News Telekom: Großer Streik und schlechte Zahlen

scheint also regional wirklich große unterschiede zu geben. so stark hätte ich das nicht erwartet.

das mit dem hartz4 mag so stimmen, allerdings muss man sehen das einige berufseinsteiger hier weniger verdienen würden, als sie mit hartz4 bekommen. wo liegt da der anreiz ?

die lösung ist aber nicht hartz4 zu senken, nicht das jetzt jemand auf diese idee kommt, sondern vielmehr z.b. mindestlohn.

aber das ist jetzt schon wieder zu off-topic.
 
Ein typischer Telekom-Fred!

Die Telekom sollte sich mal fragen, wie es eigentlich die Konkurrenz schafft, die die Leitungen mietet, billiger zu sein als der Eigentümer selbst?
In dem sie die Leitungen nicht warten müssen un das Mietentgeld von der Bundesnetzagentur festgelegt wird und nicht vom Inhaber des Netzes.

Es gibt jetzt schon Outsourcing Partner die für die Telekom arbeiten wo ein Mitarbeiter ein drittel verdient als besagte Telekom Call Center Mitarbeiter (das lass ich mal so im Raum stehen)
Nur das diese Leute nach der Arbeit zum Sozialamt gehen müssen und sich den Rest zur Lebensgrundlage dazuholen.

Die Mitarbeiter kann man irgendwo ja verstehen aber so ein Heckmeck zu veranstalten wegen nen bissle mehrarbeit und weniger Lohn im endeffeckt verdienen sie trotzdem noch ne Menge mehr als andere die, die selbe Leistung/Arbeit erbringen (die besagten Outsourcing Mitarbeiter)
Woher willst du wissen, dass die Outsourcing-Mitarbeiter dieselbe Leistung erbringen?
Bei der Telekom wird jetzt schon fast die Hälfte der Arbeit an Fremdfirmen vergeben. Die Telekom-Leute verbringen einen Großteil ihrer Zeit damit denen hinterherzuarbeiten. Das das nicht profitabel ist ist wohl klar.

Und was fordert die T-Com? Lediglich 9 Prozent Lohnabschlag und die 38-Stunden-Woche, die bei der Konkurrenz der Normalfall ist , wenn dort nicht sogar 40 Stunden gearbeitet werden. Aber anscheinend fällt den Beschäftigten die Rückkehr in die Realität zu schwer. Deshalb wird lieber gestreikt.
weil sie sich die Freiheit nehmen, 4-6 Stunden pro Woche weniger zu arbeiten als die Leute bei der Konkurrenz
Und in der nächsten Tarifrunde nochmal 5% und 2 Stunden und dann nochmal usw...
Die 34h-Woche wurde übrigens auf Druck vom Management (Kai-Uwe Ricke wars glaub ich) eingeführt und die Löhne dementsprechend angeglichen. 95% der Beschäftigten hätten lieber die 38,5h behalten.

@21 genau das meine ich nämlich, es ist unverständlich wie man da solch ein Fass aufmachen kann andere müssen mit noch weniger leben/arbeiten bei mehrarbeit
Das kann ja wohl kein Argument sein.
Ein Assi ohne Abschluss und ohne Ausbildung verdient nunmal weniger als eine gelernte Fachkraft.
Die Telekom bietet übrigens überdurchschnittlich viele Ausbildungsplätze an. Im Gegensatz zu besagter (billiger arbeitender) Konkurrenz.

Das Problem mit solchen Vergleichen ist: man findet immer irgendwo, irgendjemanden der für noch weniger Geld arbeitet. Soll das etwa der Maßstab sein an dem wir uns und unsere Gesellschaft messen? Wäre es nicht sinnvoller die Konkurrenz der Telekom zu bestreiken und die zu zwingen ANGEMESSENE Löhne zu zahlen?
Genau das ist auch mein Gedanke. Ich sehe oft genug Subunternehmer der T-Com die für weniger als 1000€ von 7 bis 18 Uhr arbeiten. Soll mir mal einer erklären wie man davon eine Familie ernähren soll.

Die Gewerkschaften haben übrigens mehr als genug Dreck an den Händen. Immerhin haben sie die Tarifverträge mit Arcor, Alice & Co. abgeschlossen und sind folglich an den dort vereinbarten Niedriglöhnen mitschuldig
Das liegt zum Großteil am geringen Organisationsgrad. Bei Hansenet ist es üblich die Mitarbeiter zu entlassen, wenn sie der Gewerkschaft beitreten (natürlich nicht offiziell). Dadurch kann die Gewerkschaft keinen Druck ausüben und es kommen eben solche Tarifsbschlüsse zu stande.

