Theoriedienst digital übertragen, Erfahrungen und Tipps gesucht

T-Bone90

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Hallo zusammen,

ich wollte euch gerne um Rat fragen, wie man folgendes Szenario sinnvoll umsetzen kann:

Wir sind eine Freiwillige Feuerwehr, bei der einige Kameradinnen und Kameraden außerhalb wohnen. Dadurch kommt es gelegentlich vor, dass sie nicht an den regulären Diensten teilnehmen können. Aus diesem Grund möchten wir unsere Theoriedienste digital zur Verfügung stellen.

Allerdings kenne ich mich mit der technischen Umsetzung noch nicht ausreichend aus.

Aktuell haben wir in unserem Schulungsraum einen Beamer, der das Bild vom Laptop auf eine weiße Wand projiziert. Der Laptop steht direkt daneben. Meine Vorstellung wäre, dass
• einerseits der Inhalt der Präsentation (PDF, Word, Lehrvideos usw.) digital übertragen wird und
• andererseits auch der Dozent bzw. der Bereich vor der Tafel/Wand zu sehen ist.

Alternativ nur mittels einer Kamera Dozent und Tafel übertragen.

Der Raum selbst ist relativ groß. Es muss nicht der gesamte Raum oder die Wehrleitung (die am anderen Ende des Raumes sitzt) aufgenommen werden. Eventuell würde es reichen, nur den Dozenten und den vorderen Bereich aufzunehmen, alternativ mit einer drehbaren Kamera.

Besonders wichtig ist uns, dass die Lösung möglichst einfach für alle Kameraden bleibt, da es mit digitalen Themen (z. B. Nextcloud) teilweise schon Überforderungen gibt. Außerdem sollte das Ganze preisgünstig sein. Es gibt von der Wehrleitung keine festen Vorgaben, ich möchte es aber bewusst kostengünstig halten, damit die Umsetzung realistisch bleibt.

Meine Frage an euch:
• Lässt sich so etwas relativ einfach und schnell umsetzen?
• Welche Hardware/Software würdet ihr empfehlen?
• Ich habe bereits etwas von Zoom in Verbindung mit einer Webcam gelesen, wie seht ihr das?
• Der Ton wäre ebenfalls noch zu klären.

Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe und eure Erfahrungen!
 
Ich halte es für recht schwierig, die Projektion/den Bildschirminhalt direkt zu übertragen und parallel dazu ein Kamerabild aus dem Raum zeigen zu wollen, auf dem man mehr als nur die Anwesenden sieht (z.B. lesbare/erkennbare Zeichnungen auf dem Whiteboard/der Tafel).

Aber man könnte auch das "analoge" Whiteboard durch die digitale Variante ersetzen und mit einem einfachen Grafiktablet zu arbeiten. Das braucht definitiv etwas Übung, da es sich anders als ein Whiteboard bzw. eine Tafel verhält. Aber dafür ist das ganze gleich digitalisiert und kann einfacher übertragen werden.

Für Kundenpräsentationen habe ich von Wacom ein einfaches Tablett, was ich nutze.

ein großer Nachteil der Methode: Das Whiteboard/Die Tafel steht zusätzlich im Raum und zeigt immer die Skizze bzw. Stichwörter an. Die digitale Variante muss immer wieder eingeblendet werden, wenn man darauf verweisen möchte...
 
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@T-Bone90
Das, was ihr vorhabt, geht mit jeder bekannten und gängigen Videokonferenz-Software. Ob MS Teams, Zoom oder Konsorten, vollkommen egal.

Der Dozent startet die Videokonferenz und gibt seinen Bildschirm sowie die Kamera und das Mikrofon frei. Gleichzeitig wird der Bildschirminhalt wie gewohnt auf die Leinwand projiziert.

Ich sehe da jetzt keinerlei technische Hürde. Wir (Beruf) haben oftmals Videokonferenzen, bei denen einige der Teilnehmer in Präsenz in einem Koferenzraum, ein paar andere vom Homeoffice aus zugeschaltet sind.

