Plastikman schrieb:
Der Minireaktor ist Müll. Mal bisserl informiert. Die Idee ist alt, man braucht immernoch angereichertes Uran, nur eben weniger. Ob ein Reaktor wirklich 50 Jahre OHNE WARTUNG auskommt? Das glaube wer will.
Plutonium ist ja immernoch drin. Der Minireaktor in Finnland ist total gefloppt.
Nein, Atomkraft muss weg, egal welche bizarren Formen man jetzt erfinden will, die angeblich alle so sauber sind.
Dr.G schrieb:
Du behauptest das etwas müll ist, das noch gar nicht existiert o.O? Glaskugel anyone?
Außerdem...man braucht nicht angereichertes uran, das wär ja sonst sinnlos...
Wartung: es ging nicht darum ein kraftwerk OHNE wartung zu bauen, nur eines bei dem man nicht die brennelemente wechseln muss. Und das könnte funktionieren
Zum Reaktortyp selber: Im Endeffekt ist ein TWR ein Brutreaktor. Zwar abgewandelt anscheinend, auch wenn mir der Unterschied nicht ganz klar ist, zur Brutreaktoren findet man jede Menge Infos, zu diesem Reaktortyp nicht, aber Brutreaktor. Dumm ist nur, dass bei den meisten Forschungseinrichtungen der Fokus auf anderen Systemen liegt. Ein zentrales Problem?
Das Kühlmittel/Moderator: flüssiges Natrium. Ich empfehle die Chemiekenntnisse aufzufrischen, was Alkali- und Erdalkalimetalle betrifft. in Zusammenspiel mit Wasser in der Luft und allgemeiner Reaktionsfreude. Genausogut könnte man den Reaktor mit TNT kühlen. Ein wenig Sarkasmus muss an dieser Stelle sein. Eine alternative zu Natrium ist flüssiges Blei-Wismut, aber da hat man dann Spaß mit Bleidämpfen. Auch nett.
Brutreaktoren sind ein schwieriges Konzept. Da werden auch Bill Gates und Toshiba nichts dran ändern. Das dürfte ein riesiger Marketinggag sein. Zumindest sehe ich es so, bis ich echte Ergebnisse sehe.
Eine Sache zum Abbau von hochreaktivem Abfall: Statt schnellen Brütern sind Accelerated Driven Systems in der Mache und werden erforscht. Letztens noch ein Kolloquium am Lehrstuhl für Reaktorsicherheit an der RWTH Aachen gehört.
Kurze Bemerkung zu radioaktiven Abfällen: Man muss zwischen wärmeentwickelnden/hochreaktiven Abfällen und nichtwärmeentwickelnden ABfällen unterscheiden. Für letzteres ist die Endlagerung gelöst. (Siehe Asse etc. Und was da mit dem Grundwasser abgelassen wurde, ist totaler Müll. Siehe Anhang)
Für ersteres braucht man noch ein Endlager, aber da ist Gorleben weltweit sehr weit vorne. Und dieses Problem lässt sich wie gesagt durch Brutreaktoren und Accelerated Driven Systems entschärfen.
P.S.: Ich spare mir jede Argumentation, die mit den Vorurteilen und Argumenten gegen Kernenergie aufräumt. Ich könnte hier viele, viele Bücher füllen, die niemanden interessieren oder überzeugen würden. Ein aussichtsloser Kampf gegen Windmühlen...