Und dann sind die überteuerten Arbeitnehmer ihren Job los.
Dafür müssen sie dann aber nicht zum Amt und arbeiten, so wie die nicht-überteuerten Arbeitnehmer.


Es muss meiner Ansicht nach gegen Dumpinglöhne vorgegangen werden.
Ich bin ganz klar für einen Mindestlohn, der branchenspezifisch festgelegt (nicht ausgehandelt!) wird. Das sollten in der TK-Branche mindestens 12€/h sein.
Wenn es das geben würde könnte man auch einen Preiskampf austragen, ohne das dazu Arbeitnehmer nötig sind, die am Existenzminimum leben.
 
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Oh, was geht denn hier ab ?
Zuerst einmal: nach 4,5 Jahren habe ich die 39.000 Euro /Jahr noch nicht zusammen obwohl ich meine Skills höher einschätze als die vom durchschnittlichen Telefonhotline-Dude und meine Arbeitsstunden pro Woche eher gegen 50 als gegen 34 tendieren.
Klar würde es mir als Telekomiker auch stinken wenn ich schlechter bezahlt würde, aber als Außenstehender sehe ich da eher die Position der Telekom.

Dann so Äußerungen wie "das Management hats verbockt, die alleine sind schuld". Was hat das Management denn verbockt ? Das einzige was mir da einfällt ist, dass man es versäumt hat die Hotlines nach Polen zu verlagern.
Was soll das Management denn bitteschön machen wenn ihm beim entscheidenden Kostenfaktor (Arbeitskraft) quasi die Hände gebunden sind.

Zum Thema "Die machen doch satten Gewinn, warum geben die den nicht an die Mitarbeiter weiter ?": Die machen das einzig sinnvolle, die zahlen erstmal Ihre Schulden ab !
Außerdem sehe ich nicht, dass der Gewinn des Unternehmens (der vermutlich eher auf der alten Monopolstellung beruht als auf einer realen Fähigkeit mit dem Wettbewerb mitzuhalten) ein Grund ist, dass man mehr zahlen sollte.
Ist die Arbeit eines Arcor-Mitarbeiters nur die Hälfte wert weil Arcor nicht soviel Gewinn macht wie die Telekom ?

@Benjamin_L:
Ob du es glaubst oder nicht, auch wenn man wie ihr nur ein eigenes Haus hat, dann ist das auch nicht gerade ein Zeichen dafür dass ihr am Existenzminimum lebt. Es soll sogar Leute hier in DE geben die sich ne Wohnung mieten müssen ;)
Dass du in eurem Leben den Luxus vermisst, aber wenn dein Vater bei der TCom arbeitet und weniger als 3000 im Monat bekommt, dann hat er vermutlich eher nicht Jahre dafür studiert.
Luxus ist für Leute vorgesehen die sich merklich vom Durchschnitt absetzen können, nicht für den angelernten Arbeiter. Wenns anders wär, dann würde man es nicht mehr Luxus nennen.
 
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TFF schrieb:
IIch bin ganz klar für einen Mindestlohn, der branchenspezifisch festgelegt (nicht ausgehandelt!) wird. Das sollten in der TK-Branche mindestens 12€/h sein.

Bei einer 38-Stunden-Woche und 4,33 Wochen pro Monat macht das 1.975 Euro pro Monat. Wenn das ein realistischer MINDEST(!)-Lohn sein soll, den Du per Gesetz garantiert haben möchtest, dann lebst Du meiner Meinung nach in einer Traumwelt. Schau Dir bei Wikipedia die europäischen Mindestlöhne an, dann wirst Du wissen, was ich meine.
 
In meinen Augen ist dieser Streik eh ein Witz!Man streikt und streikt und streikt.Ok der Firma geht es ans Geld,aber! es kann auch soweit gehen dass hierbei die Bosse sich umdenken und mal kurz die Leute feuern,und sich dabei entschliessen das ganze ins Ausland zu versetzen.Wie es Intel oder Dell macht.Deutsche Vorwahl aber die Hotline sitzt in Hollandgrenze zu England.Oder sie holen sich die ganzen Zeitarbeiter sowie Arbeitslose!Die gibt es genügend!Das CallCenterGeschäft ist kein Lukratives Geschaft wo man verdienen kann.Die Zeiten sind vorbei!
Die Mitarbeiter der T-Com können streiken...aber wenn es klappt.Oder das Angebot vorübergehend annehmen und sich ne andere Stelle suchen.Denn dieser Job ist nicht für die Ewigkeit.