Und von was für einer Art Tafel reden wir? Analog oder digital? In erstem Falle geht selbstverständlich nur die Kameralösung - dann ggf. mit zwei Kameras und mittels OBS Studio, in dem lediglich eine gemeinsame Szene als "Virtuelle Kamera" erstellt werden muss, in der einfach beide Kamerabilder nach Wunsch zusammengelegt werden. OBS (Studio) muss dafür einfach nur gestartet sein, es braucht keinerlei weitere Software oder Server, etc.

Die "Virtuelle Kamera" wird dann wiederum wie gewohnt im Videokonferenztool der Wahl ausgewählt, als wäre es eine physikalische Kamera.
 
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Hallo ihr beiden,
vielen Dank für eure Antworten.
Ich habe es glaube ich etwas verwirrend geschrieben.

Also der Beamer projiziert das Bild auf eine analoge weiße Wand (einfach gesprochen). Dort wird auch nichts geschrieben.
Wir wollen jetzt einerseits das digitale Bild vom Laptop übertragen (Präsentation), anderseits aber auch eine Kamera haben, die Dozent aufnimmt und alles das, was vor der weißen Wand passiert (manchmal Übungen usw.).
Ob die Webcam drehbar sein muss, weiß ich nicht genau. Ist ja dann auch wieder eine Fehlerquelle mehr.

Also ich kenne mich leider selbst mit Zoom etc nicht aus, aber ein Kollege sagte auch, dass ich am besten das nehme. Teams etc nutzen wir nicht. Konsorten sagt mir nichts.
Es sollte wie gesagt einfach sein. Bei Übertragung muss es am besten immer den selben internen Link geben (mit Passwortschutz am besten). Und die externen Kameraden sollen das Meeting dann ohne Anmeldung (außer evtl Passworteingabe zum Schutz) beitreten können. So stell ich mir das vor.

Ich weiß nicht ob wir sowas irgendwann brauchen aber vielleicht können sich die externen Kameraden dann irgendwie melden, wenn es fragen gibt. Ich glaube sowas geht ja auch bei Zoom.
Und Ton ist noch die Frage, ob wir da ein Ansteckmikro nutzen, was günstig ist. Ich denke das Laptopmikro ist da zu schlecht. Sollte natürlich ohne Kabel sein, da der Dozent auch immer mal hin und her läuft.
 
Ich denke so etwas wie Teams passt da, da kannst du den Bildschirm teilen, dann wäre die Raumkamera nur klein oder gar nicht zu sehen und wenn etwas wichtiges im Raum passiert, schaltet ihr wieder die Kamera groß.

Da können auch die Remote-Teilnehmenden Rückfragen stellen oder eben groß auf dem Beamer erscheinen, falls gewünscht.

Mit Zoom kenne ich mich nicht gut aus, aber ich denke, dass was Teams kann, kann Zoom auch. Da muss mal wer anderes was zu sagen.
 
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Alle Anforderungen, die hier genannt wurden, kann Zoom erfüllen. Der Admin kann festlegen, welcher Inhalt übertragen wird.
 
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Ich danke euch!
Zoom klingt ja schon mal super. Aber jetzt haben ich gerade gelesen, dass man in der kostenlosen Version nur 40 Minuten Meeting machen kann. Stimmt das noch? Weil wenn ja, wäre Zoom leider raus. Unsere Dienste gehen länger als 40 Minuten.

Was wäre denn sonst die Alternative?
Teams ist auch raus. Wir hatten mal die MS Office Suite und da war Teams immer recht komplex. Zu komplex für die Kameraden.

Im Internet habe ich noch Jitsi Meet gefunden oder halt Consorten. Was meint ihr?
 
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Als öffentliche Einrichtung, die ihr seid, könnte Senfcall (lustiger Name, ich weiß, nutzen wir als Behörde aber auch gern) etwas für euch sein - und es ist kostenlos.

Was den Rest angeht:
Ihr wollt nunmal ein, zwei Schritte über die "einfachste" Form einer Videokonferenz hinaus. Da wird es auch nicht ausbleiben, sich ein wenig mit Technik zu befassen und bei Bedarf als Moderator aktiv während der Vorstellung Dinge umzustellen.

Wegen der Vorführungen (z.B. stabile Seitenlage am Boden, etc.) könnte auch eine Systemkamera auf Stativ mit Zoomobjektiv denkbar sein, die dann mittels Capturecard eingefangen wird und bei Bedarf manuell zwischen Redner und Aktionsfläche hin und her bewegt werden kann. Hier könnte auch ein Shotgun(Richt-)Mikrofon angesteckt sein.

