News Ugreen Gallery 3: E-Ink-Fotorahmen mit lokaler KI vorgestellt

wern001 schrieb:
für das Geld kauf mich mir einen Plotter und drucke mir jede Woche ein neues Bild aus.
Interessanter Gedanke, aber leider etwas unhandlich. Die Dinger sind so groß wie mein Sofa.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Tornhoof
@Rickmer ich hab hier in meinem Büro einen Z3200 44" stehen. Der ist ca 180 breit, ca 70 tief und ca 100 hoch.

Ein Ausdruck auf HP Everyday Fotopapier in größe 61x91 cm kostet nicht mal 5€ mit Papier.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Spawn182
Also ein Bilddruck kostet mich 3 Euro und ein Bilderrahmen in der Größe 50 und hält mein Leben lang….
 
Syntax_41 schrieb:
Vieles, was für uns heute selbstverständlich ist, selbst Gegner in Computerspielen, die Muster bei dir erkannt haben und dementsprechend ihre Taktik geändert haben ist KI

Äh nein, es ist oft nicht mal "KI", geschweige denn KI.
In vielem, was heute selbstverständlich ist, sind einfach nur mehr oder weniger smarte Algorithmen: "Mustererkennung", Objekt-Klassifizierung, Wahrscheinlichkeitsbaum, Pseudo-Zufälliges Verhalten etc. haben alles nicht ansatzweise was mit "KI" zu tun.

Weil wieso auch? Für diese Aufgaben sind klassische Algorithmen besser weil effizienter und ausreichend variant genug.

Sobald du ein neuronales Netz mit rein wirfst, wird es "KI" und ob die "KI" dann sinnvoll oder irgendwie effizienter ist, als es ein vergleichbarer Algorithmus wäre, weiß man dann auch immer noch nicht.


Dieses Produkt hier ist ein klassischer Fall von Marketing BS: ein solches Produkt brauch kein "KI" Label weil das Produkt selbst nichts mit "KI" zu tun hat und auch keinerlei Vorteile von einem irgendwie gearteten neuronalen Netz hätte. Einfache Skalierung reicht vollkommen und wenn man das letzte Prozent mehr möchte, dann lass halt einen kurzen Farbraum-Optimierungs-Algorithmus drüber laufen. Am Ende limitiert hier halt immer das Panel, nicht das Foto, so dass jegliche Form von Optimierung hier nur für minimalst bessere Ergebnisse führen wird.

Auch ist es wie üblich für diese Art Produkt relativ klein und dabei dann wahrscheinlich trotzdem so teuer, dass es für die alle Meisten Leute komplett uninteressant wird. Und wie von jemand anderem geschrieben, sind große E-Ink Bilderrahmen dann so teuer, dass selbst für Tech-Enthusiasten das Ganze nicht mehr sinnvoll wird.

Hatte selbst schon mal drüber nachgedacht mir einen E-Ink Bilderrahmen zuzulegen aber bei den Preisen für die Größen die für mich relevant wären, hab ich dann ganz schnell davon abstand genommen... Würde da dann sogar lieber nem Künstler für ein echtes Bild Geld geben, was dann sogar Textur, Tiefe etc. hat, alles Dinge, die einem E-Ink nicht geben kann.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Arboster
@DonDonat Nö, das stimmt so nicht ganz. Mustererkennung und Klassifizierung sind seit Jahrzehnten zentrale Bereiche der KI-Forschung. Machine Learning ist per Definition eine Teilmenge von KI und kein Gegensatz dazu.
Du ziehst hier einfach deine eigene Grenze, ab wann etwas „richtige KI“ ist. Und genau das ist letztlich dasselbe Marketing-Bauchgefühl, das du eigentlich kritisierst, nur eben in die andere Richtung.

Ob ein neuronales Netz für eine konkrete Aufgabe sinnvoller ist als klassische Algorithmen, ist natürlich eine andere Frage. Das muss man für den jeweiligen Anwendungsfall benchmarken. Bei simplen Aufgaben wie Farboptimierung kann sich ein NN durchaus als unnötig erweisen.

