News Telekom-Streik: Verdi nimmt erste Hürde

ich hoffe verdi macht ernst, es muss endlich deutlich gemacht werden, dass es so nicht weitergehen kann. die unternehmen machen milliardengewinne und investieren diese im ausland, und wenns schief geht muss der kleine man(n) (hier in deutschland) dafür büssen.

gerade die telekom hat hier eine noch grössere soziale verantwortung als andere unternehmen, schliesslich ist die telekom erst durch den deutschen steuerzahler zu dem geworden, was es heute ist.

verdi, go !
 
@ baFh
Mmmh, und was macht es für einen Unterschied, dass es Anderen nicht anders geht? Das bezweifle ich ja auch nicht, ganz im Gegenteil, es wird umso schlimmer.

Und bei dem Rest den Du schreibst kann ich einfach nur lachen, wenn es so einfach wäre, dann hätte Hr. Obermann Recht und die Mitarbeiter 50% weniger Gehalt. Immer schön die Klappe halten und schlucken... (eine Mentalität die wir Deutschen doch nach dem Zweiten Weltkrieg endlich abgelegt haben sollten, jedenfalls wenn man bereit ist aus Fehlern zu lernen!)

@ Wattwanderer
Hat er nicht, aber dazu müsste man alle Informationen kennen, anstatt plakativ nachzuplappern und sein Wissen auf gefährliche Halbwahrheiten zu stellen.


Sorry falls ich nicht ausführlich genug bin, aber das habe ich bei andern News zu diesem Thema bereits ausführlich getan. Man solle dort nachlesen.
 
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brutus schrieb:
Die Telekom ist ein Laden mit unglaublichen Altlasten aus der Monopolzeit. Das war bei der Post nicht anders. Entweder, man macht sie fit für den Markt oder lässt sie vor die Hunde gehen. Mit 40.000 Euro für jeden Hansel wird sie sicher nicht fit. Oder verdient ihr alle soviel?!

Der erste Teil trifft oftmals in der Praxis zu. Aber die Angabe über das Gehalt ist sehr fragwürdig.

wayne_757 schrieb:
@7,8
Laut onlinekosten.de verdient ein Telekomservicemitarbeiter 3238€ brutto im Durchschnitt bei einer 34 Stunden-Woche (zurzeit noch) was rein rechnerisch einen Stundenlohn von deutlich über 20€ ergibt. So wie man es aus dem Artikel rauslesen kann gehören auch die Call-Center Mitarbeiter/innen dazu. Ich kenne Leute die schufften! jeden Tag am Fließband für 12,50€. Und ich glaube nicht, das die Telekom "Service"Mitarbeiter (wer diesen "Service" schon mal in Anspruch genommen hat weiß, was ich meine) sich für ihre Arbeit ein Bein ausreißen müssen. Aber jeder will an seinen Pfründen festhalten...

Es ist schon ein kleiner Unterschied ob jemand am Fließband seine monotone Arbeit verrichtet oder ob bei einer beruflichen Tätigkeit ein gehobener Bildungsabschluss und ein breitgefächertes Fachwissen gefordert wird.
 
Um hier mal etwas Klarheit reinzubringen. Derzeitige Einstiegsgehälter der T-Com liegen bei 30000-34000. Geplant sind realistischere Werte bei 20000. Mit ein paar Jahren Betrzug. sind 40000 ohne Personalverantwortung locker drin. Wenn mir hier jmd erzählen will, dass man mit 2900€ mtl unterbezahlt ist, dann gern. Zur Erinnerung für Leute wie Azulord: Arbeit wird nach dem Grenzprodukt entlohnt, also dem Mehrwert, den sie dem Unt. generiert. Wenn jmd im Call-Center arbeitet trägt er gewöhnlich nicht 5000€/m zum Unterfolg bei. Das sind nunmal Realitäten, auch wenn man lieber das Gehalt des Vorstandes hätte.
Übrigens wird in den T-Punkten und T-Mobile bereits 38h Woche und für 20000 Einstieg gearbeitet. Hab noch von keinem Mitarbeiter gehört, der vor dem T-Punkt übernachten muß.
 
azurlord schrieb:
Wer legt eigentlich die Definition fest, was angemessen ist und was nicht?
Die Wissenschaft hat hierrauf schon eine Antwort gefunden.

azurlord schrieb:
Die MA der Telekom und die Gewerkschaften haben diese Gehälter Erstritten und so wie es heute ist und auch in der Vergangenheit war, kann die DTAG damit sehr gut wirtschaften und Milliardengewinne einfahren.

