Tipps zum Mikrofon aufstellen

reapy0815

Lieutenant
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Juli 2011
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807
Hi,

ich wollte mir eigentlich mal ein neues Headset zum Spielen kaufen, hatte aber eher begrenztes Budget. Hier im Forum hab ich gesehen, dass oftmals Headsets garnicht so toll sein sollen (vom P/L-Verhältnis her) und oft separate Kopfhörer und Mikros empfohlen werden.

Da kam ich auf die Idee, ein Tascam US-1200 Audiointerface, ein Shure SM57 und alte AKG K141 (aus den 90ern) am Rechner anzuschließen. Ich benutze das eigentlich für Instrumentenaufnahmen (Gitarre/Schlagzeug), aber ich bin immer ein Freund von Zweckentfremdungen :)

Jetzt hab ich nur mit dem SM57 das Problem, dass der Klang von meiner Tastatur (Cherry MX-Board 3.0) extrem eingefangen wird. Andererseits muss ich das Mikro ja mehr oder weniger vor/bei meinem Mund platzieren, da ich ja sonst nicht mehr gehört werde. Ich hab das Mikro am Interface auch schon runtergeregelt, allerdings ohne Erfolg. Man hört dann halt ALLES leiser, was ja auch nicht gewünscht ist.
Wie machen das denn die hier vertretenen Herrschaften, die mechanische Tastaturen und Mikros benutzen?
Ich hab das Mikro derzeit noch behelfsmäßig an einem Mikroständer für Basedrums, werde mir aber da noch einen anderen besorgen.

Sind die Kopfhörer für Gaming ok? Ich hab den Eindruck, dass sie gut klingen (zumindest fürs Zocken. Bei Cubase sind die genial), aber vielleicht gibts da ja bessere Alternativen.

Viele Grüße
 
Da müsste man ein dynamisches Mikrofon nehmen oder das Mikrofon sehr nah vor den Mund stellen um die Verstärkung weiter abzusenken. Die Dynamiker sind trotzdem unempfindlicher und wenn noch Hyperniere geboten wird, dann klappt es schon sehr gut mit der Geräuschunterdrückung. Problematisch wären da nur Raumreflexionen, die die Tastaurgeräusche auf das Mikrofon direkt zurück werfen.



Beim SM58 an der Infrasonic Quartet ist nur noch ein sehr leichtes Klicken bei einer G80 hörbar, wenn ich den GAIN weitestgehend runterdrehe, damit nicht das Grundrauschen stört und die Sprache normal verständlich bleibt. Ich muss sowieso die Jumper vom Mikrofoverstärker auf weniger Verstärkung umstellen, was mir gerade auffällt.

Mikrofon ist nahe vom Mund vor der Tastatur minimal seitlich eingeschwenkt oder von unten. Hyperniere oder Richtcharakteristik wäre trotzdem die bessere Lösung.
 
Zuletzt bearbeitet:
@CpU & GrAkA
Da hast du natürlich recht. Ich habe aus welchen Gründen auch immer an ein Condenser gedacht.
 
Mit dem SM57 sollte das bei richtiger Aufstellung eigentlich kein Problem sein. Das Mikro möglichst nah an den Mund, das Keyboard möglichst weit weg und das Mikro so drehen, dass die Richtcharakteristik optimal ausgenutzt wird. Beim senkrecht stehenden SM57 wäre das so, dass man möglichst direkt von oben einspricht und sich das Keyboard direkt unter dem Mikrofon befindet bzw. in einem Winkelbereich von +/- 60° (besser noch +/- 30°) unterhalb des Mikros. Wenn man sich im Manual auf Seite 12 oben rechts hier die Richtcharakteristik für die verschiedenen Frequenzbereiche anschaut, wird klar dass sich so locker 10-15dB Störsignalabstand rausholen lassen. Dazu kommt dann noch der Entfernungsunterschied.
Ansonsten fällt mir noch ein: Lauter reden und leiser auf die Tasten hauen.
 
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