@silencer
Aus eigener Haut muss ich sagen dass die Gewerkschaftspolitik heutzutage ein Witz ist:freak: .Sie schaut nur noch auf die Mehrheit wo sie auch profitieren kann.Einzelne Personen haben keinen richtigen Schutz mehr und sollten sich lieber ne Privatrechtschutzversicherung holen.
Die meisten Gewerkschaften in den Firmen schieben unterm Tisch doch gemeinsame Sache mit den Chefs.
Mittlerweile ist die Zeit gekommen(so wahr es klingt und es muss mir keiner glauben),dass man so schnell auf der Strasse sitzen kann ohne Job da hilft nicht mal der Betriebsrat.
 
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Die Bosse können nicht einfach feuern, weil die meisten noch wenigstens 1-2 Jahre Kündiggungsschutz laut Arbeitsvertrag haben.

Zuerst einmal: nach 4,5 Jahren habe ich die 39.000 Euro /Jahr noch nicht zusammen obwohl ich meine Skills höher einschätze als die vom durchschnittlichen Telefonhotline-Dude und meine Arbeitsstunden pro Woche eher gegen 50 als gegen 34 tendieren.

und schon wieder spricht der neid : "der ist schlechter wie ich und bekommt mehr Geld"

mal ganz abgesehen davon das der "durchschnittlichen Telefonhotline-Dude" nicht nach 5 Jahren so viel Geld bekommt, auch wenn einige andere Neider diese Zahl gerne in den Raum stellen.
 
Blutschlumpf: Es ging mir einfach nur darum, dass viele Leute Telekom Mitarbeitern als reiche Leute ansehen, bzw. als Bonzen beschimpfen die sowieso viel zu viel verdienen. Dass das nicht immer so ist wollte ich hier nur klarstellen. Dann noch so Sachen wie überbezahlte Beamte usw. da ist das Fass dann am überlaufen, ist ja nicht so, dass ich sowas zum ersten Mal hör.
 
„In diesem Land herrscht ein gnadenloser Preiskampf“...

Bla bla bla.

Ich sags mal so, hier in DE kriegt man für 75€ wenn man Glück hat (!) 50/10 V-DSL und in Schweden gibts dafür schon die 1000/100 Leitung, und wenn man dort Glück hat kriegt man die 100/10 Leitung schon für 35€...

So Rückständig kann Deutschland doch nun auch wieder nicht sein, wenn einmal vernünftig Glasfaser verlegt werden würdde hätte sich auch der Streit um das V-DSL Monopol der Telekom (wegen ihrer Leitungen etc) gelegt.
 
statt zu streiken lieber schulungen und seminare besuchen währe ja auch ne alternative gewesen.

lol
 
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Finde es mehr als lustig, wie sich hier Leute den Mund zerreißen und keinen schimmer haben wie es im Konzern läuft.

In den letzten Jahren habe ich mehrere Umstrukturierungen erlebt. Die letzte ist nicht mal ein Jahr alt geworden und schon ist die nächste gekommen. Die Folge: Intern geht nix mehr. Laptop bestellen, weil deiner defekt ist ? Kannst teilweise 3 Monate warten !!! Dann kommt auch noch das falsche Gerät, das mal so als kleines Beispiel. Vorallem wenn man als Entwickler keinen PC hat ist das schon schlecht oder ? Im Konzern wird gerne Outsourcing betrieben (Ausland), aber die eigenen Leute im eigenen Land verschickt man ständig vom Norden in den Süden und umgekehrt, dabei ist es in der heutigen Zeit doch scheißegal wo ich meine Software entwickel, das kann ich aus zuhause daheim mit dem Laptop auf dem Klo, aber nein da lässt man lieber die Leute für viel Zeit und Geld reisen und in Hotels leben etc. .... da kommen dann mal schnell Reisekosten zusammen ... das da viele Projekte teuer werden, weil da wöchentliche Hotel und Reisekosten entstehen, sollte einleuchten.

