass es hier besser ist.

Wenn es mich zu sehr stört, schalte ich einfach die Animationen ab^^,

Wenn jemand aber einen Fix für das Problem von californicated hat, schließ ich mich da gerne an! :)

Viele Grüße

Telmur
 
Richtig, ein Update von Gnome 3.16 auf 3.18 hat einiges an Verbesserung gebracht, aber geschmeidig ist das noch lange nicht. Alleine das wilde Hin- und Herziehen eines Fensters bringt die Kerne teils auf 40 % Auslastung. Dabei liefen im Hintergrund lediglich FF und Rythmbox auf Pause.
 
californicated schrieb:
[...] Alleine das wilde Hin- und Herziehen eines Fensters bringt die Kerne teils auf 40 % Auslastung. [...]

Das kann ich bei mir nicht so nicht bestätigen..

Aber CPU-Auslastung spricht ja dafür, dass die GPU nicht richtig genutzt wird (nur eine Vermutung)

Gruß
Telmur
 
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