Ubuntu 11.04, 32 oder 64-bit

JAIRBS

Captain
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Hallo zusammen,

das letzte Mal seitdem ich Ubuntu verwendet habe liegt schon Jahre zurück. Es war die 9.x Version. Wollte nun mit Release der 11.04 nochmal ein Hybrid-System aufsetzen zwischen Windows 7 und Ubuntu 11.04. Soweit sogut.
Da ich u.A. einen Phenom II x4 965 und 8 GB Ram verbaut habe, tendiere ich natürlich dazu die 64-bit Version zu verwenden, aber meine Frage an versiertere Linux'ler als mich:

Ist das bei 11.04 inzwischen machbar? Damals bei der 9.x Version erinnere ich mich noch daran, dass es unter 64-bit Probleme mit Flash und einigen Treibern gab, außerdem hatten viele Programme kleinere Problemchen, die unter 32-bit nicht auftauchten. Kann ich nun bedenkenlos die 64-bit Variante installieren oder werde ich damit einen großen Bastelspaß haben? Finde leider nichts Aktuelles bei Google.

Einen Dank im Vorraus!

mfG

bit

Edit: @ Benzer: Die 11.04 ist heute veröffentlich worden :-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Also in 10.10 gab es bei mir nicht ein Problem mit der 64bit Variante. Warum willst du denn unbedingt die Alpha (oder schon Beta?) von 11.04 nehmen? 10.10 tuts doch auch und ist full.
 
Ich nutze das 64Bit Suse seit es die Athlon 64 gibt (Suse war halt eher als AMD ^^) und hatte damals kaum Probleme mit Kompatibilität. Heute gibt es quasi keinen Unterschied mehr. zudem kann man ja probemlos 32Bit-Software auf einem 64Bit-System ausführen. Warum also mit angezogener Handbremse fahren?
@Lobo666: Ein 64Bit-System bringt nicht nur die Möglichkeit mit sich, dass man mehr als 4GB Ram adressieren kann...
 
Ich würd die 64Bit-Variante installieren. Ich habe die 64Bit-Variante seit 2007 im Einsatz und damit lange keine Probleme mehr gehabt.

Totschlagargument: Im 64Bit-Modus sind Prozessoren schneller.
 
bit.turret schrieb:
Geht das mit ein paar "offiziellen Klicks" oder muss ich da gute Konsolenkenntnisse für haben? ^^

Soweit ich weiß sollte das out of the Box funktionieren, hab aber selbst kein System mit mehr als 4GB+Ubuntu

2fastHunter schrieb:
@Lobo666: Ein 64Bit-System bringt nicht nur die Möglichkeit mit sich, dass man mehr als 4GB Ram adressieren kann...

Das ist aber für den TE so wie ich das verstehe der Einzige Grund...
Aber interessehalber, was sind das für Möglichkeiten?

Totschlagargument: Im 64Bit-Modus sind Prozessoren schneller.
Echt? Hast du da mal einen Link für? CPUs simulieren doch immernoch 64bit...
 
Nun falls es in Ubuntu einen bigmem-Kernel gibt kann auch bei 32bit bis 64GB Ram addressiert werden. Dazu brauchst Du nur einen Prozessor mit PAE Erweiterung (Deiner hat das). Falls es das in Ubuntu nicht gibt nimm 64bit.

Mit 64bit gibt es eigentlich keine Probleme mit Ausnahme von Flash und vielleicht auch Wine. Für Flash gibt es aber noch eine 64Bit-Alpha die aber mit Sicherheitslücken glänzt. Alles andere ist kein Problem. Falls du noch eine potente neumodische Grafikkarte hasst dann bist du vermutlich gezwungen den Treiber vom Hersteller zu benutzen (wegen der 3D Beschleunigung).
 
Weiss jemand, ob Sandy Bridge Grafik unterstützt wird?
 
Physical Address Extension is a technology which allows 32 bit operating systems to use up to 64 Gb of memory (RAM), something which is normally achieved by switching to a 64 bit system. PAE is supported on the majority of computers today and it is an easy procedure to enable it in Ubuntu, if it is not already. To check if your processor supports PAE, try

Ubuntu 10.04 LTS (Lucid Lynx)

Both the CD and DVD installer of Ubuntu 10.04 automatically installs the PAE enabled kernel if it detects more than 3 Gb of available memory. In the case of the liveCD, a working network connection is required, since the PAE enabled kernel packages are not present on the CD.

If you need to enable PAE manually, follow the instructions for Karmic below.