Wenn ich einen Vertriebler höre, hauts einem die Beine weg, durch die ganzen "Verbesserungen" des Managments geht da teilweise nix mehr. Schuld sind wirklich nicht die Mitarbeiter sondern die Strukturen die sich von Umstrukturierung zu Umstrukturierung verschlechtert haben und wer bitte macht die ? Das Managment. Höre ich hier noch einen sagen das wären "Ausreden" alles auf die Mitarbeiter zu schieben, flippe ich aus. Ich arbeite seit 12 Jahre in dem Konzern und kann euch sagen: Vor 10 Jahren waren die Internen Strukturen erheblich einfacher und es lief rund, was heute läuft ist Chaos. Ich könnte hier noch viele Andere Dinge aufzählen, aber das lasse ich mal lieber bevor ich da internas erzähle.

Zum Verdienst der Callcenter Mitarbeiter: Mag hoch sein, NA UND ? Wie ist es denn zu den Löhnen gekommen ? Früher wurde vom Managment die Leute gelockt mit extra Zulagen und Geld wenn ein Techniker zum Beispiel gewechselt ist in die Hotline. So sieht es aus ! Nicht anders. Da wurden die Mitarbeiter gelockt mit Geld, was man nun nicht mehr bereit ist zu zahlen. Finde das eher eine linke Tour. Ich habe auch mal ne Zeit in solch einem Center gerabeitet, war nicht meine Welt mich anpöbeln zu lassen und ich habe das eh nur als Übergangslösung gesehen, weil der Wechsel zu einer anderen Tochter gedauert hat und mein alter Standort geschlossen wurde (übrigens hat die Telekom in den letzten 10 Jahren pro Jahr 10.000 Stellen abgebaut). Ich könnte mir jetzt hier einen Wolf schreiben, weil mich es echt aufregt wie selbstherlich hier einige schreiben das sich die Leute bei der Telekom nicht so anstellen sollen .... sorry wenn ich sowas lese könnte ich kotzen !

Nur weil der Konzern mehr zahlt wie andere ? Und das selber sogar lange gefördert hat ?

Wenn ich als Chef meine Leute viele Jahre gut bezahle und dann mitmal sage: Hey, Branchen üblich ist aber viel weniger, also Leuts kommt damit klar das ich euch 20% wegnehme .... das kanns doch nicht sein !
 
15,5 Mrd Umsatz bei 4,7 Mrd Gewinn vor Steuern, schon krass. Das ist eine Gewinnspanne von der vernünftige Firmen nur Träumen können.
Was macht man nur mit soviel Geld? Klar die Steuern kommen noch weg, trotzdem bleibt noch ne Menge übrig.
OT:
Irgendwie macht mich das stutzig, bei so einer Spanne, da ist doch irgendwas faul in der Wirtschaft. Ich mein, wieso sollte ich als Firma einen so hohen Gewinn anstreben? Vielmehr sollte ich als Firma doch soviel wie möglich investieren um so bessere und günstigere Produkte anzubieten. Schliesslich sollte es mein Ziel sein meine Firma zur besten der Welt zu machen und wenn ich einen so hohen Gewinn habe, heisst das dass ich nicht alle Mittel genutzt habe um das Ziel zu erreichen.

p.s. Ich finds gut dass die Angestellten streiken wollen, man sollte sich nicht alles gefallen lassen.

@Jerry 72
Ja so ist das halt mit den Managern und ihren "Verbesserungen". War doch bei der geplatzen Internetblase ähnlich. Damals hat man gesagt: Ja, junge Manager, das ist die Zukunft die machen alles neu, anders und besser bla bla bla. Was ist passiert? Die allermeisten haben die Firmen zerstört.
 
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Der TCom brechen die Kunden im Festnetzbereich weg? Was für eine Überraschung:-)) Niemand brauchte ein Prophet sein, nur kein kompletter Idiot, wenn er diese Entwicklung nicht bereits vor 10 Jahren abschätzen hätte können. Die wahre Konkurrenz ist nämlich nicht der Mitbewerb, sondern die Mobilsparte. Natürlich war für die TCom der Festnetzbereich ein Geschäft. Eine Kuh die ohne Futter auskommt und trotzdem gemolken werden kann, ist immer ein Gewinn. Nun liegt die arme Kuh Elsa im Sterben und der Vorstand der Telekom beginnt zu jammern und zu flennen, als käme dies alles ganz überraschend und meint, wenn seine Mitarbeiter - die Angestellten der TCom - nur anständig Trauerarbeit, wie mehr Arbeiten bei weniger Lohn, leisten, alles Gut wird. Dem ist nicht so. Die Jungs und Mädls aus der Festnetzbranche, bis auf einen Bruchteil der heute Beschäftigten, braucht keine Sau mehr. Ein reines Datennetz ist mit vielleicht 10% der Leute zu betreiben. Und auf die Kleinkunden die Service brauchen oder benötigen, wies wir nun mal alle sind, kann die TCom auch verzichten, weil 80% des Umsatzes werden von 10% der Kunden gemacht. Die restlichen 20% sind Kostenträger, die man sich so mal leistet, wenn sie nicht zuviel Ärger und Mühe machen. Ob ich für die TCom ein Geschäft bin, wage ich zu bezweifeln, wenn ich pro Monat etwa 100GB downloade und mich beschwere, wenn der Datentransfer mal unter 200kB/s fällt.
 