Das ist - insbesondere gebraucht - alles nicht teuer, erfordert aber zweifellos, dass man sich ein wenig mit der Materie auseinandersetzt und auch auskennt.

Ist wie bei euch in der Feuerwehr. Wenn ich ein Feuer professionell löschen möchte, kann ich nicht erwarten, mit Putzeimer und Gartenschlauch nen Großbrand einzudämmen und muss mich zwangsweise mit dem gesamten Löschzug und den Abläufen (sowie physikalischen Gegebenheiten des Brands selbst) auslennen.
 
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Ich danke euch für die vielen Tipps.

Also eine Kamera mit Stativ werden wir aus Platzgründen nicht hinbekommen. Tut es nicht eine einfache Webcam? Ich stell mir vor, dass man die oben am Beamer mit befestigen könnte und den Redner und Aktionsfläche vor der Beamerprojektion filmt. Explizit nur auf Redner oder nur auf Aktionsfläche vor der weißen Wand muss es nicht zeigen. Beides zusammen geht denke ich recht gut auf einmal.

In der Software würde ich mir dann wünschen, dass die digitale PDF/Word Dokument groß sichtbar ist und klein dann das Bild der Webcam. Auf Wunsch kann der Zuhörer umschalten oder eben Hand heben für Fragen etc.

Senfcall schau ich mir gerne mal an. Zoom macht an sich einen guten Eindruck (grade mal etwas ausprobiert), da kommen wir aber mit der 40 minütigen Limitierung nicht weiter.
Sollten wir die anderen Apps auch nochmal ausprobieren, neben Senfcall? Es scheint ja recht viel zu geben.

Und im Prinzip hat der Dozent da ja gar nicht wirklich viel zu tun oder? Er startet dann das Meeting und schon wird alles automatisch freigegeben oder? Und die Zuhörer wählen sich dann nur mit dem Link ein...

Wie seht ihr sonst die Sache wegen Mikrofon? Zwingend notwendig? Wenn ja was ist da so empfehlenswert? Gebrauchtkauf kommt auch in Frage. Ansteckmikrofon?

Vielen Dank Euch!
 
T-Bone90 schrieb:
Tut es nicht eine einfache Webcam?
Das ist halt unflexibel - aber wenn man damit leben kann, dass der Redner auch dann dauerhaft nur klein im Bild zu sehen ist, wenn gar keine Vorführung auf der freien Aktionsfläche stattfindet, eben weil die Webcam ja permanent Redner UND Aktionsfläche einfangen soll, dann geht das schon. Man kann auch mit zwei Webcams arbeiten (mit besagtem OBS und der virtuellen Kamera), aber das erhöht natürlich den Aufwand ein wenig.

Aber klar, wenn ihr die Webcam einmal statisch irgendwo ausrichten wollt/könnt, geht das auch.

T-Bone90 schrieb:
In der Software würde ich mir dann wünschen, dass die digitale PDF/Word Dokument groß sichtbar ist und klein dann das Bild der Webcam.
Das kann jede gängige Videocall-Software seit Jahren (Jahrzehnten?). Gesamter Bildschirm, einzelne Anwendung (Word, Acrobat, Browserfenster) oder manueller Ausschnitt, etc. Das Webcam-Bild wird dann klein eingeblendet, bzw. großflächig, wenn das Teilen des Bildschirms pausiert / deaktiviert ist.

T-Bone90 schrieb:
Auf Wunsch kann der Zuhörer umschalten oder eben Hand heben für Fragen etc.
Der Zuhörer kann nicht umschalten (es gibt aber Softwares, wo verschiedene Vortragsräume angewählt werden können). Zwischen den Szenen umschalten muss der Administrator / Leiter der Vorführung. Fragen kann der Zuhörer jederzeit stellen und i.d.R. per Handzeichen (auch als Emote) signalisieren.

Es gibt die Möglichkeit, entweder von vorn herein alle Zuhörer stummzuschalten. In der Regel appelliert man aber an die sogenannte "Funkkompetenz" der Zuhörer (insbesondere bei euch, wenn man sich sowieso untereinander kennt) - das heißt: alle Zuhörer muten ihr Mikrofon selbständig, außer eben, sie wollen etwas sagen.