Milliardengewinne so wie 2002 wo erst mal c.a. 25mrd in den Sand gesetzt wurden!
Die letzten Jahre sind zwar ein paar mrd. geflossen, aber die 25 mrd. wurden noch lange nicht wieder reibgeholt!
Der MA hört mrd.gewinn und da drehts schon durch, da willer auch was haben davon (kann ich auch nachvollziehen) Aber wenn der MA was von mrd.verlust hört, dann ist das egal, da will er sich nicht beteiligen aber dennoch will er sein Gehalt.

azurlord schrieb:
Es geht nicht darum, dass die Mitarbeiter der DTAG, die es betrifft, einfach nur bockig sind, weil Papa ihnen das Taschengeld streicht. Es geht darum das in den letzten Jahren immer wieder das Gehalt gekürzt wurde, und man nun einfach nicht mehr bereit ist das hinzunehmen.

& hier darf der MA sich ja auch zur wehr setzen oder Kündigen.

zickzack schrieb:
Quatsch ist der richtige Ausdruck, für das was Du hier schreibst. Deine geforderte ökonomische Bildung ist in Massen vorhanden und nennt sich Kapitalismus. Einfach mal einen Gedanken zu Ende denken und dann schreiben;)

Es ist wohl eher eine Untertreibung, in der Schule fehlen die Grundlagen, und das was von den Journalisten & so publiziert wird die können zwar schreiben, aber worüber da haben sie auch keine Ahnung! Wer ein Auto verkauft, weis auch nicht wie es gebaut wird. Im endeffekt glaubt in diesem Land jeder sich als Hobbyökonom profilieren zu dürfen/müssen und hat nicht die geringste Ahnung wie das System funktioniert oder wovon er spricht. Im endeffekt gibt es keinen bereich wo in der Öffentlichkeit mehr Scheiße propagiert wird wie in der Ökonomie, sry für den Ausdruck, aber anders kann man es nicht sagen. Ohne entsprechendes Hintergrundwissen klingt es logisch, doch wer etwas Ahnung hat, weis es ist die reinste Volksverblödung!
& ohnen den Kapitalismus würden wir heute noch in Holzhütten leben & müssten uns entsprechend den ganzen Tag abrackern...

grüße Rolf
 
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In allen Threads innerhalb dieses Forums die sich mit der Wahl des optimalen Vertrages für Telekommunikationsdienste befassen gilt ein Grundsatz:

Wo bekomme ich am meisten Leistung für das wenigste Geld?

Alle wollt ihr möglichst viel für möglichst wenig Kohle!

Das hat in den letzten Jahren zu einem schier grenzenlosen Preiskampf unter den Telekommunikationsanbietern geführt. Dieser geht natürlich auch zu Lasten der Arbeitnehmer.

Wie bereits gesagt wurde arbeiten andere Unternehmen weitaus "effizienter" als die Telekom.
Effizienz bedeutet hier, dass viele Serviceleistungen fremd vergeben werden. Ferner bekommen die Arbeitnehmer weniger Geld und müssen dafür mehr arbeiten.

Die Folge: Diese Anbieter sind günstiger und die Kunden rennen der Reihe nach zu Arcor, Gongster und Co.

Die Folge für die Telekom: Die Kunden fehlen. Dennoch hat man einen großen Mitarbeiterstand von dem man als Großkonzern nur schwer weg kommt.

Die Folgen für die Mitarbeiter: Sehen wir jetzt!

Jeder der hier auf die Telekom meckert sollte sich vielleicht mal überlegen wie er denn durch sein eigenes Verhalten als Kunde zu der jetzigen Entwicklung für die Mitarbeiter der Telekom beigetragen hat.