@Jerry72
dann wirst du in Zukunft weitere Umstrukturierungen mit erleben dürfen. Da kann ich nur hoffen das es für dich alles gut läuft.


Was man auch leider feststellen kann, ist, dass das eigentliche Problem überhaupt nicht angepackt wird. Stattdessen wird mal wieder der einfachste und populärste Weg der Kostenreduzierung alla Sharholdervalue gegangen. Inbegriffen sind Outsourcing-Maßnahmen die sich zwar kurzfristig in den Unternehmenskennzahlen gut darstellen lassen aber langfristig anhand von bereits reichlich vorhandenen Erfahrungswerten zum Bumerang wird. Dazu wie ich schon dargelegt habe die inneren Wege der DTE die einfach nicht so optimiert oder gar Aufmerksamkeit gewippnet wird wie sie eigentlich sollten. Sehr bedauerlich das hier das Top-Management entweder weil sie selbst den überblick verloren haben oder noch schlimmer noch nie hatten mal wieder ein wichtiger Kernfaktor einer guten Unternehmensführung vernachlässigt.

Hat sich schon wer überlegt wie es wohl weiter gehen würde wenn die Arbeitnehmerseite ihre Ansprüche durchgesetzt bekommen würden? Nicht das ich es ihnen nicht gönne, sondern rein von der weiteren wirtschaftlichen Folgen die daraus resultieren könnten. Natürlich ist es umgekehrt genauso, hier stehen aber die Aktionäre die solange zufrieden sind wie sie gutes Geld verdienen. Ich rede jetzt nicht von den Kleinaktionären die sowieso unbedeutend sind.
 
so, jetzt geb ich meinen senf auch mal dazu:

1. warum rennen die kunden weg?

ganz klar, einer der wichtigsten gründe ist, dass bei der telekom keiner mehr durchsieht, wer überhaupt wofür zuständig ist. t-systems, t-online, telekom, t-mobile usw usw...
privatkunden werden bei problemen einfach von einer hotline zur nächsten geschickt
dazu kommt noch, das sich der konzern schlicht und einfach weigert, strukturschwache gebiete auszubauen. stattdessen werden millionen über millionen in prestigeobjekte wie vdsl gepumpt. wenn die telekom vor 50 jahren auch schon so agiert hätte wie heute, wären ca 90% deutschlands (der fläche nach) heute noch ohne telefonanschluss und postleitzahl...


2. warum ist der service so schlecht?

der service ist ja im prinzip nicht schlecht, aber die eine hand hat leider überhaupt keine ahnung was die andere macht. das liegt, nach einem interview im radio mit einem telekom service angestellten an den unzähligen umstrukturierungen der letzten jahre. mitarbeiter werden schlechter geschult und ständig (im schnitt mehr als einmal im jahr) auf anderen gebieten eingesetzt.

3. wer ist schuld?

da liegt der hase im pfeffer. es ist immer sehr einfach die schuld dem management in die schuhe zu schieben, womit ich nicht sagen möchte das die führungsetage unschuldig ist...aber absichtlich passiert das sicher nicht.
bergab geht es ganz klar seit der privatisierung und der öffnung des deutschen telefonmarktes. das ist die schöne neue welt, freie wahl des anbieters usw, aber der teufel steckt im detail! fehlende einnahmen machen einen ausbau zunehmend unwirtschaftlicher und der große anteil der deutschen bevölkerung, der früher vom staat bezahlt wurde kann heute nur noch schwer gehalten werden. ein teufelskreis, das sieht wohl auch ein nicht-bwler.

