Teleskop + Kamera

Xidus

Lieutenant
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Ich hab schon seit Längerem das [Bresser Galaxia 114/900 EQ-SKY] Teleskop und habe seit neustem eine Canon EOS 600D und möchte mit dieser jetzt auch übers Teleskop Bilder mach. Nur jetzt weiß ich nicht genau was ich brauche.

Hab da das hier gefunden jetzt weiß ich nur nicht ich habe zwar in einer Bewertung gelesen das wohl mehr nicht gebracht wird aber ob das jetzt so ist weiß ich nicht, des wegen wollte ich euch fragen was ich jetzt genau brauche.

T2 Adapter auf Canon EOS AF/EF Bajonett
Bresser T2-Ring Canon EOS

Danke schon mal im voraus

Xidus
 
Wenn du nur mal probieren willst, dann reicht das meist aus, aber wenns mehr sein darf, dann brauchst du für das Teleskop unbedingt eine Nachführung...

achso und eine Umkehrlinse ist manchmal nicht schlecht. zumindest ließ sich dadurch die Kamera und das Teleskop wegen des größeren Abstandes besser handhaben.
 
Xidus schrieb:
Ich hab schon seit Längerem das [Bresser Galaxia 114/900 EQ-SKY] Teleskop und habe seit neustem eine Canon EOS 600D und möchte mit dieser jetzt auch übers Teleskop Bilder mach. Nur jetzt weiß ich nicht genau was ich brauche.
Zuerst mal 'ne neue Kamera. Die Astro-Cams sind modifiziert. Du brauchst elend lange Belichtungszeiten, d.h. die Kamera wird heiß. Und das führt zu Hotpixels. Mit etwas Pech hast du mehr Hotpixel als Sterne, selbst wenn du nur 1-2min. belichtest. Einige Kameras sind speziell gekühlt, bei anderen ist nur der Infrarot-Sperrfilter entfernt. Wenn du länger belichtest, muss das Tele nachgeführt werden, sonst hast du lange Streifen statt Sterne. Das kann sehr reizvoll aussehen, man nennt das Strichspuraufnahme. Einsteiger-Teles mit automatischer Nachführung gibt's aber.

Der DSLR-Addapter, den du suchst, heißt "variabler Fokal- und Projektions-Adapter". Du schraubst zunächst einen T2-Ring statt des Objektivs auf deine Kamera und darauf den Adapter.

Wunder solltest du aber nicht erwarten. Die besseren Fotos kommen aus solchen Teles. Es kommt auch drauf an, von wo aus du arbeitest. Wenn du in einer Großstadt vom Balkon aus fotografierst, wirst du nur Matsch aufnehmen, weil der Himmel von unten durch die Stadtlichter angestrahlt wird. Die Astros nennen das "Lichtverschmutzung". Es gibt spezielle Landkarten dafür.
Ergänzung ()

Gerade gefunden: Bilder und zu jeder Aufnahme Hinweise zum Equip
http://www.nightsky.at//Photo/Showcase.html

Was er da macht, ist aber auch schon Königklasse!
http://www.nightsky.at//Photo/Neb/M42_M43_APO.html
http://www.nightsky.at//Photo/Neb/B33_WN.html
http://www.nightsky.at//Photo/Neb/B33_Newton.html

Zum Vergleich mal ein Skywatcher Newton 150/750mm für ca. 500 Euro.
 
cool danke sfür eure Infos

@Skorge beim zweiten der nutzt aber auch keine Spezielle Kamera nur die EOS 350D geht das dann nicht auch mit der 600D?
 
Was Skorge meint ist sicherlich, wenn man das prof. und richtig machen will dann braucht man beson. Kameras. Selbstverständlich würde deine 600D auch dafür ausreichen... selbst die Bilder der 350D sehen gut aus.

D. Problematik hat dir Skorge ganz gut beschrieben... ob sich nunr lohnt bei deine Kamera diese und jene teuere Equip zuzulegen hängt von dir ab. Selbst meine D90 würde ich sowas nicht zutrauen.. interessant ist das aufjedenfall... aber nicht wirklich mein Gebiet:)
 
Xidus schrieb:
beim zweiten der nutzt aber auch keine Spezielle Kamera nur die EOS 350D geht das dann nicht auch mit der 600D?
Das verlinkte Bild ist mit einem Skywatcher Newton 150/750mm aufgenommen, aus über 200 Aufnahmen zusammengesetzt. Er hat also 200x je 30 Sekunden belichtet.

Die 150 stehen für 150mm Eintrittsöffnung. Bei dir sind das nur 114mm, es fällt weniger Licht ein. Der Hauptspiegel deines Galaxias ist sphärisch, nicht parabolisch. Das kostet nochmal Licht und Kontrast. Du bräuchtest also noch mehr Belichtungen als diese 200.

Die Montierung (dafür steht das EQ Sky) ist für die 900mm schon für reine Beobachtungen etwas wackelig. Wenn du auf dem Ding eine Kamera fokussieren willst, wird's schwierig. Für DeepSky-Sachen (Galaxien, ect.) kannst du es wegen der langen Belichtungszeiten vergessen, solange keine automatische Nachführung vorhanden ist. Für das EQ-Sky gibt es für knapp 100 Euro einen Nachführmotor von Bresser. Und den brauchst du auch bei Planeten. Denn da hast du ein anderes Problem. Den Saturn findest du vielleicht irgendwann. Dann stellst du die Canon auf Spiegelvorauslösung (um Erschütterungen zu vermeiden, die der Spiegel auslöst) und stellst auf Selbstauslöser. Klick! Der Planet ist in dieser Zeit schon weitergewandert, er verschwindet - je nach Brennweite - nach 30-60sec. auf dem Blickfeld.

Für die Kamera-Adaption brauchst du ein Projektions-Okular. Kostenpunkt ca. 100 Euro. und eben den T2-Adapter.
 
Entschuldigt, dass ich diesen Thread missbrauche, aber warum gibt es heute eigentlich keine für Astro modifizierten Kameras von Canon oder Co mehr? Bzw. welche Kühlung wurde da installiert?
 
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