Diese Art der Entwicklung feiere ich extrem! Leider ist sie bei Windows aber sehr riskant, da Microsoft sehr "sprunghaft" (oder eher willkürlich) mit den eigenen Systemkomponenten umgeht und man durch tiefgreifende Abhängigkeiten eben immer die Gefahr läuft, dass das nächste Windows-Update die Funktionsweise beeinträchtigt oder gar bricht. Zumal Windows ja nicht Open-Source ist.
Bei Android beispielsweise ist das völlig anders und viel durchdachter. Hier wird an der Funktionsweise einzelner Komponenten selten etwas geändert, sondern sie werden im Bedarfsfall schrittweise durch neuere Komponenten ersetzt, wobei sämtliche Änderungen immer sauber dokumentiert werden, und zwar lange im Voraus. Meist werden neuere Komponenten redundant eingeführt, das heißt, sie ersetzen alte Komponenten nicht sofort, sondern sie werden zunächst als Alternative mit neuem Funktionsumfang eingeführt, mit der Empfehlung, diese in Zukunft zu nutzen. Entwickler haben so die Zeit, "langsam" auf diese zu migrieren, bevor die alte Komponenten dann irgendwann "deprecated" und aus Android entfernt wird.
Leider nutzen die meisten Entwickler das heutzutage kaum noch, sondern packen sich die eigenen Apps mit zahlreichen externen Libraries voll, die selbst aus einer "Hello World"-App dann gerne mal eine adipöse 20 MB Pottsau machen, ohne jeglichen Mehrwert. Für mich eine absolut traurige Entwicklung!