4. auswege?

der ausweg aus der misere wäre ein kompletter zusammenschluss aller sparten zurück zu einem konzern, nämlich der telekom. das wäre zwar ein harter schlag gegen die früheren führungen, da deren entscheidungen nachträglich als falsch gewertet werden würden.
aber:
im falle eines zusammenschlusses könnte man mit dem labyrinth telekom endlich wieder etwas anfangen. es kostet halt mal wieder millionen und abermillionen um fehler der vergangenheit auszubügeln, aber es wäre zum ersten mal in der privaten konzerngeschichte eine langfristig gute entscheidung.
allein dieser gigantische aufwand der betrieben wird um immer weitere unternehmensbereiche auszugliedern, das ist doch wahnsinn!
die regulierungsbehörde sollte der telekom etwas mehr spielraum hinsichtlich der endkundenpreise bieten, dass endlich wieder in den netzausbau investiert werden kann, denn ohne kunden keine gelder...ihr kennt das spiel.
und selbstverständlich sollten vorsitzenden- und aufsichtsratsgehälter auf ein gesellschaftlich akzeptables niveau gesenkt werden, das aber deutschland- oder noch besser EU-weit.

damit meine ich nicht hartz4 niveau, aber eine summe bei der sich nicht gleich jeder angestellte bzw kunde fragt, warum der lohn eigentlich so niedrig, bzw die rechnung so hoch ist. 500.000 euro jahresgehalt müssten doch wohl reichen um gut zu leben, meint ihr nicht.


so, wenn irgendjemand dasselbe schonmal gesagt hat, tuts mir leid, hab nich alle beiträge gelesen.


zusatz: ich selbst bin kein bwler, hatte das nur ein semester mit einem ziemlich fähigen dozenten, der die entwicklung in deutschen unternehmen schon länger als fehler ansieht....aber das ist eine andere geschichte
 
Zuletzt bearbeitet:
keshkau schrieb:
@Benjamin
Lies Dir einfach mal den Beitrag Nr. 21 durch und klicke auf den dortigen Link.

Wer hier mitreden möchte, sollte auch mitlesen, finde ich.

Wer hier mitreden möchte, sollte es vielleicht vermeiden nur die Zahlen die auf einer Telekomseite stehen als Grundlage seiner Beiträge zu nutzen und diese Zahlen als die reine Wahrheit hinzustellen.
Ansonsten habe ich den Eindruck, dass viele die hier gegen die Telekommitarbeiter und den Streik schreiben,
1. keine Ahnung haben wie es in dem Laden wirklich zugeht, also ihre Argumentation auf hörensagen und Vorurteilen aufbauen.
2. noch nie selber gearbeitet haben um damit den Lebensunterhalt zu verdienen und damit auch keine Ahnung haben was das "Leben" mittlerweile kostet.
3. ihnen vielleicht gerade auffällt, dass sie sich selber, bei ihrem Arbeitgeber, unter Wert verkauft haben. Ja, richtig gelesen, ein Mensch (Arbeitskraft) hat einen Wert.
4. Herr Obermann wirklich glauben, dass wenn Service draufsteht, der dann auch besser wird. Um das zu schaffen muss ich die Mitarbeiter motivieren (ich meine nicht Geld), funktionierende IT zur Verfügung stellen. Vielleicht mal mit der Umorganisererei aufhören (die 17. in 12 Jahren), damit ein Mitarbeiter auch nach einem Jahr weiss, wen er anrufen kann, wenn er das Problem oder Anfrage eines Kunden nicht selber erledigen kann.
5. zu allem, was ihnen ein vermeintlich höherstehender sagt, ja und amen sagen.

Ich wünsche allen hier ein schönes Leben.
 
@alle hier.

Warum soll die Arbeitnehmer nicht wehren.

In allgeimein-:

Seit Jahren müssen Arbeitnehmer deutlich höhere Abgaben/Steuer zahlen während Aktienbesitzter,Unternehmer,und Superreicher immer weniger-ZB Letzte Woche Susanne Klatten(unter anderen 17% Bezitze von BMW) kriegt eine Sonderdividende von 2,5 MILLARDEN Euro und was zahlt die davon-25% nur an die Staat-Vermögensteuer gibts nicht mehr usw.-Hat schon 5 Mrd Euro auf die Konto-da sagen unsere Politker nix dazu.

Arbeitnehmer dagegen bei jeder Euro ca 51% weg(nach die freibeträge usw)-dazu permanent Höhere Steuern(Mwst,Kindergartenbeiträge usw)-+wenn man Alt ist niedrige rente,möglichkeit bei H4 wenn man ca 58 und älte alles bis auf 16,500 Euro zu VELIEREN was man alles gespart hat und dazu dauer Kurzen bei Gehalt usw.