Auch das wiederum verringert den Aufwand für den Leiter des Calls.

T-Bone90 schrieb:
Zoom macht an sich einen guten Eindruck (grade mal etwas ausprobiert), da kommen wir aber mit der 40 minütigen Limitierung nicht weiter.
Senfcall sollte alles können, was ihr benötigt - einfach ausprobieren..

T-Bone90 schrieb:
Sollten wir die anderen Apps auch nochmal ausprobieren, neben Senfcall?
Auch das steht euch frei :) Ich plädiere weiterhin für Senfcall.

T-Bone90 schrieb:
Und im Prinzip hat der Dozent da ja gar nicht wirklich viel zu tun oder?
Ist er gleichzeitig auch Leiter des Calls, also Administrator? Dann muss er eben schon umschalten zwischen der Bildschirmfreigabe oder der Webcam-Vollbildansicht - oder auch der angesprochenen Tonmoderation. Alternativ könnt ihr auch einen Administrator benennen, der das dann übernimmt. Ob das bei Senfcall funktioniert, weiß ich aus dem Kopf gerade nicht, aber normalerweise sollten Videocall-Softwares mehrere Administratoren zulassen können.

T-Bone90 schrieb:
Er startet dann das Meeting und schon wird alles automatisch freigegeben oder?
Wenn man einen Videocall startet, wird in aller Regel erst einmal die eingebettete Webcam dargestellt und keine Bildschirmfreigabe. Das muss schon manuell und eben bei Bedarf gestartet werden. Es kann natürlich sein, dass gewisse Presets abgelegt werden können in der jeweiligen Videocall-Software - auch das müsst ihr mal ausprobieren, ob Senfcall das kann.

Irgendwann wird es eben verständlich, dass ein gewisser Funktionsumfang auch Geld kostet (Zoom).

Ich bleibe aber weiterhin bei der Prämisse: wenn ich etwas Anspruchsvolles möchte, muss ich mich auch damit beschäftigen und erneut: rein auf Softwarebasis geht alles, was ihr benötigt, kostenlos mit (optional) OBS Studio und eben Senfcall.

T-Bone90 schrieb:
Und die Zuhörer wählen sich dann nur mit dem Link ein...
Das ist der Standard.

T-Bone90 schrieb:
Wie seht ihr sonst die Sache wegen Mikrofon?
Das Mikrofon muss zweifellos in der Nähe des Redners sein und dieser muss auch deutlich in Richtung des Mikrofons reden. Normalerweise hat man dafür Headsets auf oder sitzt mittig und ordentlich vor der Webcam/dem Laptop mit entsprechend integriertem Mikrofon.

T-Bone90 schrieb:
Wenn ja was ist da so empfehlenswert? Gebrauchtkauf kommt auch in Frage. Ansteckmikrofon?
Lavaliermikrofone (nix Wildes, aber vollkommen ausreichend für eure Zwecke) gibt es sogar schon neu für deutlich unter 50 Euro auf Amazon.

Testen könnt ihr das alles aber auch erst einmal mit den vorhandenen Mitteln.

EDIT:
Ha, ich wusste doch, dass mir das alles irgendwie bekannt vorkommt (musste meine PNs kurz durchforsten). Lebt der Verstärker noch? :D

Sorry, wird Offtopic. Aber ich freue mich, wenn ich euch (hoffentlich) wieder helfen kann, in diesem Fall jedoch mangels passenden / übrigen Equipments meinerseits ausnahmsweise mal ohne Sachspende :)
 
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T-Bone90 schrieb:
Ich danke euch für die vielen Tipps.
Naja, falls ich mal den Straßengraben eingehender inspizieren wollte oder zuhause die große Lichtershow beginnt, dann wäre es schon schön, wenn die nächste FFW gut ausgebildet ist. ;-)

T-Bone90 schrieb:
Also eine Kamera mit Stativ werden wir aus Platzgründen nicht hinbekommen. Tut es nicht eine einfache Webcam?
Ihr kommt auch nicht mit dem Schweizer Taschenmesser zum Einsatz, oder?
Webcams haben zwei wesentliche Aufgaben: Benutzer vor dem Bildschirm einigermaßen sichtbar machen und nicht allzu teuer zu sein.

