wHiTeCaP schrieb:
Wo hast du den Unfug denn ausgegraben? Klar ist, dass es bei allen "bis zu" heißt. Bei der Telekom hat man aber eine Staffelung die nicht nur pauschal 1MBit, 6MBit oder 16MBit schalten, wie bei anderen. Es gibt auch DSL light (386 KBit - macht eigentlich niemand außer der Telekom), genauso wie es 14MBit etc. gibt. Bei Hansenet und Co darf man sich da erstmal stundenlang durch total inkompetente Mitarbeiter an der Hotline hangeln, (am besten spät abends gegen 22 Uhr anrufen. Da sitzen dann meistens Leute die Ahnung haben - egal bei wem) um dem Typen am anderen Ende der Leitung aufzufordern, dass er doch mal bitte den Download-Speed weiter nach unten regelt, weil die INet-Verbindung dauernd abkackt.
Unfug? Es gibt auch bei der Telekom nur Staffelungen ->
http://dsl.t-online.de/ooadsl/access01/showPackageList.do?customertype=3&sln=callandsurf
DSL Light Varianten gibt es auch bei anderen Anbietern, dort natürlich im geringeren Umfang, weil es sich für viele kleine Anbieter nicht lohnt. Für die Telekom muss es sich lohnen, immerhin ist sie gezwungen weniger erreichbare Gebiete auch mit abzudecken.
Deine Probleme mit Hansenet kann ich für mich nicht bestätigen. Mit dem bundesweiten Ableger namens Alice hatte ich immer kompetente, schnelle Beratung, auch Nachts. Hier gibt es bei jedem Anbieter regionale Unterschiede, das gilt auch für die DTAG.
Stimmt so auch nicht ganz. Die letzte Meile ist zwar in der Hand der Telekom, aber die meisten Störungen von Fremdanbietern entstehen durch Fehlkonfigurationen des Ports, oder eben durch mechanische Fehler im Leitungsnetz selber. Es gibt kein bischen-, teilweise- oder sporadisch-DSL. Entweder es geht, oder es geht nicht.
Abbrüche etc. hängen meist mit einem ganz anderen Problem zusammen, wo sich die großen Herren der verschiedenen Firmen mal endlich zusammen setzen sollten, um eine Lösung zu finden.
Da hast du mich falsch verstanden, denn hier kann ich dir ja zustimmen. Was ich gemeint, dass der Ort und die Ausstattung des Verteilerkastens zum Endkunden entscheidend für die Verfügbarkeit von DSL Raten ist. Das deckt nunmal die letzte Meile ab.
Denn es wird nie so sein, dass jeder in Deutschland DSL kriegen kann. Theoretisch geht es, praktisch ist es aber nie umsetzbar mit der jetzigen Technik (auch mit VDSL nicht).
Nicht Jeder, aber deutlich mehr als Jetzt, ein Blick ins Ausland käme dir da gelegen.
Ich zitiere Wiki.de:
"Breitbandzugang in der Schweiz ab 2008 Universaldienst
In der Schweiz ist eine Breitbandverbindung mit 600 kbit/s downstream und 100 kbit/s upstream ab 2008 als Service public für alle Bürger klassifiziert. Den Auftrag für die Grundversorgung hat der Schweizer Universaldienst-Konzessionär im Telekommunikationsbereich Swisscom Fixnet erhalten. Bereits Ende 2003 konnte Swisscom dank erheblichen Ausbauanstrengungen 98% der Schweizer Bevölkerung mit DSL versorgen. Bei den restlichen 2% wird Swisscom zur Implementierung des Breitbandzugangs meist auf Wimax zurückgreifen."
Genauso ist manchmal einfach die Qualität der Leitungen nach unten gegangen, weil die Telekom zu wenig Geld wegen der Dumping-Preise kriegt. Ich feuer mein Geld auch nicht für gute Kabelqualität raus, und krieg davon nur 30% wieder.
Arbeitest du bei der Telekom? Es scheint mir so. Die Telekom bekommt zu wenig Geld? Woher hast du denn diesen Unsinn? Die Netzinfrastruktur ist bis jetzt immer noch mit eine der besten auf der Welt. Jedenfalls dort, wo sie vorhanden. Die Telekom hat durch ihrer quasi Monopolstellung und der letzten Meile einen gut gesicherten Umsatz. Dieser ist auch dazu da, um neu ins Netz zu investieren. Die DTAG Umsatzrückgänge betreffen ganz andere Ressource und Bereiche der DTAG. U.a ist der massive Kundenverlust ein Faktor.
Weil es mühseelig ist, soll jemand nicht investieren? Es ist schlichtweg zu teuer und unrentabel. Die Unternehmen würden pleite gehen, weil die Kosten viel zu hoch sind und es sich bei den heutigen Dumping-Preisen für Anschlüsse überhaupt nicht rechnet.
Die Realitäten sprechen andere Wahrheiten aus. Deiner Logik nach, könnte ein Unternehmen wie QSC garnicht überleben. Da irrst du aber.
Da gehts nicht um fehlende Kompetenz oder viel zu große Mühen, sondern schlichtweg um die Existenz eines Unternehmens - das Kapital.
Wenn man eine quasi Monopolstellung inne hat, Steuergelder kassiert, zum Teil noch Staatsunternehmen ist und in einem sozial marktwirtschaftlichem Raum wirtschaftet, gehen ersteinmal andere Dinge vor. Da kann man nicht wie ein freies Unternehmen agieren. Vom sozialem, moralischem und ethischen mal ganz abgesehen.
Interessant sind auch die OECD Daten:
http://www.oecd.org/document/7/0,2340,en_2649_34223_38446855_1_1_1_1,00.html
Deutschland befindet sich auf einem läppischen 18.Platz. Ein Beweis, das deine Argumentation nicht schlüssig ist und noch viel getan werden muss.