Seid ihr bereit das doppelte für eine Flatrate zu bezahlen, nur damit die Mitarbeiter bei der Telekom weiterhin diese tollen Arbeitsbedingungen behalten?

Ich denke keiner von den Kritikern hier wäre dazu bereit!
Und daher solltet ihr ruhiger sein mit dem was ihr hier an Sprüchen bringt!
 
Das sind immer so die typischen Kommentare die dann kommen. Aber keiner antwortet auf meine Frage, wie die Telekom und jede menge anderer großer Unternehmen Milliarden Gewinne einfahren können, obwohl sie Schulden haben und warum man aufgrund der doch vorhandenen Gewinnen und Deckung der Schulden der Meinung ist, Leute zu entlassen.
 
azurlord schrieb:
Immer schön die Klappe halten und schlucken... (eine Mentalität die wir Deutschen doch nach dem Zweiten Weltkrieg endlich abgelegt haben sollten, jedenfalls wenn man bereit ist aus Fehlern zu lernen!)

tarifstreit bei der t-com mit dem dritten reich vergleichen und mich latent als einen nicht lernfähigen 1933er einzustufen, respekt, was immer du nimmst, nimm weniger :freak:

azurlord schrieb:
Sorry falls ich nicht ausführlich genug bin, aber das habe ich bei andern News zu diesem Thema bereits ausführlich getan. Man solle dort nachlesen.

wenn du eigentlich nichts mehr zum thema sagen willst, warum dann überhaupt ein post von dir? immer mal schnell eine tritt rechts und einen tritt links und wer wissen will worum es geht hat gefälligst nach deiner meinung in anderen posts zu suchen? im leben nicht.

@topic
ich bleibe bei der meinung: verdi und die telekomiker graben sich durch ihre verhalten nurnoch tiefer in die scheisse.
 
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AvenDexx schrieb:
Das sind immer so die typischen Kommentare die dann kommen.

Das es die "typischen" Kommentare sind, ist keinesfalls Indiz dafür, dass sie falsch sind, oder?

Hauptverantwortung für die Entwicklung des Telekommunikationsmarktes tragen die Kunden selbst.

Aber keiner antwortet auf meine Frage, wie die Telekom und jede menge anderer großer Unternehmen Milliarden Gewinne einfahren können, obwohl sie Schulden haben und warum man aufgrund der doch vorhandenen Gewinnen und Deckung der Schulden der Meinung ist, Leute zu entlassen.

Tja befasse dich doch einfach ein bisschen mit Volkswirtschaftslehre ... dann wirst du es wohl selbst verstehen ...

Am Rande: Die Gewinne der Telekom sind in den letzten Jahren stark rückläufig. Würde man dieser Tendenz also nicht entgegenwirken so wäre der Ruin des Unternehmens früher oder später unumgänglich ...
 
@Daedalus

Schau dir die Kennzahlen der Telekom doch mal an. Sicherlich erkennt man da eine gewisse Rückläufigkeit, wobei sich dann die Frage stellt warum. Wenn man sich dann noch die Bilanz des Unternehmens anschaut, erkennt man, dass es durchaus andere Möglichkeiten gibt, dem entgegenzuwirken, als nur Mitarbeiter zu entlassen oder auszugliedern.

Und ja, ich verstehe es schon. Als Bilanzbuchhalter denke ich, bin ich schon in der Lage den Hintergrund zu verstehen.
 
zickzack schrieb:
Was zu beweisen wäre

q.e.d.

