jodd2021 schrieb:
Witze und Märchen gehen halt immer, da ist die Platzierung nicht verwunderlich.
Deine Artikel verkennen ein wenig die "Entwicklung" des Systems ChatGPT.
Das LLM wird von Version zu Version leistungsfähiger im Anbetracht seiner Fähigkeiten Antworten zu Formulieren.
Das gefährliche ist dann, im Falle einer falschen Antwort, dass diese überzeugender ist.
Daher, die "Qualität" der Fehler steigt, nicht unbedingt die reine Menge.
Außerdem haben sich die Testszenarien für LLMs im Laufe der Zeit maßgeblich weiterentwickelt.
Studien die sich mit LLMs und deren Fehlern befassen, zeigen dies auf.
Exakteres Auffinden von Fehlern, führt "mehr" zu Tage. Es war aber ggf. vorher bereits da.
Ich empfehle auch jedem, insbesondere jenen die diese Fehler kritisch im Sinne der Gefahr von Desinformation im Allgemeinen sieht, sich mit dem Funktionsprinzip von LLMs auseinander zusetzen.
Auf welcher Grundlage arbeitet ein LLM, wie beeinflusst die Nutzereingabe die Ausgabe des LLM, gibt es "Default-Settings" VOR der ersten Eingabe und wenn ja, wie beeinflusst der Nutzer diese im Verlaufe der Eingabe(n).
Ist das Prinzip grundsätzlich verstanden und die Art wie daran geforscht wird, wird einem klar, dass dieses System den Assistens-Gedanken inhärent hat!
Es soll assistieren, nicht das Denken per se komplett übernehmen. Es HILFT komplexe Informationen zu verarbeiten ABER dieser Prozess ist maßgeblich vom Nutzer abhängig.
Wer seine Eigenverantwortung zu denken bei der Nutzung von LLMs aus der Gleichung streicht, sorgt bereits vor der ersten Eingabe für Probleme.
Arboster schrieb:
Ich sehe auch bei den "KIs" vor allem den extremen Energie- und Ressourcen Verbrauch und finde das bedenklich in Relation zum Nutzen.
Absolut. Darüber hinaus. Wie bei jedem technischen Hype, hast du im Bereich der LLMs eine sehr große Fragmentierung an Modellen, Add-Ons, Schnittstellenmöglichkeiten, Submodellen die allesamt Ressourcen verbrauchen.
Wirklich sinnvoll im Sinne von Produktiv (Erkenntnisse erlangen, Produktivität fördern, Ergebnisse erbringen) ist davon eventuell ein Bruchteil.
Einen maßgeblichen Teil Lifestyle wirst du in jedem dieser Produkte haben und wenn damit Wertschöpfung betrieben werden kann, lässt sich das nicht ändern.
Der Markt wird sich aber über kurz oder lang bereinigen, da bin ich mir sehr sicher. Sinkt dadurch der Ressourcenverbrauch? Fraglich, aber er wird zielgerichteter geschehen, dann können wir gescheiter darüber urteilen was Unsinn ist und was nicht.
Ich will damit sagen, KIs sind nicht per se "schlechte" Verbraucher, aber ja, es gibt AUCH viel unnützen Kram.
Arboster schrieb:
Wir sind halt die Generation die mit der Atomkraft hart verarscht wurden.
Sowas bleibt hängen und man wird kritischer.
Ich frage mich als Mid-30iger wie man sich in den 70-80er Jahren von der Politik hat verarschen lassen KÖNNEN. Es gab zu der Zeit so viele kritische Dokus und Reportagen (die man sich heute immernoch ansehen kann), die "Atomkraft-Nein-Danke"-Bewegung, die Neuen-Linken der 70er und später die Grünen habe sich das Thema Atom-Kraft buchstäblich auf ihre Fahnen geschrieben.
Die Nachteile der Atomkraft lagen bereits früh auf dem Tisch. Die Möglichkeiten sich dieser Bewegung anzuschließen, diese zu Stärken, eine Machtverschiebung zu erlangen und das Thema unpopulär zu machen waren für jeden Bürger vorhanden.
EDIT: Dann waren es einfach nicht genug, aber eine politische "verarsche" im Sinne von hinters Licht führen, ist dann ggf. nicht die korrekte Formulierung. Den Verdruss, gerade für dich als Teilnehmende Person, kann ich absolut nachvollziehen.
Aber weißt du was junge Menschen von (ich habe keine Ahnung wie alt du bist, sieh es mir bitte nach) alten Protest-Hasen wie dir lernen können und vor allem wollen? Wie macht man trotz kontinuierlichem Gegenwind weiter, wie generiert man noch mehr Reichweite ohne die eigene Opposition (in dem Falle AKW-Politik & Lobby z.B.) verbal nieder zumachen, sondern Kommunikativ "sauber" aber überzeugend?
Weedlord schrieb:
Das ist zumindest mein Eindruck/Vermutung. Kann auch absoluter Blödsinn sein.
Das ist tatsächlich kein Blödsinn sonder schlicht ein logischer und belegbarer Zusammenhang.
Dazu muss man nur sich selbst und seine Mitmenschen reflektieren.
Freundlichkeit und Geduld gehen in gewissen Bereichen soz. Hand in Hand. Ich hab vor kurzem ein Buch über Sozialwissenschaften gelesen woraus genau dieser Zusammenhang hervorgeht.
Ohne hier zu sehr ins Detail zu gehen kann man jedoch schlussfolgern, dass jemand der seine Anfragen freundlich formuliert, vermutlich im selben Zuge eine größere Geduld aufbringen wird seine Anfragen präzise und strukturiert zu stellen.
areiland schrieb:
Es sollten sich eher mehr Leute nicht auf KI stützen, sondern ihren eigenen Kopf nutzen.
Das eine schließt das andere nicht aus. Das Gegenteil kann der Fall sein.
Fighter1993 schrieb:
Wir brauchen eigentlich keine KI die Arbeiter ersetzt sondern welche die Arbeit schafft.
Das müsstest du mal bitte Erläutern. Insofern die Arbeit (und damit eventuell Arbeitsplätze) sukzessive von KI ersetzt würde, ist diese unter Umständen nicht sonderlich sinnstiftend gewesen.
Im empfehle da, sich mit den machbaren Szenarien auseinander zusetzen.
Es ist da Zitat:
nicht schade um die Arbeit sondern schade um die Arbeitnehmer (
R. D. Precht).
Ich fände das für die betroffenen Menschen im Übrigen auch nicht toll, aber es wäre ein reales Szenario.
Aber wie sollte KI Arbeit erzeugen? Mir fehlt da gerade ein konkretes Beispiel im Kopf