Aber daraus folgt eben nicht, dass „ohne NN keine KI drin ist“. Das sind zwei völlig verschiedene Aussagen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Spawn182
wern001 schrieb:
Interessant wäre zu wissen wie die Qualität zu echten Fotopapier ist.
Kommt sehr stark aufs Papier an. Aber gerade Fotopapiere mit glatten Oberflächen, optischen Aufhellern liefern als Grundlage für ein sehr reflektierendes, bis leuchtendes Weiß. Wenn man da ohne Sonderfarben mit CMYK druckt ist der mögliche Kontrast und Farbraum im Vergleich zu eInk bereits deutlich größer.

lab-E6.jpg

Quelle: https://www.einkframe.com/2025/11/26/spectra-6-color-gamut-part1/
Das ist grob der Farbraum vom Spectra 6 vergleichen mit CMYK, das ist kein überwältigender Farbraum.


Edit: Wobei Spectra 6 durchaus gut aussehen kann. Es darf halt nicht nur eine "simple" Farbraumkonvertierung erfolgen. Da muss ganz viel an den Farbwerten gedreht werden, dass das Bild, Farben, Kontraste innerhalb dieses Farbraums stimmig bleiben.
Naja und man sollte entsprechende Displays richtig aufstellen. Also hell(!!) und nicht all zu stark kontrastreichen, bunten Umgebungen. Typischerweise sollten entsprechende Bilderrahmen auch keinen reinweiße Einfassung fürs Display haben, sondern gräulich/beige. Sonst fällt zu sehr aus, dass der Weißpunkt von eInks gruselig ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Floxxwhite schrieb:
ein Bilddruck kostet mich 3 Euro
Das ist nicht die Zielgruppe. Solche digitalen Bilderrahmen sind doch eher was für häufigen und/oder automatischen Wechsel. Ein überteuertes Gadget für alle, die schon alles haben und ihre Stimmung öfter wechseln, als andere ihre Unterhosen. ;)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Floxxwhite
Syntax_41 schrieb:
Nö, das stimmt so nicht ganz. Mustererkennung und Klassifizierung sind seit Jahrzehnten zentrale Bereiche der KI-Forschung.
Und wenn wir jetzt mal in die Algorithmen dazu schauen, haben die wie von mir schon geschrieben fast nie was mit "KI" zu tun.


Syntax_41 schrieb:
Machine Learning ist per Definition eine Teilmenge von KI und kein Gegensatz dazu.
Vorsicht, du setzt hier Dinge gleich, die es nicht sind: "Machine Learning" ist nicht "KI".

Und selbst da ist deine Aussage von vorher hier nicht korrekt, weil eben viele Algorithmen die so aussehen als ob sie "lernen" dass nicht tun: ein Wahrscheinlichkeitsbaum wie er in NPCs zum Einsatz kommt lernt nicht und viele ähnliche Lösungen auch nicht.


Syntax_41 schrieb:
Aber daraus folgt eben nicht, dass „ohne NN keine KI drin ist“. Das sind zwei völlig verschiedene Aussagen.
Äh doch weil wie gesagt "Machine Learning" nicht gleich "KI" ist.
Du setzt die hier gleich aber dass ist es einfach nicht.

Rein praktisch kann unter "Machine Learning" schon ein einfacher Algorithmus fallen, der als Ausgabe eine Wahrscheinlichkeit hat, die er dann in der nächsten Iteration wieder als Eingabe entgegen nimmt um das Ergebnis zu propagieren etc. Dass hat aber offensichtlich nix mit "KI" zu tun.


Syntax_41 schrieb:
Du ziehst hier einfach deine eigene Grenze, ab wann etwas „richtige KI“ ist. Und genau das ist letztlich dasselbe Marketing-Bauchgefühl, das du eigentlich kritisierst, nur eben in die andere Richtung.
Nein tue ich nicht, du vermischt "Machine Learning" hier mit "KI" und nimmst an, dass ich den Begriff sogar noch schwammiger annehme... Was ich aber nicht tue.

