Ubuntu und die R9 390

xCtrl

Lt. Commander Pro
Registriert
Dez. 2011
Beiträge
1.678
Guten Abend ins Pinguinlager,

mich interessiert aktuell der Stand von Steam Play, sprich Proton... was läuft, wie gut, etc. In einer Hyper-V VM auf meinem Windows 8.1 läuft Ubuntu ohne Probleme. Dort kann ich immerhin sehen, welche Spiele schon einmal starten. Jetzt möchte ich das Ganze auf meinem Blech probieren. Mein System steht in der Signatur.

Nun, ich verzweifele, denn nicht mal ein Live-System x/l/ubuntu mag mit meiner Grafikkarte zusammen arbeiten. Manjaro wurde auch schon getestet. Es bootet normal durch. Kommt der Desktop, flackert es kurz, danach ist es schwarz. Es ist egal, ob mit einem Monitor oder allen drei angeschlossenen, ob mit Displayport, HDMI oder DVI. Schalte ich meine IGP an und boote das Lubuntu, läuft es tadelos.

lspci zeigt beide GPUs an.

Code:
00:02.0 VGA compatible controller: Intel Corporation Xeon E3-1200 v3/4th Gen Core Processor Integrated Graphics Controller (rev 06)
01:00.0 VGA compatible controller: Advanced Micro Devices, Inc. [AMD/ATI] Hawaii PRO [Radeon R9 290/390] (rev 80)

im Programm Zusätzliche Treiber zeigt er keine AMD Treiber zum installieren an. Daher kann ich nicht mal nachvollziehen, ob und was für die Karte geladen werden kann.

Ich habe die letzten zwei Tage recherchiert und bin zum Ergebnis gekommen, dass gerade die 390 ein Sonderfall mit Linux-Distros sein soll. Ubuntu 18.04 kommt mit Kernel 4.15, die 390 soll ab 4.16.7 supportet sein. Nach etwas durchlesen also auf eine kleine SSD das System installiert und ein Kernelupdate gemacht. Jetzt startet das System mit der 390 bis zum Login und zeigt ein Bild. Melde ich mich an, gibt es wieder Blackscreen. Ein Wechsel ins TTY übrigens bringt keine besserung.

Ein funktionierendes System mit der Intel IGP bringt mir zum Testen auch nicht viel, läuft aber sonst alles out of box. Hat jemand eine Idee?

Gruß
Chris
 
Also ich bin mir sehr sicher, dass auf 18.04 Deine Grafikkarte ohne Probleme sofort funktionieren wird. Schon meine RX 480 lief mit 17.04 recht anständig ...

Wenn Du wirklich ein topaktuelles System haben möchtest lade Dir Fedora 29 (beta) herunter, das in ein zwei wochen Final gehen wird. Sollte schon stabil genug sein ...
 
Du, ich bin mir auch sicher gewesen, aber warum mein System so mit der Karte streikt, keine Ahnung. Ich muss gestehen, was anderes habe ich noch nicht probiert. Kann ich zum Test ja mal nehmen.
 
Ach Du hast es schon getestet? Das ist natürlich seltsam ...
Rein theoretisch reicht auch Fedora 28. Da ist Mesa 18.0.5 und Kernel 4.18.11 gerade aktuell. Ich habe nur deshalb 29 beta erwähnt, da dort Mesa 18.2.x enthalten sein wird ... aber mit 18.0.5 sollte Deine Karte ebenfalls gut gehen ...
 
Es könnte einen Versuch wert sein, neben dem radeon-Kerneltreiber auch den amdgpu-Kerneltreiber auszuprobieren. Letzterer könnte besser funktionieren
 
bekomme ich den beim boot vorher geladen? Wie gesagt, selbst bei einer Live Distro hört es nach dem Boot auf.
 
Fedora tut es ebenfalls nicht. Nach weiterer Recherche sollen wohl die MSI und Powercolor R9 390 mächtig schwierigkeiten mit Linuxsystemen haben. Sünde sowas. Schade...

Edit: Mit nomodeset läuft das System immerhin mit der Live distro, bringt mir aber auch nix :rolleyes:
 
Zuletzt bearbeitet:
magst Du einmal bei der Fedora Live DVD folgende Bootparameter in Grub setzen?

Code:
radeon.cik_support=0 amdgpu.cik_support=1 amdgpu.dpm=1 amdgpu.dc=1
 
Mit den Parametern bleibt Fedora bei dem Punkt stehen, wo irgendwas mit Network Dispatch steht. Ein Lubuntu wiederrum rennt mit den Parametern :) Also nochmal SSD rein. Kann ich GRUB die Parameter dauerhaft mitgeben?

Edit: Das hier

Code:
lubuntu@lubuntu:~$ lspci -nnk | grep -i VGA -A2
01:00.0 VGA compatible controller [0300]: Advanced Micro Devices, Inc. [AMD/ATI] Hawaii PRO [Radeon R9 290/390] [1002:67b1] (rev 80)
    Subsystem: Tul Corporation / PowerColor Radeon R9 390 [148c:2358]
    Kernel driver in use: amdgpu

bedeutet, dass der AMDGPU Treiber geladen wurde, richtig?

Gruß
Chris
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja der AMDGPU Treiber wird hier genutzt.