"Nicht vom Wohlwollen des Metzgers, Bauers und Bäckers erwarten wir das, was wir zu Essen brauchen, sondern davon, dass sie ihre eigenen Interessen wahrnehmen. Wir wenden uns nicht an ihre Menschen-, sondern an ihre Eigenliebe" Adam Smith


Warum geben Menschen Geld auf Sparbücher, Pfandbriefe, Bonds, kaufen Aktien... Damit Ihr Geld sich vermehrt und sie mehr Konsum ausüben könnem zu einem späteren Zeitpunkt...
Glaubst du das die Menschen die Das Kapital akkumuliert haben und damit auf ihren eigenen Konsum verzichtet haben damit andere ein schönes leben haben und sie auf viel verzichten ohne etwas davon zu haben!
Was glaubst du aus welchem Grund die Menschen das Kapital angehäuft haben und somit Maschienen, Hallen, Werke, Firmen... aufgebaut haben weil sie langeweile und zu viel Geld hatten? Eher weil sie später mehr konsumieren wollten
Und Ohne die Akkumulation, wie würde man Forschungen finanzieren. Mit welchen Werkstätten Autos, Computer, Flugzeuge... Bauen? Meinst du das geht mit der Hand erst mal nen bissel graben und das Erz aus dem Boden holen, dann ab ins Feuer damit und Eisen erzeugen, etwas Dängeln... wie soll das ohne Maschienen gehen?
Das Stecknadelbeispiel von Adam Smith ist ja ziehmlich berühmt, hier geht es zwar um Arbeitsteilung jedoch ist die Aussage, dass man mit Arbeitsteilung die Produktivität enorm steigern kann.
Und genau so ist es mit den teuren Maschienen man kann mit dem Spaten oder dem Pflug das Feld bearbeiten oder mit den heutigen Modernen viel effektiveren mitteln...

greetings,
Rolf
 
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@AvenDexx
Es ist ja nicht so, dass die Telekom einen unorganisierten Kahlschlag veranstaltet. Vielmehr setzt sich der Konzern aus mehreren Sparten zusammen, die unterschiedlich profitabel sind. Und wenn man das in Nr. 8 angegebene Jahresgehalt von 40.000 Euro brutto als Maßstab nimmt, kann ich die Telekom schon verstehen, wenn sie folgende Rechnung aufmacht:

http://www.telekom.de/dtag/cms/content/dt/de/303044;jsessionid=F7DF0B042A3CC320D478AD3F36F32916

So hat ver.di durch Lohnsteigerungen einen Einstellungsstopp in der Festnetzsparte erreicht. Selbst schuld, kann ich da nur sagen, weil sich T-Com jetzt nicht mehr in der Lage sieht, ohne Querfinanzierungen wettbewerbsfähig zu sein.

Nun werden solche Konzerne aber oft nach Sparten getrennt geführt, weil man sonst völlig den Überblick verlieren würde. Und der Bereichschef A sieht dann nicht unbedingt ein, dass die von seiner Sparte erwirtschafteten Gewinne gleich wieder verpulvert werden, nur weil Bereich B seine Hausaufgaben nicht gemacht hat und deshalb nicht länger gegen die Konkurrenz bestehen kann.
 
@33
na das nenn ich mal nen fundierten Kommentar.

Manche hier (Azurlord) sind wohl etwas zu sehr persönlich involviert... Oder neigen wie bereits kritisiert zu spontan zu neo-sozialisten Ansichten.

Ich kann mich nicht entsinnen, in der Schule etwas über Ökonomie gelernt zu haben. Es handelt sich sicher nicht um Neid, da ich der 2-3 fache verdiene, sondern mit Branchenlöhnen. Zu meiner Bildung, ich habe einen Doktortitel in Ökonomie und Jahrelang an der Uni gelehrt. Im Gegensatz zu Azurlord habe ich somit durchaus einen Überblick in Bezug auf unser Bildungssystem. Kapitalismus also, du bist wohl auch Mediziner, weil du ab und zu zum Arzt gehst:-)

Die 40.000 Euro stammen übrigens aus dem veröffentlichten Tarifvertrag. Arcor und co zahlen mit Verdis Seegen deutlich weniger. Alles publiziert.

Das die FAZ links ist, habe ich nicht behauptet. Lesen bevor man in spontane Beleidigungen ausufert wäre nicht schlecht. Dei Kommentare waren jedoch im gesamten Spektrum die gleichen.