Du möchtest bei Deinen Weiterbildungen einen deutlich größeren Bereich scharf abgebildet haben und evtl. eine halbwegs intelligente Kamerasteuerung (Bildausschnitt bzw. Belichtung). Da wird es dann nicht mehr ganz so einfach.

T-Bone90 schrieb:
Ich stell mir vor, dass man die oben am Beamer mit befestigen könnte und den Redner und Aktionsfläche vor der Beamerprojektion filmt. Explizit nur auf Redner oder nur auf Aktionsfläche vor der weißen Wand muss es nicht zeigen. Beides zusammen geht denke ich recht gut auf einmal.
Um das alleine schon bringen zu können, bräuchte Deine Kamera einen optischen Zoom und eine gute optische Auflösung: ansonsten erkennen die Teilnehmer die feinen Details oder evtl. Skizzen/Schrift nicht mehr.

T-Bone90 schrieb:
In der Software würde ich mir dann wünschen, dass die digitale PDF/Word Dokument groß sichtbar ist und klein dann das Bild der Webcam. Auf Wunsch kann der Zuhörer umschalten oder eben Hand heben für Fragen etc.
Das sollten alle aktuellen Systeme können, aber auch dazu müssen sich die Teilnehmer und der Dozent mit der Software auseinandersetzen. Automagisch funktioniert das nicht, wenn man nicht weiß, wo man hinklicken muss.

T-Bone90 schrieb:
Senfcall schau ich mir gerne mal an. Zoom macht an sich einen guten Eindruck (grade mal etwas ausprobiert), da kommen wir aber mit der 40 minütigen Limitierung nicht weiter.
Sollten wir die anderen Apps auch nochmal ausprobieren, neben Senfcall? Es scheint ja recht viel zu geben.
Beruflich bedingt nutze ich MS Teams bzw. Cisco WebEx: muss man mögen.
Bei Senfcall wäre ich vorsichtig, wenn ich deren letzten Newseintrag sehe. Das war/ist mit Sicherheit eine gute Idee, aber wenn sich niemand darum kümmert, dann sterben solche Sachen auch mal.

T-Bone90 schrieb:
Und im Prinzip hat der Dozent da ja gar nicht wirklich viel zu tun oder? Er startet dann das Meeting und schon wird alles automatisch freigegeben oder? Und die Zuhörer wählen sich dann nur mit dem Link ein...
Viel ist es nicht, aber es muss eine Sessions geplant/gestartet werden. Das ist wie in der Schule mit den Fernsehern: viel mussten die Lehrer nicht machen, aber VHS-Kasetten und DVDs waren doch häufiger mal eine Hürde. :-D

T-Bone90 schrieb:
Wie seht ihr sonst die Sache wegen Mikrofon? Zwingend notwendig? Wenn ja was ist da so empfehlenswert? Gebrauchtkauf kommt auch in Frage. Ansteckmikrofon?
Der Dozent braucht ein gutes Mikrofon, was seine Sprache gut und die restlichen Geräusche aus dem Raum gar nicht aufnimmt. Ebenso werden Lautsprecher für die Fragen der Onlineteilnehmer benötigt.

Teilweise können Freisprecheinrichtungen provisorisch genutzt werden (schlechtere Audioqualität) oder Headsets/Ansteckmikrofone. Die Raumakustik kommt dann auch wieder ins Spiel: ein hallender oder lauter Schulungsraum macht auf Dauer (länger als 5 min) keinen Spaß.

Gute Software kann versuchen Echos und andere Dinge herauszufiltern, aber auch die kommt an Grenzen.


Eine Schulung qualitativ gut und einsteigerfreundlich zu übertragen, setzt am Ende doch einiges an Aufwand voraus und lässt sich nicht g'schwind mit Notebook und Webcam machen.

Bei uns ist man intern teilweise von den MS- & Cisco-Lösungen weg und baut häufiger was von Poly auf. Da sind wir dann aber nicht mehr auf Bastlerniveau - sowohl technisch als auch preislich.
 
