Telekomanschlüsse sind wohl eindeutig trackbar.

Donnidonis schrieb:
Aber ich finde es halt lustig wie alle sagen: nichts besonderes, alles bekannt, kann nichts passieren.
Das ist wie mit der DSGVO. HAben und regen sich viel zu viele drüber auf, meinen es bringt nichts, ist scheisse, gehört abgeschafft. Dabei haben wir hier grade erst wieder einen Fall, der klar aufzeigt, wie relevant die DSGVO ist. Weil erst diese ermöglich nun, zum Beispiel die Telekom auch zu belangen und Schadensersatzansprüche zu stellen.
Das ist leider viel zu oft so, dass Menschen mit zu wenig wissen zu viel Meinung haben und das dann ab einer gewissen Menge sich auch politisch niederschlägt. Soll ja auch Leute geben, die immer wieder fordern, dass die EU abgeschafft werden sollte etc. pp.

Ich bin auch sehr gespannt, da seit Jahren Telekomkunde. Ich werde definitiv auch schauen, dass ich Schadensersatz erhalte, wenn das soweit geht, dann offensichtlich bin ich seit Jahren nur weil ich Telekomkunde bin im Netz verfolgbar und das würde mir gewaltig stinken.
 
Übrigens… schon lange her das man nur über ip jemand identifizieren kann. Heutzutage braucht es die ip nicht mehr um den internetaufenthalte und den persönlichen geschmack oder kaufreferenz zu tracken um Werbung gezielt zu verbreiten. Und da die meisten irgendwo registriert sind )Facebook, dingdong, x , Onlineshop usw. Sind solche „Häcks“ gar nicht nötig.
Das Echo dieses „schlammassel“ wird sich in Grenzen halten. Telekom wird wohl ein häckchen bei der Abfrage ändern und schon wird der Support mehr fragen haben wenn man Probleme hat, was wiederum dem Nutzer nicht einleuchten wird
 
Auch du hast nicht verstanden, was hier möglich ist, wenn man einmal eine IP hat, damit die Permanent ID sich zieht und diese speichert. Dann kannst du jemanden über Jahre verfolgen und, sofern du über entsprechende Datensätze verfügst, auch in der Vergangenheit. Und dann bis auf Häuserblockebene zurück verfolgen. Somit ist nicht nur ein umfangreiches Verhaltensprofil anlegbar, nein, man kann einzelne Personen wohnörtlich verfolgen. du kannst kreuz und quer durch die Republik gezogen sein, das wäre dann nachverfolgbar und du jeder neuer Wohnort von dir ermittelbar in dem Moment, wo du dich ins Netz einwählst.

Das ist exakt die Art von Vorratsdatenspeicherung, die nicht nur zu Recht verboten wurde, sondern über die sich die selben Leute, die nun meinen, ist ja nicht so schlimm, aufgeregt haben.
 
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BlubbsDE schrieb:
Genau. Dann frage mal meine IP ab.
Können wir das kurz auf meinem Teamspeak-Server besprechen?

Es gibt zig Mittel an die IP von jemanden ranzukommen. DDOS als Folge keine Seltenheit. Das war früher kein Problem, weil man im Zweifel einfach den Router neustarten konnte und eine neue bekommen hat.
 
CoMo schrieb:
Schließlich stehen hier Schadenersatzansprüche nach Art. 82 DSGVO durch viele Millionen Telekom-Kunden im Raum.
Du musst den Schaden aber nachweisen und zwar in echtem Geld. So zumindest die aktuelle Rechtsprechung. Nur weil Du dich beobachtet fühlst, kriegst Du keinen Cent.
 
Die Geschichte nimmt Fahrt auf

Golem

Edit: Anschlussinfo.de ist auch down. Gibt wohl keinen schnellen Workaround.
 

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Hi...

Ich gestehe, dass ich absolute Schwierigkeiten habe sowohl das hier erörterte "Problem" zu verstehen als auch die "Aufregung" nachzuvollziehen. 🤷‍♂️
Was ist daran​
Erkekjetter schrieb:
[...] Dann kannst du jemanden über Jahre verfolgen und, sofern du über entsprechende Datensätze verfügst, auch in der Vergangenheit. Und dann bis auf Häuserblockebene zurück verfolgen. Somit ist nicht nur ein umfangreiches Verhaltensprofil anlegbar, nein, man kann einzelne Personen wohnörtlich verfolgen. du kannst kreuz und quer durch die Republik gezogen sein, das wäre dann nachverfolgbar und du jeder neuer Wohnort von dir ermittelbar in dem Moment, wo du dich ins Netz einwählst.
denn nun für mich ganz konkret schlimm?
Wohnadressen sind auch jederzeit via Einwohnermeldeamtsabfrage ermittel- und rekonstruierbar - und was weiter?
Erkekjetter schrieb:
Das ist exakt die Art von Vorratsdatenspeicherung, [...]
Ist es nicht sowieso naiver Idealismus zu glauben, dass in i-einer Ausprägung so etwas in absolut gar keiner Weise statt finden würde?
Fingerprinting gibt's doch auch bereits länger... und dahingehend sind doch auch schon immer die individuellen (Sicherheits-)Interessen der Bürger dem großen hehren wirtschaftsbeförderndem Ansinnen geopfert worden.​
 
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User007 schrieb:
Fingerprinting gibt's doch auch bereits länger...
nur dass das hier auch ohne fingerprinting funktioniert. selbst das system plattmachen oder ein komplett neues oder anderes gerät kaufen nutzt nichts. im gegenteil: mit klassischem fingerprinting und dem hier kann man deine einzelnen geräte verfolgen UND weiss, dass unterschiedliche geräte zu dir gehören.

da sich damit auch eine historie erstellen lässt, könnte man mit fingerprinting und diesem "feature" sogar feststellen, wann sich ein gerät mal von einem anderen anschluss aus eingeloggt hat und damit bekanntschaftsbeziehungen rekonstruieren. man muss da nur etwas kreativ werden. im real life mag keiner stalker, aber im netz sehen viele diese gefahr nicht.
 