Übrigens wäre es nett, mal auf die Argumente einzugehen. Die Telekom macht mitnichten im Festnetzbereich Milliardengewinne. Sie hat gegenüber Arcor und co einen gigantischen Kundenschwund, der Kostenbedingt ist, da sie die Preise nicht mitgehen will, die Verdi und co durch geringe Lohnabschlüsse bei direkten Konkurrenten bedingt hat. Und ihr zahlt wohl kaum mehr bei der Telekom, da die Mitarbeiter dort mehr verdienen. Zumindest nicht die 600.000 Deutschen, die ihr im ersten Quartal den Rücken gekehrt haben.
 
@keshkau

Die Rechnung ist ja gut und schön, aber dennoch weißt die Telekom da eine Doppelmoral auf.

Auf der einen Seite stellt die Telekom ca. 400Mio Euro für freiwillige Altersvorsorge bereit. Bildet da also Rückstellungen in der Höhe, die wiederum dafür sorgen, dass der Gewinn fällt, diese wurden in 2005 nicht gebildet und auf der anderen Seite sagt die Telekom nun, dass die Gehälter zu hoch sind und als Folge sollen dann jetzt 50.000 Arbeitsplätze ausgegliedert werden und 12% des Lohns gekürzt werden.
 
naja, so wie man in den wald hineinschreit kommt es zurück.

kann mich noch genau erinnern wie die telekom die isdn flatrate-preise ins unermessliche hat steigen lassen. des weiteren haben sie ihr monopol ausgenutzt um billigere konkurrenten zu verdrängen. das war vor 8-9 jahren. vielleicht ist die "tittenflat von medieninfo gmbh" jemanden noch ein begriff. ;)
zu dem zeitpunkt habe ich (und viele viele andere) geschworen nie mehr zur telekom zu gehen. denn diese abzocke muss ein ende haben. das bleibt bis heute so.
die kunden die damals vergrault wurden, sind beim ersten anzeichen, dass arcor oder andere dritt anbieter verfügbar waren, gewechselt.

auch liegt die wahrheit in dem ganzen intermezzo irgendwo in der mitte der hier dargestellten meinungen.

zum einen MUSS die telekom was tun, damit ihre festnetzsparte wieder zukunftfähig wird. da kommen auf die mitarbeiter einbußen zu die sich nicht vermeiden lassen.

zum anderen sind es gearde die managementfehler die die motivation der bediensteten untergräbt. zum einen bekommt ein gescheitereter vorstand (z.b. sommer) ~30 mio € abfindung. welche logik ist denn das, wenn man für gemachte fehler mit 30 mio belohnt wird? die 30 mio sind zwar im gesamtetat der telekom peanuts und retten keinen einzigen mitarbeiter, die psychologische wirkung auf die motivation der t-com MA ist aber enorm.

motivation ist der leistungskiller nr.1. dazu gibt es mehrere studien sogar ende 2006 ganz aktuelle.

zum anderen ist es das system des shareholder value. alle entscheidungen sind nur renditebezogen auf die nächsten paar jahre. statt langfristig auf die nächsten 10-20 jahre. nur damit der aktienkurs steigt und die aktionäre zufriedener sind bzw. dann der vorstand zu höheren bezügen wieder gewählt wird. die t-com bezahlt trotz des ganzen hick hacks die höchste dividende für aktionäre.... . wieder ein motivationskiller für die t-com mitarbeiter die das zurecht nicht verstehen können.

immer wird davon gesprochen, dass man rentabler sein muss. die produkte, sollen aber wir deutschen, ich spreche hier die ganzen blutenden und entlassenen arbeitnehmer der letzten jahre weiterhin konsumieren. eine logik die niemals aufgehen wird! ähnlich wie bei die service verlagerung nach osteuropa sind analog andere börsennotierte megaunternehmen. z.b. ein rumäne mit 600 € verdienst schraubt das handy, wicklet den service, etc.................. ab. die macht er alles für die zuvor entlassenen und gehaltsgekürzten deutschen, welche die produkte dann aber weiterhin kaufen sollen. denn der rumäne kann sich das alles gar nicht leisten.