Mann muss was dagegen tun.

In Frankreich/GB wäre schon längst alle auf die Strasse.

Wenn ich solche Kommentare wie Nr7 lesen kriegen die das P in die Augen!

Telekom hat 4,5 Mrd Euro VERDIENT daher solche Aktionen führen nur zu sehr niedrige Morale(kennt welche was das ist anhscheind nicht) und immer schlechetere Service+mehr fehltage duch Krankheit.

Und mit 1800 Euro netto kann man keine Mercedes Leisten-GLAUB ES MIR.

ich und meine Frau verdienen OK aber man merkt alles wird permanent teuere und man kriegt immer weniger Netto.

wie die H4 Leute es schaffen teilweise mit familien kann ich mich vorstellen es ist verdammt Hart.

Ich hoffe die Führung die telekom aufwachen endlich und sehen warum die Streiken.

Ja es nutzt keinen diese Streik aber die Telekom hat mehr schaden als Die Arbeitnehmer-es geht langfristig um ihre Arbeitsplätze und die haben nix zu Verlieren hier!
 
@zickzack
Du machst es einem aber auch wirklich einfach, Deinen Beitrag geradewegs in die Tonne zu hauen.

zickzack schrieb:
Wer hier mitreden möchte, sollte es vielleicht vermeiden nur die Zahlen die auf einer Telekomseite stehen als Grundlage seiner Beiträge zu nutzen und diese Zahlen als die reine Wahrheit hinzustellen.

Ich kann diese Zahlen vorlegen, weil ver.di ihnen gar nicht widerspricht. Den Beleg dafür findest Du hier: http://tk-it.verdi.de/telekom_kampagne_2007/flugblaetter/fragen_an_ren_obermann.
Den Einwand von ver.di verstehe ich allerdings nicht. Die Arbeit der Call-Center-Agents bei der T-Com sollen „hochkomplex und vielfältig“ sein, die Arbeit bei der Konkurrenz aus derselben Branche dagegen „sehr einfach“.

Zu den Punkten 1-4:
1. Ich habe mich stets bemüht, Fakten vorzulegen und schwalle hier nicht in der Gegend herum.
2. Was soll diese inhaltsleere Unterstellung überhaupt innerhalb dieser Debatte? Wenn es Dich beruhigt, maile ich Dir gerne meine Gehaltsabrechnung. Aber bitte nicht neidisch werden.
3. In unserem Unternehmen legen die Mitarbeiter keinen Wert auf einen Tarifvertrag und können ihre Gehälter selbst mit der Chefetage aushandeln. Das hat bisher gut geklappt und niemand hat das Gefühl, über den Tisch gezogen zu werden.
4. Mir ist völlig egal, was Herr Obermann denkt oder macht. Als Kunde der Telekom erwarte ich den Service, den ich bei ish, bei Vodafone und anderswo für mein Geld bekomme. Wenn die Telekom nicht in der Lage ist, diesen Service zu bieten, hat sie einen Wettbewerbsnachteil.
5. Dream on.

=================================

Ich habe nicht ausdrücklich gesagt, dass ich den Streik befürworte oder ablehne. Aber die betroffenen Telekom-Mitarbeiter, die jetzt streiken wollen, bleiben weiterhin die zentralen Antworten auf die Fragen schuldig, die von mir und anderen in diesem Thread formuliert wurden.

Ist das Schrumpfen der Festnetzsparte nicht ein ganz normaler Prozess, ausgelöst durch eine Konkurrenz mit günstigeren Angeboten, durch die Mobilfunk-Konkurrenz und die Internet-Telefonie?

Kann die Festnetzsparte überhaupt an ihren Mitarbeiterzahlen festhalten, wenn sich gleichzeitig die zu betreuenden Kunden zu Hunderttausenden von der Telekom abwenden?

Wie kann die Festnetzsparte aus eigener Kraft wieder rentabel gemacht werden?

Gibt es Alternativen zur Personalkostensenkung? Wenn ja, welche?

Wollen sich die Telekom-Mitarbeiter nur auf ihren Besitzständen ausruhen, statt sich der Konkurrenz zu stellen?