Diese Zeile packst Du folgendermaßen in Deine Konfiguration:

Du editierst/etc/default/grub i Terminal z.B. mit nano:
sudo nano /etc/default/grub hier suchst Du folgende Zeile:
GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT=""
und änderst sie zu
GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="radeon.cik_support=0 amdgpu.cik_support=1 amdgpu.dpm=1 amdgpu.dc=1"

danach speicherst Du die Datei wieder und führst sudo update-grub aus.

Wechen Spin und welche Fedoraversion hast Du genommen?
 
Zuletzt bearbeitet: (Fedora)
Jawoll, danke für die kurze Einweisung. Ich hatte zum Test Fedora 28 genutzt. Aktuell läuft jetzt Lubuntu 18.04.

Edit: dass es noch nicht 100% einsatzfähig als Windows-Ersatz für Spiele ist, sehe ich direkt beim Xbox Controller, wo FFB nicht läuft... Aber das ist erstmal egal zum testen.
 
Zuletzt bearbeitet:
also force feedback sollte eigentlich funktionieren. gibt da auf phoronix und anderen Seiten mehrere Einträge darüber ...
Heute habe ich keine Zeit mehr zu suchen. Ich muss dringend noch eine Gliederung fertig schreiben.
Aber morgen kann ich gerne nochmal nachsehen.

Google einfach mal selbst nach xbox controller und archlinux bzw. force feedback und archlinux bzw. ubuntu. Die Archlinux Leute haben ebenfalls sehr gute Tutorials ...
 
Ja, Force Feedback funktioniert definitiv mit meinen XB360-Controllern. Soweit ich mich erinnere, brauchte ich für die generelle Funktion des Controllers unter Fedora das Paket kernel-modules-extra.
 
Guten Morgen,

oh pardon, ich sollte etwas präziser sein ^^ Ich habe primär einen Xbox One Controller und zum weiteren Test einen alten x360 Controller zur Hand gehabt. Bei beiden lief z.B. unter dem Steam Spiel Rocket League (nativ Linux) FFB nicht. Verwendet wurde xPad, was mit dem System kam und Xboxdrv.

Im Ubuntuwiki hatte ich mich ebenfalls eingelesen und anhand der Befehle geprüft, ob entsprechend benötigte Module geladen wurden. Der Controller an sich läuft, es fehlt eben nur FFB.

Ich nutze übrigens nicht Fedora, sondern Ubuntu mit LXDE, sprich Lubuntu. Wobei ich hier auch am überlegen bin parallel xubuntu zu probieren. xfce hatte mir bis dato auch gut zugesagt.

Gruß
Chris
 
Bei mir wird xpad dynamisch geladen, sobald ich einen Controller anschließe - dann funktioniert es einfach. Mit xboxdrv habe ich mich vor langer Zeit nur kurz auseinandergesetzt, gebraucht habe ich es schließlich nie.
 
Genau, die Erfahrung habe ich auch gemacht, nachdem ich gesehen habe, das Xpad schon mit dem System kommt. Controller eingesteckt und es läuft. Die Tage geht es dann weiter, wenn die Zeit es zulässt. Bis hierhin schon einmal herzlichen Dank an euch :)
 
Wenn ich Dir noch einen Tipp geben darf, benutze 18.04 als Testsystem und setze Ende Oktober mit 18.10 neu auf.
Hat den Vorteil, dass Du gleich ein aktuelles Mesa und einen modernen Kernel bekommst. Für den Gamer (und nicht Servernutzer) sind die LTS Releases nicht so günstig, da es doch wesentlich länger dauert, bis der aktualisierte Hardware Enablement Stack für den LTS Release kommt ...
 
Gut das Du das ansprichst, ich habe eine Frage bezgl. Systemupgrades. Die normalen Updates kommen ja relativ sorglos durch, aber wie schaut es bei den Upgrades auf eine neuere Version aus? z.B. 18.04 -> 18.10? Läuft das auch ohne Probleme durch? Ich meine mich zu erinnern, dass ich damals ein Ubuntu, glaube, von 14.10 auf 16.04 zerschossen hatte, sprich der X nicht mehr hoch kam, warum auch immer.

Ansonsten berücksichtige ich das mal.
 
Hey Dude!

Habe selbst eine Sapphire Nitro R9 390 und sie läuft prima unter Manjaro. Auch unter Ubuntu gab es nie Probleme.

Ich würde auf Verdacht einfach mal die Karte per DP installieren und wenn das auch nicht bringt, dann mal ohne grafische Oberfläche Linux installieren.

Teste mal, ob die Karte erkannt wird mit folgendem Befehl: lspci -nnk | grep -i VGA -A2

MFG,
Juppi
Ergänzung ()

Y-Chromosome schrieb:
Wenn ich Dir noch einen Tipp geben darf, benutze 18.04 als Testsystem und setze Ende Oktober mit 18.10 neu auf.
Hat den Vorteil, dass Du gleich ein aktuelles Mesa und einen modernen Kernel bekommst. Für den Gamer (und nicht Servernutzer) sind die LTS Releases nicht so günstig, da es doch wesentlich länger dauert, bis der aktualisierte Hardware Enablement Stack für den LTS Release kommt ...
Manjaro hust ...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: lokked
Zurück
Oben