das ganze shareholder value prinzip macht einige wenige immer reicher (man sieht den trend schon sehr deutlich in den usa) und der mittelstand wird immer dünner und die armen immer mehr. deshalb sehe ich das nicht ganz so wie brutus und nicht ganz so wie azulord. die wahrheit liegt vermutlich in der mitte...
 
guillome schrieb:
immer wird davon gesprochen, dass man rentabler sein muss. die produkte, sollen aber wir deutschen, ich spreche hier die ganzen blutenden und entlassenen arbeitnehmer der letzten jahre weiterhin konsumieren. eine logik die niemals aufgehen wird! ähnlich wie bei die service verlagerung nach osteuropa …

Dabei sind das nur Ausläufer (Nachwirkungen) der Ursachen, die sich in Deutschland und in Westeuropa seit einigen Jahrzehnten beobachten lassen. Die Arbeitnehmer legen mehr Wert auf Freizeit und meinen deshalb, z. B. mit einer 34-Stunden-Woche auskommen zu können. Allein das macht schon einen Abschlag in Höhe von 15 % gegenüber einer 40-Stunden-Woche aus. Mit einer höheren Produktivität ist das gerade im Bereich der Call-Center nicht auszugleichen. Wenn der Call-Center-Agent der T-Com zugleich nach nur drei Berufsjahren schon 39.000 Euro verdienen will, darf er sich nicht wundern, wenn ein Rumäne ihm seinen Job wegnimmt.

Das ist der Trend, den man überall beobachten kann, z. B. auch bei Nokia-Siemens. Wer würde denn noch ein Handy, einen PC oder ein Auto bezahlen wollen, das zu 100 Prozent aus deutscher Entwicklung, Produktion und Montage kommt? Wir sind hier in vielen Bereichen schlichtweg zu teuer.

Die Arbeitnehmer hierzulande sind nicht bereit, diesen Realitäten ins Auge zu schauen und gehen für 4-5 Prozent Lohnsteigerungen auf die Straße. Für sie ist der billige Rumäne weit weg. Aber die Unternehmensleitung kann sich diese Träumereien nicht erlauben und muss reagieren. Denn die Konkurrenz schläft nicht. Würde man nicht reagieren, wären bald alle Jobs weg. Und selbst dieses Szenario haben wir in einigen Branchen schon hinter uns.
 
AvenDexx schrieb:
Auf der einen Seite stellt die Telekom ca. 400Mio Euro für freiwillige Altersvorsorge bereit. Bildet da also Rückstellungen in der Höhe, die wiederum dafür sorgen, dass der Gewinn fällt, diese wurden in 2005 nicht gebildet und auf der anderen Seite sagt die Telekom nun, dass die Gehälter zu hoch sind und als Folge sollen dann jetzt 50.000 Arbeitsplätze ausgegliedert werden und 12% des Lohns gekürzt werden.

Nun es ist wohl weitaus sinnvoller einen ordentlichen Zuschuss zur Altersvorsorge zu leisten als den Lohn heute auszuzahlen.
Ein Arbeitnehmer heute muss eh privat fürs Alter vorsorgen. Und Arbeitgeberseitig geförderte Maßnahmen sind da meist die beste Option.

Doppelmoral kann ich hier nicht erkennen ...

[...]erkennt man, dass es durchaus andere Möglichkeiten gibt, dem entgegenzuwirken, als nur Mitarbeiter zu entlassen oder auszugliedern.

Na da bin ich dann ja mal gespannt ...
 
Schau dir die Bilanz, die Kapitalflussrechnung, die Kennzahlen etc. an. Dann wirst du festellen, dass Maßnahmen zur Kostensenkung durchaus auch an anderen Stellen durchgeführt werden können. Aber dazu müsste man ja suchen und analysieren. Da ist es doch einfacher, mal kurzfristig Leute zu entlasten.

Was die Doppelmoral betrifft: Was hat denn das Unternehmen davon, eine Altersvorsorge für die Mitarbeiter einzurichten, ausser dass dadurch Rückstellungen gebildet werden können, die den ausgewiesenen Gewinn mindern.
 
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