Und vielleicht picken sich die Antwortenden jetzt nicht nur die Rosinen heraus (also meinen letzten Fragesatz), sondern gehen auch einmal inhaltlich auf das Thema ein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir wird der ganze Thread zu unübersichtlich.
man sollte zwischen Neid und Ungerechtigkeit unterscheiden.
jeder hat 24 Std. am Tag zur Verfügung, um Geld zu machen.
So viel Verantwortung kann es gar nicht geben, als daß man die Manager- und Vorstandsgehälter rechtfertigen könnte.
Genauso ist est ungerecht, wenn ein Telekom Mitarbeiter in der Störungsannahme 2800 Euro netto bekommt. (geprüft) . Und dazu noch diese Telefontätigkeit als Heimarbeit macht. Somit keine Zusatzkosten wie Sprit etc.
Dazu die üblichen Vergünstigungen und Serviceleistungen des Arbeitgebers.

Das Problem ist, das jeder denkt, das er zu wenig verdient für seinen täglichen Einsatz.
Prüft mal selber ab, was ihr eigentlich effektiv leistet!

Zum guten Schluß, auch die hohen Einnahmen von Bohlen, Schuhmacher,Hilton und jedem anderen selbsternannten Künstler, Sportler, Politiker, Prominenten und Schöngeist sind nicht zu rechtfertigen
 
@Benjamin_L und konsorten

Ich muss hier mal was loswerden, mein Vater hat ein FH-Studium und über 20Jahre erfahrung in seinem Breich und was bekommt der für einen Lohn? 2500€-3000€ Brutto je nachdem wieviel Arbeit es gerade gibt. Das ist weniger als man bei der Telekom mit weniger als 10 Jahren Berufserfahrung und einer einfachen Ausbildung bekommt! Frage wo ist da die Relation?

Noch ein Beipiel: Ich will studieren und könnte dann 3000€-3500€ Brutto verdienen, als Anfänger und wenn ich Glück habe. Dann habe ich aber 13 Jahre Schule hinter mir, 5-6Jahre Studium und über 12000€ Schulden (BaFög) die ich zurückzahlen muss und dann kommen Leute wie du und reden darüber das die Telekom Mitarbeiter zu wenig bekommen und am Rande ihrer Existenz leben? :lol:

Wo Lebst du bitte? Was verdient Du? Was für einen Lebensstandard willst du halten?

Soll ich weinen oder lachen?
 
@keshkau
Freut mich, wenn ich Dir etwas einfach machen konnte;)
Die Zahlen sind ja nicht das Problem, mir war nur die Quelle ein wenig suspekt, sprich einseitig. Du hast jetzt ja nachgebessert ;)
Zum Einwand von Verdi wg. "hochkomplex..."
Meiner Meinung nach wird mit dem Begriff Call Center zu viel unter einen Hut gesteckt und damit arbeiten verglichen, die man eigentlich nicht vergleichen kann. Stichwort Produktportfolio und das ist nun mal bei T-Com "etwas" umfangreicher als bei den anderen Wettbewerbern.
Wäre eine Möglichkeit, warum komplex oder sogar hochkomplex.

Zu1. Du warst nicht gemeint
Zu2. Du warst nicht gemeint, aber der Gedanke kam mir bei manchen Kommentaren einfach. Deine Gehaltsabrechnung kannst Du behalten, jeder soll das verdienen, was er verdient und wenn es bei Dir viel ist, um so besser.
Zu3. Wenn das funktioniert, habe ich kein Problem damit.

Zu Deinen Fragen im letzten Abschnitt:

zu 1. Grundsätzlich ja, aber im Fall der Telekom ist dieses schrumpfen politisch ausgelöst und politisch gewollt, deshalb würde ich das jetzt nicht "normal" nennen.

zu 2. auch da würde ich grundsätzlich ja sagen. Es müsste nur gewollt sein, das komische ist ja, dass Herr Eick zusätzliche Stellen in Aussicht gestellt hat, wenn T-Service, mit den schlechteren Bedingungen, gegründet wurde. Arbeit scheint also mehr als genug da zu sein.

zu 3. und 4. Das ist der Knackpunkt an der ganzen Geschichte und der Punkt, der mich am meisten aufregt. Kosten senken kann man sicher an vielen Stellen, den meisten Chefs/Managern fällt aber nur das Personal ein und dafür sind sie dann schlicht und ergreifen überbezahlt (Nein, kein Neid, ein guter Manager soll gutes Geld verdienen, aber nur über das Personal herzufallen hat in meinen Augen nichts mit gutem Management zu tun, also überbezahlt).

zur "Rosine", wobei es keine ist, sondern nur eine unsachliche Provokation.
ein Wort dazu: Blödsinn
 
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