News Telekom: 50.000 Stellen werden ausgelagert

Klar ist das Brutto. Oder denkt Ihr, dass jeder die selbe Steuerklasse hat? Wie wollen die auf ein gemeinsames Gehalt kommen, wenn jeder Mitarbeiter unterschiedliche Abzüge hat? Alleine die Lohnsteuer macht nen riesen Unterschied.
 
21400€Brutto ist echt nicht viel,
soviel krieg ich ja schon fast direkt nach beendigung der Ausbildung (werde erstmal 6 Monate übernommen, dann komplett was dann auch wieder eine höhere Gehaltsstufe bedeutet)
in der ersten Übernahme werde ich knapp 20000€ Brutto bekommen
 
@TheRelativ

Klar, die 21k Brutto beziehen sich auch auf Leute wie Dich, die nach Beendigung der Ausbildung das Arbeitsverhältnis fortführen.

@Raul74

Hm, frage mich nur wie die das ausgerechnet haben. Oder sind das Mittelwerte?

Ah: "*) Nettoentgelt bei Familienstand verheiratet und 1 Kind."
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Hendr1k

Das Verhandlungsergebnis wird für viele Menschen bittere Realität, zb. dann, wenn sie ihren Wohnort aufgeben müssen, dafür länger arbeiten und noch weniger bezahlt bekommen.
Deinen vermeintlichen Dank an die Verdi kannst du dir schenken und ist blanker Zynismus. Das Geld aus der Streikkasse liegt weit unterhalb eines verdienten Lohnniveaus und hat in keinster Weise etwas mit Dank zu tun - eher mit Pflicht
und Moral !
 
leute ihr habt alle eine ahnung! das sind die gehälter in der augelagerten sparte und dann auch nur die einstiegsgehälter. allgemein bekommen die leute bei der t-com gut bis sehr gut bezahlt und keiner nagt am hungertuch, nur der zweite benz muss ja auch bezahlt werden und wenn das nicht mehr geht gehts um die existens. Es gibt leute die sehr gut über die runde kommen und das auch mit wenig geld man muss nur seine ansprüche auf dem boden halten.
Ich kann beide seiten sehr gut verstehen, vor allem da ich dort anfangen werde.
 
@göschle

Ja, aber wäre es besser mit den 12% gewesen? Nein. Also immerhin besser als garnichts. Die wirtschaftliche Umstrukturierung war bei der Telekom mehr als bitter nötig - Das sage ich nicht nur einfach so. Ich arbeite selber im Moment bei der T-Com und kenne die Umstände und Mitarbeiter ganz genau.
 
In der RP steht, dass der Tarifvertrag insgeamt 70 Seiten umfasst. Er betrifft 50.000 Mitarbeiter, die in Call-Centern, im Service und bei der Infrastruktur der Festnetzsparte arbeiten:

- Absenkung der Grundgehälter in drei Stufen bis 2010 (aber noch 18 Monate volles Gehalt)
- keine betriebsbedingten Kündigungen bis 2012 (bisher 2008 bzw. 2009)
- kein Verkauf von T-Service bis 2010
- 38-Stunden-Woche (auch für Beamte), inkl. einer halben Stunde für Weiterbildung
- Übernahme von mehr als 4.000 Azubis
- deutliche Absenkung der Gehälter für Neueinsteiger
- der Samstag wird Regelarbeitstag, insgesamt mehr Arbeitszeitflexibilität
- Eröffnung neuer Service-Karrieren und mehr Investitionen in Weiterbildung
- allmähliche Ausdehnung der leistungsbezogenen Gehaltsbestandteile von derzeit 7 auf 15-20 Prozent

(Alle Gehaltsangaben sind natürlich immer Bruttowerte.)
 
Verdi hat versagt. Die Mitarbeiter werden zu wesentlich schlechteren Konditionen arbeiten als bisher. Herr Obermann: Man kann den Service nicht verbessern, indem man die Mitarbeiter noch stärker schikaniert als man das bisher getan hat. Und den Kündigungsschutz bis 2012 glaubt ihnen auch keiner, vom Telekommanagement wurden schon häufig derartige Versprechungen gebrochen.
 
@ Hendr1K

Wenn du derzeit bei der T-Com beschäftigt bist, wirst du evtl. bald in den Genuss der
ausgehandelten Beschlüsse kommen...
Die 12% waren wohl eher Taktik der Telekom, im Kern ging es hauptsächlich um
die Umsetzung der Auslagerung, mit all ihren Folgen für die Betroffenen und das
Durchsetzen einer längeren Arbeitszeit. Im Endergebis hat die Chefetage das bekommen
was sie wollte.

Edit: keine betriebsbedingten Kündigungen bis 2012 sind natürlich ein Verhandlungserfolg !
 
Zuletzt bearbeitet:
Wozu braucht man denn heute noch Gewerkschaften, wenn sie ohnehin Knebelverträge machen oder nachgeben. Die Forderung Outsourcing 50.000 Stück war schließlich von Anfang an bekannt. Verhandlungen sollten sich verbessern, indem nicht mit unrealistischen Forderungen auf beiden Seiten ohnehin das Ergebnis schon lange fest steht. Dann könnte man Streik-Kassen sinnvoll einsetzen. Hauptsache die Herren der Gewerschaften (Big Bosses) fahren dicke Wagen und lassen es sich gut gehen.
 