Link
 
Zuletzt bearbeitet:
@Lobo666: Einfach mal bisschen googlen was diese ominösen 64Bit überhaupt bedeuten. Damit ist nämlich in keinster Weise der Adressbereich gemeint, sondern die Registerbreite in der CPU. Und mit einem 64Bit breitem Register kann man z.B. zwei 32Bit Zahlen auf einmal verrechnen, was einen Geschwindigkeitsvorteil bringt.
Deutlich messbar ist das z.B. bei der aktuellen Adobe-Software. Einaml die 32Bit und einmal die 64Bit drauf und man packt die lahme 32er nie mehr an. Aber so lange der Irrglaube in den Köpfen der Leute steckt, dass gewisse Software nicht kompatibel sei (Microsoft sei dank!), wird sich an dieser komischen Einstellung auch nichts ändern, zumal auf jedem x86_64er System sich, AMD sei dank, auch jeder beliebige 32Bit-Code ausführen lässt. Umgekehrt kann es antürlich nicht funktionieren (64Bit Software auf 32Bit-BS).
 
Sorry, hab vielleicht vergessen euch noch folgende Infos zu nennen:

Ich beabsichtige unter Ubuntu Office-Anwendungen auszuführen, Musik und Videos abzuspielen, Firefox und Thunderbird sowie Pidgin (o.ä. ICQ Client) stehen noch im Fokus. Das war's auch quasi schon. Zum Zocken werde ich weiterhin auf mein Windows 7 zurückgreifen.

Oder meint ihr nun die 32-bit Variante würde mehr Sinn machen aufgrund "geringerer Probleme" ? Ich meine, mit diesem Nutzungsverhalten werde ich sowieso nicht mehr als 3,25 GB Ram ausnutzen. Es ging eigentlich nur ums Prinzip ;-)
 
2fastHunter schrieb:
@Lobo666: Einfach mal bisschen googlen was diese ominösen 64Bit überhaupt bedeuten. Damit ist nämlich in keinster Weise der Adressbereich gemeint, sondern die Registerbreite in der CPU. Und mit einem 64Bit breitem Register kann man z.B. zwei 32Bit Zahlen auf einmal verrechnen, was einen Geschwindigkeitsvorteil bringt.
...und da bist du dir auch sicher?

Aus Wikipedia:
Vereinfacht dargestellt bedeutet 64-Bit, dass die Prozessoren durch ihre ALU-Bauart so ausgelegt sind, dass 64 Bit (also 8 Byte) gleichzeitig bzw. während eines Taktes verarbeitet werden können. Das schließt die externe und interne Gestaltung von Datenbus und Adressbus, die Breite des Registersatzes mit ein. Weiterhin ist der Befehlssatz meistens durchgängig auf 64-Bit ausgelegt, sofern keine abwärtskompatiblen Altlasten (siehe X86-Architektur) vorhanden sind. Dies gilt analog für die gängigen Adressierungs-Arten, wobei die Bitbreite der Recheneinheit (ALU) sich prinzipiell von der der Adresseinheit unterscheiden kann (wie bei den meisten 64-Bit-CPUs).
Da steht eindeutig das dies nur gillt wenn die CPUs keine x86 CPUs sind und das sind nunmal alle gängigen Modelle.



2fastHunter schrieb:
(Microsoft sei dank!),
Na, das ist Quatsch. Wenn überhaupt muss es heißen Gartenzaungesprächen und Foren sei dank.

Ich bin mit SP1 auf Vista x64 umgestiegen und hatte keinerlei Probleme mit x86 Programmen.
 
Wenns ums Prinzip geht, dann soweiso nur 64Bit ^^
Unterbutter mal das Ubuntu nicht so. Wenn du dich einmal gut eingelebt hast, dann hast du keinen Bock mehr für das Spiel xyz extra das Windows zu booten. Dann suchst du freiwillig nach Lösungen wie das auch unter Linux laufen kann. Deswegen plane jetzt schonmal für morgen ;)
Zudem laufen auch viele Spiel schon out of the box unter Linux. Es sind zu mindest mehr als man denken mag.

@Lobo666: Da liest du aber etwas falsches in den Text hinein. Und ja, ich bin mir sicher! Und das Thema MS ist auch kein Gartenzaungespräch. Oder wie willst du erklären, wieso MS immernoch an 32Bit-BS festhält, wenn doch quasi alle außer Atom den x86_64 Befehlssatz beherrschen. Schizophrener weise soll laut Herstellerangaben auf einem Atom aber nix andres als Win XP laufen. Da hat MS wohl vorher nciht mit Intel geredet...
Und ncoh etwas zum Thema MS und 64Bit: Der Linuxkernel war x86_64-kompatibel schon monate bevor AMD die ersten CPUs auf den Markt warfen. MS hat nach Markteinführung noch mehr als ein Jahr benötigt und dann auch nur halbherzig umgesetzt (XP 64 sag ich da nur).
 
Zuletzt bearbeitet:
@2fastHunter:

Ganz auf Windows verzichten zu können wäre mein sehnlichster Wunsch! :-D Aber solange unter Linux kein vernünftiges DirectX läuft kann man das wohl knicken, oder? Mit Geschichten wie z.B. Wine habe ich schon Nächte verbracht - im Endeffekt haben die Spiele dann auch gelaufen, aber das Ergebnis war meistens sehr ernüchternd - vor allem, was die Grafikleistung anging.
 