Ich kann dir ohne jegliches "Bauchgefühl" genau definieren, was "KI" sein sollte, wenn man es im Alltag verwendet: ein Programm welches tatsächlich intern ein neuronales Netz beliebiger Coleur verwendet. Tut es dass nicht und greift auf normale Algorithmik zu, dann ist es auch keine "KI".

Und dass macht auch so viel mehr Sinn als anders herum, weil sonst, wie von mir oben geschrieben, wären alle rekursiven Algorithmen "KI", alle iterativen Algorithmen "KI" und alle Wahrscheinlichkeitsbäume auch "KI"... Alles aber natürlich komplett etwas anderes.

Case in Point: ohne neuronale Netze, kann es keine irgendwie sinnvollen "KI" geben...
Aber ohne "KI" haben wir ohne Probleme alle anderen Klassen von Algorithmen die auf Eingaben "smart" reagieren. Manche davon könnten je nach Definition unter "Machine Learning" fallen, weil sie Ausgabe-Daten als Eingabe-Daten verwenden, andere aber nicht.
 
Für die Umwandlung der RGB Farben in die korrekten Displayfarben hätte eine simple Lookup-Tabelle gereicht. Da muss nicht mal was berechnet werden.

Damals beim Gameboy Advance mussten die Entwickler die Sättigung hochschrauben weil das Display eher blass war. Wird mit diesem E-Ink vermutlich ähnlich sein.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Spawn182
Ohne weitere technische Angaben macht das so keinen Sinn. Wie oft wechselt das Bild um 6 Monate Akkulaufzeit zu erreichen? Mir würde einmal am Tag reichen, hält der dann 1 Jahr oder länger? Mein Kindle ist ja auch ein Dauerläufer, wenn ich es nur sporadisch nutze... 🤷‍♂️

Blackhorse79 schrieb:
Also bitte. Welche KI, WO und vor allem WOZU???
1776 schrieb:
Yeah! Jedes Script muss nun "AI/KI" heissen!
Blackhorse79 schrieb:
Intelligent ist eigenständiges Denken. Wird bei einem Bilderrahmen nicht zutreffen.
Noch lacht ihr, aber wehe wenn der Bilderrahmen dann anfängt vom heimischen Wohnzimmer aus die Weltherrschaft zu übernehmen! Dann ist das Geheule wieder groß, das habe man ja nicht kommen sehen... 😉🤷‍♂️

image-w1280.jpg.webp
 
jo89 schrieb:
Im ersten Moment fand ich das ganz gut. Hatte schon häufiger überlegt mir mal so einen Bilderrahmen anzusehen.
Aber ein Bilderrahmen braucht keine KI. Zumindest nicht für mich.
Sehe ich ähnlich, heute muss jeder Gegenstand KI haben, ich überlege mir, wann der erste Klopapierrollenhalter mit KI auf den Markt kommt.
 
michi.o schrieb:
Für die Umwandlung der RGB Farben in die korrekten Displayfarben hätte eine simple Lookup-Tabelle gereicht. Da muss nicht mal was berechnet werden.
Kannste so machen, wird halt scheiße :)

Die Farbraumkonvertierung verkleinert den Farbraum schon immens. Ein "bisschen" Rechnerei sollte da schon erfolgen. Auf dem Display verschiebt sich zwingend der Weißpunkt und die Farbraumkonvertierung verringert die Bandbreite der farblichen Darstellung ja extrem. Entsprechend sollte man da schon versuchen, dass kontrastreiche Kanten kontrastreich bleiben, während Farbverläufe als solche Wahrnehmbar bleiben. ;)
 
Gnarfoz schrieb:
10.000 mAh (wie viele Wh wäre interessanter) und verbraucht nur Strom beim Wechseln des Bildes... und dann hält es trotzdem nur 6 Monate?
Wie oft wechselt da das Bild? 🤔
Das Akku wird nicht nur durch die "Erhaltungsladung" leer (alle paar Minuten mal das aktuelle Bild refreshen), sondern wohl durch die KI, was auch immer sie so anstellt.
 