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DJMadMax schrieb:
könnte auch eine Systemkamera auf Stativ mit Zoomobjektiv denkbar sein, die dann mittels Capturecard eingefangen wird

Im Jahr 2026 würde ich eine Systemkamera nehmen, die einfach per USB die Daten direkt als Kamera an den PC Schickt. Da haben eigentlich genug spätestens nach Corona nachgerüstet. Dann braucht es nicht noch extra eine Capturecard.

Habt ihr denn kein Budget für solch Projekte oder könnt einen Zuschuss beantragen. Ich denke mit einem solchen könnte man hier bessere Antworten geben, als so günstig wie möglich oder besser umsonst.

Beim Thema Kamera würde ich noch eine PTZ (pan, tilt, zoom - Schwenken, Neigen und Zoomen) in den Raum werfen, diese kosten zwar etwas mehr, sind aber für solch Szenarien durchaus sinnvoll. Da müsste man dann je nach Hersteller schauen, ob es für Institutionen Sonderkonditionen gibt.

Die haben aber den Vorteil, dass eine Kamera mehrere Aufgaben übernehmen kann. Wenn es der Raum hergibt, könntet ihr diese unter der Decke montieren und dann je nach Situation, auf den Redner zoomen, auf die Projektion (plus Redner) oder sonst was. Da die Kameras das per Motor machen, kann man die Postionen per Klick abrufen.

PTZ Kameras werden gerne in Konferenzräumen oder bei Vorträgen mit mehreren Personen oder eben Szenarien genutzt.

Als Mikrophon ein gutes drahtloses Ansteck-Mikrofon für den Dozenten, z.B. Rode Wireless (GO) oder etwas in dieser Richtung.
 
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Spawn182 schrieb:
Im Jahr 2026 würde ich eine Systemkamera nehmen, die einfach per USB die Daten direkt als Kamera an den PC Schickt. Da haben eigentlich genug spätestens nach Corona nachgerüstet. Dann braucht es nicht noch extra eine Capturecard.
Es soll ja möglichst günstig bleiben. Eine Canon EOS 550D (rein beispielhaft) mit Kitobjektiv bekommst du inkl. 12 Monate Gewährleistung für gerade einmal 150 Euro, eine (neue) Capture Card im USB-Stick-Format kostet bei Amazon vielleicht 20 Euro neu.

Aber selbst das scheint über dem Budget zu liegen. Von daher wäre die von dir genannte Bezuschussung sicher wünschenswert.

Vor Allem muss sich mal jemand in eurem Feuerwehr-Dunstkreis (sorry für das doofe Wortspiel :D ) dazu bereiterklären, sich solcher Projekte ernsthaft anzunehmen. Das geht leider nicht, ohne sich da ein wenig reinzufuchsen.

Bei solch technischen Problemen bzw. Anforderungen gibt es immer zwei Möglichkeiten:
a) so günstig wie möglich
b) so komfortabel wie möglich (ungeachtet des Budgets)

Im Falle a) ist es zwingend erforderlich, sich in die Thematik reinzufuchsen, da es sich sonst gar nicht erst realisieren lässt.

Fall b) wiederum erfordert ebenso grundlegende Kenntnis, da sonst der klassische Spruch "Perle vor die Säu" zum Tragen kommt.
 
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Also vermutlich ist das nicht ganz klar rübergekommen. Den Laptopinhalt wollen wir gerne digital haben. Das ist ja wie ich rausgehört habe absolut kein Problem mit einer passenden Software. :)

Die Kamera soll Dozent und Aktionsfläche davor einfangen. Die Aktionsfläche ist 4x3 Meter grob, also nicht wirklich sehr groß. Wenn auf der Fläche nichts stattfindet, kann die Kamera die Fläche trotzdem mit einfangen. Das ist kein Problem.
Auch muss die Kamera keine Aufzeichnungen oder Text einfangen. Eine Tafel gibt es nicht bzw. wird so gut wie kaum genutzt. Also muss keine Schrift erkennbar sein. Ich werde wegen Kamera auf jeden Fall nochmal alles abklären, wie wir es machen. Ich will das Thema mit Stativ jetzt nicht direkt absagen, vielleicht will das die Wehrleitung auch genau so. Ich denke aber es wird eher eine Variante favorisiert, wo wir eine Kamera fest montieren und die im Hintergrund dann immer ihre Arbeit verrichtet. Ich habe daheim eine 40€ PTZ Kamera von Eufy im SmartHome (sicherlich nicht vergleichbar) und die macht auch ihr Ding.