2fastHunter schrieb:
Und ja, ich bin mir sicher!
OK

2fastHunter schrieb:
@Lobo666: Da liest du aber etwas falsches in den Text hinein.
Kannst du mir das denn erklären?
Edit:
Schon gut, hab was gefunden...


2fastHunter schrieb:
Und das Thema MS ist auch kein Gartenzaungespräch. Oder wie willst du erklären, wieso MS immernoch an 32Bit-BS festhält, wenn doch quasi alle außer Atom den x86_64 Befehlssatz beherrschen.

Vieleicht an Treibern die nicht für alle Geräte in 64bit zur Verfügung stehen?
Wie gesagt ich und auch sehr viele andere hatten und haben keine Probleme mit 32bit Programmen und Windows löst das meiner Meinung nach sehr zufriedenstellend. Schau dir doch nur mal die Foren aus Vista Zeiten an als die 64bit Sau durchs Dorf getrieben wurde und das wohl meist von Leuten die noch nie ein 64bit System installiert hatten. Unter XP 64bit sah es mit Sicherheit anders aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
@bit.turret: DirectX wird nie unter Linux laufen, da es eine Microsoft-API ist und daher für Windows entwickelt wurde/wird. Viele Spieleschmieden bauen aber ebenso auch auf offene APIs wie OpenGL und OpenAL. Zum Beispiel kann das eigentlich jede Unreal-Engine. Oder ID Software z.B. hat noch nie DirectX benutzt. Und sobald eine native OpenGL-Unterstützung vorhanden ist, rennt das Game in der Regel auch halbwegs problemlos unter Linux. Schwer wirds wenn man einen DirectX-Wrapper benutzen muss (Cedega z.B.). Das kostet etwas Geld. Der Support und die Leistung hingegen sind relativ ok. Andererseits kann man dann auch bei MS bleiben wenn man eh zahlen muss. Ob ich dann ein Windows kaufe oder eine Cedega-Lizenz ist wurst ^^
Problematischer sehe ich dann schon den Support für (Semi-)Profsoftware. Gerade Adobe bekleckert sich hier nicht geradde mit Ruhm wenn es um die Unterstützung von Linux geht. Bestes Negativbeispiel war der Flashplayer 8 oder 9, den es nicht für Linux und erst später für Mac gab. Und das in der Zeit, wo alle meinten, dass jede HP auf Flash-only umgestellt werden musste. Grausame Zeit. Seit dem hasse ich nicht offene "Standards", da man sich von solchen Konzernen total abhängig macht. Andererseits soll Photoshop angeblich relativ problemlos unter Wine laufen. Ist mir egal, ich nutze Gimp ;)

@Lobo666: Ja diese 32 vs 64 - Diskussionen kenne ich zur Genüge und hatte sie auch schon mit etlichen Bekannten und Verwandten. Diese ganzen Computerbild-Leser meinen, dass sie die Weisheit mit Löffeln gefuttert hätten ^^ Einmal XP 64 ausprobiert, Treiber für Uralthardware nicht vorhanden, deinstaliert, 64Bit ist scheiße, nie wieder ausprobiert. Das MS es mit Vista und mit 7 erst recht jetzt ganz gut hinbekommen hat, scheinen viele zu ignorieren. Allen ist das Dilemma zur Umstellung bei MS auf 64 noch im Kopf. "Mein Brennprogramm geht nicht." "Photoshop will nicht." "Es gibt für meinen Uraltscanner keinen Treiber" Das der Uraltscanner auch unter einem 32Bit Vista nicht mehr geht sehen die Leute nicht. Und gerade hier kann Linux punkten. Ich hatt enoch kein Gerät, für welches es keinen Treiber mehr gibt, bzw welche mit einem neuen Kernel nicht mehr lief. Aber auch da lasse ich mich gerne vom Gegenteil überzeugen :D

Und unter dem Strich kann ich mich nur wiederholen: So lange das BS und die Treiber auf 64Bit laufen, ist es egal ob man eine 32Bit oder 64Bit Software einsetzt. Das ist kompatibel :) Bei Intels Itanium-Reihe mit dem Intel-eigenen 64Bit-Befehlssatz ging das eben nicht, weswegen MS keine Lust mehr hat den zu supporten und Intel den x86_64 von AMD lizenzierte. So schnell kanns gehen. Falsch gepokert ^^
 
Mal ne ganz blöde Frage am Rande zu der ganzen 32Bit/64Bit geschichte und vllt auch OT aber ist es möglich ein bestehendes Linux in meinem Fall 10.10 und 10.04 (beides 32Bit) via Update auf 64Bit zu upgraden/updaten?
 
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