M@tze schrieb:
Wie oft wechselt das Bild um 6 Monate Akkulaufzeit zu erreichen? Mir würde einmal am Tag reichen, hält der dann 1 Jahr oder länger? Mein Kindle ist ja auch ein Dauerläufer, wenn ich es nur sporadisch nutze... 🤷‍♂️
Pessimistisch, aufgrund der "Maximal" Angabe, wuerde ich davon ausgehen: Nur einmal wenn man das Dingen einrichtet, und wenn man die Konnektivitaet auf das Minium reduziert oder (falls ueberhaupt Moeglich) komplett abschaltet. Vorallem eine aktive WLAN Schnittstelle ist ein Stromfresser.
Das Geraet ist vermutlich immer im Standby aktiv und nie wirklich aus.
Bei Galleria weiss ich es nicht, aber klassische E-Ink Displays wollen auch bei statischen Bildern gerne zwischendurch mal aufgefrischt werden.
Auch wieder Erfahrung mit unseren E-Ink Tuerschildern: Austauschdisplays die nur im Regal liegen werden "schon" nach Monaten Inaktivitaet (mit entfernter Batterie) blass und unleserlich.

Weyoun schrieb:
alle paar Minuten mal das aktuelle Bild refreshen
Garantiert nicht wird das Bild alle paar Minuten refreshed, vorallem wenn das so lange dauert wie im Artikel angegeben.

Weyoun schrieb:
Die KI ist nicht auf dem Display, sondern in einem im Artikel erwaehnten, aber nicht genauer vorgestelltem, "KI-Hub".
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Gnarfoz und M@tze
@Weyoun
Wenn so ein Spectra Display aller Minuten (daher <10min) Bilder wechseln soll, sind die 6Monate nicht haltbar. Die Displays und die notwendigen Spannungswandler fressen ganz schön Energie während des Aktualisierens der Inhalte. Energieeffizient wird eInk erst bei statischer Anzeige.

Und dein KI Getröte gerade.. kleine neuronale Netzwerke werden schon länger verwendet, damit Smartphones aus dem Pixelrauschen ihrer Kameras halbwegs Bilder erzeugen können. Ein kleines NN zu nutzen um nach der verlustbehafteten Farbraumkonvertierung ein gescheites Bild zu errechnen ist garnichtmal doof, wenn es ordentlich gemacht wird.
Ergänzung ()

Ranayna schrieb:
Auch wieder Erfahrung mit unseren E-Ink Tuerschildern: Austauschdisplays die nur im Regal liegen werden "schon" nach Monaten Inaktivitaet (mit entfernter Batterie) blass und unleserlich.
Das wäre bei original eInk Displays[1] sehr untypisch. Wenn man denen nicht mit hohen Temperaturen oder eingestreuten Spannungen auf den Leib rückt, bleiben sie statisch.

[1] Von der Firma eInk
 
Zuletzt bearbeitet:
@Piktogramm

Welcher Display-Hersteller drinsteckt weiss ich leider nicht. Die Geraete sind von Imagotag.
Ich hab auch ein blankes Display von Waveshare, welches ich vor Jahren mal fuer ein Microcontrollerprojekt benutzt habe, das hat das Problem auch. Auch hier weiss ich nicht wer der OEM von dem Display ist.
 
Ich habe den Switchbot mit Spectra 6 für 200€ bekommen.
Fotos sehen toll aus, aber eher wie ein Zeitungsdruck wenn man nah dran geht. Ich liebe den look. Nachteil am Switchbot ist der winzige Speicher.
 
Piktogramm schrieb:
Das ist grob der Farbraum vom Spectra 6 vergleichen mit CMYK, das ist kein überwältigender Farbraum.

reines CYMK ist recht bescheiden vom Farbraum. Ich meine dann einen Drucker der noch zusätzliche Farben wie RGB hat. (Bitte keine Diskussion ein Drucker hat kein RGB! Ein Drucker RGB hat gar nichts mit Monitor RGB gemeinsam!)
 
Zurück
Oben