Zum Thema Mikrofon:
Auch hier muss ich mir das nochmal überlegen. Testweise können wir ja auch erstmal das Laptop Mikrofon nutzen, einfach damit wir das Gefühl bekommen. Aber ich denke ein ordentliches Ansteckmikrofon etc wird es werden. Der Raum ist relativ lang. Hall kann da gut auftreten. Das angesprochenen Rode Wireless (GO) habe ich mir kurz angeschaut und scheint ja verbreitet zu sein, Rode sowieso gut. Lautsprecher haben wir.

Ein Budget haben wir für das Projekt nicht wirklich da ich erstmal angeboten habe nachzuschauen, wie man sowas sinnvoll umsetzt. Aber natürlich kann ich da jetzt schon sagen, dass wir da keine 100te Euro ausgeben können dafür. Denn dann wird das Projekt einfach abgeblasen und fertig. Ging ja bisher auch...werde ich dann wieder zu hören bekommen.
Ich finde es nur schade, wenn man sowas nicht nutzen kann für die Kameraden, die nicht immer da sein können. Das Rode Wireless (GO) gibts auch für 100€ VB bei Kleinanzeigen. Da kann ich mal nachfragen, wenn die Kamera dann nicht so teuer ist und die Software gratis. Das ist dann überschaubar.

Also ich bin halt der einzige aktuell, der an solche Projekte denkt, um den Kameraden was gutes zu tun. Natürlich will die Wehrleitung da nicht wirklich viel Geld ausgeben, da es ja nicht zu viele Kameraden dann immer betrifft. Und ja es sollte wirklich einmal installiert werden und dann immer laufen. Ich mache bei uns die IT und bin auch nicht immer da (wohne ebenso extern), wenn Probleme auftreten. Die Kameraden und Dozenten sind halt mit einer Nextcloud manchmal schon leicht überfordert. Deshalb versuche ich für alle in unserem Sinne es so einfach wie möglich zu halten.
Und ganz wichtig...Danke an euch für die Geduld!
Ich versuche es bei dem Projekt halt auch von den Kosten so zu halten, dass die Wehrleitung sein OK gibt, weil ich es selbst gerne umsetzen möchte. Kann gut sein, dass sie bei 200/300€ auch noch ja sagt. Wobei 300€ denke ich schon fast zu viel sind, rein vom Bauchgefühl her.


///Edit:

Fast vergessen :)
Ja der Dozent ist dann auch Admin. Also ich stell mir das so vor er fährt den Rechner hoch, startet die Livestream App (welche auch immer) und soll dann ganz normal seinen Vortrag halten können.
Das mit Senfcall ist komisch. Also sollte man die App dann doch nicht mehr nutzen?

@DJMadMax
Ja der Verstärker lebt noch und verrichtet super seine Arbeit. Vielen Dank nochmal! ;)
 
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T-Bone90 schrieb:
Also vermutlich ist das nicht ganz klar rübergekommen. Den Laptopinhalt wollen wir gerne digital haben. Das ist ja wie ich rausgehört habe absolut kein Problem mit einer passenden Software. :)
jepp, das funktioniert eigentlich
T-Bone90 schrieb:
[...] Ich denke aber es wird eher eine Variante favorisiert, wo wir eine Kamera fest montieren und die im Hintergrund dann immer ihre Arbeit verrichtet.
Dann schau Dir mal Aufzeichnungen von Pressekonferenzen, Schulungen etc. an und überlege Dir, wo die Kamera in Relation zum Dozenten stand. Eine Montage am Beamer gibt dann erstmal das Feeling eines Überwachungsvideos.

T-Bone90 schrieb:
Ich habe daheim eine 40€ PTZ Kamera von Eufy im SmartHome (sicherlich nicht vergleichbar) und die macht auch ihr Ding.
Einfach mitnehmen und vor Ort testen.