@göschle

Sicher stand da eine Taktik der Vorstände im Hintergrund. Allerdings konnte man daran doch sowieso nichts mehr ändern, denn die Chefs haben leider nunmal die Macht dazu.
Ach und nein, ich werde nicht davon betroffen sein, da ich bei T-Mobile angestellt bin, zur Zeit aber bei der T-Com arbeite.

Also, Reform war dringend nötig, ich denke zwei Mio. verlorene Festnetzkunden im letzten Jahr sprechen da für sich. Tendenz: steigend.
 
Ich bin sicherlich kein Freund von dieser Entwicklung, nur müsst ihr einfach mal nachdenken wieso das passiert.
Gut, wenn die Allianz, die den größten Gewinn ihrer Geschichte einfährt und trotzdem Stellen streichen will, sowas macht - dann versteh ich eine große Aufregung, aber bei der Telekom war es anders nicht mehr möglich.
Früher hatten sie ein Monopol und nun wandern immer mehr Kunden ab - es gibt keine andere Möglichkeit.

Mich würd mal interessieren, wer von denen, die hier unqualifizierte Kommentare von sich geben (nicht reflektieren), noch bei der Telekom einen Festnetzanschluss oder einen DSl-Anschluss haben.
Wahrscheinlich kaum einer.
 
so, dann rechnen wir mal zusammen :

6% weniger gehalt
11,7% mehr Arbeiten für gleich viel gehalt
mind. 8% "Leistungsprämie" die man erst mal erreichen muss(schaffen viele nur durch Fake-Aufträge was die Kunden sicher nicht freut)

macht insgesamt über 25% weniger Geld, als ihnen eigentlich zustände. Voller Reinfall Verdi, schönen Dank auch !
 
@ Mike#

Ja, ist eine berechtigte Frage - bin seit 20 Jahren selbst Mitglied und beobachte
einen allgemeinen Vertrauens/Mitgliederschwund.
Die Gründe hierfür sind sehr differenziert und nicht pauschal zu beantworten.
Zum einen ist die Gewerkschaft in sich längst nicht so geschlossen wie sie nach aussen
hin tut - da gibt es verschiedene Interessen und Flügel (ähnlich wie in einer Partei) und
zum anderen hat sich ihr Einfluss auf die Politik merklich reduziert aber auch der
Einfluss der Politik auf die Wirtschft. Was den grossen Bossen nicht gefällt, wird oftmals mit
Entlassung, Standortwechsel oder Auslagerung beantwortet. Der allgemeine Tenor:
Mit weniger Personal noch mehr zu leisten und besser zu sein, scheint der Trend des
globalisierten Zeitalters zu sein...Überlegungen, politisch wieder nationaler zu denken,
also zb. per Gesetz einen Standortwechsel in's günstigere Ausland zu verbieten, findet
keine Mehrheit und wäre angesichts eines Vereinigten Europas völlig konträhr.
 
Also ich finde das Einstiegsgehalt nicht schlecht,
bei uns verdient man als Einsteiger 19200 Euro Brutto !
Als Fachberater bei 6 Arbeitstagen/Woche und mind. 45 Stunden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich Brutto, weil Netto doch sehr stark von der jeweiligen persönlichen Situation abhängig ist. Verheiratet, Kinder, Kirche, Freibeträge, etc
 
1700 Euro vor steuern, das ist wirklich nicht viel für das, was an Arbeit verlangt wird... Man sollte vielleicht einführen, dass Manager jählich nicht mehr als das 25fache dessen verdienen dürfen, was der niedrigste Angestellte bei Vollanstellung pro Jahr verdient... Dann sähe die Landschaft in Deutschland etwas besser aus...
 
Also ich finde das Einstiegsgehalt auch nicht schlecht,
bei uns liegt der Einstiegslohn auch niedriger....bei mehr Stunden!
Daher verstreh Ich nicht warum sich die Telekom mitarbeiter so aufregen!?
 
Ich weiss gar nicht, was hier alle meinen, das sei so ein schlechtes Gehalt. Hier bei mir an der Uni arbeitet so mancher für ein ähnliches oder teilweise sogar geringeres Gehalt und ohne den Servicekräften zu nahe treten zu wollen sind die Leute hier (zumindest dem Papier nach) höher qualifiziert, will sagen verfügen durchaus über einen Universitätsabschluss.
Natürlich ist bei weitem nicht alles OK, was die Telekom sich hier leistet, aber wenn ich dieses Gejammere darüber sehe, dass es den Leuten ja so schlecht geht mit dem geringeren Gehalt, dann sind sie herzlich eingeladen, wie einige in meinem Instut für ca 1500€ brutto im Monat zu arbeiten - offiziell natürlich nur ne halbe Stelle, aber mit der Gelegenheit sich regelmässig auch den ganzen Tag hier um die Ohren zu schlagen - und wenn das nicht reicht steht es jedem frei auch die Wochenenden mit hinzu zu nehmen.
Also bitte verschont mich mit dem Gejammere über unterbezahlt sein oder mindere Qualifikationen.
So, das musste einfach mal raus.
 
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