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Ok - und was nutzt dem "Verfolger" das dann, dass er weiß welche Endgeräte ich nutze?
Sorry, aber mir fehlt die Phantasie allein daraus i-ein für mich zeitnah nachteiliges Szenario zu erkennen.​
 
im best case weiss er, dass du zu deinem pc auch ein iphone benutzt und du bekommst am pc zielgerichtet werbung fürs nächste iphone. im worst case weiss ein angreifer auch nach monaten/jahren, dass du jetzt ein neues device hast, das es wieder zu verwanzen gilt.
 
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Aha...also evtl. mehr Werbung in dieser ja ach so werbefreien Welt.
Und wie soll jemandem helfen rückwirkend zu wissen ein bei mir neues Device zu kompromittieren, das mglw. eh schon gar nicht (mehr) von mir verwendet sein könnte und/oder zusätzlich auch durch div. Maßnahmen und entsprechendes Verhalten geschützt ist?

Mag sein, daß ich die Thematik zu naiv angehe, aber mir ist hier einfach in der "Betrachtung" bzw. "Konstruktion" des Gefahrenpotentials zu viel spekulativer Konjunktiv vorhanden.
Ansonsten würde da wohl mal ein näher am gesellschaftlich durchschnittlichen Lebensrealismus orientiertes "Gefahrenkonstrukt" das Verständnis erweitern.​
 
User007 schrieb:
Mag sein, daß ich die Thematik zu naiv angehe, aber mir ist hier einfach in der "Betrachtung" bzw. "Konstruktion" des Gefahrenpotentials zu viel spekulativer Konjunktiv vorhanden.
du gehst davon aus, dass du schon nicht wichtig genug für irgendwelche über werbung hinausgehende dinge bist. mit dieser lücke ist es aber nunmal möglich, leute geräteübergreifend über lange zeiträume zu identifizieren und profile auch zu ganzen personengruppen aufzubauen und das nicht nur für irgendwelche geheimdienste sondern für quasi jedermann. und wenn die daten da sind, macht das auch jemand. ob du jetzt aktiv getrackt wirst oder nur beifang bist ist da aus meiner sicht gleich schwerwiegend - es geht keinen was an, wann ich mit welchem gerät von welchem (telekom)anschluss aus unterwegs bin. wie gesagt, würde ein stalker dir die ganze zeit hinterherschleichen wäre das geschrei gross, im netz versteht man die aufregung dagegen nicht.
 
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0x8100 schrieb:
[...] würde ein stalker dir die ganze zeit hinterherschleichen [...]
Ja, aber das "Mißverständnis" hierbei ist mglw., daß es eben grundsätzlich keinen Rechtsanspruch auf Prävention bzw. "Verhinderung" gibt.
Genanntes Bsp. kenne ich persönlich bestens... Nachbar hat monatelang nichts Besseres zu tun gehabt, als von mir und meinen Wohnbereich via geeignetem Aufnahmegerät Bild-/Videomaterial anzufertigen - es gab auch in diesem Fall für mich keinerlei anderweitige Handhabe, als das unbotmäßige Verhalten reaktiv mittels "Klage auf Unterlassung" zu unterbinden.
0x8100 schrieb:
du gehst davon aus, dass du schon nicht wichtig genug für irgendwelche über werbung hinausgehende dinge bist.
Ja, warum auch nicht?
Im Übrigen denke ich eher nicht, daß permanent jeder über jeden anderen alles an entsprechenden Daten sammeln würd', um damit solcherlei "Bezüge" herzustellen - welch ein Ressourcenaufwand.​
 
User007 schrieb:
Wohnadressen sind auch jederzeit via Einwohnermeldeamtsabfrage
Nö, da kann nicht jeder Hans Wurst antanzen und Unmengen Adressen einholen. Schon gar nicht in dem Datenumfang wie durch dieses System und vergangene adressen. Du kannst EINZELNE Anfragen nach Vor- und Nachname, Titel und aktueller Wohnadresse machen.
User007 schrieb:
grundsätzlich keinen Rechtsanspruch auf Prävention bzw. "Verhinderung" gibt.
Natürlich. Die DSGVO ist unter anderem genau das.
 
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User007 schrieb:
Im Übrigen denke ich eher nicht, daß permanent jeder über jeden anderen alles an entsprechenden Daten sammeln würd', um damit solcherlei "Bezüge" herzustellen - welch ein Ressourcenaufwand.
wenn die daten da sind, dann wertet die auch jemand aus:



nur mal als kleines beispiel nebenbei :)
 
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emulbetsup schrieb:
EDIT: Sorry, habe das Thema im falschen Subforum eingestellt. Kann das bitte von einem Moderator nach Internetprovider und Webhosting verschoben werden?
Done.
 
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4nanai schrieb:
Solange der Scheißladen sein Peering nicht in den Griff bekommt,
Die Telekom hat ihr Peering bestens im Griff, nur eben nicht so wie du es willst, sondern so wie es die Telekom will.
 
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madmax2010 schrieb:
Ihre Historie und bisherigen Erfolge sind dir bekannt?
Die macht fuer uns alle verdammt wichtige Arbeit.
Aber auch viel unsachlichen Populismus.
Ist halt eine linksextremistische "Pseudo-Hackerin".
 
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