T-Bone90 schrieb:
Zum Thema Mikrofon:
Auch hier muss ich mir das nochmal überlegen. Testweise können wir ja auch erstmal das Laptop Mikrofon nutzen, einfach damit wir das Gefühl bekommen.
Du bist nicht der erste, der das versucht. Das Ergebnis lässt sich leicht vorwegnehmen: es wird gruselig bis untauglich. Die Mikros sind schon wenig prickelnd, wenn man direkt davor sitzt.

Sitzt der Dozent immer direkt vor dem Notebook, wenn er was spricht?

T-Bone90 schrieb:
Aber ich denke ein ordentliches Ansteckmikrofon etc wird es werden. Der Raum ist relativ lang. Hall kann da gut auftreten. Das angesprochenen Rode Wireless (GO) habe ich mir kurz angeschaut und scheint ja verbreitet zu sein, Rode sowieso gut. Lautsprecher haben wir.
Probiere es aus. Einfach in den Raum ein paar Leute setzen, die sich dezent unterhalten und auf den Tisch klopfen. Vorne soll einer versuchen einen Vortrag zu halten und Fragen zu beantworten (10-15 min).
Das hörst Du Dir im Nachgang an.

T-Bone90 schrieb:
[...] Ging ja bisher auch...werde ich dann wieder zu hören bekommen.
Aufwand und Nutzen müssen in einem angemessenen Verhältnis stehen. Und der Aufwand für brauchbare Videokonferenzen ist nicht sooo klein.

T-Bone90 schrieb:
Also ich bin halt der einzige aktuell, der an solche Projekte denkt, um den Kameraden was gutes zu tun. Natürlich will die Wehrleitung da nicht wirklich viel Geld ausgeben, da es ja nicht zu viele Kameraden dann immer betrifft. Und ja es sollte wirklich einmal installiert werden und dann immer laufen.
Auch solche Systeme müssen gepflegt werden. Fire & forget funktioniert bei keinem System.

T-Bone90 schrieb:
Fast vergessen :)
Ja der Dozent ist dann auch Admin. Also ich stell mir das so vor er fährt den Rechner hoch, startet die Livestream App (welche auch immer) und soll dann ganz normal seinen Vortrag halten können.
Ich kenne tatsächlich kaum Software in dem Bereich, die nicht mit Sessions und einzelnen Terminen arbeitet.

T-Bone90 schrieb:
Das mit Senfcall ist komisch. Also sollte man die App dann doch nicht mehr nutzen?
Du kannst sie benutzen, aber niemand wird Dir sagen können, wie lange der Service noch verfügbar bleibt und wie es bei Störungen aussieht.
 
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Joe Dalton schrieb:
Ich kenne tatsächlich kaum Software in dem Bereich, die nicht mit Sessions und einzelnen Terminen arbeitet.
Sowohl mit Teams als auch mit Zoom sind feste, also statische Räume mit ebenso statischen Links möglich, falls das gemeint war.
 
Gruppen und Kanäle meine ich nicht. Aber ich bin mir fast sicher, dass auch bei Serienterminen immer neue Sessions generiert werden.

Was natürlich nicht ausschließt, dass man einen alten Termin immer wieder recycelt. Keine Ahnung, wann die dann weggeräumt werden.
 
DJMadMax schrieb:
Vor Allem muss sich mal jemand in eurem Feuerwehr-Dunstkreis (sorry für das doofe Wortspiel :D ) dazu bereiterklären, sich solcher Projekte ernsthaft anzunehmen. Das geht leider nicht, ohne sich da ein wenig reinzufuchsen.


Generell ist da der Träger der Feuerwehr (Gemeinde/Stadt) usw. zuständig um sowas zu stellen, respektive dessen IT.
Da kann und soll nicht irgendwas auf eigene Faust beschafft werden. Das muss der Träger machen analog wie ein einer Schule, alleine schon wegen Wartung und Sicherheitsvorgaben.



Der Auftrag muss hier klar an den Träger gehen das man hier sowas braucht oder an die entsprechende Landestruktur der Feuerwehr.
 
Muss dieser "Theoriedienst" unbedingt live übertragen werden? Falls nicht, ließe sich ggf. den remote-Teilnehmern auch eine Videoaufzeichnung zur Verfügung stellen, die sie sich dann später ansehen.
 
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