Tool um Daten auf eine Bestimmte stelle der Magnetscheibe zu schreiben

john carmack

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Hallo Leute...

Mir ist letzten folgendes durch den Kopf gegangen... Wenn Daten auf die äußerste Spur der Magnetscheibe geschrieben werden dann werden diese logischerweise auch schneller gelesen.

Gibt es ein Tool um Daten auf eine Bestimmte stelle der Magnetscheibe zu schreiben um so den Datendurchsatz zu Optimieren?

Danke
 
Afaik werden Daten automatisch zuerst auf der äußersten freien Stelle der Partition geschrieben, von daher brauchst du dass nicht manuell machen. Zudem kannst du ja nicht einfach irgendwohin schreiben, es müssen ja bestehende Daten berücksichtigt werden.
 
nicht unbedingt, die drehgeschwindigkeit ist zwar höher, aber es ist nicht unbedingt zwangsläufig der fall, dass die daten aussen genauso dicht stehen wie innen. die elektronik des schreib/lesearms wird wohl innen wie aussen gleich schnell sein (also mit der gleichen frequenz schreiben/lesen), wodurch die daten weiter aussen einfach nur weiter auseinanderliegen
 
Wenn man sich die Übertragungsrate von mechanischen HDDs ansieht dann ist sie am Anfang (aussen) am höchsten und fällt immer weiter ab, je näher man zum Zentrum der Scheibe kommt. So Kurven hat doch jeder schon gesehen.

Wenn man den schnellsten Teil der Platte nutzen will dann gibt es ein einfaches Mittel das zu erreichen: Einfach entsprechend partitionieren.
 
jetzt kommts noch drauf an was du damit beschleunigen willst, also ich glaub kaum dass du damit wirklich spürbare ergebnisse erzielst. in zeiten von ssds sowieso recht merkwürdige überlegungen
 
Um so etwas kümmern sich Dateisystem, HDD-Treiber und HDD-Controller. Das sind Optimierungen, die schon alle bedacht sind. Das einzige, was du beeinflussen kannst, ist die Partitionierung. Die Sektoren, die logisch am Anfang der Platte sind, sind für gewöhnlich außen auf den Scheiben. Aber der Leistungsunterschied ist alles andere als spürbar. Mach dir darum keinen Kopf ;)
 
Manche Defrag-Programme (der kostenlose Defragler glaub ich auch) können bestimmte Daten geziehlt auf den schnelleren äußeren Teil der Platte verschieben. Um z.B. den Boot-Vorgang zu beschleunigen. ;)
 
Das was du machen willst, ist nicht deine Aufgabe. Dafür ist eindeutig das Betriebssystem zuständig. Der Festplattentreiber bzw. I/O-Controller der Platte werden schon am Besten wissen, wie man das optimiert. Abgesehen davon, hat jedes OS irgendeine Art von Caching implementiert. Wie wärs mit nem RAM-Drive oder SSD?!?
 
Für ne SSD fehlt mir grad das Geld... Und da ich eh gerne "bastle" wollte ich mit so einem Tool etwa rumexpirementieren
 
Win 7 hat bei seinem Konsolenkommando "defrag" eine Option "/X", die die Dateien an den Anfang der Platte schiebt:
defrag c: /U /X

Windows macht leider falsche Annahmen beim Anlegen der Dateien. Habe vor kurzem meinen Steam Ordner auf eine eigene Festplatte verschoben. Win7 hat die großen Dateien automatisch ans Ende der Platte geschrieben und die kleinen Dateien an den Anfang. Dadurch werden zwar keine Dateien fragmentiert, dafür aber die Spieleordner. Das ist ineffizient, weil beim Laden der Spiele der Lesekopf weiter springen muss.

Ein Tool, das Dateien an eine bestimmte Stelle schreibt ist mir nicht bekannt. Wäre aber schön. Bei Sysinternals gibts soweit ich mich erinnere zumindest einen Viewer für die Dateianordnung. Edit: hier
 
Zuletzt bearbeitet:
john carmack schrieb:
[...] um so den Datendurchsatz zu Optimieren?
Datendurchsatz ist nicht die Schwachstelle von Festplatten, sondern die Zugriffszeit. Der Lese-/Schreibkopf der HDD muss sich zur richtigen Spur bewegen und dann noch warten, bis die richtige Stelle der Scheibe darunter ist. Dieser Vorgang dauert einige Millisekunden und "bremst" die Performance ziemlich stark.


Green Mamba schrieb:
Manche Defrag-Programme (der kostenlose Defragler glaub ich auch) können bestimmte Daten geziehlt auf den schnelleren äußeren Teil der Platte verschieben. Um z.B. den Boot-Vorgang zu beschleunigen. ;)
Dadurch wirds häufig nur noch schlimmer, weil diese externen Tools nicht die leiseste Ahnung davon haben, welche Dateien wann im Bootvorgang geladen werden. Die Liegen dann zwar alle schön kompakt beieinander, aber trotzdem muss der Lese-/Schreibkopf dauernd hin- und herspringen. Für den Bootvorgang hilft in der Kommandozeile "defrag c: -b". MS wird am besten wissen, was wo hingehört ;) (wobei das durch Laden von zusätzlichen Treibern auch nicht immer von vornherein klar ist.
 
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