@5: Was hat es mit
Globalisierung zu tun, wenn die Konkurrenten der Telekom auf dem
nationalen Markt tlw. bis zu 50% geringere Gehälter haben?
@9: Naja, um es mal polemisch auszudrücken: Die Telekom ist schlecht und teuer, die Konkurrenten der Telekom sind schlecht und billig. Wohin gehst du als Kunde? Bei der Telekom haperts auch mit viel Personal an der Qualität.
@16: Ja aber warum wird D zum Billiglohnland? Immerhin herrscht Fachkräftemangel an qualifizierten Leuten (technische Berufe, z.B. Ingenieure), aber man kann doch nicht für unqualifizierte Arbeit qualifizierte Löhne verlangen.
@33: Stimme dir zu. Würde man die Gewerkschaftsforderungen gutheissen, würden alle Telekomkunden die Gehälter der Telekom-Mitarbeiter subventionieren. Für solche Subventionen gibt es aber keinen Grund. Ich glaube dass viele Leute hier die Kundenseite vergessen. Schließlich bezahlen Unternehmen die Mitarbeiter mit Umsatz! Eine Forderung nach höheren Löhnen geht somit mit höheren Preisen einher, die müssen aber von den Kunden gezahlt werden. Aber mal Hand aufs Herz: Wer schließt ein Kommunikationsvertrag nach dem Kriterium ab, möglichst viele Arbeitsplätze zu subventionieren ("ich schließe bei Telekom ab, die sind zwar teurer, aber dafür sichere ich deren hohe Löhne")? Wohl eher nach dem Preis! Aber wer zahlt dann die hohen Löhne? Bestimmt nicht die Umsatzrenditen,
vgl.
http://www.handelsblatt.com/news/Un...satzrendite-deutscher-top-konzerne-sinkt.html
@53: ?In welchem Land ist man denn sicher? Außerdem: "Wir werden zum Billiglohnland" -> jammern, aber warum ist das so? Rezept dagegen? Gibt es andere Länder mit den gleichen Rahmenbedigungen (Altersstruktur, Gesetzgebung, Versicherungssystem, Institutionen (Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden), Steuersystem, Bildungssystem, ...) wie in Deutschland, indem höhere Löhne gezahlt werden? Oder woran machst du "Billiglohnland" fest? Weil du denkst, dass du zuwenig Kohle hast? Denkt das nicht jeder?
p.s. Jeder will niedrige Preise (für Konsum) und hohe Löhne für die Arbeit. Daran ist ja auch nix zu meckern. Aber: Wenn ein Unternehmen hohe Löhne zahlt, muss es auch hohe Preise für die Produkte verlangen, sonst kann es die hohen Löhne nicht bezahlen. Allerdings kauft man (zumindest ich) doch immer (gegeben eine Qualität) das Produkt mit dem geringsten Preis. Also kann "niedrige Preise" und "hohe Löhne" nicht aufgehen. Ich kenne niemand, der einen höheren Preis für ein Produkt zahlt mit der hehren Absicht, die dem Produkt zugrundliegenden höheren Löhne zu bezahlen. Und ich finde (vgl. den Link oben) wenn von 100 €, die ein Unternehmen einnimmt (ok, es ist ein Durchschnittswert) davon nach Abzug der Kosten (da sind Steuern und Kreditzinsen dabei) noch schlappe 4,70 € überbleiben, ist nicht zu sehen, von dem Gewinn noch höhere Löhne zu bezahlen? Man sollte sich mal überlegen, dass wenn man 50 000 Umsatz macht, gerademal 2350 € davon als Gewinn überbleiben.